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	<title>die ennomane &#187; Politik</title>
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		<title>Drei Thesen zu Prothetik, Inklusion und Barrierefreiheit</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 16:12:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krachstille]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der vergangenen re:publica haben Alexander G&#246;rsdorf, Julia Probst und ich &#252;ber Barrierefreiheit und Inklusion im Internet diskutiert. Ich wollte schon lange ausf&#252;hrlicher dazu bloggen, kriege das aber aus Zeitgr&#252;nden nicht gebacken. Dieser kleine Talk und die (teilweise unwahren) Behauptungen von Julia &#252;ber mich sind jetzt aber mal dringender Anlass, zusammenzufassen, wie ich &#252;ber das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der vergangenen <a href="http://re-publica.de/12/panel/unerhort-digitale-barrierefreiheit-und-partizipation-im-netz/#day02">re:publica</a> haben <a href="http://notquitelikebeethoven.wordpress.com/">Alexander G&#246;rsdorf</a>, <a href="http://meinaugenschmaus.blogspot.de">Julia Probst</a> und ich &#252;ber Barrierefreiheit und Inklusion im Internet diskutiert.</p>
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<p>Ich wollte schon lange ausf&#252;hrlicher dazu bloggen, kriege das aber aus Zeitgr&#252;nden nicht gebacken. Dieser kleine Talk und <a href="http://meinaugenschmaus.blogspot.de/2012/05/das-muss-mal-zum-cochlear-implantat.html">die (teilweise unwahren) Behauptungen</a> von Julia &#252;ber mich sind jetzt aber mal dringender Anlass, zusammenzufassen, wie ich &#252;ber das Thema denke.</p>
<p><strong>1. Prothetik wird Alltag</strong></p>
<p>Wir bauen immer bessere Prothesen, die nicht nur helfen, Behinderungen auszugleichen, sondern auch die urspr&#252;nglichen F&#228;higkeiten des Menschen in den Schatten stellen. Schon sehr bald werden auch nicht-behinderte Menschen sich freiwillig Elektronik in ihren K&#246;rper implantieren lassen. Prothesen zur Optimierung des eigenen K&#246;rpers werfen politische Fragen auf: Wollen wir sie verbieten? K&#246;nnen wir das &#252;berhaupt? Betrachten wir die Erfolge von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oscar_Pistorius">Oscar Pistorius</a>, wird klar, dass der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transhumanismus">Transhumanismus</a> an der T&#252;r klopft und Antworten auf Fragen erwartet, die die meisten von uns noch gar nicht gestellt haben.</p>
<p><strong>2. Barrierefreiheit n&#252;tzt allen</strong></p>
<p>Das Thema Barrierefreiheit muss endlich aus der Ecke der &#8220;Behindertenpolitik&#8221; raus. Eine barrierefrei in HTML kodierte Webseite hilft nicht nur Blinden mit ihren Screenreadern und Braille-Zeilen, sie kann auch besser maschinell ausgewertet werden zum Beispiel f&#252;r Suchmaschinen. Untertitel helfen nicht nur Geh&#246;rlosen, sondern auch Analphabeten und Legasthenikern. Stehen sie noch in mehreren Sprachen zur Verf&#252;gung, dienen sie Migranten und helfen, die europ&#228;ische Einigung voranzutreiben. Wer schonmal im Zug seinen Koffer mit auf die Toilette genommen hat, wird die gro&#223;e Extra-Toilette f&#252;r Rollstuhlfahrer sehr sch&#228;tzen. Der Abbau von Barrieren n&#252;tzt allen.</p>
<p><strong>3. Inklusion: Der Mensch z&#228;hlt</strong></p>
<p>Menschen, die die Schriftsprache nicht einigerma&#223;en sauber und eloquent beherrschen, bleiben auch im Internet benachteiligt. Barrierefreiheit hat Grenzen: Der barrierefreie Umbau beispielsweise des Prenzlauer Berges mit seinen Gr&#252;nderzeith&#228;usern ist eine Jahrhundertaufgabe. Die Forderung, die T&#252;rme des K&#246;lner Doms mit einem rollstuhlgerechten Au&#223;enfahrstuhl auszustatten, d&#252;rfte keine Mehrheit finden.</p>
