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	<title>die ennomane</title>
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	<description>sitzgelegenheit für couch-potentials</description>
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		<title>Links der Woche</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 10:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[„Das ist nicht mein Problem“ – die irrsinnige Rezeptpflicht f&#252;r die Pille danach: “Sie beginnt vor Wut zu weinen. Geht zur&#252;ck ins Hospital zum Heiligen Geist, will dort mit der diensthabenden &#196;rztin sprechen. Sie ist immer noch aufgel&#246;st, wird vom Pfleger ignoriert. Sie fragt ihn, seit wann das so sei, dass man einen Ultraschall machen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="http://kleinerdrei.org/2013/05/das-ist-nicht-mein-problem-die-irrsinnige-rezeptpflicht-fur-die-pille-danach/?utm_source=feedly">„Das ist nicht mein Problem“ – die irrsinnige Rezeptpflicht f&#252;r die Pille danach</a>:
<p>“Sie beginnt vor Wut zu weinen. Geht zur&#252;ck ins Hospital zum Heiligen Geist, will dort mit der diensthabenden &#196;rztin sprechen. Sie ist immer noch aufgel&#246;st, wird vom Pfleger ignoriert. Sie fragt ihn, seit wann das so sei, dass man einen Ultraschall machen m&#252;sse, fragt ihn nach der gesetzlichen Grundlage. Er sagt, er wisse das nicht, aber das sei so, er habe da nichts zu entscheiden und k&#246;nne nichts f&#252;r sie tun. Sie wei&#223; von einer befreundeten Krankenschwester, dass ein transvaginaler Ultraschall f&#252;r ein Rezept f&#252;r die Pille danach keine Pflicht sei, er h&#246;hnt, dass die sie ihr dann geben solle. Er bittet sie zu gehen oder es sich zu &#252;berlegen, sie will erst mit einer &#196;rztin sprechen. Da droht er ihr, die Polizei zu rufen, wenn sie jetzt nicht ginge.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.criminalwisdom.com/hysterical-literature-the-orgasm-as-art/?utm_source=feedly">Hysterical Literature &#8211; The Orgasm as Art</a>:
<p>“In his latest project, Hysterical Literature, photographer Clayton Cubitt takes a beautiful woman, places her at a table in front of a black backdrop and gets her to read from her favorite book while an unseen accomplice below the table attempts to bring the woman to orgasm with a vibrator. The results are an intimate, sexy experience that captures a beauty rarely found in most modern pornography.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://kleinerdrei.org/2013/05/plenty-that-needs-to-be-done-alan-turing-und-warum-wir-ihn-kennen-sollten/">Plenty that needs to be done – Alan Turing und warum wir ihn kennen sollten</a>:
<p>“Das &#228;nderte sich allerdings, als ihm 1952 von einem Geliebten ein Hemd, einige Fischmesser, eine Hose, ein Kompa&#223; und ein Rasierapparat gestohlen wurden. Er ging zur Polizei und berichtete dort ehrlich &#252;ber die Beziehung, die er zum Verd&#228;chtigten hatte. Statt des Diebstahls verfolgte die Polizei daraufhin Turings “Gross Indecency”, seine “grobe Sittenlosigkeit”. Ein Brief, mit dem Turing eigentlich f&#252;r seine Rechte streiten wollte, wurde ihm als Gest&#228;ndnis ausgelegt. Verurteilt f&#252;r seine homosexuelle Beziehung stellte man ihn vor die Wahl zwischen zwei Jahren Gef&#228;ngnis oder der “chemischen Kastration”.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-herzstillstand-nach-arbeitszwang-9001440.php">Hartz IV: Herzstillstand nach Arbeitszwang</a>:
<p>“Herr M. ist zu 100 Prozent schwerbehindert und hatte bereits zwei Herzinfarkte. Im Jobcenter-Essen-Nord wurde ihm dennoch ein Jobangebot unter Androhungen von Sanktionen unterbreitet.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://astefanowitsch.tumblr.com/post/50330120755/die-piratenpartei-vor-dem-k-o">Die Piratenpartei vor dem K.O.</a>:
<p><a class="tumblr_blog" href="http://astefanowitsch.tumblr.com/post/50330120755/die-piratenpartei-vor-dem-k-o">astefanowitsch</a>:</p>
<blockquote>
<p>Reden wir sie nicht unn&#246;tig klein: Die Piratenpartei Deutschland hat Erstaunliches geleistet. Sie hat gezeigt, dass es m&#246;glich ist, Menschen allein durch das Versprechen gesellschaftlicher Mitgestaltung dazu zu motivieren, Zeit, Energie und Herzblut in politische Arbeit zu investieren. Sie hat…</p>
</blockquote>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=6112&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kann jedem Geh&#246;rlosen mit dem Cochlea-Implantat geholfen werden?</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/05/18/kann-jedem-gehorlosen-mit-dem-cochlea-implantat-geholfen-werden/</link>
		<comments>http://www.ennomane.de/2013/05/18/kann-jedem-gehorlosen-mit-dem-cochlea-implantat-geholfen-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 May 2013 13:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krachstille]]></category>

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		<description><![CDATA[tldr: Nein. Bald ist es zwei Jahre her, dass mir das erste Cochlea-Implantat eingepflanzt wurde. Wer mich kennt, kennt meine Begeisterung, weil ich sich die Freiheitsgrade in meinem Leben in ungeahntem Ma&#223;e vermehrt haben. Dazu demn&#228;chst  mehr. F&#252;r manche entsteht da der Eindruck, man k&#246;nne ein kaputtes oder nicht vorhandenes Geh&#246;r einfach reparieren. Das ist nat&#252;rlich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>tldr:</strong> <em>Nein.</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-6104" alt="ciherz" src="http://www.ennomane.de/wp-content/ciherz.jpg" width="480" height="482" /></p>
<p>Bald ist es zwei Jahre her, dass mir das erste Cochlea-Implantat eingepflanzt wurde. Wer mich kennt, kennt meine Begeisterung, weil ich sich die Freiheitsgrade in meinem Leben in ungeahntem Ma&#223;e vermehrt haben. Dazu demn&#228;chst  mehr. F&#252;r manche entsteht da der Eindruck, man k&#246;nne ein kaputtes oder nicht vorhandenes Geh&#246;r einfach reparieren. Das ist nat&#252;rlich nicht so.</p>
<p>Sehr viel h&#228;ngt davon ab, dass das Gehirn in den ersten Lebensmonaten und -jahren passende Strukturen herausbildet. Vereinfacht gesagt: Wer als Kleinkind nicht h&#246;ren lernt, wird das auch im Erwachsenenalter nicht mehr tun. Zwar gibt es auch da einzelne Erfolgsgeschichten, aber unter Geh&#246;rlosen &#252;berwiegt der Frust. Sie h&#246;ren, aber ihr Gehirn kann mit dem Geh&#246;rten wenig einfangen. Auch nach langem Training ist H&#246;ren oft m&#252;hsam und Sprache wird kaum verstanden.</p>
<p>Manche Geh&#246;rlose finden sich damit ab und freuen sich einfach, dass sie wenigstens in der Lage sind, Ger&#228;usche zu h&#246;ren und zuordnen zu k&#246;nnen, was das Alltagsleben ja durchaus erleichtert. Andere sind tief verunsichert: Sie haben sich einer Operation unterzogen, eine lange Reha gemacht, sich wirklich viel M&#252;he gegeben &#8211; aber sie k&#246;nnen immer noch nicht mithalten. Nicht mal ansatzweise. Sie suchen den Fehler bei sich selbst, verzweifeln, h&#246;ren auf, das Cochlea-Implantat zu tragen und ziehen sich erst recht in die Geh&#246;rlosenkultur zur&#252;ck. Wer w&#252;rde es ihnen ver&#252;beln?</p>
<p>Das wichtigste ist, das Cochlea-Implantat als so etwas &#228;hnliches wie einen Rollstuhl zu begreifen. Es gibt gute und schlechte Rollst&#252;hle. Es gibt Menschen, die im Rollstuhl Behindertensport machen und andere, die sich nur damit fortbewegen k&#246;nnen, wenn ein Joystick daran angebracht ist.</p>
<p>Das Cochlea-Implantat ist eine Reparatur. Eigentlich ein negatives Wort, schwingt doch die Angst mit: Wo man Menschen &#8220;repariert&#8221;, optimiert man sie f&#252;r die Erfordernisse der Gesellschaft oder gar &#214;konomie. Selbstverst&#228;ndlich ist es ein Skandal, wenn Teenagern der Geb&#228;rdensprachedolmetscher verweigert wird mit dem Hinweis, sie sollten sich halt operieren lassen. Ich kenne solche F&#228;lle nur vom H&#246;rensagen und vermute, dass hier gar nicht mal ignorante Sachbearbeiter am Werk sind, sondern eine Ebene h&#246;her auf politischer Ebene anzusetzen ist.</p>
<p>Wer &#8211; wie ich &#8211; das Geh&#246;r verliert, der vermisst etwas. Dessen K&#246;rper funktioniert nicht mehr so, wie er sollte. Wenn das passiert, gehe ich zum Arzt und lasse mich &#8220;reparieren&#8221;. Mit &#8220;Normal-Sein&#8221; hat das wenig zu tun. Viele Menschen empfinden mich durchaus als nicht normal, als Freak. Manchmal sind Nerds begeistert und leicht neidisch, weil sie auch Cyborgs sein wollen, manchmal ernte ich komische Blicke, was ich da f&#252;r Ger&#228;tschaften trage. Laute abf&#228;llige Bemerkungen habe ich allerdings schon seit den 80er oder 90er Jahren nicht mehr geh&#246;rt. Und da trug ich noch &#8211; ebenso sichtbar &#8211; H&#246;rger&#228;te.</p>
<p>Wer geh&#246;rlos geboren ist und eingebettet in die Geh&#246;rlosenkultur lebt, dem fehlt nat&#252;rlich nichts. An ihm gibt es nichts zu &#8220;reparieren&#8221;. Und selbstverst&#228;ndlich m&#252;ssen wir akzeptieren, wenn die Menschen so leben wollen und ihnen als Gesellschaft das Leben nicht unn&#246;tig erschweren. Ich greife nur ein Beispiel heraus: Untertitel. Die helfen ja so viel mehr Menschen, als nur Geh&#246;rlosen, zum Beispiel Migranten beim Spracherwerb. Oder die elektronischen Anzeigetafeln, die in der Tram die n&#228;chsten Haltestellen zeigen und f&#252;r alle praktisch sind. Barrierefreiheit ist ein viel gr&#246;&#223;eres Thema.</p>
<p>F&#252;r sp&#228;tertaubte und stark schwerh&#246;rige Menschen ist das Cochlea-Implantat eine gro&#223;artige Hilfe. Ich erziele im Sprachtest mittlweile 100% unter Laborbedingungen, mein Audiologe sagt mir aber auch, dass ich damit zur Spitzengruppe geh&#246;re. Mein Gehirn hat auf das CI reagiert wie ein vernachl&#228;ssigter Hund, der endlich wieder apportieren darf, aber es gibt auch Leute, die mit dem CI trotz guter Disposition einfach nicht klarkommen &#8211; wie bei H&#246;rger&#228;ten &#252;brigens auch und so ziemlich allen Medikamenten und Prothesen, die bisher so entwickelt wurden.</p>
<p>Geh&#246;rlose, schwerh&#246;rige und &#252;berhaupt behinderte Menschen brauchen mehr Barrierefreiheit. Das Cochlea-Implantat ist die Chance, eine Barriere direkt am Individuum selbst zu senken. Es ist aber ganz sicher keine Ausrede daf&#252;r, an anderen Stellen nicht mehr auf Barrierefreiheit zu achten. Und es ist keine Rechtfertigung, Druck aufzubauen, sich operieren zu lassen. Das muss man schon selber wollen.</p>
<p>Man stelle sich einen Forscher vor, der flie&#223;end Englisch spricht. Die Sprache ist essenziell f&#252;r seine Arbeit und sein Leben. Dann kommt eine b&#246;se Fee und nimmt ihm diese F&#228;higkeit weg. Er muss sein Leben umstellen. Ihm fehlt etwas bedeutendes, er muss sich v&#246;llig anders arrangieren und ist ungl&#252;cklich. Und wenn dann die gute Fee kommt, um ihm seine Englisch zur&#252;ckschenkt, wird er dankbar und gl&#252;cklich sein. Jemand anderes hasste Englisch schon in der Schule, wird die Sprache in diesem Leben sowieso nicht mehr richtig lernen und will das auch gar nicht. Den sollten wir nicht mit Englisch-Unterricht qu&#228;len, sondern ihm die Chance geben, eine Nische im Leben zu finden, mit der er gl&#252;cklich und zufrieden sein kann.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=6100&amp;md5=92f0f6c85c82409a3f6b54efad6a5b88" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>#Nachtkatzencontent &#8211; Die Show</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/05/17/nachtkatzencontent-die-show/</link>
		<comments>http://www.ennomane.de/2013/05/17/nachtkatzencontent-die-show/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 01:10:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Katzencontent]]></category>
		<category><![CDATA[#Nachtkatzencontent]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Gast bei den Surfpoeten im Pfefferberg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Gast bei den <a href="http://www.surfpoeten.de/">Surfpoeten</a> im Pfefferberg</p>
<p><iframe width="480" height="270" src="http://www.youtube.com/embed/GgmEAUPUjwE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=6095&amp;md5=02946a95d22ac208655246d1e3082279" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Mit #Drosselkom sind Adblocker Notwehr</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/05/13/mit-drosselkom-sind-adblocker-notwehr/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 17:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Adblocker]]></category>

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		<description><![CDATA[tl;dr: Ein paar gro&#223;e Online-Zeitungen zeigen gerade eine Einblendung, wenn jemand Adblocker benutzt. Ich glaube nicht, dass es schlau ist. Vorweg: Inhalte fabrizieren kostet Geld und Journalisten m&#252;ssen von ihrer Arbeit leben k&#246;nnen. Ich bin kein Freund von Adblockern und benutze sie nicht &#8211; ich habe lediglich einen Flashblocker im Browser, weil ich animierte Flash-Werbung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>tl;dr:</strong><em> Ein paar gro&#223;e Online-Zeitungen zeigen gerade eine Einblendung, wenn jemand Adblocker benutzt. Ich glaube nicht, dass es schlau ist.</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-6080" alt="adblocker" src="http://www.ennomane.de/wp-content/adblocker.jpg" width="480" height="480" /></p>
<p>Vorweg: Inhalte fabrizieren kostet Geld und Journalisten m&#252;ssen von ihrer Arbeit leben k&#246;nnen. Ich bin kein Freund von Adblockern und benutze sie nicht &#8211; ich habe lediglich einen Flashblocker im Browser, weil ich animierte Flash-Werbung &#8211; gar noch mit Sound &#8211; &#252;bergriffig finde. Und Seiten mit Layer-Ads klicke ich im Normalfall einfach weg, denke aber &#252;ber ein PlugIn nach, das solche Webseiten in eine Blacklist schreibt und sie anhand des URL im Browser blockiert. Ich g&#246;nne denen schlicht den View in der Statistik nicht.</p>
<p>Adblocker schaden im allgemeinen viel weniger, als man so denkt. Wer einen benutzt, will den Schei&#223; n&#228;mlich nicht sehen und der intelligente Werber freut sich, wenn Adblocker die Streuverluste minimieren. Das funktioniert nur, solange Adblocker nur von einer Minderheit genutzt werden. Die aktuelle Kampagne gegen Adblocker ist da wohl eher kontraproduktiv. Viele Leute werden ja mit der Nase drauf gesto&#223;en: <em>Oh, ich kann die Werbung auch ausschalten? Wie praktisch!</em></p>
<p>Ein anderes Problem: Bald sind Adblocker schlicht Notwehr. Die Drosselpl&#228;ne der Telekom bedeuten n&#228;mlich, dass mir durch die &#220;bertragung von Werbung k&#252;nftig zus&#228;tzliche Kosten entstehen. Und wer will schon f&#252;r die Werbung bezahlen, die ungefragt eingeblendet wird? Die Zeitungen, die jetzt eine Kampagne gegen Adblocker fahren, sollten also besser dabei mithelfen, der Telekom zu sagen, dass sie das Drosseln bleiben lassen soll.</p>
<p>Dabei g&#228;be es einen IMHO schlaueren Weg, mit Adblockern umzugehen. Wir alle kennen (und hassen) Paywalls &#8211; nicht weil die Artikel Geld kosten, was legitim ist, sondern weil sie den freien Informationsaustausch behindern. Warum aber nicht bei Leuten mit Adblockern nur den ersten Absatz eines Artikels anzeigen? Bei &#8220;Weiterlesen&#8221; steht dann da: Willste weiterlesen, mach deinen Adblocker aus. Muss man dann ja nicht global tun. Und zugleich schauen die Medienh&#228;user darauf, dass die eingeblendete Werbung moderat bleibt. Und unser Netz neutral. Fairer Deal, oder?</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=6074&amp;md5=05e0862e166764c818836edf53b1107a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Links der Woche</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/05/12/links-der-woche-164/</link>
		<comments>http://www.ennomane.de/2013/05/12/links-der-woche-164/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 May 2013 10:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Carbon Dioxide Level Passes Long-Feared Milestone: “The best available evidence suggests the amount of the gas in the air has not been this high for at least three million years, before humans evolved, and scientists believe the rise portends large changes in the climate and the level of the sea.” Lolcats expert Kate Miltner explains [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="http://www.nytimes.com/2013/05/11/science/earth/carbon-dioxide-level-passes-long-feared-milestone.html?partner=rss&amp;emc=rss&amp;utm_source=feedly&amp;_r=0">Carbon Dioxide Level Passes Long-Feared Milestone</a>:
<p>“The best available evidence suggests the amount of the gas in the air has not been this high for at least three million years, before humans evolved, and scientists believe the rise portends large changes in the climate and the level of the sea.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://venturevillage.eu/lolcats-kate-miltner?utm_source=feedly">Lolcats expert Kate Miltner explains the allure of cate memes</a>:
<p>“After conducting six focus groups, Miltner found that LOLCats acted as a venue for people to express their emotions and connect to others. “Interestingly, participants reported both sending and receiving LOLCats as a form of emotional expression,” stated Miltner. “Particularly, as ‘reactions’ to situations they or their family and friends were going through.””</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://astefanowitsch.tumblr.com/post/49839911721/die-verlorene-liebe-des-norbert-bluem">Die verlorene Liebe des Norbert Bl&#252;m</a>:
<p><a class="tumblr_blog" href="http://astefanowitsch.tumblr.com/post/49839911721/die-verlorene-liebe-des-norbert-bluem">astefanowitsch</a>:</p>
<blockquote>
<p>Lieber Norbert Bl&#252;m,</p>
<p>Ihre <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/ehe-und-familie-von-der-liebe-bleibt-der-moderne-mensch-verschont-1.1666123">gestrige verdrehte Hetztirade</a> verdient eigentlich keine Antwort. Eigentlich verdient sie nicht einmal Beachtung, denn Ihre Menschenverachtung und Ihr Hass auf alles, was au&#223;erhalb Ihrer engen Vorstellungswelt existiert, haben im gesellschaftlichen Diskurs nichts…</p>
</blockquote>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://konradendler.wordpress.com/2013/05/08/berlin-mitte-hipster-story/?utm_source=feedly">Berlin Mitte Hipster Story</a>:
<p>“Nicole hatte mit Marcel gefickt, konnte sich daran aber nicht mehr erinnern. Deshalb war ihr absolut nicht klar, warum sie von Marcel die ganze Zeit angestarrt wurde, nicht einmal ihr Gef&#252;hl dabei verstand sie.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://mspr0.de/?p=3558">Giftige Early Adopter</a>:
<p>“Ich glaube tats&#228;chlich, man kann an dieser Stelle festhalten: Produkte, deren Early Adopter sich haupts&#228;chlich aus m&#228;nnlichen, wei&#223;en Nerds speisen, werden es schwer haben den Chasm zu &#252;berwinden. Denn gegen&#252;ber steht der Massenmarkt und stellt fest: “das ist was f&#252;r Nerds”. Da geh&#246;rt man nicht dazu und da will man auch nicht dazu geh&#246;ren.”</p>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=6066&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>#Drosselkom oder: Wie der Telekom Inklusion und Barrierefreiheit schei&#223;egal sein m&#252;ssen</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/05/11/drosselkom-oder-wie-der-telekom-inklusion-und-barrierefreiheit-scheisegal-sein-mussen/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 13:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[#Drosselkom]]></category>

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		<description><![CDATA[tl;dr: Die Drosselungspl&#228;ne der Telekom machen Behinderten das Leben schwer. Gestern habe ich  mir den Stream zum Bundesparteitag der Piraten angeschaut. Sowas l&#228;uft auf keinem TV-Sender und interessiert mich weiterhin sehr. Irgendwann gegen Ende kam die Durchsage, dass der Stream mittlerweile ein Datenvolumen von 75 Gigabyte erreicht habe &#8211; laut aktuellen Pl&#228;nen der Telekom h&#228;tte [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>tl;dr:</strong> <em>Die Drosselungspl&#228;ne der Telekom machen Behinderten das Leben schwer.</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-6059" alt="stream" src="http://www.ennomane.de/wp-content/stream.png" width="480" height="475" /></p>
<p>Gestern habe ich  mir den <a href="http://stream.piraten-bpt.de/">Stream zum Bundesparteitag der Piraten</a> angeschaut. Sowas l&#228;uft auf keinem TV-Sender und interessiert mich <a href="http://www.ennomane.de/2013/04/13/mein-austritt-aus-der-piratenpartei-ich-schulde-euch-noch-einen-blogpost/">weiterhin</a> sehr. Irgendwann gegen Ende kam die Durchsage, dass der Stream mittlerweile ein Datenvolumen von 75 Gigabyte erreicht habe &#8211; laut aktuellen Pl&#228;nen der Telekom h&#228;tte ich also ab da den Stream nicht weiter verfolgen k&#246;nnen. Das ist durchaus kein Luxusproblem.</p>
<p>F&#252;r geh&#246;rlose und schwerh&#246;rige Menschen ist es n&#228;mlich wesentlich einfacher, das Geschehen zu verfolgen, wenn nicht nur Ton sondern auch ein Bild vorhanden ist. Das gilt besonders, wenn Geb&#228;rdensprachedolmetscher eingeblendet werden. Die sind bei einem 160-Pixel-Stream im Briefmarkenformat, der auch angeboten wurde, v&#246;llig witzlos. Nur weil ich meinen H&#246;rschaden mit Hilfe des Cochlea-Implantates ganz gut <a href="http://www.ennomane.de/das-elektrische-ohr/">reparieren</a> konnte, hei&#223;t das noch lange nicht, dass dies f&#252;r alle Geh&#246;rlosen eine L&#246;sung sei &#8211; schon aus medizinischen Gr&#252;nden nicht, v&#246;llig unabh&#228;ngig von der Frage, ob ein Mensch &#252;berhaupt ein Implantat eingepflanzt bekommen m&#246;chte.</p>
<p>Und es geht ja bei weitem nicht nur um Geh&#246;rlose, sondern &#252;berhaupt um alle Behinderten, f&#252;r die eine Reise nach Neumarkt teurer und schwierig und teuer ist &#8211; &#252;bernachtet mal als Rollifahrer in einer Turnhalle mit hunderten anderer Schlafsacktouristen, nachdem ihr versucht habt, in einem v&#246;llig &#252;berf&#252;llten ICE unterzukommen. Was sollen solche Menschen tun? Hoffen, dass so ein Parteitag einer Kleinpartei bei T-Entertain &#252;bertragen wird? Und denkt mal aus der Gruppe der Behinderten raus an alle Menschen, die aus welchen Gr&#252;nden auch immer nicht anreisen k&#246;nnen. Familien mit Kindern, Alg2-Bezieher, whatever.</p>
<p>Mich &#228;rgert das ma&#223;los, weil ich noch sehr gut wei&#223;, damals in den 90ern, als das Internet mir damals an Taubheit grenzend Schwerh&#246;rigem einen neuen Lebensraum er&#246;ffnete, der mir gesellschaftliche Teilhabe erm&#246;glichte und mein soziales Umfeld &#8211; durch eine <em>Kommunikationsbehinderung</em> stark eingeschr&#228;nkt &#8211; traumhaft erweiterte. Gerade das machte mich zum Netzbewohner.</p>
<p>Die Drosselungspl&#228;ne sind nichts weiter als eine massive und vollkommen unn&#246;tige Einschr&#228;nkung von Inklusion und Barrierefreiheit in Deutschland und gerade zu ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die durch das Internet ein kleines Bisschen weniger abgeh&#228;ngt sind.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=6057&amp;md5=1fe97652c0d8f821c5e9b77189a877c3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Piratentrolle, die Bullshit &#252;ber mich verbreiten &#8211; ein Dementi</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/05/06/piratentrolle-die-bullshit-uber-mich-verbreiten-ein-dementi/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 01:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[SMV]]></category>
		<category><![CDATA[Trolle]]></category>

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		<description><![CDATA[tl;dr: Verschw&#246;rungstheoretiker verbreiten, ich sei trotz meines Austritts aus der Piratenpartei hinter den Kulissen weiter aktiv, vor allem was die SMV betrifft, und unterstellen gar, Texte anderer Leute seien von mir. Das entspricht nicht der Wahrheit. Man k&#246;nnte ja meinen, mit meinem Austritt aus der Piratenpartei sei Ruhe im Karton. So ganz funktioniert das nicht, weil [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>tl;dr:</strong> <em>Verschw&#246;rungstheoretiker verbreiten, ich sei trotz meines Austritts aus der Piratenpartei hinter den Kulissen weiter aktiv, vor allem was die SMV betrifft, <em>und unterstellen gar, Texte anderer Leute seien von mir</em>. Das entspricht nicht der Wahrheit.<br />
</em></p>
<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/Troll_crossed_out.png"><img class="alignnone size-full wp-image-6034" alt="Troll_crossed_out" src="http://www.ennomane.de/wp-content/Troll_crossed_out.png" width="400" height="400" /></a></p>
<p>Man k&#246;nnte ja meinen, mit meinem Austritt aus der Piratenpartei sei Ruhe im Karton. So ganz funktioniert das nicht, weil meine Person offenbar zu einer fixen Idee mancher merkbefreiter Verschw&#246;rungstheoretiker in der Piratenpartei geworden ist, die wohl glauben, ich w&#252;rde hinter den Kulissen irgendwelchen sinistren Machenschaften nachgehen. So zum Beispiel der Pirat Edmund Piper aus der Konrad-Zuse-Crew: Seit Monaten beschimpft er mich auf durchaus justiziable Weise auf verschiedenen Mailinglisten der Partei. Dass er das ohne Konsequenzen tun kann, war einer meiner Gr&#252;nde, die Partei zu verlassen.</p>
<p>J&#252;ngstes Beispiel sind &#196;u&#223;erungen, in denen er suggeriert, ich sei trotz meines Austrittes nicht wirklich weg (was immer das hei&#223;en mag) und w&#252;rde mich als Ghostwriter f&#252;r <a href="http://ennolenze.de/warum-die-piratenpartei-eine-standige-mitgliederversammlung-braucht/1098/">Enno Lenze</a> und <a href="http://dathe.wordpress.com/2013/05/01/keine-veranderung-ohne-entscheidungen/">Katja Dathe</a> bet&#228;tigen, die beide f&#252;r mehr Mitbestimmung und die Einf&#252;hrung einer internetbasierten Abstimmungplattform (&#8220;St&#228;ndige Mitgliederversammlung, SMV&#8221;) k&#228;mpfen. Als ob die einen Ghostwriter n&#246;tig h&#228;tten: Die k&#246;nnen beide hervorragend selber schreiben.</p>
<p>Mir widerstrebt es, einem Troll wie Edmund Piper, dessen Lieblingsbesch&#228;ftigung darin besteht, das Klima zu vergiften, wo immer er auftaucht, &#252;berhaupt weiter Aufmerksamkeit zu schenken &#8211; es ist aber leider n&#246;tig, da seine &#196;u&#223;erungen nicht nur f&#252;r mich ehrabschneidend sind, sondern auch f&#252;r andere Personen wie Katja Dathe, Enno Lenze oder all die  jetzt nicht genannten Personen, die an der SMV arbeiten, zumal in den Antr&#228;gen zum Bundesparteitag und Begleittexten sehr viel Arbeit und Hirnschmalz steckt.</p>
<p>Das Beispiel zeigt, wie dummdreist l&#252;gende Verschw&#246;rungstheoretiker gequirlten Bullshit verbreiten und mit unlauteren Mitteln versuchen, Stimmung zu machen. An dieser Stelle nochmal in aller Klarheit: Ich habe s&#228;mtliche T&#228;tigkeiten in der Piratenpartei mit meinem Austritt eingestellt. Au&#223;erdem habe ich mich <a href="http://www.ennomane.de/2013/03/08/vor-der-smvcon/">seit der &#8220;SMVcon&#8221;</a> nicht mehr um das Thema SMV gek&#252;mmert. Keiner der Antr&#228;ge f&#252;r den Bundesparteitag stammt von mir, sondern von den jeweiligen Antragstellern. Dasselbe gilt f&#252;r diverse Ver&#246;ffentlichungen und Blogposts.</p>
<p>Ich kann der Piratenpartei nur w&#252;nschen, dass sie das mit der SMV auf die Reihe kriegt und sich dabei von Trollen wie Edmund Piper nicht beirren l&#228;sst, aber das ist jetzt nicht mehr meine Suppensch&#252;ssel.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=6033&amp;md5=b0a7dd947a7feac19420fd811d4bd83c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Links der Woche</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/05/05/links-der-woche-163/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 May 2013 10:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Raus aus der Nazifamilie:“Der Nationalsozialismus hat in meiner Familie eine lange Tradition: Mein Urgro&#223;vater war im Dritten Reich Anh&#228;nger der NSDAP; meine Gro&#223;mutter bewundert Hitler bis heute; mein ­Vater betreibt mit seiner neuen Frau in Sachsen ein Feriendorf, das f&#252;r die deutsche Naziszene als Veranstaltungsort sehr wichtig ist. Ich dagegen bin vor etwa drei Jahren [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2013/raus-aus-der-nazifamilie-18541">Raus aus der Nazifamilie</a>:“Der Nationalsozialismus hat in meiner Familie eine lange Tradition: Mein Urgro&#223;vater war im Dritten Reich Anh&#228;nger der NSDAP; meine Gro&#223;mutter bewundert Hitler bis heute; mein ­Vater betreibt mit seiner neuen Frau in Sachsen ein Feriendorf, das f&#252;r die deutsche Naziszene als Veranstaltungsort sehr wichtig ist. Ich dagegen bin vor etwa drei Jahren ausgestiegen.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://raul.de/leben-mit-behinderung/wir-mussen-reden/">Wir m&#252;ssen reden!</a>:“Ich war voller Gl&#252;ck, als du in mein Leben getreten bist, und besonders deine S&#228;tze zu Artikel 9 (“Barrierefreiheit”) und 19 (“Recht auf selbstbestimmtes Leben und unabh&#228;ngige Lebensf&#252;hrung”) haben es mir angetan. Als uns die damalige Regierung verkuppelt hat, dachte ich die ganze Zeit, sie sei dabei, aber irgendwie hat sie sich danach klammheimlich aus unserer Dreiecksbeziehung Mensch mit Behinderung, Konvention und Legislative bzw. Exekutive zur&#252;ckgezogen. So sind laut dem Deutschen Institut f&#252;r Menschenrechte weiterhin: “6 Bundesl&#228;nder noch ohne Aktions- und Ma&#223;nahmenpl&#228;ne zur Umsetzung der UN-BRK.””</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.jolicloud.com">Jolicloud</a>:Mit Jolicloud kann man mehrere Cloud-Dienste zu einer “Meta-Clound” zusammenfassen und so mit dem Gratisvolumen verschiedener Clouds auf 50-100 GB kommen. Sehr spannende Sache, wenn auch ein wenig unfair gegen&#252;ber den Anbietern, deren Freemium-Modell ja auf einer Mischkalkulation beruht. Trotzdem sehr spannendes Tool. Ich werde es wohl mal testen, bevor ich dann endlich mal <del>MyCloud</del> OwnCloud in meinem Webspace installiere.</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://dathe.wordpress.com/2013/05/01/keine-veranderung-ohne-entscheidungen/">Keine Ver&#228;nderung ohne Entscheidungen</a>:“Fakt ist: Wir leiden an chronischer Entscheidungsunf&#228;higkeit. Klar, jetzt wird die Meute wieder schreien: Das ist kein bug, das ist ein feature, die b&#246;se Gesellschaft will uns in ihre Normen pressen und gleichschalten. Kann ja sein, aber bl&#246;derweise haben wir uns entschlossen die Politik und damit auch die Normen dieser Gesellschaft zu ver&#228;ndern und das geht nun mal nur, in dem wir nach den Regeln dieser Gesellschaft spielen, zumindest so lange bis wir wissen welche dieser Regeln wir wie &#228;ndern wollen. Und eine dieser Regeln ist: Keine Ver&#228;nderung ohne Entscheidungen.”</p>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=6028&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Bin ich ein Cyborg?</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/05/02/bin-ich-ein-cyborg/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 May 2013 07:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[4Nerds]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnwindung]]></category>
		<category><![CDATA[Krachstille]]></category>

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		<description><![CDATA[tl;dr: Cyborgs werden wahr und wir stehen damit an der Schwelle zu einem Bewusstseinswandel. Cyborgs kennen wir aus Science-Fiction-Filmen. Terminator. Ghost in the Shell. Robocop. Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann. Inspector Gadget. Aber bin ich ein Cyborg? Ich trage ein Ger&#228;t hinter dem Ohr, das Schall in elektronische Impulse verwandelt und &#252;ber ein Implantat direkt an meinen H&#246;rnerv weiterleitet: [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>tl;dr: </strong><em>Cyborgs werden wahr und wir stehen damit an der Schwelle zu einem Bewusstseinswandel.</em></p>
<p><a href="http://www.ennomane.de/2013/05/02/bin-ich-ein-cyborg/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cyborg">Cyborgs</a> kennen wir aus Science-Fiction-Filmen. Terminator. Ghost in the Shell. Robocop. Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann. Inspector Gadget. Aber bin ich ein Cyborg? <a href="http://www.ennomane.de/das-elektrische-ohr/">Ich trage ein Ger&#228;t hinter dem Ohr</a>, das Schall in elektronische Impulse verwandelt und &#252;ber ein Implantat direkt an meinen H&#246;rnerv weiterleitet: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cochleaimplantat">das Cochlea-Implantat</a>. Die Frage, ob mich das zu einem Cyborg macht, ist nicht so ganz einfach zu beantworten.</p>
<p>Nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Harbisson">Neil Harbisson</a> kommt es darauf an, dass K&#246;rper und Technik eine unaufl&#246;sliche Einheit bilden. Das ist allerdings auch beim Herzschrittmacher der Fall. Es kommt nicht nur darauf an, eine k&#246;rperliche Beeintr&#228;chtigung auszugleichen, sondern die menschlichen F&#228;higkeiten &#252;ber das nat&#252;rliche Ma&#223; hinaus zu erweitern. So tr&#228;gt der farbenblinde Neil ein Ger&#228;t, <a href="http://www.ted.com/talks/neil_harbisson_i_listen_to_color.html">mit dem er Farben h&#246;ren kann</a> &#8211; allerdings nicht nur das sichtbare Spektrum, sondern auch Infrarot und Ultraviolett. Die allermeisten Prothesen leisten das nicht. Beispielhafte Ausnahmen sind die k&#252;nstlichen F&#252;&#223;e, mit denen <a href="http://oscarpistorius.com/">Oskar Pistorius</a> nahe zu allen Menschen davonlaufen kann.</p>