<p>Auch eine Prothese kann niemals perfekt sein. Gerade das Cochlea-Implantat ist ein sehr gutes Beispiel, da es Menschen, die in der Kindheit ihr H&#246;rzentrum nicht ausbilden konnten, oft mehr Qual als Hilfe ist. Es wird immer Krankheiten und Behinderungen geben, die nicht per Prothese ausgeglichen werden k&#246;nnen.</p>
<p>Zugleich ist zu bef&#252;rchten, dass Menschen, die ihren K&#246;rper freiwillig prothetisch &#8220;verbessern&#8221; selbst diskriminiert werden. Am Ende h&#228;ngt deshalb alles davon ab, wie wir miteinander umgehen. Ob wir Inklusion nicht nur politisch verordnen, sondern auch leben. Das wird schwer, wenn behinderte Menschen im Alltag nicht f&#252;r uns sichtbar sind. Als erstes m&#252;ssen wir aufh&#246;ren, unsere Kinder zu sortieren und Behinderte in Sonderschulen, Werkst&#228;tten und Wohngruppen abzuschotten.</p>
<p>Wichtig ist, was hinten rauskommt. Und rauskommen, wird am meisten, wenn wir Prothetik, Barrierefreiheit und Inklusion als drei S&#228;ulen eines Geb&#228;udes betrachten, das am Ende so vielen Menschen wie m&#246;glich mehr Teilhabe und Lebensqualit&#228;t bietet.</p>
<p><em>Dementi: Die obigen Aussagen sind meine pers&#246;nlichen Ansichten und stellen keine Beschlusslage der Piratenpartei dar.</em></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5194&amp;md5=05fbe632bbef5793a28a90daa9942ecc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5194&amp;md5=05fbe632bbef5793a28a90daa9942ecc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Liquid Feedback in 140 Sekunden</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/05/18/liquid-feedback-in-140-sekunden/</link>
		<comments>http://www.ennomane.de/2012/05/18/liquid-feedback-in-140-sekunden/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 May 2012 07:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[4Nerds]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[140 Sekunden]]></category>
		<category><![CDATA[Elektrischer Reporter]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Feedback]]></category>

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		<description><![CDATA[Liquid Feedback erkl&#228;ren in 140 Sekunden inkl. Klarnamensdebatte? Challenge accepted. Diese Folge &#8220;140 Sekunden &#8211; Tweets und ihre Geschichte&#8221; lief vorgestern im Elektrischen Reporter bei ZDF Info.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liquid Feedback erkl&#228;ren in 140 Sekunden inkl. Klarnamensdebatte? Challenge accepted.</p>
<p><a href="http://www.ennomane.de/2012/05/18/liquid-feedback-in-140-sekunden/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Diese Folge &#8220;<a href="http://140sekunden.de/">140 Sekunden &#8211; Tweets und ihre Geschichte</a>&#8221; lief vorgestern im <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/">Elektrischen Reporter</a> bei ZDF Info.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5184&amp;md5=05391f8890166f6f258daf4001d95ed4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5184&amp;md5=05391f8890166f6f258daf4001d95ed4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Dr. Liquid oder wie ich lernte das Feedback zu lieben</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/04/08/dr-liquid-oder-wie-ich-lernte-das-feedback-zu-lieben/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 18:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte mich fr&#252;her ja eher kritisch zu Liquid Feedback ge&#228;u&#223;ert. Seit ich jedoch daran arbeite(n musste), in Pankow ein so genanntes &#8220;Klarnamen-Liquid&#8221; einzuf&#252;hren, hatte ich viele Gespr&#228;che und Aha-Momente, nicht zuletzt auch aus meiner eigenen Liquid-Feedback-Nutzung. Einer der wichtigsten Momente war, als im Berliner Abgeordnetenhaus ein Statement aus LQFB im Plenum direkten Widerhall fand. An [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" src="http://piratenpartei-pankow.de/wp-content/uploads/2012/03/lqfb1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></p>
<p>Ich hatte mich fr&#252;her ja eher <a href="http://www.ennomane.de/2010/08/22/liquid-feedback-oder-transparenz-als-irrweg/">kritisch</a> zu Liquid Feedback <a href="http://www.ennomane.de/2010/08/07/liquid-murks/">ge&#228;u&#223;ert</a>. Seit ich jedoch daran arbeite(n musste), in <a href="http://piratenpartei-pankow.de/infos-zum-liquidfeedback-in-pankow/">Pankow</a> ein so genanntes <a href="http://wiki.piratenpartei.de/BE:Gebietsversammlungen/Pankow/2011-12-07">&#8220;Klarnamen-Liquid&#8221;</a> einzuf&#252;hren, hatte ich viele Gespr&#228;che und Aha-Momente, nicht zuletzt auch aus meiner eigenen Liquid-Feedback-Nutzung. Einer der wichtigsten Momente war, als im Berliner Abgeordnetenhaus ein Statement aus LQFB im Plenum direkten Widerhall fand. An dieser Stelle wurde klar, dass Liquid Feedback kein Spielzeug ist und auch nicht irgend ein Forum oder Tool wie das Wiki, sondern dass es immens wichtig ist f&#252;r die Partei und eine normative Kraft entwickelt, egal ob man es als Organ in der Satzung verankert oder nicht. Um es kurz zu machen: Klare Regelungen und Verankerung in der Satzung w&#228;ren mir lieber als die momentane Herumeierei.</p>
<p>Dabei gibt es jedoch ein Problem, auch bekannt als die &#8220;Klarnamensdebatte&#8221;. Mitglieder fordern, an Liquid Feedback anonym oder pseudonym teilnehmen zu k&#246;nnen. Ich pers&#246;nlich begreife Liquid Feedback mittlerweile als eine Art Polis, in der soziale Interaktion stattfindet und in der jeder Teilnehmer f&#252;r seine Aussagen einstehen und die Verantwortung tragen sollte. Wenn ich in Liquid Feedback delegiere, debattiere und abstimme, will ich wissen, mit wem ich es zu tun habe. &#8220;Meine&#8221; Pankower BVV-Fraktion will das erst recht, schlie&#223;lich stehen die Verordneten mit ihrem Namen im Rampenlicht und tragen Verantwortung. Sie m&#246;chten uns via Liquid Feedback echte Mitbestimmung erm&#246;glichen, erwarten aber &#8211; zu recht &#8211; dass wir Teilnehmer ebenfalls bereit sind, die Verantwortung zu &#252;bernehmen f&#252;r die Entscheidungen, die wir treffen. Wir m&#252;ssen das schlie&#223;lich auch &#252;berall sonst im Leben. Wir sind Mitglieder einer Partei, wollen aber nicht &#246;ffentlich Partei ergreifen? Mit einer Diskussion im Heise-Forum oder auf Google+, deren Nutzung zu recht anonym m&#246;glich sein muss, hat Liquid Feedback nichts mehr zu tun.</p>
<p>Trotzdem ist der Ruf nach einem &#8220;Wahlgeheimnis&#8221; selbstverst&#228;ndlich berechtigt, wirft aber ein Problem auf: Der Schutz der Anonymit&#228;t kann in Computersystemen nicht gew&#228;hrleistet werden &#8211; das technisch maximal m&#246;gliche ist eine Verschleierung. Die hilft jedoch niemandem, wenn die viel heraufbeschworenen Nazis der Zukunft unser Abstimmverhalten rekonstruieren, bevor sie uns an die Wand stellen.</p>
<p>Was mich immer wieder wundert, ist dass selbst gestandene Informatiker, die es besser wissen m&#252;ssten, behaupten, es sei mittels komplexer Verfahren m&#246;glich, ein Wahlgeheimnis herzustellen und zugleich permanent die Integrit&#228;t des Gesamtsystems zu garantieren. Ein Liquid Feedback mit Wahlgeheimnis ist nichts weiter als ein Wahlcomputer. Also das, was wir bek&#228;mpft haben, wenn der Staat versuchte, es einzuf&#252;hren. Ganz einfach, weil die Manipulationsm&#246;glichkeiten zu krass sind im Vergleich zu klassischen Wahlen. Im Grunde reicht es bei der Black Box &#8220;Wahlcomputer&#8221;, dass jemand die Manipulation auch nur behauptet, um das Vertrauen in die Plattform zu zerst&#246;ren. Keep it simple. F&#252;r Liquid Feedback kann nur gelten, es vollkommen <a href="http://loreenasworte.wordpress.com/2012/02/06/namentliche-abstimmungen-sind-ein-weg-zu-mehr-beteiligung/">offen und &#246;ffentlich</a> zu betreiben &#8211; oder gar nicht.</p>