<p>Tats&#228;chlich ist das Cochlea-Implantat zun&#228;chst mal &#8220;nur&#8221; ein k&#252;nstliches Geh&#246;r. Allerdings erweitert es durchaus meine F&#228;higkeiten. So kann ich am Ger&#228;t verschiedene Programme ausw&#228;hlen, die den aufgenommenen Schall unterschiedlich verarbeiten. Mit dem einen Pogramm kann ich m&#246;glichst klar Musik h&#246;ren, ein anderes senkt Umgebungsger&#228;usche weitgehend ab, sodass ich in lauter Umgebung meinem Gespr&#228;chspartner besser folgen kann. Wenn ich Musik h&#246;re, verbinde ich die Cochlea-Implante per Kabel und Klinkenstecker mit einem Kopfh&#246;rerausgang. Das Ergebnis ist, dass die Musik direkt in meinem Gehirn landet, ohne dass an irgend einer Stelle Schall erzeugt wurde. Durch die Koppellung mit dem H&#246;rnerv habe ich also tats&#228;chlich eine Art &#8220;brain interface&#8221;, wenn auch auf akustische Reize beschr&#228;nkt und &#8220;write only&#8221; &#8211; ein k&#252;nstlicher Sinn.</p>
<p>An dieser Stelle l&#228;dt das Cochlea-Implantat zum Spielen ein. Zu gerne w&#252;rde ich es so programmieren, dass auch Infra- und Ultraschall f&#252;r mich H&#246;rbar werden. Es spricht nichts dagegen, es an andere Ger&#228;te zu koppeln, die Umweltreize in akustische Eindr&#252;cke umwandeln und auf meinen H&#246;rnerv weiterleiten. Beispielsweise einen Geigerz&#228;hler. Oder ein Bluetooth-Interface zu meinem Telefon, am besten noch gekoppelt mit einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Glass">Datenbrille</a>. Daf&#252;r erst noch Kabel zusammenstecken zu m&#252;ssen, kommt mir wie Technik aus dem vergangenen Jahrhundert vor, (was das Cochlea-Implantat ja auch ist). Leider ist es ohne erhebliche H&#252;rden nicht m&#246;glich, das CI zu hacken, um es selber zu programmieren. Immerhin riskiere ich dabei mein Geh&#246;r. Trotzdem muss ich das fr&#252;her oder sp&#228;ter probieren. F&#252;r Ersatzger&#228;te und die zugeh&#246;rige Technik fehlt mir das n&#246;tige Kleingeld, aber vielleicht findet sich ja ein Sponsor.</p>
<p>Auch so bleibt das Cochlea-Implantat faszinierend. Wer eines tr&#228;gt, steht tats&#228;chlich an der Schwelle zum Cyborg und hat die Linie zumindest mit dem gro&#223;en Zeh &#252;berschritten. Selbst wenn es nur ein <a href="http://magnetimplantat.de/erfahrungsberichte.html">Magnet in der Fingerkuppe</a> ist: Wenn wir die M&#246;glichkeiten unserer Sinne erweitern, ver&#228;ndert sich unser Bild von der Welt und damit auch zwangsl&#228;ufig unser Bild von uns selbst. Hier scheint sich tats&#228;chlich die T&#252;r zu einer Bewusstseinsver&#228;nderung zu &#246;ffnen &#8211; ganz ohne Esoterik und Drogen. Das klingt jetzt drastisch, ist aber eigentlich nichts neues in der Menschheitsgeschichte. Schon die Tatsache, dass wir st&#228;ndig Smartphones und das <a href="http://www.ctrl-verlust.net/glossar/mentales-exoskelett/">Internet mit uns herumtragen</a> (ohne das wir uns sofort aufgeschmissen f&#252;hlen), hat den gleichen Effekt. Etwas &#228;hnliches ist passiert, als der erste Homo Erectus einen Faustkeil in die Hand nahm.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=6005&amp;md5=477d52595bb99c70a8b295e12e5ef743" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Twitter im April</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/05/01/twitter-im-april-3/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2013 07:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Why did The Beatles Cross the road? &#8212; das gute A (@klinkhart) 1. April 2013 Um als Terrorist zu gelten, m&#252;ssen Rechte 13 Jahre bomben und morden, Linke ein Auto demolieren und Muslime eine Casio-Uhr tragen. &#8212; Herr haekelschwein (@haekelschwein) 12. November 2011 Mein Hut, der ist aus Alu, aus Alu ist mein Hut. Und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Why did The Beatles Cross the road?</p>
<p>&mdash; das gute A (@klinkhart) <a href="https://twitter.com/klinkhart/status/318738475660767234">1. April 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Um als Terrorist zu gelten, m&#252;ssen Rechte 13 Jahre bomben und morden, Linke ein Auto demolieren und Muslime eine Casio-Uhr tragen.</p>
<p>&mdash; Herr haekelschwein (@haekelschwein) <a href="https://twitter.com/haekelschwein/status/135494144381566976">12. November 2011</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Mein Hut, der ist aus Alu, aus Alu ist mein Hut. Und w&#228;r&#8217; er nicht aus Alu, so w&#228;r&#8217;s auch nicht mein Hut.</p>
<p>&mdash; Samuel de Ravin (@Rasluka) <a href="https://twitter.com/Rasluka/status/321386237103587328">8. April 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>„Walle! WalleManche Strecke, Da&#223;, zum Zwecke, Kaffee flie&#223;e, Und mit reichem, vollem SchwalleIn die Tasse sich ergie&#223;e.“</p>
<p>&mdash; FireFox (@_keentech_) <a href="https://twitter.com/_keentech_/status/322582590819270656">12. April 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Es war mal ne Eule in Brehm,die wollte gar nicht mehr lehm,dann rauchte sie Crack,die Sorgen warn weg,es blieb nur das Drogenproblem.</p>
<p>&mdash; Christian A. Franke (@arschhaarzopf) <a href="https://twitter.com/arschhaarzopf/status/325241365359386624">19. April 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&#8220;Hoene&#223; in den Knast? Das Runde muss ins Eckige!&#8221; (q: @<a href="https://twitter.com/planetschulte">planetschulte</a>)</p>
<p>&mdash; bov bjerg (@bov) <a href="https://twitter.com/bov/status/326780921082699776">23. April 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Beate Zsch&#228;pe im leichten Viskosetop (120 €, Uhr: Fossil) bestritt, in einer l&#228;ssigen R&#246;hrenjeans (Esprit 90 €) am Tatort gewesen zu sein.</p>
<p>&mdash; Peter Breuer (@peterbreuer) <a href="https://twitter.com/peterbreuer/status/328871846831325184">29. April 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5924&amp;md5=5e8418e1d46c73da17a60d45aa806c9c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Links der Woche</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/04/28/links-der-woche-162/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 10:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Antifeministen bei der Piratenpartei: “Wenn es um frauenpolitische Themen geht, wird die Piratenpartei zum M&#228;nnerbund. Feministinnen und Feministen sind in der Partei heftigen Angriffen ausgesetzt.” Roboter frisst frische Fische: “Ein weiteres Problem der robotischen Menschlichkeit ist, dass wir in die Roboter das menschliche Verhalten hineininterpretieren.” Frieden: “Und dann ist da auch noch dieses Internet, das [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="http://jungle-world.com/artikel/2013/17/47576.html">Antifeministen bei der Piratenpartei</a>:
<p>“Wenn es um frauenpolitische Themen geht, wird die Piratenpartei zum M&#228;nnerbund. Feministinnen und Feministen sind in der Partei heftigen Angriffen ausgesetzt.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/robotergesetze/militartechnik/2013-04-24/roboter-frisst-frische-fische">Roboter frisst frische Fische</a>:
<p>“Ein weiteres Problem der robotischen Menschlichkeit ist, dass wir in die Roboter das menschliche Verhalten hineininterpretieren.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://orbis-claudiae.blogspot.de/2013/04/frieden.html">Frieden</a>:
<p><span>“Und dann ist da auch noch dieses Internet, das es so einfach macht, diesen Schmerz zu suchen und zu sp&#252;ren. Indem man sich die Fotos ihrer Berliner Altbauwohnung auf Instagram anschaut und denkt: “So sollte meine Wohnung aussehen..” Indem man sich ihren Blog durchliest und denkt: “Das sollte ich machen, wor&#252;ber sie da schreibt..” Indem man sich ihre Profilbilder auf Facebook anschaut, ihr Gesicht ist nicht sch&#246;n, ihr K&#246;rper auch nicht, aber dennoch, alles daran schreit: “So sollte ich auf Fotos aussehen.. wirken..”“</span></p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.eurozine.com/articles/2011-05-03-passig-de.html">S&#252;mpfe und Salons</a>:
<p><span>“Wer provozieren, besserwissen oder Verschw&#246;rungstheorien verbreiten m&#246;chte, hat immer die st&#228;rkere Motivation auf seiner Seite. Gerade diejenigen Nutzer, die Lesenswertes mitzuteilen h&#228;tten und daf&#252;r auch anderswo gesch&#228;tzt w&#252;rden, haben am wenigsten Grund…”</span></p>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5993&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Telekom enteignen</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/04/24/telekom-enteignen/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 17:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[tldr: Eine trotz des Titels durchaus differenzierte Betrachtung &#252;ber die Abschaffung der Flatrate und die Traffic-Drossel bei der Telekom Die Telekom hat angek&#252;ndigt, bei Neukunden ungef&#228;hr ab dem Jahr 2016 die Bandbreite zu drosseln, wenn Kunden ein bestimmtes Datenvolumen &#252;berschreiten. Seitdem steht das Netz Kopf und sogar die Bundesregierung hat sich in dieser Frage eingeschaltet. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5971" alt="telekomenteignen" src="http://www.ennomane.de/wp-content/telekomenteignen.jpg" width="480" height="482" /></p>
<p><strong>tldr: Eine trotz des Titels durchaus differenzierte Betrachtung &#252;ber die Abschaffung der Flatrate und die Traffic-Drossel bei der Telekom</strong></p>
<p>Die Telekom hat angek&#252;ndigt, bei Neukunden ungef&#228;hr ab dem Jahr 2016 die Bandbreite zu drosseln, wenn Kunden ein bestimmtes Datenvolumen &#252;berschreiten. Seitdem steht das Netz Kopf und sogar die <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/flatrate-plaene-der-telekom-bundesregierung-kritisiert-internet-bremse-a-896215.html">Bundesregierung hat sich in dieser Frage eingeschaltet</a>. Aber es gibt auf <a href="http://tarzun.de/archives/573-Drosselbande.html">weniger aufgeregte Stimmen</a>. Alles Hysterie?</p>
<p>Abrechnung nach Volumen w&#252;rde die Anbieter sogar antreiben, die Netze wieder weiter auszubauen, so eine <a href="http://www.hase.net/blog/haseblog/hases_blog/Eintrage/2013/4/23_Flatrate__Der_Tod_des_Dienstes.html">These</a>. Ein wenig ist das wie mit Strom-, Gas- und Wasseranbietern. Im Haus misst eine Uhr den Verbrauch, gezahlt wird nach Verbrauch, den jeder Nutzer ganz gut einsch&#228;tzen kann. Wer nicht gerade seine private Hanfzucht im Keller mit 25.000 Lumen beleuchtet, wird nicht viel zu bef&#252;rchten haben. Die &#8220;Bild&#8221; kann einmal im Jahr neben steigenden Sprit-, Gas-, Wasser- und Strom-Preisen auch noch &#252;ber gestiegene (oder gesunkene) Internet-Preise berichten.</p>
<p>Ist dem wirklich so? Auch wenn nicht alles, was hinkt, ein Vergleich ist, finde ich die klassische Auto-Metapher viel passender: Man stelle sich eine Stra&#223;e vor, auf der nach 75 gefahrenen Kilometern statt 100 km/h nur noch 2,34 km/h gefahren werden kann. Das Internet von dieser Seite zu betrachten, ist gar nicht so absurd, wie es auf den ersten Blick wirkt. Bei Strom, Gas und Wasser verbrauchen wir einen konkreten Rohstoff und dieser Verbrauch hat einen Preis. Im Internet verbrauchen wir keine Ressourcen, wir nutzen nur Leitungen, wie wir Stra&#223;en nutzen. Nur so konnte sich im Netz eine Kultur herausbilden, in der wir ohne Sorge vor Engp&#228;ssen die Cloud nutzen oder Videos anschauen k&#246;nnen. Drosseln wir den Traffic begr&#252;nden wir eine Mangelkultur der Traffic-Sparsamkeit, d&#252;rfte das die deutsche Internetwirtschaft noch weiter zur&#252;ckwerfen als sowieso schon.</p>
<p><strong>Vorratsdatenspeicherung</strong></p>
<p>Aber auch wenn man das anders sieht als ich, bleiben gewaltige Nachteile. Eine Drosselung des Traffics bedeutet auch, dass der Traffic kontrolliert werden muss. Die Telekom muss schlie&#223;lich Rechnungen schreiben und ggf. auch beweisen, dass ein Teilnehmer zuviel Traffic verbraucht hat. Die gerade erst &#252;berwunden geglaubte <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/">Vorratsdatenspeicherung</a> m&#252;sste durch die Hintert&#252;r wieder eingef&#252;hrt werden einschlie&#223;lich aller damit einhergehenden Probleme was staatliche &#220;berwachung und das Abmahnunwesen betrifft (und es gibt sicherlich etliche <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Uhl-plaediert-nach-Bostoner-Anschlag-fuer-Vorratsdatenspeicherung-1843288.html">Politiker</a>, denen das durchaus passen w&#252;rde.)</p>
<p><strong>Netzneutralit&#228;t</strong></p>
<p>&#196;hnlich schwer wiegt der Eingriff in die &#8211; sorry, sperriges Wort - Netzneutralit&#228;t. Warum das ein Problem ist: Die Telekom bietet mit &#8220;Entertain&#8221; Fernsehen &#252;ber das Internet an. Dieser Traffic wird nicht mit auf das verbrauchte Datenvolumen angerechnet und funktioniert auch nach Drosselung mit voller Bandbreite. Dummerweise enth&#228;lt das Angebot einen Video-on-Demand-Dienst. Alle anderen Video-on-Demand-Dienste haben jetzt ein Problem. Wenn ich als Telekom-Kunde n&#228;mlich einen Film aus Apple iTunes, Amazon Lovefilm oder Maxdome von ProSiebenSat.1 ansehen will, kostet mich das meinen Inklusiv-Traffic. Die Telekom verschafft also seinem hauseigenen Dienst einen unlauteren Wettbewerbsvorteil. Auf die Dauer wird das dazu f&#252;hren, dass nur noch gro&#223;e Konzerne mit eigenen Leitungen oder viel Geld in der Lage sein werden, trafficlastige Anwendungen anzubieten.</p>
<p>Netzneutralit&#228;t bedeutet im Endeffekt nur: Jeder kann im Netz gleicherma&#223;en publizieren und Dienste anbieten, und das ist geil. Deshalb steckt auch hinter &#8220;<a href="http://www.christopherlauer.de/2013/04/22/telewahn/">Telekom enteignen</a>&#8221; mehr als platter Populismus. Bis auf kleine Ausnahmen bei den Kabelnetzen und einigen Stadtnetzen besitzt die Telekom die einst aus Steuergeldern mitfinanzierten Leitungen, auf denen sie dieselben Dienstleitungen anbietet wie ihre Konkurrenten, die keine eigenen Leitungen haben. Die einzig sinnvolle M&#246;glichkeit, hier einen echten Markt mit Wahlm&#246;glichkeit f&#252;r die Endkunden zu schaffen, w&#228;re eine vollst&#228;ndige Trennung von Netz und Diensten/Inhalten. Das Problem steckt weniger in der Drossel als in der Verquickung dieser beiden Gesch&#228;ftsbereiche. Nat&#252;rlich m&#246;chte ich den Fehler vermeiden, einen neuen staatlichen oder privaten Netzmonopolisten zu schaffen: Das Netz sollte meiner Meinung nach in mehrere Teilnetze zerlegt werden, die genossenschaftlich organisiert werden k&#246;nnten und miteinander kooperieren sollten. Gleichzeitig ist es hier Aufgabe der Regierung und Parlamente, f&#252;r Rahmenrichtlinien zu sorgen wie zum Beispiel Ausbauziele im l&#228;ndlichen Raum, die dann auch in Kooperation mit Initiativen wie <a href="http://start.freifunk.net/">Freifunk</a> umgesetzt werden k&#246;nnten.</p>
<p><strong>Und nun?</strong></p>
<p>Bleibt die Frage, was schneller passiert: Dass die Telekom ihre Pl&#228;ne durchf&#252;hrt und damit eine Kettenreaktion auch bei den anderen Providern ausl&#246;st, an deren Ende die Netzneutralit&#228;t gro&#223;fl&#228;chig verloren geht, oder dass die Netzneutralit&#228;t in Deutschland gesetzlich verankert wird. Vielleicht findet sich ja die eine oder andere <a href="http://netzpolitik.org/2011/netzpolitik-im-parteiprogramm-von-die-linke/">Partei, die das fordert</a>. Die Bundesregierung beschr&#228;nkt sich derzeit auf Drohungen an die Telekom, allerdings ist das Machtverh&#228;ltnis wohl ein anderes: Die Telekom leitet einen guten Teil ihrer Gewinne in den Staatshaushalt. Allein die Behauptung, die Drossel sei n&#246;tig, damit sie auch weiterhin einzahlt, d&#252;rfte gen&#252;gen, um die Regierung von echten Konsequenzen absehen zu lassen. Am Ende wiederholt sich wohl nur, was noch jedem Medium passiert ist: Nach einer anarchistischen Phase in den ersten Jahren und Jahrzehnten begannen Konzerne (und gelegentlich Staaten oder &#246;ffentlich-rechtliche Anstalten) die Kontrolle &#252;ber das Medium zu &#252;bernehmen. Es gibt starke Anzeichen daf&#252;r, dass es dem Internet <a href="http://netzpolitik.org/2012/eisbaren-gegen-lowen-master-switch-von-tim-wu-in-deutscher-ubersetzung-erschienen/">&#228;hnlich ergehen wird</a>.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5970&amp;md5=84436236dc6984a29b29e7c23d151fd8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Links der Woche</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/04/21/links-der-woche-161/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 10:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Alternative f&#252;r Deutschland: “Was mich aber doch faszniert ist, wie hier eine Alternative beworben wird ohne laut auszusprechen, was diese Alternative ist. Ich glaube nicht, dass sie vielen gefallen w&#252;rde.”]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="http://scienceblogs.de/zoonpolitikon/2013/04/16/die-alternative-fur-deutschland/">Die Alternative f&#252;r Deutschland</a>:
<p>“Was mich aber doch faszniert ist, wie hier eine Alternative beworben wird ohne laut auszusprechen, was diese Alternative ist. Ich glaube nicht, dass sie vielen gefallen w&#252;rde.” </p>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5968&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>A Forest</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 10:48:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnwindung]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwann stellte ich fest, dass Online-Dating kalt und seelenlos ist und einfach nichts bringt. Versandhauskatalogmentalit&#228;t. Keine Tiefe. Ihr kennt das. An diesem Punkt war ich und wusste nicht, wohin mit meiner Libido. Also ging ich raus in den Wald. Ich hatte geh&#246;rt, dass es ein ganz besonderes Erlebnis sein soll, einen Baum zu umarmen. Zun&#228;chst [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwann stellte ich fest, dass Online-Dating kalt und seelenlos ist und einfach nichts bringt. Versandhauskatalogmentalit&#228;t. Keine Tiefe. Ihr kennt das. An diesem Punkt war ich und wusste nicht, wohin mit meiner Libido. Also ging ich raus in den Wald. Ich hatte geh&#246;rt, dass es ein ganz besonderes Erlebnis sein soll, einen Baum zu umarmen.</p>
<p>Zun&#228;chst dr&#252;ckte ich mich ratlos am Waldrand herum. Nerv&#246;s betrachtete ich die bemoosten Sch&#246;nheiten, wie sie im Dunst herumstanden. Ich sehnte mich nach einem Tresen mit einem Glas Bier um mich daran festzuhalten. Ich bereute, das Rauchen aufgegeben zu haben, und scharrte mit den F&#252;&#223;en im Humus.</p>
<p>In einiger Entfernung flog eine Mittvierzigerin in bunter Wolle und grauen Locken auf eine Birke zu. Die beiden waren sichtlich erfreut, einander zu sehen, umarmten sich herzlich und verschwanden bald im Dunkel des Gestr&#252;pps. Nur ein kleines Juchzen war noch ein-, zweimal zu vernehmen.</p>
<p>Ich indes traute mich nicht, eines der Waldgesch&#246;pfe anzusprechen. Sch&#252;chtern vermied ich jeglichen Blickkontakt. Irgendwann ging ich unverrichteter Dinge wieder nach Hause, aber schon wenige Tage sp&#228;ter trieb mich die Sehnsucht erneut hinaus in den Wald. Einige der B&#228;ume erkannte ich gleich wieder. Allerdings standen sie k&#252;hl herum, ohne mich zu beachten. Ich geh&#246;rte sichtlich nicht dazu.</p>
<p>Stundenlang lungerte ich herum, doch von Einsamkeit &#252;bermannt riss ich mich schlie&#223;lich zusammen und n&#228;herte mich vorsichtig einem leicht verkr&#252;ppelten Ahorn. Er stand ein wenig abseits und wirkte auf den ersten Blick eher wie ein Strauch als wie ein Baum. Vorsichtig ber&#252;hrte ich sein Ge&#228;st. Sofort erstarrte er und schien zur&#252;ckzuweichen. Er stand nicht auf M&#228;nner. Welch ein Faux-Pas! Ich war verwirrt. Ein solches Verhalten h&#228;tte ich mir selbst nicht zugetraut. Versch&#228;mt verbarg ich meine Erektion und ging.</p>
<p>Zuhause setzte ich mich an den Computer. Stundenlange durchforstete ich die Online-Shops von G&#228;rtnereien und holte mir dabei ein einen runter. Besonders stand ich auf ordin&#228;r geschminkte japanische Traubenkirschen. Nur ein letzter Funken Anstand hinderte mich daran, in eine Baumschule zu schleichen und mich dort an der Jugend zu vergehen.</p>
<p>Doch eines Tages, wieder auf Streifz&#252;gen durch die W&#228;lder, begegnet ich <i>ihr</i>. Zun&#228;chst bemerkte ich sie gar nicht, und fast h&#228;tte ich sie &#252;bersehen, wenn sie mich nicht mit ihrem Zweig angestupst h&#228;tte, als ich gerade dabei war, l&#252;stern eine Kastanie zu betasten. Mein Herz setzte einen Schlag aus, als ich in das Antlitz dieser rundlichen Fichte sah. Ich erwiderte ihr L&#228;cheln und auf eine einladende Geste hin ber&#252;hrte ich vorsichtig einen ihrer Zweige und streichelte ihre weichen jungen Nadeln. Es piekste nur leicht, wenn ich ihren angenehm festen Stamm ber&#252;hrte.</p>
<p>Was dann geschah, verlor sich im Dunst des Waldes unter schr&#228;g einfallenden Sonnenstrahlen. Nie werde ich vergessen, wie wir gemeinsam unter dem Dach der Farne Liebe machten. Niemals wieder werde ich etwas &#228;hnliches empfinden wie die Sanftheit ihres harzigen Astlochs, als wir z&#228;rtlich uns vereinten. Niemals wieder wird meine Nase den k&#246;stlichen Duft verlieren, welchen sie verstr&#246;mte. Noch heute weiten sich meine Papillen bei dem Gedanken an den delikaten Geschmack, wenn meine Zungenspitze sie erforschte. Ein warmes Gef&#252;hl von Verbundenheit ergriff mich, wenn mein Blick zuf&#228;llig unter ihre unrasierten Achseln fiel.</p>
<p>Ich k&#246;nnte heute nicht sagen, ob es Tage, Wochen oder Monate waren, die ich fortan durch&#8217;s Leben schwebte. Wir dachten schon daran, zusammen zu ziehen, als unsere Romanze ein j&#228;hes Ende fand. Eines morgens lief ich durch den Wald, die Nase in den Wolken und das Gl&#252;ck im Herzen, als ich aus der Ferne kreischende Ger&#228;usche vernahm. Ich warf alles von mir und rannte so schnell ich konnte zu unserem Treffpunkt. Dort blieb ich wie angewurzelt stehen. Unsere schattige H&#246;hle aus Farn, Ge&#228;st und Licht hatte sich in eine W&#252;ste aus Baumst&#252;mpfen verwandelt. Ich verlor die Besinnung und drosch wahllos mit einem Holzpr&#252;gel auf die M&#228;nner in ihren Sicherheitswesten ein, die gerade dabei waren, einen Stamm durch den Baumsch&#228;ler zu jagen.</p>
<p>Ein gr&#246;&#223;eres Ungl&#252;ck konnte vermieden werden, weil drei kr&#228;ftige F&#246;rstereimitarbeiter mich festhielten, bevor es mir gelang, die Motors&#228;ge in Betrieb zu nehmen. Blind vor Tr&#228;nen rief ich nach meiner Angebeteten. Ich schrie ihren Namen in den Himmel hinaus.</p>
<p>Doch sie war nicht mehr da.</p>
<p>Drei Tage sp&#228;ter meldete ich mich dann wieder Okcupid an.</p>
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		<title>Links der Woche</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/04/14/links-der-woche-160/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 10:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag: &#220;ber das Lesen im Digitalen: “Mein Begriff von &#214;ffentlichkeit hat sich ver&#228;ndert. &#214;ffentlich ist, was einen Link hat. Ein Text ist &#246;ffentlich, wenn jeder, der ihn gut findet, darauf hinweisen kann und jeder, der ihn schlecht findet ihn kommentieren und kritisieren kann. &#214;ffentlich ist, was man vernetzen kann, mit dem eigenen mentalen Exoskelett, mit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="http://mspr0.de/?p=3532">Vortrag: &#220;ber das Lesen im Digitalen</a>:
<p>“Mein Begriff von &#214;ffentlichkeit hat sich ver&#228;ndert. &#214;ffentlich ist, was einen Link hat. Ein Text ist &#246;ffentlich, wenn jeder, der ihn gut findet, darauf hinweisen kann und jeder, der ihn schlecht findet ihn kommentieren und kritisieren kann. &#214;ffentlich ist, was man vernetzen kann, mit dem eigenen mentalen Exoskelett, mit anderen Diskurse, mit den Diskursen des Anderen. Rein Gedrucktes ist immer nur das Privatverg&#252;gen einer eng abgrenzbaren Gruppe.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.sprachlog.de/2013/04/13/sprachbrocken-15-2013/">Sprachbrocken 15/2013</a>:
<p>“Was zumindest eines zeigt: die Sprache von n&#252;tzlichen Lehnw&#246;rter aus dem Englischen zu s&#228;ubern ist B&#252;rgerpflicht, die Sprache von sexistischen Lehnw&#246;rtern aus der Vergangenheit zu s&#228;ubern ist Hochverrat.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://kulturproktologie.de/?p=4393">Piraten be gone: Eine aussagekr&#228;ftige L&#252;cke</a>:
<p>“Es ist also eine plumpe sprachreinigende Ma&#223;nahme, die aber jederzeit den Sinn eines Textes unbemerkt verschieben kann.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.mnn.com/earth-matters/space/stories/stephen-hawking-predicts-the-imminent-end-of-humanity-on-earth">Stephen Hawking predicts the imminent end of humanity on Earth</a>:
<p>“Discussing the Earth’s most troubling concerns in an email interview with The Canadian Press, Hawking described space exploration as humankind’s most urgent mission. Predicting a planet soon made uninhabitable, he says that our only chance of long-term survival as a species is to “spread out into space.””</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://thedailywtf.com/Articles/A-Fat-Pipe.aspx">A Fat Pipe</a>:
<p>“Paul returned to the server room and saw the same tangle of randomized pipes on the screen. The epiphany hit him like a turtle-shell to the face. Pipes was an OpenGL screen saver, and it was likely the 3D graphics ate too much CPU power while generating their colorful glory. Acting on his hunch, Paul used a performance monitor and waited to watch the pipes do their magic. After a few moments, he looked at the log and when the screen saver kicked it, it monopolized the entire processor on their dual CPU box. He changed the screen saver to “Blank”, and logged off.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://kpeterl.wordpress.com/2013/04/08/piratinnenkon-und-queer/">#PiratinnenKon und Queer</a>:
<p>“Was alle Lesenden verstehen sollte, ist, dass queer nicht nur f&#252;r schwul, lesbisch oder ein modernes „gay“ steht, sondern f&#252;r jede Ausgrenzung aus „normal“. Also auch transsexuelle, bisexuelle oder andere Begehrensformen [1], die dem heteronormativen Normal widersprechen, der gesellschaftlichen Orientierung an heterosexuellen Beziehungen als Norm und Ideal. Lediglich Denkfaulheit oder falsch verstandene Hippness hat dazu gef&#252;hrt, dass sich „queer“ vor allem im deutschen Sprachraum als Synonym f&#252;r „schwul/lesbisch“ durchgesetzt hat.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://faszinationmensch.com/2013/04/07/es-reicht-mit-der-hartz-iv-qualerei-mein-inge-hannemann-und-zerlegt-den-myhtos-von-fordern-und-fordern/">Es reicht mit der Hartz IV Qu&#228;lerei</a>:
<p>“Die Job Center Angestellte Inge Hannemann ist schon seit einiger Zeit aktiv, um das leidige Thema der G&#228;ngelung von Harzt IV Empf&#228;ngern bundesweit in die Diskussion zu bringen und f&#252;r eine Reformierung zu sorgen. Ihre Argumente gegen Hartz-IV sind bestechend, wie ich finde.”</p>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5954&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Mein Austritt aus der Piratenpartei: Ich schulde euch noch einen Blogpost (Update)</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/04/13/mein-austritt-aus-der-piratenpartei-ich-schulde-euch-noch-einen-blogpost/</link>
		<comments>http://www.ennomane.de/2013/04/13/mein-austritt-aus-der-piratenpartei-ich-schulde-euch-noch-einen-blogpost/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 19:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Austritt]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[tl;dr Ich bin aus der Piratenpartei ausgetreten. Am 11. April bin ich nach fast 4 Jahren aus der Piratenpartei ausgetreten, habe zugleich s&#228;mtliche Beauftragungen niedergelegt und werde ab sofort keinerlei T&#228;tigkeiten mehr in oder f&#252;r die Partei wahrnehmen, auch nicht &#252;bergangsweise. Bereits im November 2012 war ich kurz davor auszutreten und habe einen langen, nie ver&#246;ffentlichten [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>tl;dr</strong> Ich bin aus der Piratenpartei ausgetreten.</p>
<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/austritt.png"><img class="alignnone size-full wp-image-5946" alt="austritt" src="http://www.ennomane.de/wp-content/austritt.png" width="480" height="481" /></a></p>
<p>Am 11. April bin ich nach fast 4 Jahren aus der Piratenpartei ausgetreten, habe zugleich s&#228;mtliche Beauftragungen niedergelegt und werde ab sofort keinerlei T&#228;tigkeiten mehr in oder f&#252;r die Partei wahrnehmen, auch nicht &#252;bergangsweise.</p>
<p>Bereits im November 2012 war ich kurz davor auszutreten und habe einen langen, nie ver&#246;ffentlichten Blogpost dar&#252;ber geschrieben, mit dem ich euch jetzt nicht weiter langweilen will. Viele Vorkommnisse und Entt&#228;uschungen hatten sich zu einem Gebirge aufget&#252;rmt, nicht zuletzt Mobbing und pers&#246;nliche Angriffe gegen meine Person, mit denen ich in der Partei weitgehend alleine gelassen wurde und die keinerlei Konsequenzen f&#252;r die T&#228;ter haben.</p>
<p>Der Anlass f&#252;r meinen Austritt war schlie&#223;lich der Genderfilter im Syncforum. Ich habe mit zwei anderen Mitgliedern zusammen einen Antrag gestellt, diesen zu entfernen, welcher abgelehnt wurde. Die Geschichte ist <a href="http://popcornpiraten.de/bundesschatzmeisterin-lehnt-antrag-auf-entfernung-des-gender-filters-aus-sync-forum-ab/">bei den Popcorn-Piraten nachzulesen</a>. Was ich von diesem Filter halte, habe ich schon <a href="http://www.ennomane.de/2013/04/09/stargate-oder-von-den-nachteilen-der-kommunikation-an-sich/">aufgeschrieben</a>. Eine umfangreichere Betrachtung, der ich vollkommen zustimme, <a href="http://kulturproktologie.de/?p=4393">findet sich in der Kulturproktologie</a>.</p>
<p>Bisher habe ich die Piratenpartei als eine <a href="http://www.ctrl-verlust.net/das-politische-denken-der-piraten/">Partei der &#8220;Plattformneutralit&#228;t&#8221;</a> wahrgenommen, eine Partei zu deren Zielen es geh&#246;rt, jedem ohne Ansehen der Person Zugang zum gesellschaftlichen Leben zu erm&#246;glichen. Es konnte sozusagen jeder Freak sein Ding machen, ohne daf&#252;r angemacht zu werden, solange niemand dadurch beeintr&#228;chtigt wurde. Sehr viele Piraten gehen sogar so weit, wegen dieses Ideals Nazis und Rechtspopulisten in der Partei zu tolerieren.</p>
<p>Dennoch gilt diese Neutralit&#228;t nicht allen gegen&#252;ber &#8211; zum Beispiel nicht Menschen gegen&#252;ber, die gegenderte Sprache benutzen und damit auf ihre Weise versuchen, so etwas wie &#8220;sprachliche Plattformneutralit&#228;t&#8221; herzustellen. Anders gesagt: Feministen werden in der Piratenpartei wesentlich leidenschaftlicher bek&#228;mpft als Nazis. Vorst&#228;nde werfen v&#246;llig ohne pers&#246;nliche Konsequenzen mit W&#246;rtern wie &#8220;Schreihenne&#8221;, &#8220;Feminazi&#8221; oder &#8220;Fotzenknecht&#8221; um sich, die Konferenz &#8220;PiratinnenKon&#8221; hat einen ganzen Schwall frauenfeindlicher Reaktionen der widerw&#228;rtigsten Sorte hervorgerufen und derlei ist in der Partei an der Tagesordnung.</p>
<p>Damit m&#246;chte ich nichts mehr zu tun haben.</p>
<p><strong>Update:</strong> Den Kommentaren ist zu entnehmen, dass ich das ganze nicht gut genug erkl&#228;rt habe. In ihrem Blog <a href="http://dathe.wordpress.com/2013/04/13/admingate/">erkl&#228;rt</a> Katja das Problem nochmal in ganz einfachen und verst&#228;ndlichen Worten.</p>
<p><strong>Update vom 12. Mai 2013:</strong> Krasse Story. Eigentlich war ich wirklich raus. Das Thema, das mich noch besch&#228;ftigte, war die SMV und in welchem Ma&#223;e und wie ich mich weiterhin mit Liquid Democracy besch&#228;ftigen m&#246;chte. In meiner Auszeit &#8211; die mir nach Aussagen von dr&#246;lfzig Leuten gut getan haben muss &#8211; sah ich das Video eines japanischen TV-Senders &#252;ber die Piraten (Link such ich noch raus), das sich stark auf Liquid Democracy bezog und bei einem Gespr&#228;ch mit J&#246;rg Blumtritt kam mir in Erinnerung, wie er von dem gro&#223;en Interesse in den USA berichtete, als der Liquid Feedback dort fortstelle. Das Thema ist gr&#246;&#223;er als die kleine deutsche Piratenpartei, es geht darum, Demokratie zu revolutionieren mit den Mitteln die das Internet zur Verf&#252;gung stellt. Freitag und Samstag sah ich dem Stream mit wachsenden Schmerzen zu. Nachdem auch der Samstag Abend &#228;u&#223;erst entt&#228;uschend verlief, bekam ich mit, dass Leute Fahrgemeinschaften organisieren wollten. Ich kl&#228;rte mit einem Vertreter des LaVo die Formalia und fuhr dann los &#8211; drei Uhr morgens und ins blinde. Ich wusste nicht, wer f&#228;hrt, und ob es &#252;berhaupt noch einen Platz im Auto gab. Den Rest habt ihr heute mitbekommen. Tats&#228;chlich ist die SMV zentral: Mit ihr h&#228;tte ich zum Beispiel den (zwischenzeitlich wieder entfernten) Gender-Filter und viele andere Dinge der Basis zum Entscheid vorlegen und ggf. meine Konsequenzen ziehen k&#246;nnen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die SMV den gekippt h&#228;tte. Nur ein Beispiel. Jetzt bin ich ratlos. Statt SMV-Sushi gibt es eine T&#252;tensuppe in Form der Antr&#228;ge S&#196;A003/X11. Die sind broken by Design. Ich will mich die Tage umschauen, wie die Chancen stehen, den zu fixen und ob es andere Leute gibt, die das wollen. Davon mache ich abh&#228;ngig, ob mein LaVo ein weiteres Austrittschreiben von mir erh&#228;lt.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5944&amp;md5=ed950ea479cede092c7dbf8b70642737" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>#Stargate oder: Von den Nachteilen der Kommunikation an sich</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/04/09/stargate-oder-von-den-nachteilen-der-kommunikation-an-sich/</link>