<p>Verzichten m&#246;chte ich aber auf Liquid Feedback nicht mehr. Auch wenn viele Menschen (noch) davon ausgeschlossen sind, weil die Benutzung sie &#252;berfordert, haben jetzt schon wesentlich mehr Menschen einen Liquid-Feedback-Account als sinnvoll an einem Parteitag teilnehmen k&#246;nnten. Wir wollen die Mitmach-Partei sein, wir wollen Teilhabe. Versammlungen k&#246;nnen das bei &#252;ber 20.000 Mitgliedern ebenso wenig leisten, wie Pads, Foren oder das Wiki. Was wir brauchen, ist eine L&#246;sung, die skaliert. Alternative L&#246;sungsm&#246;glichkeiten w&#228;ren dezentrale Parteitage und Urwahlen. Man &#252;bersieht allerdings leicht, dass sie einen immensen logistischen Aufwand erfordern. Liquid Feedback scheint mir derzeit die einzige Platform zu sein, die jetzt schon mit mehreren 1000 Mitgliedern funktioniert und zumindest theoretisch auch mit Millionen funktionieren kann.</p>
<p>Grunddilemma von Liquid Feedback ist die Aufhebung der Grenze zwischen Politiker, von dem Transparenz erwartet wird, und W&#228;hler, der ein Wahlgeheimnis verlangt. Dabei w&#228;re es doch sehr einfach, diese Trennung wieder herzustellen und zugleich jedem die Wahlfreiheit zu lassen, was er sein m&#246;chte. Liquid Feedback sei ein Parlament, an dem jeder teilnehmen k&#246;nnen soll, das aber genauso offen arbeitet wie der zum Beispiel Bundestag. Wer da nicht mitmachen kann oder will &#8211; egal ob aus Gr&#252;nden des Wahlgeheimnisses, weil er keine Zeit hat oder das System nicht versteht &#8211; w&#228;hlt bei allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlen eine andere Person, an die er seine Stimme f&#252;r die Dauer einer Wahlperiode &#252;bertr&#228;gt &#8211; beispielsweise eine Generaldelegation &#252;ber alle Themenbereiche f&#252;r genau ein Jahr. Die Wahlen hierzu k&#246;nnen jederzeit und dezentral stattfinden, zum Beispiel auf Mitgliederversammlungen der kleinsten Gliederungen &#8211; so richtig sch&#246;n mit Papier, Wahlurne und Zeugen. Einzige Herausforderung w&#228;re die Gestaltung der Stimmzettel bei potenziell Tausenden von w&#228;hlbaren Liquid-Feedback-Teilnehmern, aber auch da g&#228;be es L&#246;sungen.</p>
<p>So k&#246;nnen direkt oder indirekt alle teilhaben, auch diejenigen, welche nicht selbst an Liquid Feedback teilnehmen k&#246;nnen oder wollen. Die Wahlfreiheit ist gegeben. <a href="http://www.ctrl-verlust.net/das-politische-denken-der-piraten/">Die Plattform ist neutral und offen f&#252;r alle.</a> Wahlcomputer wollen wir nicht. Aber ein Parlament mit beliebig vielen Sitzen &#8211; wie geil ist das?</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5120&amp;md5=7acce5a3dc8b17b5ee5d3af68069cda3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5120&amp;md5=7acce5a3dc8b17b5ee5d3af68069cda3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Podcast mit Poppe: ACTA erkl&#228;rb&#228;rt</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/03/10/podcast-mit-poppe-acta-erklarbart/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 15:42:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Poppe]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag Abend habe ich mit Thomas Poppe &#252;ber das Thema ACTA telefoniert. Gibt ja kaum ein Thema, wo sich Ger&#252;chte und Realit&#228;t &#228;hnlich stark vermischen. Gelernt: Einen Sachverhalt klar strukturiert r&#252;berbringen ist m&#252;ndlich wesentlich schwieriger als schriftlich. Ich glaube, aber, mein erster Podcast ist ganz brauchbar geworden. Anh&#246;ren kann man das und noch etliche andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Donnerstag Abend habe ich mit Thomas Poppe &#252;ber das Thema ACTA telefoniert. Gibt ja kaum ein Thema, wo sich Ger&#252;chte und Realit&#228;t &#228;hnlich stark vermischen. Gelernt: Einen Sachverhalt klar strukturiert r&#252;berbringen ist m&#252;ndlich wesentlich schwieriger als <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/219182.entwicklung-der-produktivkraefte.html">schriftlich</a>. Ich glaube, aber, mein erster Podcast ist ganz brauchbar geworden. Anh&#246;ren kann man das und noch etliche andere interessante Podcasts <a href="http://poppe-and-people.de/?p=144">dr&#252;ben beim Poppe</a>.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5075&amp;md5=b225249ec77d27acc1324dde5ecca515" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5075&amp;md5=b225249ec77d27acc1324dde5ecca515" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Klarsfeld oder Einheitsgauck?</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/02/24/klarsfeld-oder-einheitsgauck/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 08:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Beate Klarsfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Gauck]]></category>

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		<description><![CDATA[Piraten und Linke stecken in einem Dilemma: Gegen den gro&#223;en Einheits-Gauck will niemand antreten. Die meisten Kandidaten kommen wegen ihres Parteibuches bei CxU, SPD, Gr&#252;ne und FDP nicht in Frage oder winken ab. Wer will schon ohne Aussicht auf Erfolg kandidieren? Wenn es aber albern wird, gegen den Favoriten anzutreten &#8211; wird damit nicht die ganze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Piraten und Linke stecken in einem Dilemma: Gegen den <a href="http://www.ennomane.de/2012/02/20/kein-prasident-fur-piraten/">gro&#223;en Einheits-Gauck</a> will niemand antreten. Die meisten Kandidaten kommen wegen ihres Parteibuches bei CxU, SPD, Gr&#252;ne und FDP nicht in Frage oder winken ab. Wer will schon ohne Aussicht auf Erfolg kandidieren? Wenn es aber albern wird, gegen den Favoriten anzutreten &#8211; wird damit nicht die ganze Wahl zur Farce?  So sehr ich mir eine Pers&#246;nlichkeit wie Hans-J&#252;rgen Papier oder Jutta Limbach w&#252;nschen w&#252;rde &#8211; in dieser Situation bleibt eigentlich nur die Enthaltung oder eine PR-Aktion, die der &#214;ffentlichkeit zeigt, was f&#252;r eine Shownummer diese Wahl ohne Auswahl f&#252;r das h&#246;chste Staatsamt ist.</p>
<p>Ich finde es im kleinen selbst ziemlich &#228;rgerlich, <a href="http://wiki.piratenpartei.de/BE:Parteitag/2012.1/Kandidaten">dass ich morgen wohl keinen Gegenkandidaten haben werde.</a> Konkurrenz und Wahlk&#228;mpfe sind wichtig, weil sich die Kandidaten mit den Standpunkten und Argumenten ihrer Kontrahenden auseinander setzen m&#252;ssen. Ein von den Spitzen so vieler Parteien ausgekl&#252;ngelter Kandidat f&#252;hlt sich oktroyiert an. Wulff konnte von sich sagen, dass er eine Wahl gewonnen hat. Bei Gauck m&#252;sste man fragen: Gegen wen?</p>
<p>Bleibt der kleinen Opposition also nur noch eine PR-Aktion nach dem Muster: &#8220;Ich habe keine Chance, aber ich nutze sie.&#8221; Georg Schramm <a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1667">hat sich selbst zum Maulhelden gemacht</a>. Die wundervolle Chance auf ein einmaliges St&#252;ck ((Sur)Real)Satire ist vertan und die Dombrowski-Nummer wird &#252;ber Nacht fade.</p>