		<comments>http://www.ennomane.de/2013/04/09/stargate-oder-von-den-nachteilen-der-kommunikation-an-sich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 22:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gender-Gap]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Syncforum]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommunikation hat per se den entscheidenden Nachteil, dass den Beteiligten Form oder Inhalt einer Nachricht nicht gefallen k&#246;nnte. Dieses Problem besch&#228;ftigt die Menschheit seit Tausenden von Jahren, wobei L&#246;sungen wie die Ermordung des &#220;berbringers einer Botschaft oder weniger krasse Formen der Zensur verworfen wurden. Um kommunikative Zumutungen auf ein ertr&#228;gliches Ma&#223; zu bringen, werden heute [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/BHXKPhdCUAANYtG.png"><img class="alignnone size-full wp-image-5935" alt="BHXKPhdCUAANYtG" src="http://www.ennomane.de/wp-content/BHXKPhdCUAANYtG.png" width="597" height="155" /></a></p>
<p>Kommunikation hat per se den entscheidenden Nachteil, dass den Beteiligten Form oder Inhalt einer Nachricht nicht gefallen k&#246;nnte. Dieses Problem besch&#228;ftigt die Menschheit seit Tausenden von Jahren, wobei L&#246;sungen wie die Ermordung des &#220;berbringers einer Botschaft oder weniger krasse Formen der Zensur verworfen wurden. Um kommunikative Zumutungen auf ein ertr&#228;gliches Ma&#223; zu bringen, werden heute in der Regel Moderatoren eingesetzt, die st&#246;rende Kommunikationsteilnehmer des Forums verweisen.</p>
<p>Ganz gelegentlich kommen auch <a href="http://yuccatree.de/2011/05/internet-zensur-in-der-turkei-138-worter-verboten/">automatische Filter</a> zum Einsatz, die unerw&#252;nschte (Schimpf-)w&#246;rter unterdr&#252;cken oder ersetzen. Diese L&#246;sung ist selten, da sie sich allgemein als funktional unbefriedigend erwiesen hat: Allzu oft entscheidet der Kontext, ob ein Wort wie &#8220;Ficken&#8221; stehen bleiben oder ersetzt werden sollte, allzu leicht ergibt sich eine empfindliche Einschr&#228;nkung der Meinungsreiheit und allzu einfach ist es, solche Filter mit geschickten Formulierungen zu umgehen.</p>
<p>Das hat aber den Entwickler des &#8220;Syncforums&#8221; der Piratenpartei nicht davon abgehalten, einen Filter in die Forensoftware zu implementieren, als er auf ein besonders &#252;bles kommunikatives Problem stie&#223;, das dringenden Handlungsbedarf erforderte, um Schaden von den Forumsteilnehmern abzuwenden. Gefiltert werden allerdings keine Beleidigungen, Pornographie oder Gewaltdarstellungen sondern das so genannte &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Gap_%28Linguistik%29">Gender-Gap</a>&#8220;.</p>
<p>Dieses an sich harmlose Sternchen soll im Gegensatz um Binnenmajuskel (&#8220;ProgrammierInnen&#8221;) anzeigen, dass Programmier*innen nicht nur M&#228;nnlein oder Weiblein sein k&#246;nnen sondern auch irgend etwas dazwischen. Es ist ein Sprachspiel, ein Versuch, Sprache so zu gestalten, dass sie so geschlechtsneutral wie m&#246;glich anwendbar wird. Man kann sich jetzt dar&#252;ber streiten, ob das h&#228;sslich oder kreativ ist.</p>
<p>Wor&#252;ber man sich meiner Meinung nach jedoch kaum streiten kann: Es ist allein und ausschlie&#223;lich Sache des Autors eines Textes, wie dieser sich ausdr&#252;cken m&#246;chte. Einen Filter f&#252;r bestimmte Ausdrucksformen zu installieren, stellt diese Ausdrucksformen mit den eingangs erw&#228;hnten, im Grenzfall filternswerten Beleidigungen, Pornographie und Gewaltdarstellungen auf eine Stufe.</p>
<p>Der Programmierer redet sich mit der Begr&#252;ndung heraus, <a href="http://pirati.ca/display/heluecht/363783">ihn st&#246;re beim Gender-Gap die &#196;sthetik</a>. Ich kann nat&#252;rlich sehr gut verstehen, dass Menschen, die sich t&#228;glich mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Regul%C3%A4rer_Ausdruck">Regular Expressions</a> herumschlagen m&#252;ssen, nach Feierabend mal keine Sternchen mehr sehen wollen. Trotzdem hat es ganz sicher mehr als nur &#228;sthetische Gr&#252;nde, wenn ein Vertreter der Hackerkultur, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leetspeek">Leetspeek</a> hervorgebracht hat, versucht, das Gendersternchen und andere Arten gendergerechter Sprache zu unterdr&#252;cken. Wir sollten jetzt dringend dar&#252;ber nachdenken, welche weiteren Kommunikationsformen aus &#228;sthetischen Gr&#252;nden gefiltert werden m&#252;ssten.</p>
<p>Im M&#228;rz lief dieser Filter weitgehend unbemerkt und filterte die gesamte Kommunikation des Syncforums, also eines gro&#223;en Teils der Mailinglisten der Piratenpartei. Nach entsprechender Kritik wurde der Filter abgeschaltet, ist aber immer noch vorhanden und kann von jedem Mitglied eingeschaltet werden. Der entsprechende Men&#252;punkt lautete &#8220;Sprache normalisieren&#8221;. Maskulisten, Transphobiker und Sprachh&#252;ter wird das sicherlich freuen.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5929&amp;md5=22b84dba66ca10dca4105babb5680cac" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Links der Woche</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/04/07/links-der-woche-159/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 10:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[“Code for Germany” – ein politisches Programm &#124; Christoph Kappes: “So gesehen sollte eigentlich im Zentrum von internet-veranlasster Politik nicht „das Netz“, sondern die Entwicklung von Wissen, Software und Kultur stehen, die von jedermann nutzbar sind.” Die SPD und die Sache mit der Partizipation: yannickhaan: Bevor ich vor vier Jahren in die SPD eingetreten bin [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="http://christophkappes.de/code-for-germany-ein-politisches-programm/">“Code for Germany” – ein politisches Programm | Christoph Kappes</a>:
<p>“So gesehen sollte eigentlich im Zentrum von internet-veranlasster Politik nicht „das Netz“, sondern die Entwicklung von Wissen, Software und Kultur stehen, die von jedermann nutzbar sind.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://yannickhaan.tumblr.com/post/47192760521/die-spd-und-die-sache-mit-der-partizipation">Die SPD und die Sache mit der Partizipation</a>:
<p><a class="tumblr_blog" href="http://yannickhaan.tumblr.com/post/47192760521/die-spd-und-die-sache-mit-der-partizipation">yannickhaan</a>:</p>
<blockquote>
<p>Bevor ich vor vier Jahren in die SPD eingetreten bin hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung wie eine Partei funktioniert. Ich wusste nicht was ein Ortsverein ist, ich wusste nicht wie eine Partei aufgebaut ist und ich wusste nicht wie ein Parteitag abl&#228;uft. Nach vier Jahren, sehr vielen…</p>
</blockquote>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://thedailywtf.com/Articles/The-Windows-7-Upgrade.aspx">The Windows 7 Upgrade</a>:
<p>“When Miguel started his contract with a state office, they issued him a laptop. For security reasons, he was forbidden from using any other machine, nor should anyone else use his. Also for security reasons, the laptop was not allowed to leave his desk. It was locked in place with a security chain too short to move the laptop more than a few inches.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://konradendler.wordpress.com/2013/01/08/der-punkt-ist-no-1/">Der-Punkt-ist No.1 (noch ausm Herbst)</a>:
<p>“Der Punkt ist, am liebsten w&#252;rde ich die Scheiben einschmei&#223;en von dem Maklerb&#252;ro auf der anderen Stra&#223;enseite.”</p>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5927&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Twitter im M&#228;rz</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/04/01/twitter-im-marz-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 07:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[“Apologies for contacting you, I am Joseph Ratzinger, former Head of State of Vatican, and I have a business proposal for mutual benefit…” &#8212; Anatol Stefanowitsch (@astefanowitsch) 1. M&#228;rz 2013 erst ignorieren sie dich nicht, dann lachen sie nicht &#252;ber dich, dann bek&#228;mfen sie dich nicht und dann ist schon wieder donnerstag. &#8212; Michael Seemann [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>“Apologies for contacting you, I am Joseph Ratzinger, former Head of State of Vatican, and I have a business proposal for mutual benefit…”</p>
<p>&mdash; Anatol Stefanowitsch (@astefanowitsch) <a href="https://twitter.com/astefanowitsch/status/307413715567919104">1. M&#228;rz 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>erst ignorieren sie dich nicht, dann lachen sie nicht &#252;ber dich, dann bek&#228;mfen sie dich nicht und dann ist schon wieder donnerstag.</p>
<p>&mdash; Michael Seemann (@mspro) <a href="https://twitter.com/mspro/status/309674176078307328">7. M&#228;rz 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Blade Runner spielt im Jahr 2019. Leute, wir haben noch einiges zu erledigen bis dahin!</p>
<p>&mdash; Daniel Schwerd (@netnrd) <a href="https://twitter.com/netnrd/status/310117720123387904">8. M&#228;rz 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Das Konklave, 115 M&#228;nner, die nie Sex haben d&#252;rfen, schlie&#223;en sich auf unbestimmte Zeit ein und d&#252;rfen nichts dar&#252;ber erz&#228;hlen.</p>
<p>&mdash; Dr. von Flausch (@Flauschbaer) <a href="https://twitter.com/Flauschbaer/status/310351007165075457">9. M&#228;rz 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Ich mag meine Privilegien als wei&#223;er Mann so sehr das ich finde, jede*r Mensch sollte sie haben.</p>
<p>&mdash; Andreas Kr&#228;mer (@Housetier84) <a href="https://twitter.com/Housetier84/status/311587578396684289">12. M&#228;rz 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Dass Du erwachsen bist, merkst Du daran, dass die Monster unter Deinem Bett in Deinen Briefkasten umgezogen sind.</p>
<p>&mdash; limonenbiss (@limonenbiss) <a href="https://twitter.com/limonenbiss/status/123650296516845568">11. Oktober 2011</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Und wieder stehende tausende an einer Mauer und ich werd das Gef&#252;hl nicht los, dass sie keine Ahnung haben worauf sie sich da einlassen.</p>
<p>&mdash; Katja Dathe (@kc__dc) <a href="https://twitter.com/kc__dc/status/313313014029901824">17. M&#228;rz 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>biber sind &#252;brigens fische. kirchenrechtlich gesehen.</p>
<p>&mdash; corax (@coraxaroc) <a href="https://twitter.com/coraxaroc/status/313800045940076544">18. M&#228;rz 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Es gibt ja so Sachen, die man am liebsten vergessen w&#252;rde. Die notiere ich mir ab sofort in Google Keep.</p>
<p>&mdash; Anatol Stefanowitsch (@astefanowitsch) <a href="https://twitter.com/astefanowitsch/status/314814555761041409">21. M&#228;rz 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>POH: &#8220;wer l&#228;uft durchs rechenzentrum und versteckt server? der hosterhase.&#8221;</p>
<p>&mdash; yetzt (@yetzt) <a href="https://twitter.com/yetzt/status/189461938743418880">9. April 2012</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Angenommen du h&#228;ttest die Wahl zwischen Weltfrieden oder endlich mal wieder ausschlafen: Wie lange w&#252;rdest du schlafen?</p>
<p>&mdash; Thomas (@sechsdreinuller) <a href="https://twitter.com/sechsdreinuller/status/317895098287394816">30. M&#228;rz 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&#8220;Nimm deinen Schwanz aus meinem Gesicht. Nein, ich will auch nicht an deinem Hintern riechen.RUNTER VON MIR!&#8221; &#8220;Mau?&#8221;</p>
<p>&mdash; Keks (@namenlos4) <a href="https://twitter.com/namenlos4/status/317903500686274561">30. M&#228;rz 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5801&amp;md5=4e3073f36d65ac464f129b1b30bc8d78" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Links der Woche</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/03/31/links-der-woche-158/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 10:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Folter, Kreuzigung, Kannibalismus: Gaga-Sekte feiert bizarres Splatter-Ritual: “Man will es sich nicht ausmalen: Mitten in Deutschland feiert eine obskure Kultvereinigung den blutigen Foltertod eines unschuldigen Menschen. Bilder und Skulpturen der Grausamkeiten werden vorgef&#252;hrt, der widerw&#228;rtige Akt auch noch nacherz&#228;hlt, besungen und bef&#252;rwortet. Was unvorstellbar klingt, ist grausame Realit&#228;t – die verr&#252;ckte Sekte feiert heute ihr [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="http://www.der-postillon.com/2013/03/folter-kreuzigung-kannibalismus-gaga.html">Folter, Kreuzigung, Kannibalismus: Gaga-Sekte feiert bizarres Splatter-Ritual</a>:
<p>“Man will es sich nicht ausmalen: Mitten in Deutschland feiert eine obskure Kultvereinigung den blutigen Foltertod eines unschuldigen Menschen. Bilder und Skulpturen der Grausamkeiten werden vorgef&#252;hrt, der widerw&#228;rtige Akt auch noch nacherz&#228;hlt, besungen und bef&#252;rwortet. Was unvorstellbar klingt, ist grausame Realit&#228;t – die verr&#252;ckte Sekte feiert heute ihr krankes Horror-Ritual: die sogenannte “Karfreitagsmesse”.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://thisisyourdaughter.wordpress.com/2013/01/28/warum-der-unterhaltsvorschuss-so-wie-er-jetzt-ist-ein-schuss-in-den-ofen-ist/">Warum der Unterhaltsvorschuss (so wie er jetzt ist) ein Schuss in den Ofen ist.</a>:
<p>“Was mich wirklich, wirklich, wirklich ankotzt ist die Tatsache, dass ich alle Pflichten habe und nur sehr eingeschr&#228;nkt Rechte. Will meinen: Ich kann mich weder aus meinen Zahlungsverpflichtungen befreien, die einfach durch den Umstand entstehen, dass ich mit zwei Kindern zusammen lebe, noch kriege ich irgend eine Form von Verg&#252;nstigung durch meinen Status als Alleinerziehende. Miete, Strom, Ern&#228;hrung: Ich kann mich nicht einfach hinstellen und mit Verweis auf die schlechte allgemeine Arbeitsmarktsituation die Zahlungen ungestraft einstellen. Oder einfach aufh&#246;ren zu heizen weil ich mir`s halt nicht mehr leisten kann. Oder glaubt eine/r von euch, ich h&#228;tte mal einen Job bekommen WEIL ich zwei Kinder habe? Haha.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://beimnollar.de/">Ihr fragt ob #Aufschrei was bewirkt h&#228;tte, really?</a>:
<p>“Um das zu verstehen, muss man vermutlich erstmal &#252;ber Schweigen reden.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://jensscholz.com/index.php/2013/03/24/fuenf-tips-zum-umgang-mit">F&#252;nf Tips zum Umgang mit Trollen</a>:
<p>“Euch sollte immer bewusst sein, dass l&#246;schen, blocken oder Missbrauch melden keine Zensur ist! Zensur geht immer vom Staat aus, nicht von Privatpersonen (und auch nicht von Firmen). Kein Mensch muss sich auf jede bescheuerte Diskussion einlassen, nur weil er irgendwo &#246;ffentlich ansprechbar ist.”</p>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5923&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Es hat einen Grund</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/03/30/es-hat-einen-grund/</link>
		<comments>http://www.ennomane.de/2013/03/30/es-hat-einen-grund/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 21:09:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnwindung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe heute einen gro&#223;artigen Text des Postillon zum Karfreitag verbreitet. Ich fand ihn vor allem deswegen so gut, weil er sprachlich exzellent simuliert, wie ein Boulevard-Blatt christliche Riten beschreiben w&#252;rde, wenn es sich wirklich nur um eine obskure Sekte handelte. Zwar kennt meine Leserschaft mich mittlerweile und l&#228;sst sich durch so etwas nicht mehr [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/ostereier.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5920" alt="ostereier" src="http://www.ennomane.de/wp-content/ostereier.jpg" width="480" height="480" /></a></p>
<p>Ich habe heute einen gro&#223;artigen <a href="http://www.der-postillon.com/2013/03/folter-kreuzigung-kannibalismus-gaga.html">Text des Postillon zum Karfreitag</a> verbreitet. Ich fand ihn vor allem deswegen so gut, weil er sprachlich exzellent simuliert, wie ein Boulevard-Blatt christliche Riten beschreiben w&#252;rde, wenn es sich wirklich nur um eine obskure Sekte handelte. Zwar kennt meine Leserschaft mich mittlerweile und l&#228;sst sich durch so etwas nicht mehr trollen, aber trotzdem haben sich nat&#252;rlich ein paar Christen dar&#252;ber beschwert, ob es denn n&#246;tig sei, derlei Geschmacklosigkeiten ausgerechnet am Karfreitag zu ver&#246;ffentlichen und ob man da nicht etwas mehr Respekt zeigen k&#246;nne.</p>