<p>In dieser Situation kommt die Linkspartei mit Beate Klarsfeld. <a href="http://twitter.com/tarzun/status/172400190039404544">Wie @tarzun sagt:</a> <em>&#8220;Bei den Linken sitzen offenbar Leute, die wissen wie man *richtig* trollt.&#8221;</em> Diese Nominierung ist ein genialer Hack und eine herrliche Provokation. Leider wei&#223; ich zu wenig &#252;ber <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beate_Klarsfeld">ihre an Selbstjustiz grenzenden Aktionen und ihre Ansichten</a>, um mir ein wirkliches Urteil zu bilden. Im Gegensatz zu Gauck ist das Web bei ihr nicht voller Interviews, Aufs&#228;tze und Videos mit ihren &#196;u&#223;erungen. Letztlich steht sie f&#252;r die Ohrfeige, die sie einst verabreichte. Ob sie das pr&#228;sidiabel macht? Wahrscheinlich nicht, was die Wahl nicht leichter macht. Menschlich verdient sie jede Hochachtung.</p>
<p>Aber eigentlich ist das alles unwichtig. Deshalb lest ihr jetzt bitte alle <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/219182.entwicklung-der-produktivkraefte.html">diesen Artikel</a> und geht morgen wieder gegen ACTA <a href="http://wiki.stoppacta-protest.info/DE:Uebersicht_Demos2">auf die Stra&#223;e</a>. Danke.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5066&amp;md5=432e94967c64157979c19b93c4761976" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5066&amp;md5=432e94967c64157979c19b93c4761976" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Habt ihr auch mal gelesen, was in ACTA eigentlich drinsteht?&#8221;</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/02/22/habt-ihr-auch-mal-gelesen-was-in-acta-eigentlich-drinsteht/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 08:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>

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		<description><![CDATA[Glaubt man den Gegnern des Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommens, kurz ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement), droht das Ende des Internet, wie wir es kennen. Stehen erst alle Unterschriften unter dem Vertrag, werden, so die Kritik, Internet-Provider f&#252;r die Verbreitung unerlaubter Inhalte &#252;ber ihre Netze in Haftung genommen. Als illegal eingestuftes Material aus dem Ausland w&#252;rde mit Netzsperren versehen &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Glaubt man den Gegnern des Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommens, kurz ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement), droht das Ende des Internet, wie wir es kennen. Stehen erst alle Unterschriften unter dem Vertrag, werden, so die Kritik, Internet-Provider f&#252;r die Verbreitung unerlaubter Inhalte &#252;ber ihre Netze in Haftung genommen. Als illegal eingestuftes Material aus dem Ausland w&#252;rde mit Netzsperren versehen &#8211; also STOPP-Schildern, wie die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) 2009 noch f&#252;r Kinderpornografie forderte. Nutzer unterl&#228;gen der »Three-Strikes-Regelung«: Wer bei Urheberrechtsverletzungen wie dem Download eines Musikst&#252;ckes aus einer Tauschb&#246;rse ertappt wird, bekommt eine erste und zweite Warnung, bevor beim dritten Versto&#223; die Leitung g&#228;nzlich gekappt wird. Und nat&#252;rlich w&#252;rde per Vorratsdatenspeicherung unser Online-Verhalten &#252;berwacht werden, um illegale Nutzung nachtr&#228;glich feststellen und bestrafen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Dieses Szenario jedenfalls wird auf zahllosen Webseiten, Blogs und in Videos an die Wand gemalt. Die Sache hat nur einen Sch&#246;nheitsfehler: Keine der eingangs genannten Horrorma&#223;nahmen stehen im ACTA-Vertrag. Wer das Abkommen genauer unter die Lupe nimmt, wird feststellen, dass das ACTA eigentlich nur international festschreibt, was in Deutschland sowieso schon Recht und Gesetz ist&#8230;</p>