<p>Kurze Antwort: Ja, es ist n&#246;tig. Und: Nein, das Christentum verdient hier keinen Respekt. Bei antiklerikalen Witzen und Texten am besten direkt zu den h&#246;chsten Feiertagen handelt es sich um weitaus mehr als um Klingelstreiche aus Spa&#223; am Trollen. Vielmehr entstehen diese Texte aus reiner Notwehr heraus. Der Kaiser &#8220;Religion&#8221; ist nackt, das kleine Kind hat&#8217;s l&#228;ngst gerufen, aber viele Menschen wollen das einfach nicht sehen. Das ist nicht schlimm. Aber sie verlangen immer noch, ein jeder m&#246;ge ihrem nackten Kaiser die Ehre erweisen. Das ist schlimm. Da hilft dann nur noch: Auslachen.</p>
<p><em>Glaubensfreiheit ist die Freiheit, auch an absurde Dinge glauben zu d&#252;rfen. Meinungsfreiheit ist die Freiheit, diese Dinge trotzdem absurd zu nennen. In diesem Sinne: Sch&#246;ne Ostertage!</em></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5916&amp;md5=32dd31245ee2595253b9201b5175e254" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Links der Woche</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/03/24/links-der-woche-157/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 11:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Sprachbrocken 12/2013: “Dieser angebliche „Shitstorm“ (mitbekommen hat den niemand) wurde angeblich ausgel&#246;st durch Martensteins Kritik (ich nenne es mal „Kritik“, das Wort aber bitte nicht auf die Goldwaage legen) an – Sie ahnen es – Unisex-Toiletten. Dabei hat Marteinstein die Niederungen der m&#228;nner-unterdr&#252;ckenden Sanit&#228;rtechnik l&#228;ngst hinter sich gelassen und k&#252;mmert sich diese Woche um ein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="http://www.sprachlog.de/2013/03/23/sprachbrocken-12-2013/">Sprachbrocken 12/2013</a>:
<p>“Dieser angebliche „Shitstorm“ (mitbekommen hat den niemand) wurde angeblich ausgel&#246;st durch Martensteins Kritik (ich nenne es mal „Kritik“, das Wort aber bitte nicht auf die Goldwaage legen) an – Sie ahnen es – Unisex-Toiletten. Dabei hat Marteinstein die Niederungen der m&#228;nner-unterdr&#252;ckenden Sanit&#228;rtechnik l&#228;ngst hinter sich gelassen und k&#252;mmert sich diese Woche um ein ganz besonders schockierendes Beispiel der Unterdr&#252;ckung wei&#223;er M&#228;nner – der Echo-Ausladung der Musikkapelle Frei.Wild.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://scienceblogs.de/bloodnacid/2013/02/08/esoterikzwang-an-der-bonner-universitat/">Esoterikzwang an der Bonner Universit&#228;t</a>:
<p>“<span>F&#252;r eine solche Patientin solle nach der TCM ein “Milz-Qi-Mangel” diagnostiziert und mit Umstellung der Ern&#228;hrung auf „warme Nahrungsmittel“ und die „Mitte st&#228;rkende Nahrung“, sowie Akupunktur und Moxibustion therapiert werden. (…) </span>Man mu&#223; sich wirklich einmal klar machen, da&#223; das bedeutet, da&#223; ein/e MedizinstudentIn an der Uni Bonn gezwungen wird, diesen Unsinn zu lernen, da man ohne die Klausur zu bestehen, in der auch diese Inhalte abgefragt werden, nicht zum Staatsexamen zugelassen wird. Dieser QB ist kein optionales Fach, die Teilnahme ist Pflicht und damit wird nat&#252;rlich suggeriert, da&#223; es sich bei dem oben beschriebenen Hokuspokus um anerkannte und wirksame medizinische Verfahren handelt, die gleichberechtigt neben echten und wichtigen Prinzipien wie Impfung, Behandlung mit Antibiotika oder Hygiene gelehrt werden sollten.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://saschalobo.com/2013/03/22/unsere-muetter-unsere-fehler/">Unsere M&#252;tter, unsere Fehler</a>:
<p>“Ringelpiez mit Anklicken”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://freidimensionalblog.wordpress.com/2013/03/21/sex-und-das-internet/">Sex und das Internet</a>:
<p>“Einigen von euch wird es noch in Erinnerung sein: Vor wenigen Wochen wurden mir &#252;ber ein einschl&#228;giges Forum massive Drohungen zugespielt. Die Seite wurde mittlerweile geschlossen, Screenshots davon habe ich nicht mehr (bzw. liegen bei der Polizei). Ich bekam auch Kommentare direkt in mein Blog. Das reichte von &#252;belsten Beleidigungen bis hin zu konkreten Beschreibungen einer Vergewaltigung und Ermordung meiner Person. Echt-Bilder von aufgeschlitzten Frauen, deren Eingeweide mit Glasscherben entfernt wurden, waren auch dabei.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/9208/die-fdp-und-die-npd-wenn-man-dummheit-verbieten-konnte?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed: DerSpiegelfechter (Der Spiegelfechter)">Die FDP und die NPD: Wenn man Dummheit verbieten k&#246;nnte</a>:
<p>“Man kann dar&#252;ber sinnieren, ob die platte Argumentation R&#246;slers wirklich aus politischer &#220;berzeugung entstanden ist. Wenn dem so w&#228;re, sind die Opfer rechter Gewalt – egal, ob die NPD direkt oder indirekt daran beteiligt ist oder nicht – insgesamt nur die Folge von „Dummheiten“.”</p>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5910&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nochmal Autismus</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/03/21/nochmal-autismus/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Mar 2013 13:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnwindung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Autismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Journalisten, bitte denken Sie kurz nach, wenn Sie das Wort &#8220;autistisch&#8221; in Ihrem Text verwenden m&#246;chten. Und dann denken Sie nochmal nach. Autismus ist eine angeborene Wahrnehmungsst&#246;rung, die &#8211; stark vereinfacht &#8211; dazu f&#252;hrt, dass Autisten Schwierigkeiten haben, intuitiv Emotionen aus K&#246;rpersprache, Gesichtsausdr&#252;cken und &#8220;zwischen den Zeilen&#8221; zu lesen. Viele haben au&#223;erdem Probleme mit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Journalisten,</p>
<p>bitte denken Sie kurz nach, wenn Sie das Wort &#8220;autistisch&#8221; <a href="http://www.zeit.de/2013/12/Harlem-Shake">in Ihrem Text verwenden</a> m&#246;chten. Und dann denken Sie nochmal nach.</p>
<p>Autismus ist eine angeborene Wahrnehmungsst&#246;rung, die &#8211; <a href="http://de.m.wikipedia.org/wiki/Autismus">stark vereinfacht</a> &#8211; dazu f&#252;hrt, dass Autisten Schwierigkeiten haben, intuitiv Emotionen aus K&#246;rpersprache, Gesichtsausdr&#252;cken und &#8220;zwischen den Zeilen&#8221; zu lesen. Viele haben au&#223;erdem Probleme mit der Filterung von Umweltreizen und sind permanenter &#220;berflutung ausgesetzt. F&#252;r Autisten ist es deshalb &#228;u&#223;erst anstrengend, in unserem normalen Alltagsleben zu bestehen, weshalb sie dazu neigen, sich zur&#252;ckzuziehen, was Nicht-Autisten gerne falsch deuten.</p>
<p>Autismus ist <em>keine</em> psychische St&#246;rung. Autisten sind auch <em>keine</em> Psycho- oder Soziopathen. Sie haben die gleichen Gef&#252;hle wie alle anderen auch und sind genauso empathisch wie alle anderen auch.</p>
<p>Autismus hat nicht das geringste mit Egoismus, Egozentrik, Selbstbezogenheit, Ignoranz oder Narzissmus zu tun. Leider wird &#8220;autistisch&#8221; in den meisten F&#228;llen synonym zu genau diesen Begriffen verwendet. Wenn der Begriff &#8220;Autismus&#8221; zur abwertenden Beschreibung mit moralischem Unterton verkommt, ist das verst&#228;ndlicherweise ein Problem f&#252;r Autisten. Deshalb sollten Sie das Wort nur verwenden, wenn Sie wirklich &#252;ber Autismus schreiben wollen.</p>
<p>Es taugt auch nicht zur Metapher, selbst wenn der Autor sie im Sinne seiner Wortbedeutung verstanden wissen m&#246;chte. Sie wird von den allermeisten Lesern falsch verstanden.<br />
In den meisten F&#228;llen ist die metaphorische Verwendung solcher Fremdworte sowieso Kennzeichen von Schwafelei, Wichtigtuerei oder soll verdecken, dass der Autor gar nicht so genau wei&#223;, was er sagen will.</p>
<p>Es ist verst&#228;ndlich, dass Sie nur selten &#252;ber Autismus aufkl&#228;ren k&#246;nnen, da noch viele andere Themen ins Blatt wollen. Sie k&#246;nnen aber dazu beitragen, das Leben von Autisten angenehmer zu gestalten, indem Sie das Wort nur in seiner korrekten Bedeutung verwenden. Ganz nebenbei werden Ihre Texte klarer und verst&#228;ndlicher.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5842&amp;md5=ed05529ea9ef5f0dbdc5c0cba2e2c08c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Links der Woche</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/03/17/links-der-woche-156/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Mar 2013 11:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Mike Godwin on Godwin’s Law and Nazi Comparisons: “All the way back in 1990, a lawyer who has been on the Internet longer than you have, Mike Godwin, introduced the now widely familiar Godwin’s Law, which predicted the inevitability of a Hitler or Nazi comparison arising during any online debate.” Own your data: “Google stellt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="http://nymag.com/daily/intelligencer/2013/03/godwins-law-mike-godwin-hitler-nazi-comparisons.html">Mike Godwin on Godwin’s Law and Nazi Comparisons</a>:
<p>“All the way back in 1990, a lawyer who has been on the Internet longer than you have, Mike Godwin, introduced the now widely familiar Godwin’s Law, which predicted the inevitability of a Hitler or Nazi comparison arising during any online debate.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://moeffju.net/blog/own-your-data">Own your data</a>:
<p>“Google stellt Reader ein, das Geschrei ist gro&#223;, aber neben Petitionen hat es auch (mal wieder) eine Diskussion dar&#252;ber ausgel&#246;st, in wessen und in welche Abh&#228;ngigkeiten man sich begibt, wenn man Dienstleistungen von Drittanbietern nutzt. Besonders dann, wenn man f&#252;r diese Dienste nicht zahlt, und diese Dienstanbieter lieber propriet&#228;re (wenn auch mehr oder minder offene) APIs anbieten als standardisierte Schnittstellen zur Verf&#252;gung zu stellen. Denn Google stellt ja nicht nur Reader ein, den man noch relativ leicht ersetzen kann, sondern auch die Reader API, und au&#223;erdem beispielsweise CalDAV, das Standardprotokoll f&#252;r den Zugriff auf Kalender, sowie ActiveSync und einige andere Dienste. Und dann schmei&#223;en sie auch noch ganz k&#252;hn AdBlock Plus aus dem Android Play Store. Zeit, sich ein paar Fragen zu stellen.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://derstandard.at/1311802900216/Ein-Diktatoren-Freund-als-Konkurrent-Ratzingers">Ein Diktatoren-Freund als Konkurrent Ratzingers</a>:
<p>“Nachtr&#228;glich betrachtet hat der katholische Teil der Welt mit der Wahl Ratzingers vielleicht ziemliches Gl&#252;ck gehabt. Der Jesuit Bergoglio unterscheidet sich theologisch kaum von Benedikt. Politisch jedoch ist er fragw&#252;rdig: Er tolerierte die argentinische Milit&#228;rdiktatur und fand nie auch nur ein Wort der Kritik an der Ermordung tausender Regimegegner.”</p>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5839&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Kollisionen mit der Rationalit&#228;t</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/03/13/kollisionen-mit-der-rationalitat/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 08:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Freistetter]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Anatol und ich hatten gestern Florian Freistetter zu Gast, Autor einiger popul&#228;rwissenschaftlicher B&#252;cher und des Blogs Astrodicticum Simplex. Im Podcast reden wir &#252;ber Astronomie, Wissenschaft und Esoterik. Ein kleines Wunder am Rande. Lucy ist erstmals auf den Scho&#223; einer v&#246;llig fremden Person gesprungen. Florian muss &#252;ber eine ganz besondere Ausstrahlung verf&#252;gen&#8230; Wer Florian Freistetter live [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/podcast.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5586" alt="podcast" src="http://www.ennomane.de/wp-content/podcast.jpg" width="480" height="479" /></a></p>
<p><a href="http://www.sprachlog.de/">Anatol</a> und ich hatten gestern Florian Freistetter zu Gast, Autor einiger popul&#228;rwissenschaftlicher B&#252;cher und des Blogs <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/">Astrodicticum Simplex</a>. Im Podcast <a href="http://themen-und-koepfe.de/kollisionen-mit-der-rationalitat-tuk4-mit-florian-freistetter/">reden wir &#252;ber Astronomie, Wissenschaft und Esoterik</a>. Ein kleines Wunder am Rande. Lucy ist erstmals auf den Scho&#223; einer v&#246;llig fremden Person gesprungen. Florian muss &#252;ber eine ganz besondere Ausstrahlung verf&#252;gen&#8230; Wer Florian Freistetter live erleben m&#246;chte, kann das heute Abend um 19.30 im Urania Berlin: &#8220;<a href="http://www.urania.de/programm/2013/p235/">Garantiert kurios</a>&#8220;.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5833&amp;md5=d05e5d07201f8bdbfbd55ff5b36cff03" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Links der Woche</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/03/10/links-der-woche-155/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 11:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Protokoll einer Romni: „Keiner wei&#223;, dass wir Roma sind“: “Ich spreche heute sieben Sprachen, &#252;bersetze auf Konferenzen und bin die erste Romni, die beim EU-Parlament, der EU-Kommission und dem Europ&#228;ischen Gerichtshof als Dolmetscherin akkreditiert worden ist. Manchmal fliege ich mehrfach pro Monat nach Br&#252;ssel oder Stra&#223;burg. Ich bin Roma-Aktivistin, aber hier zu Hause muss ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="https://m.taz.de/Protokoll-einer-Romni/!112263;m/">Protokoll einer Romni: „Keiner wei&#223;, dass wir Roma sind“</a>:
<p>“Ich spreche heute sieben Sprachen, &#252;bersetze auf Konferenzen und bin die erste Romni, die beim EU-Parlament, der EU-Kommission und dem Europ&#228;ischen Gerichtshof als Dolmetscherin akkreditiert worden ist. Manchmal fliege ich mehrfach pro Monat nach Br&#252;ssel oder Stra&#223;burg. Ich bin Roma-Aktivistin, aber hier zu Hause muss ich das vertuschen.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://metaphora42.wordpress.com/2013/03/06/buridans-esel-oder-die-smv/">Buridans Esel oder: Die SMV</a>:
<p>“Es geht um nichts Geringeres als eine Revolution. Also sowas wie die Franz&#246;sische Revolution, blo&#223; in friedlich. Unser repr&#228;sentatives parlamentarisches System stammt aus dem Postkutschenzeitalter. Da wird es mal Zeit f&#252;r ein Upgrade.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://mspr0.de/?p=3257">Im publizistischen W&#252;rgegriff</a>:
<p>“Die Machtdemonstration, die die Verlage abgeliefert haben ist be&#228;ngstigend und es vermutlich auch kein Zufall, dass kaum ein prominenter Spitzenpolitiker der Oppositionsparteien sich traute, an der Abstimmung teil zu nehmen. Nichts kann man vor einer anstehenden Bundestagswahl schlie&#223;lich weniger gebrauchen, als eine Presselandschaft, die dem Wahlkampfpersonal nicht wohl gesonnen ist.”</p>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5831&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vor der SMVcon</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2013 17:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[tldr: Die Piratenpartei braucht dringend eine &#8220;st&#228;ndige Mitgliederverammslung&#8221;, die bestimmte Kriterien erf&#252;llt. Und sie braucht sie ASAP. Dieses Wochenende findet in Rostock die SMVcon statt. Auf der Konferenz geht es um die Einrichtung einer &#8220;SMV&#8221; in der Piratenpartei. Das hat nichts mit &#8220;Sch&#252;lermitverwaltung&#8221; zu tun, sondern steht f&#252;r &#8220;st&#228;ndige Mitgliederversammlung&#8221;. Viele glauben ja, in der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>tldr:</strong> <em>Die Piratenpartei braucht dringend eine &#8220;st&#228;ndige Mitgliederverammslung&#8221;, die bestimmte Kriterien erf&#252;llt. Und sie braucht sie ASAP.</em></p>
<p>Dieses Wochenende findet in Rostock die SMVcon statt. Auf der Konferenz geht es um die Einrichtung einer &#8220;SMV&#8221; in der Piratenpartei. Das hat nichts mit &#8220;Sch&#252;lermitverwaltung&#8221; zu tun, sondern steht f&#252;r &#8220;st&#228;ndige Mitgliederversammlung&#8221;. Viele glauben ja, in der Piratenpartei k&#246;nne man heute schon &#252;ber Liquid Feedback alles m&#246;gliche mitbestimmen und beschlie&#223;en. Leider stimmt das nicht so ganz.</p>
<p>Dabei ist die Zeit zum Greifen nahe, in der keine Parteitage mehr ben&#246;tigt werden, um Inhalte zu beschlie&#223;en, wobei dann jeder von &#252;berall immer mitmachen kann. Was f&#252;r Netzbewohner eigentlich selbstverst&#228;ndlich klingt, wird seit Jahren heftig in der Piratenpartei debattiert. Bevor diese Debatte morgen auf der SMVcon gef&#252;hrt wird, habe ich die wichtigsten Modelle und Argumentationslinien aufgeschrieben. (Ich schreibe das aus dem Kopf auf einer Bahnfahrt, weshalb der Text ohne Links auskommt. Ich freue mich, wenn ihr Kommentare, Korrekturen und Links in die Kommentare schreibt.)</p>
<p><strong>SMV und POP</strong></p>
<p>Auf dem letzten Bundesparteitag in Bochum gab es etwa 700 Antr&#228;ge. F&#252;r den n&#228;chsten in Neumarkt werden 500 Antr&#228;ge erwartet. Niemand wei&#223; vorher welche Antr&#228;ge an die Reihe kommen und niemand kann sich auf all diese Antr&#228;ge vorbereiten. Wirklich beschlossen wird nur ein sehr geringer Bruchteil. Diese Situation ist in h&#246;chstem Ma&#223;e unbefriedigend. Andere Parteien haben das &#252;ber Programmkommissionen und Leitantr&#228;ge des Vorstandes gel&#246;st. Da wird dann en block von Delegierten dar&#252;ber abgestimmt, was sich wenige Vordenker ausgedacht haben. Fr&#252;her ging das vielleicht nicht anders, heute haben wir aber das Internet und es gibt keinen Grund, es nicht daf&#252;r zu nutzen, unabh&#228;ngig von Zeit und Ort st&#228;ndig &#252;ber Positionspapiere und Programmantr&#228;ge zu beraten und abzustimmen. Ein System, das das erm&#246;glich, nennen wir &#8220;st&#228;ndige Mitgliederversammlung&#8221; oder auch &#8220;POP&#8221;, was f&#252;r &#8220;permanenter Onlineparteitag&#8221; steht.</p>
<p><strong>Liquid Democracy vs. direkte Demokratie</strong></p>
<p>Einige Leute finden, Liquid Democracy w&#228;re eine sch&#246;ne Sache, wenn es dabei keine Delegationen g&#228;be. Diese Leute haben leider nicht verstanden, dass es dann keine Liquid Democray mehr ist. Es gibt repr&#228;sentative Demokratie, bei der wir Vertreter in Parlamente w&#228;hlen. Es gibt direkte Demokratie, bei der jeder &#252;ber alles abstimmt, und es gibt die fl&#252;ssige Demokratie, bei der jeder frei dar&#252;ber entscheiden kann, ob er selbst abstimmen oder die Stimme an einen Vertreter delegieren m&#246;chte. Diese Mischung erst macht Liquid Democracy aus, alles andere ist etwas anderes. Viele Mitglieder der Piratenpartei wollen keine Liquid Democracy sondern direkte Demokratie, sagen das aber nicht. Die Piratenpartei muss sich entscheiden, was sie m&#246;chte.</p>
<p>Nat&#252;rlich k&#246;nnen wir auch auf der Basis von direkter Demokratie eine SMV bauen, aber das ist keine gute Idee. Haben wir 700 Programmantr&#228;ge zum Bundesparteitag, ergibt das schon 2 Antr&#228;ge pro Tag, &#252;ber die jeder abstimmen muss. Dazu kommen noch Antr&#228;ge auf Landes- und Bezirksebene. Wenn zus&#228;tzlich noch Fraktionen auf allen Ebenen damit anfangen, Antr&#228;ge aus ihren Parlamenten einzustellen, ist endg&#252;ltig der Punkt erreicht, an dem niemand mehr mithalten kann. Selbst ein Bundestagsabgeordneter ist nicht in der Lage, alles zu &#252;berblicken, wor&#252;ber er im Parlament abstimmt. Er verl&#228;sst sich da auf seine Fraktionskollegen. Reine direkte Demokratie wird also dazu f&#252;hren, dass auf die Dauer nur sehr wenige Leute &#252;ber Antr&#228;ge entscheiden, n&#228;mlich diejenigen, die Zeit dazu haben und sich kompetent genug f&#252;hlen. Aus diesem Grund sieht Liquid Democracy die M&#246;glichkeit vor, f&#252;r jedes einzelne Thema immer wieder frei zu entscheiden, ob man mitstimmen oder seine Stimme an eine Person delegieren m&#246;chte, die sich mit dem Thema auskennt und der man vertraut.</p>
<p>Dass es dabei zu Machtkonzentration kommt, weil sich viele Stimmen auf wenige Personen vereinen, ist kein Problem sondern Sinn der Sache. Es geht darum, Leute zu finden, die Entscheidungen f&#252;r uns treffen, wenn wir das gerade nicht selber machen wollen oder k&#246;nnen. Wenn wir anzweifeln, ob jemand wirklich seine Stimme an Person X delegieren wollte, k&#246;nnen wir genauso gut anzweifeln, ob dieser jemand in einer direkten Abstimmung wirklich f&#252;r Antrag Y stimmen wollte. Der Vorteil von Liquid Feedback ist, dass jede Delegation jederzeit zur&#252;ckgenommen werden kann, anders als in der der repr&#228;sentativen Demokratie, wo die n&#228;chste Wahl vier bis f&#252;nf Jahre entfernt ist.</p>
<p><strong>Liquid Feedback und andere Tools</strong></p>
<p>Gelegentlich kommt ein Vorwurf auf, dass man sich auf das fertige Tool Liquid Feedback versteife, statt ergebnisoffen zu arbeiten und zun&#228;chst m&#252;sse die Diskussion zu Ende gef&#252;hrt werden. Das ist leider Unsinn, der nur damit zu erkl&#228;ren ist, dass viele erst sp&#228;t in diese Diskussion eingestiegen sind. Der Grundgedanke des &#8220;Delegated Voting&#8221; ist &#252;ber 100 Jahre alt, verschiedene Varianten der Liquid Democracy entstanden in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Erst Computer und das Internet machten es m&#246;glich, Liquid Democracy in der Praxis anzuwenden. Den Wunsch, Liquid Democracy in der Piratenpartei zu nutzen, gab es seit der Gr&#252;ndung 2006 und wurde erstmals 2007 &#246;ffentlich in einem Interview erw&#228;hnt. Liquid Democracy ist also ein Kernthema der Piratenpartei. Auf dieser Basis entstand die Software Liquid Feedback, die eine Implementierung der Liquid Democracy ist und seit 2010 in der Piratenpartei eingesetzt wird und nicht umgekehrt.</p>
<p>Es gibt durchaus noch Alternativen in Form von Adhocracy und Liquidizer. Beide Programme wurden aber aus verschiedenen Gr&#252;nden als weniger geeignet abgelehnt. Ein Kritikpunkt an Liquid Feedback ist, dass die Entwickler sich von der Piratenpartei distanziert haben. Ich sehe das als Vorteil, da die Software so von einer unabh&#228;ngigen Gruppe weiterentwickelt wird, die keine R&#252;cksicht auf innerparteiliche Machtgef&#252;ge nehmen muss. Da Liquid Feedback in anderen Bereichen wie zum Beispiel dem Landkreis Friesland eingesetzt wird, ist die Weiterentwicklung der Software sicher gestellt.</p>
<p><strong>Akkreditierung und Nachvollziehbarkeit</strong></p>
<p>Auf einer Mitgliederversammlung k&#246;nnen wir alle dabei zuschauen, wie andere akkreditiert werden und nur genau eine Stimme haben. Wir m&#252;ssen zwar darauf vertrauen, dass die Akkreditierung sauber erfolgt, k&#246;nnen uns aber immer davon &#252;berzeugen, dass jeder nur genau eine Stimme hat. Eine Schaufensterpuppe w&#252;rde sofort als solche auffallen. Bei Abstimmungen, die online stattfinden, geht das leider nicht so ohne weiteres. Wir sehen nicht anderen Menschen auf einer Versammlung zu, sondern haben nur Pixel auf unserem Bildschirm und k&#246;nnen nie ganz sicher sein, ob es bei den anderen Abstimmenden um stimmberechtigte Mitglieder oder Schaufensterpuppen handelt, wenn keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden. Jeder Teilnehmer des Systems muss deshalb jederzeit &#252;berpr&#252;fen k&#246;nnen, ob alle anderen Accounts wirklich stimmberechtigt sind. Aus diesem Grund muss die Identit&#228;t aller Teilnehmer durch alle anderen feststellbar sein. Alle Teilnehmer m&#252;ssen sich auf Akkreditierungsveranstaltungen pers&#246;nlich vorstellen.</p>
<p>Das bedeutet auch, dass es keine geheimen Abstimmungen geben kann. Das ist aber auch gar nicht schlimm, da auf Parteitagen offene Abstimmungen ebenfalls Standard sind. Gelegentlich werden &#196;ngste ge&#228;u&#223;ert, der Nachbar oder Arbeitgeber k&#246;nne nachlesen, wie jemand abstimmt. Dazu muss der Nachbar oder Arbeitgeber aber in die Partei eintreten und einen Account bekommen. Genauso gut k&#246;nnte er einen Parteitag besuchen und dort das Abstimmverhalten beobachten (lassen).</p>
<p>Gelegentlich wird Liquid Feedback als &#8220;Gesinnungsdatenbank&#8221; beschimpft, weil das Abstimmverhalten der Mitglieder gespeichert wird. Dem ist mit einem L&#246;schkonzept zu begegnen: Nach Ende einer Einspruchsfrist sollten alle Abstimmungen nachtr&#228;glich anonymisiert werden. Die Verwendung von Pseudonymen zur Verschleierung des Wahlverhaltens ist m&#246;glich, allerdings muss dabei sichergestellt sein, dass trotzdem jeder Teilnehmer die Identit&#228;t jedes anderen Teilnehmers feststellen kann. Daf&#252;r gibt es die so genannte &#8220;Tresorl&#246;sung&#8221;. Die Zuordnung des Pseudonyms zur Person wird au&#223;erhalb des Systems an einem anderen Ort hinterlegt. Wird der Tresor allerdings mit 7 Schl&#246;ssern versehen, im Keller versteckt und darf nur noch das Schiedsgericht hineinschauen, ist die Nachvollziehbarkeit des Systems nicht mehr gegeben und wir haben doch wieder einen Wahlcomputer. Deshalb spreche ich lieber von &#8220;Aktenordnerl&#246;sung&#8221;.</p>
<p><strong>Geheime Abstimmungen</strong></p>
<p>Das Demokratieprinzip sieht au&#223;erdem vor, dass geheime Abstimmungen m&#246;glich sein m&#252;ssen. Auf Parteitagen geschieht das nur nach entsprechendem Antrag. In der st&#228;ndigen Mitgliederversammlung kann &#228;hnlich vorgegangen werden: Geheime und zugleich nachvollziehbare Abstimmungen sind zwar Computer nicht m&#246;glich, aber wenn eine Mindestzahl von Teilnehmern geheim abstimmen m&#246;chte, soll sie veranlassen k&#246;nnen, dass die Online-Abstimmung gestoppt wird. Die geheime Abstimmung findet dann auf dem n&#228;chst erreichbaren Parteitag in klassischer geheimer Abstimmung mit Papier und Wahlurnen statt.</p>
<p><strong>Kammern</strong></p>
<p>So wie bisher beschrieben wird das System von vielen abgelehnt. Auf der Suche nach Kompromissen gab es die Idee, der st&#228;ndigen Mitgliederversammlung mehrere Kammern zu geben. Der Gedanke ist, dass Themenbereiche wie &#8220;Aussch&#252;sse&#8221; funktionieren und dort getroffene Beschl&#252;sse nochmal von &#8220;allen&#8221; best&#228;tigt werden sollten. Das ist sehr sinnvoll, allerdings ist die zweite Kammer in den meisten Modellen ein Versuch, doch noch anonyme Abstimmungen ins System zu bringen. Einige Vorschl&#228;ge sehen vor, daf&#252;r nicht Liquid Feedback sondern eine Umfrage-Software wie Lime-Survey zu benutzen und darin anonyme Abstimmungen durchzuf&#252;hren. Eine solche L&#246;sung mit anonymen Abstimmungen ist nat&#252;rlich weiterhin ein Wahlcomputer und bringt keinerlei Vorteil gegen&#252;ber dem Versuch, schon in der ersten Kammer anonym abzustimmen.</p>
<p>Auch Modelle, die f&#252;r die zweite Kammer Pseudonyme vorsehen, bergen die gleichen Probleme wie die Pseudonymsierung schon in der ersten Kammer. Eine weitere Idee ist, dass jeder Teilnehmer ein Token erh&#228;lt, einen Code, mit dessen Hilfe er sein eigenes Abstimmverhalten &#252;berpr&#252;fen kann. Sollte der Teilnehmer aber wirklich eine Unregelm&#228;&#223;igkeit feststellen, kann er diese nur unter Preisgabe seines eigenen Abstimmverhaltens &#246;ffentlich machen. Wie wir sehen sind die meisten Vorschl&#228;ge zur zweiten Kammer der versuch, doch irgendwie mehr oder weniger geheime Abstimmungen ins System zu mogeln. Aber wie man es auch dreht und wendet: Ein Wahlgeheimnis ist nicht online herstellbar. Daran &#228;ndern auch Quanten-Zufallsgeneratoren und starke Krypographie nichts.</p>
<p>Wichtig ist, dass beide Kammern die gleiche Mitgliederbasis haben. Einige Modelle sehen vor, dass die Teilnahme an beiden Kammern getrennt m&#246;glich ist. Es w&#228;re fatal, wenn sich nach und nach zwei verschiedene Mitgliedergruppen &#8211; ich nenne sie mal Spackos und Aluh&#252;te &#8211; jeweils in ihrer Kammer sammeln und sich gegenseitig blockieren. Weiterhin sehen manche Modelle eine dritte Kammer vor, die aus gew&#228;hlten Mitgliedern besteht und die Beschl&#252;sse &#228;hnlich wie ein Parteirat verabschiedet, nachdem sie die ersten beiden Kammern durchlaufen haben. Gelegentlich wird f&#252;r diese dritte Kammer auch der Euphemismus &#8220;Sekretariat&#8221; verwendet. Die letzte Kontrolle an ein Gremium abzugeben, das aus wenigen Funktion&#228;ren besteht und regelm&#228;&#223;ig zu Sitzungen zusammentritt, ist vor dem Hintergrund, das wir ein freies, offenes System wollen, an dem jeder Teilnehmen kann, geradezu absurd. Eher k&#246;nnen wir unsere Parteitage zu Delegiertenkonferenzen umfunktionieren.</p>
<p><strong>Verteilte Parteitage und Online-Parteitage</strong></p>
<p>Einige Mitglieder wollen gar nicht online tagen sondern das Problem der zu gro&#223;en Parteitage mit langer Anreise dadurch l&#246;sen, dass Parteitage k&#252;nftig an an mehren Orten gleichzeitig stattfinden. Das Geschehen wird dabei per Video-Stream an alle Orte &#252;bertragen. Im Experiment hat das schon funktioniert. Dieser Ansatz ist eine interessante Idee, damit Vorstandswahlen k&#252;nftig auf breiterer Basis als bisher stattfinden k&#246;nnten. Die eingangs erw&#228;hnten Probleme l&#246;sen verteilte Parteitage aber nicht. Sie verk&#252;rzen die Reisewege und erh&#246;hen die Beteiligung, aber sie l&#246;sen nicht das Problem der Antragsflut und der Tatsache, dass alle an einem bestimmten Termin Zeit haben m&#252;ssen, um abstimmen zu k&#246;nnen. Au&#223;erdem bleibt die Frage, ob Urwahlen das Problem nicht besser l&#246;st.</p>
<p>Eine Gruppe m&#246;chte, dass Parteitage online aber nicht st&#228;ndig stattfinden, also an bestimmten festgesetzten Tagen. Ich verstehe nicht so ganz, warum das gefordert wird. Das Internet erm&#246;glicht uns, von Zeit und Ort entkoppelt zu arbeiten. Wenn wir schon ein System aufbauen, mit dem das online geht, gibt keinen Grund, das wieder k&#252;nstlich einzuschr&#228;nken. Das bestehende System hat den Vorteil, dass es lange Fristen gibt, in denen Antr&#228;ge diskutiert und Gegenantr&#228;ge gestellt werden k&#246;nnen, ohne dass irgendwer dabei an besondere Termine gebunden ist. Einmal im Jahr eine Online-Umfrage ausf&#252;llen ist damit nicht vergleichbar. Begrenzte Online-Parteitage m&#246;gen das Reise-Problem l&#246;sen, l&#246;sen aber nicht das Zeitproblem und auch nicht das Problem der Antragsflut.</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p>Wir haben die einmalige Chance, Demokratie &#252;ber das Internet zu organisieren und uns dabei von Grenzen zu l&#246;sen, die mal n&#246;tig waren, weil sich das alles nicht anders organisieren lie&#223;, als es noch kein Internet gab. Es gibt keinen Grund mehr, nicht st&#228;ndig abzustimmen. Es gibt keinen Grund mehr, nicht jeden Antr&#228;ge stellen zu lassen. Es gibt keinen Grund mehr, nicht &#252;ber alle Antr&#228;ge abzustimmen statt nur &#252;ber einen Bruchteil. Es gibt keinen Grund, nicht jeden selber dar&#252;ber entscheiden zu lassen, ob er oder sie abstimmen oder delegieren m&#246;chte und wenn letzteres, an wen und f&#252;r wie lange.</p>
<p>Die Piratenpartei ist damit angetreten, dem einzelnen mehr Mitbestimmung und Teilhabe zu erm&#246;glichen. Das bisherige System aus basisdemokratischen Parteitagen erf&#252;llt das Versprechen nicht mehr. Sehr viele Menschen sind wegen Liquid Democracy in die Piratenpartei eingetreten. Der bisherige Betrieb von Liquid Feedback ohne verbindliche Entscheidungen und saubere Akkreditierung erf&#252;llt das Versprechen nicht. In den Bundestag einziehen zu wollen und dort von anderen mehr Mitbestimmung und Teilhabe zu fordern, ohne sie bei sich selbst realisiert zu haben, ist verlogen. Vielleicht dauert es noch Monate, bis das System funktioniert, aber die Piratenpartei muss sich jetzt entscheiden. Sie muss das mit der Demokratie &#252;bers Internet <em>wollen</em>. Tut sie das nicht, verliert sie ihre Glaubw&#252;rdigkeit bei einem Kernthem und der Einzug in den Bundestag r&#252;ckt in noch weitere Ferne.</p>
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		<title>Eine scheinbar harmlose Umfrage zeigt, auf wieviel Arten die Piratenpartei kaputt ist (Update)</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Mar 2013 11:22:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Piratenpartei hat eine Umfrage unter den Mitgliedern gemacht. Die Ergebnisse wurden heute ver&#246;ffentlicht. Was auf den ersten Blick harmlos und positiv aussieht, zeigt in Wahrheit, auf wievielen Ebenen die Piratenpartei kaputt ist. Zeit f&#252;r eine kleine Bestandsaufnahme: Umfragen &#252;ber das Internet per Limesurvey sind eine gute Sache, wenn ein Bezirksverband die n&#228;chsten Infotische planen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5811" alt="" src="http://www.ennomane.de/wp-content/shit.jpg" width="480" height="485" /></p>
<p>Die Piratenpartei hat eine Umfrage unter den Mitgliedern gemacht. Die Ergebnisse wurden heute <a href="http://vorstand.piratenpartei.de/2013/03/04/ergebnisse-der-umfrage/">ver&#246;ffentlicht</a>. Was auf den ersten Blick harmlos und positiv aussieht, zeigt in Wahrheit, auf wievielen Ebenen die Piratenpartei kaputt ist. Zeit f&#252;r eine kleine Bestandsaufnahme:</p>
<p>Umfragen &#252;ber das Internet per Limesurvey sind eine gute Sache, wenn ein Bezirksverband die n&#228;chsten Infotische planen will. Hier geht es jedoch um Wahlkampfstrategie, Weichenstellung f&#252;r den n&#228;chsten Parteitag und die Bundestagswahl, inhaltliche Priorit&#228;ten sowie die Frage, ob der Bundesvorstand ganz oder teilweise neu gew&#228;hlt werden soll. Diese Fragen sind zu wichtig, um sie einer <a href="http://wahlcomputer.ccc.de/">Abstimmung per Wahlcomputer</a> zu &#252;berlassen, die nicht mehr nachvollzogen oder ein zweites mal ausgez&#228;hlt werden kann. Niemand kann nachtr&#228;glich garantieren, ob die Umfrage manipuliert wurde oder nicht, und das ganz unabh&#228;ngig vom pers&#246;nlichen Vertrauen in die Vorstandsmitglieder und Beauftragten. Trotzdem werden die Ergebnisse dieser Umfrage die Geschicke der Partei dieses Jahr ma&#223;geblich bestimmen.</p>
<p>Derlei Umfragen werfen etliche Probleme auf. Im hier gew&#228;hlten Verfahren k&#246;nnen die Mitglieder nur zwischen vorgegeben Varianten w&#228;hlen. Ich kann mich nur zwischen A, B und C entscheiden, auch wenn ich vielleicht D m&#246;chte. In Systemen wie Liquid Feedback kann ich D einfach dazuschreiben und mit abstimmen lassen. In klassischen Umfragen geht das nicht. Heute haben mir auf Twitter mehrere Leute versichert, dass sie gerne auch f&#252;r st&#228;ndige Mitgliederversammlung abgestimmt h&#228;tten, dieses aber nur im Packet mit einem dreit&#228;gigen Parteitag ging, sie aber gerne einen zweit&#228;tigen gehabt h&#228;tten. Ein sauberes Design f&#252;r die Umfrage w&#228;re gewesen, die Zahl der Tage und die Art der Parteitagsinhalte getrennt abzufragen. Wurde aber nicht gemacht. Ob das Absicht oder Unf&#228;higkeit war, ist dabei schwer zu sagen.</p>
<p>&#220;berhaupt ist die st&#228;ndige Mitgliederversammlung ein Streitthema innerhalb der Partei, wobei es weniger um das Ob als um das Wie geht. Um die Wogen zu gl&#228;tten und einen f&#252;r m&#246;glichst viele Mitglieder gangbaren Kompromiss zu finden, veranstaltet der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern in einer Woche die <a href="http://smvcon.piratenpartei-mv.de/">SMVcon</a>, eine Konferenz, die Antr&#228;ge zur st&#228;ndigen Mitgliederversammlung f&#252;r den Bundesparteitag vorbereiten soll. Die Teilnehmer werden nun wahrscheinlich vergeblich nach Rostock reisen, da die Umfrage elegant eine Woche vorher dazwischen gr&#228;tscht und die st&#228;ndige Mitgliederversammlung von der Tagesordnung des n&#228;chsten Parteitages kegelt. Diese Umfrage fragte nicht nur harmlos ein Meinungsbild abzufragen, sondern diente auch der Beeinflussung des Bundesparteitages im Vorfeld. Ein Schelm wer b&#246;ses dabei denkt.</p>
<p>Bei der Umfrage ging es nicht nur um Inhalte, sondern auch um Personen. In Demokratien werden Leute in &#196;mter gew&#228;hlt und k&#246;nnen abgew&#228;hlt werden, wenn sie anders handeln als von ihren W&#228;hlern erhofft. In krassen F&#228;llen treten sie zwischendurch zur&#252;ck. Die Bewertung obliegt dem W&#228;hler und den Medien. Kopfnoten per Online-Umfrage zu verteilen, ist ein einmalig absurder Vorgang. Aus guten Gr&#252;nden gibt es die strikte Regel, dass beispielsweise in Liquid Feedback Abstimmungen &#252;ber Personen streng untersagt sind. Dass der Bundesvorstand die Frage nach seiner Neuwahl und den Kopfnoten freiwillig stellt, macht die Sache nicht besser. Bernd Schl&#246;mer hat schon auf dem letzten Parteitag in Bochum die Frage gestellt, ob im Mai neu gew&#228;hlt werden soll, und eine Antwort erhalten (soll nicht). Damit sollte klar sein, dass der Bundesvorstand nicht neu gew&#228;hlt wird, es sei denn, man bewertet ein obskures Umfrageergebnis h&#246;her als den Parteitag, immerhin das h&#246;chststehende Organ in einer Partei.</p>
<p>Mit den Kopfnoten gibt es aber noch ein anderes Problem: Aus Gr&#252;nden, die jenseits vom Sandalen-Auftritt in einer Talkshow niemand so recht nachvollziehen kann, steht Johannes Ponader seit Monaten in der Schusslinie. Zwar versichern viele Leute glaubhaft, dass sie mit ihm nicht zusammen arbeiten k&#246;nnen, aber was genau er eigentlich verbrochen hat, konnte noch keiner so recht schl&#252;ssig zusammenfassen. In dieser aufgeheizten Anti-Ponader-Stimmung war es klar, dass eine solche Umfrage einer &#246;ffentlichen Hinrichtung gleichkommen musste. Die Mitglieder wurden eingespannt, um den politischen Gesch&#228;ftsf&#252;hrer zu mobben, <a href="http://pastebin.com/tZRNhEkb">und Tausende machten willig mit</a>. Da wei&#223; man gar nicht, ob man sich den R&#252;cktritt des Bundesvorstandes oder den R&#252;cktritt der Basis w&#252;nscht.</p>
<p>Zur&#252;ck zu den Inhalten: Herbst 2011 und Fr&#252;hjahr 2012 sind zahllose Neumitglieder der Piratenpartei beigetreten. Ich habe nat&#252;rlich keine validen Daten und kann nur f&#252;r mein Umfeld sprechen, aber es sah doch so aus als ob die meisten wegen des Themas &#8220;Bedingungsloses Grundeinkommen&#8221; zur Piratenpartei fanden und die zweitmeisten wegen Liquid Democracy. In der Umfrage wurde &#8220;Bedingungsloses Grundeinkommen&#8221; als Wahlkampfthema recht weit nach hinten gew&#228;hlt und ein deutliches Statement dar&#252;ber abgegeben, dass eine Abstimmung &#252;ber die st&#228;ndige Mitgliederversammlung auf dem n&#228;chsten Parteitag nicht erw&#252;nscht ist. Sehr viele Menschen, die vor einem Jahr wegen genau dieser Themen eingetreten sind, muss sehr dass sie wohl f&#252;r die Bundestagswahl eine allenfalls untergeordnete Rolle spielen sollen.</p>
<p>Absurderweise wurde aber zugleich &#8220;Arbeit und Soziales&#8221; als Parteitagsthema ganz nach oben gew&#228;hlt, obwohl die Piratenpartei dort programmatisch jenseits des BGE und &#8220;Hartz IV humanisieren&#8221; fast nichts zu bieten hat. Und ebenso absurderweise wurde das Thema &#8220;Demokratiereform/Mitbestimmung&#8221; weit nach vorne gew&#228;hlt, obwohl die Piratenpartei dieses Versprechen f&#252;r sich selbst nicht einl&#246;st. Mehr Plebiszite &#8211; das steht heute in nahezu jedem Parteiprogramm, aber eine Vision jenseits dessen, wie die Piratenpartei mehr Mitbestimmung organisieren will, bietet sie jenseits von Liquid Democracy bis auf weiteres nicht an. Wenn die Piratenpartei nicht gewillt ist, das zu &#228;ndern, droht das Versprechen von mehr Mitbestimmung schon vor der Wahl zur Wahlkampfl&#252;ge zu verkommen. Wahlkampfl&#252;gen, das sind die Dinger, wegen derer wir fr&#252;her Nichtw&#228;hler waren und Piraten wurden.</p>
<p>Auch der Rest der Umfrage mutet seltsam an. Energiepolitik wird z.B. weit nach vorne gew&#228;hlt. Da will die Piratenpartei ernsthaft den wesentlich kompetenteren Gr&#252;nen Konkurrenz machen, statt eigene Themen nach vorne zu schieben? Oder Wirtschaft und Finanzen, das hatten wir doch schon ausgiebig auf dem letzten Parteitag. Wirklich absurd wird die Geschichte dann aber wenn ausgerechnet Sebastian Nerz, der nicht m&#252;de wird, Liquid Feedback, Liquid Democracy und die st&#228;ndige Mitgliederversammlung als &#8220;undemokratisch&#8221; zu bezeichnen, Teilergebnisse der Umfrage, die sich mit der Wahlkampfstrategie befassen, auf der Marina Kassel vorzustellen und somit in die Strategieplanung einflie&#223;en zu lassen. Jedenfalls war das so geplant.</p>
<p>Ich habe &#252;brigens selber nicht an der Umfrage teilgenommen. Ich habe sie erst &#252;berflogen, fand dann aber nicht die Zeit und konnte meine Stimme nicht delegieren&#8230;</p>
<p><strong>tldr:</strong> <em>Die Piratenpartei stimmt per Wahlcomputer dar&#252;ber ab, dass es erstmal keine st&#228;ndige Mitgliederversammlung geben soll, will Themen in den Vordergrund stellen, zu denen sie keine nennenswerten Inhalte zu bieten hat, stellt Inhalte hinten an, die bisher als Alleinstellungsmerkmal galten und instituionalisiert Mobbing der Basis gegen ein Vorstandsmitglied.</em></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5804&amp;md5=f3c8bd5052a819a6a14be94e79dd0a85" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Links der Woche</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2013/03/03/links-der-woche-154/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Mar 2013 11:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Grillo, der unlustige Clown: “Der zum Aufmischer der italienischen Politik mutierte Komiker Beppo Grillo wird oft und gerne als “Clown” bezeichnet. So kann man ihn nur nennen, wenn man ihn und seine Aussagen nicht kennt. Denn zum Lachen reizen seine Ansichten nicht, eher schon zum Erbrechen.” Verlage: Google-Snippets nach neuem Leistungsschutzrecht ohne Lizenz unzul&#228;ssig: “Meine [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul class="scrd_digest">
<li>
<div><a href="http://lindwurm.wordpress.com/2013/03/02/grillo-der-unlustige-clown/">Grillo, der unlustige Clown</a>:
<p>“Der zum Aufmischer der italienischen Politik mutierte Komiker Beppo Grillo wird oft und gerne als “Clown” bezeichnet. So kann man ihn nur nennen, wenn man ihn und seine Aussagen nicht kennt. Denn zum Lachen reizen seine Ansichten nicht, eher schon zum Erbrechen.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/verlage-google-snippets-nach-neuem-leistungsschutzrecht-ohne-lizenz-unzulaessig/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed: StefanNiggemeier (Stefan Niggemeier)">Verlage: Google-Snippets nach neuem Leistungsschutzrecht ohne Lizenz unzul&#228;ssig</a>:
<p>“Meine Frage, ob der BDZV die Art und L&#228;nge, in der Google und Google News gegen­w&#228;r­tig Snip­pets mit Inhal­ten von Ver­lags­sei­ten anzei­gen, nach dem neuen Gesetz f&#252;r zul&#228;s­sig h&#228;lt, beant­wor­tete der Ver­le­ger­ver­band expli­zit mit: »Nein.«”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.sprachlog.de/2013/02/27/rassismus-rassismus-nennen/">Rassismus „Rassismus“ nennen</a>:
<p>“Wenn vier wei&#223;e deutsche Marinesoldaten einen ebenfalls deutschen Vorgesetzten mit thail&#228;ndischen Vorfahren aus seiner Koje zerren, ihn mit Klebeband und Spanngurten an einem Tisch festkleben und –binden, und ihm die Worte „Hier wohnen die Mongos“ auf den K&#246;rper malen, dann ist das eine rassistische Tat. Und das Motiv f&#252;r eine rassistische Tat ist selbstverst&#228;ndlich Rassismus.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2013/02/27/ein-grauen-fr-alle-die-ins-netz-schreiben/">Ein Grauen f&#252;r alle, die ins Netz schreiben</a>:
<p>“Ziel der Verleger ist es, die &#246;ffentliche Besch&#228;ftigung mit Nachrichten riskant zu machen. Wer sich in seinem Blog, auf Facebook oder Twitter mit aktuellen Ereignissen auseinandersetzt, soll sich abmahngef&#228;hrdet f&#252;hlen. Mit der Folge, dass viele lieber gar nichts mehr schreiben, weil sie keinen Bock und schon gar nicht das Geld haben, um Verlagsabmahnungen wegen angeblich illegal &#252;bernommener Textpassagen abzuwehren.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://wirres.net/article/articleview/6658/1/6/">kaffeeh&#228;user</a>:
<p>“und das internet ist genau das geworden, was ich mir damals als ideales kaffeehaus vorgestellt habe. zeitschriften und zeitungen aus aller welt h&#228;ngen kostenlos rum, &#252;berall sitzen intellektuelle, es herrscht l&#228;rm und rauschen — und doch findet man hier seine innere ruhe”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.formschub.de/blog/?p=2453">Essen ist fertig!</a>:
<p>“Fast jedes industriell nach einer „Rezeptur“ hergestellte Lebensmittel – je biliger, desto wahrscheinlicher – wird zur Profitmaximierung des Herstellers nach drei aufeinanderfolgenden Prinzipien „komponiert“. Zun&#228;chst werden die Zutaten ausgesucht. Dabei werden Rohstoffe, die hochwertig oder teuer sind (z.B. Oliven&#246;l, N&#252;sse) entweder durch billigere oder minderwertigere Ersatzstoffe vollst&#228;ndig ersetzt (dann: Pflanzen&#246;l, Mandeln) oder – um als „ausgew&#228;hlte Zutaten“ die Inhaltsliste kulinarisch zu frisieren – nur in hom&#246;opathischen Mengen zugef&#252;gt (etwa sagenhafte 5% H&#252;hnerfleisch in der T&#252;tenh&#252;hnersuppe). Im zweiten Schritt wird die Rezeptur dann durch billige F&#252;llstoffe gestreckt bzw. verd&#252;nnt, die nach nichts oder fast nichts schmecken: Wasser oder Molke sind hier z.B. sehr beliebt. Und zum Schluss – denn die blasse, d&#252;nne Plempe w&#252;rde jetzt keinem Kunden mehr schmecken – wird das ganze dann mit Gew&#252;rzen, Aromen, Geschmacksverst&#228;rkern, Farbstoffen und den fast allgegenw&#228;rtigen Verdickungsmitteln (Carrageen, Xanthan, Gummiarabikum, Johannisbrotkernmehl oder „modifizierte St&#228;rke“) wieder einigerma&#223;en auf Geschmack und eine simuliert gehaltvolle Konsistenz gepimpt.”</p>
</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.herzdamengeschichten.de/2013/02/25/st-pauli-gegen-deutschland-oder-so/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=st-pauli-gegen-deutschland-oder-so">St. Pauli gegen Deutschland. Oder so.</a>:
<p>“Mein f&#252;nfj&#228;hriger Sohn h&#252;pft aufgeregt neben mir auf und ab, rennt im Kreis um mich herum und wirkt &#252;berhaupt wie ein aufgeregter Hundewelpe, denn wir gehen zum Fu&#223;ball, zum richtigen, zum echten Fu&#223;ball, zum Fu&#223;ball f&#252;r M&#228;nner. Zum ersten Mal im Leben, das gilt &#252;brigens f&#252;r uns beide, aber das kann er sich nat&#252;rlich nicht vorstellen. “Wer spielt?” fragt er mich zum drei&#223;igsten Mal, er m&#246;chte so gerne endlich ein Spiel St. Pauli gegen Deutschland sehen, das ist sein gr&#246;&#223;ter Traum, davon redet er seit Monaten. Er liebt Fu&#223;ball eindeutig mehr als ich, kompetenter ist er deswegen allerdings noch lange nicht.”</p>
</div>
</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5799&amp;md5=b5d27e3c2171fcb35c1b0cfb4c63cb1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Piraten und die Macht</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Mar 2013 17:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gründe]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Feedback]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[SMV]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gr&#252;nen und die Macht: Am Anfang dieser ARD-Dokumentation denkt man, haha, wie bei den Piraten. Alles schonmal dagewesen. Einen kleinen Untersschied gibt es aber dann doch: Die Doku &#252;ber die Gr&#252;nen setzt &#252;berhaupt erst mit dem Einzug in den Bundestag ein, w&#228;hrend bei den Piraten fraglich ist, ob sie ihn &#252;berhaupt schaffen. Interessant sind [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/gruene.jpg"><img class="alignnone  wp-image-5792" alt="gruene" src="http://www.ennomane.de/wp-content/gruene-298x300.jpg" width="480" height="482" /></a></p>
<p>Die Gr&#252;nen und die Macht: Am Anfang dieser <a href="http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/die-story-im-ersten-geliebte-gegner?documentId=13525738">ARD-Dokumentation</a> denkt man, haha, wie bei den Piraten. Alles schonmal dagewesen. Einen kleinen Untersschied gibt es aber dann doch: Die Doku &#252;ber die Gr&#252;nen setzt &#252;berhaupt erst mit dem Einzug in den Bundestag ein, w&#228;hrend bei den Piraten fraglich ist, ob sie ihn &#252;berhaupt schaffen. Interessant sind die Jahre danach. Nach einem Jahr intensivem Engagement in der Partei kommt mir vieles in der Doku sehr bekannt vor. Was da an Werten und Menschen gnadenlos untergebuttert wurde! Wer sich heute voller Hoffnung und Ideale bei den Piraten engagiert, wird &#228;hnliches erleben. Andere Fragen, andere Zeitl&#228;ufe, aber die Effekte werden dieselben sein. Es muss jeder f&#252;r sich selbst entscheiden, ob er oder sie das will und wollen kann.</p>
<p>Das hei&#223;t nicht, einer Partei, an die man glaubt, den R&#252;cken zu kehren. Hans-Christian Str&#246;bele hat v&#246;llig recht, wenn er in der Doku sagt, dass es ein Fehler wahr, dass die Fundis Anfang der 90er die Partei verlie&#223;en und damit ihren Einfluss aufgaben. Tats&#228;chlich gibt es nur eine einzige Chance, wie es heute besser gehen k&#246;nnte: Mitgliederdemokratie, Mitsprache f&#252;r alle und alle sollen w&#228;hlen k&#246;nnen, ob sie selbst mitentscheiden oder ihre Stimme delegieren m&#246;chten. Die Gr&#252;nen mussten daran scheitern, weil so etwas ab einer bestimmten Gr&#246;&#223;e nicht mehr organisierbar ist. Die Piraten haben das Internet. Ob sie es zum Beispiel in Form einer <a href="http://smvcon.piratenpartei-mv.de/">SMV</a> nutzen werden, kann ich als Schicksalsfrage der Piratenpartei bezeichnen, ohne damit allzu pathetisch zu werden.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5791&amp;md5=3c0b570f1ec67740805e27ce3fa7a43a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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