<p><a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/219182.entwicklung-der-produktivkraefte.html">Der vollst&#228;ndige Text erschien in der heutigen Ausgabe des &#8220;Neuen Deutschland&#8221;.</a></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5060&amp;md5=8777cc2f3dbc7b124afd1f55b8de191e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5060&amp;md5=8777cc2f3dbc7b124afd1f55b8de191e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kein Pr&#228;sident f&#252;r Piraten</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/02/20/kein-prasident-fur-piraten/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 09:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Gauck]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja klar, 2010 habe ich Joachim Gauck unterst&#252;tzt. Er erschien mir als integre und pr&#228;sidiable Pers&#246;nlichkeit, vor allem auch im Kontrast zu Christian Wulff. B&#252;rgerrechtler und Regime-Gegner zu DDR-Zeiten, redet meistens Klartext, Demokrat und liberal, Verantwortung und Initiative der B&#252;rger unterstreichend &#8211; das muss ein Pirat doch gut finden! Leider gibt es da ein paar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5048" title="einheitspartei" src="http://www.ennomane.de/wp-content/einheitspartei.jpg" alt="" width="480" height="478" /></p>
<p>Ja klar, 2010 habe ich Joachim Gauck unterst&#252;tzt. Er erschien mir als integre und pr&#228;sidiable Pers&#246;nlichkeit, vor allem auch im Kontrast zu Christian Wulff. B&#252;rgerrechtler und Regime-Gegner zu DDR-Zeiten, redet meistens Klartext, Demokrat und liberal, Verantwortung und Initiative der B&#252;rger unterstreichend &#8211; das muss ein Pirat doch gut finden! Leider gibt es da ein paar Punkte&#8230;</p>
<ul>
<li>In dem Interview beispielsweise, in dem Gauck dem Rassisten Sarrazin Mut attestiert, distanziert der Gauck sich zwar von Sarrazins Biologismus und legt der SPD verklausuliert nahe, ihn rauszuwerfen. Das hindert Gauck aber nicht daran, &#228;hnliche Thesen <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,720914,00.html">an anderer Stelle zu vertreten.</a> Die Piratenpartei fordert Integration und lehnt die Ausgrenzung von Mitmenschen aufgrund ihrer Herkunft ab.</li>
<li>Gauck  bezeichnet die Kapitalismus-Kritik und Occupy-Proteste der letzten Monate als <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/occupy-beweung-und-die-macht-der-finanzmaerkte-gauck-empfindet-antikapitalismus-debatte-als-unsaeglich-albern-1.1166051">&#8220;albern&#8221;</a>. In der Piratenpartei gibt es keine Beschl&#252;sse zu dem Thema, aber viel Sympathie f&#252;r Occupy. Noch wichtiger: Die Piratenpartei steht daf&#252;r, genau hinzuh&#246;ren, wenn B&#252;rger auf die Stra&#223;e gehen. Eigentlich sollte Joachim Gauck mit seiner DDR-Biographie das auch tun, anstatt die Kritiker ver&#228;chtlich zu machen.</li>
<li>Ganz &#228;hnlich sieht es mit Hartz IV aus. Joachim Gauck erscheint geradezu beleidigt, dass sich die Bewegung gegen Hartz-IV den Namen &#8220;Montagsdemonstrationen&#8221; gab und nennt sie <a href="http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/joachim-gauck-ein-theologe-der-herzlosigkeit-900335.php">kindisch</a>. In der Piratenpartei hingegen gibt es mittlerweile den Beschluss, <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Positionspapiere/Sofortma%C3%9Fnahmen_zur_Humanisierung_des_SGB_II_und_XII">Hartz IV zu humanisieren</a>.</li>
<li>Zentraler Punkt f&#252;r die Piratenpartei ist jedoch, dass Gauck ein Bef&#252;rworter der mitterweile vom Verfassungsgericht kassierten <a href="http://derstandard.at/1291454160226/Diskussion-im-Burgtheater-Der-Staat-darf-nicht-zum-Spitzel-werden">Vorratsdatenspeicherung</a> ist. Man k&#246;nnte glatt meinen, Gauck halte staatliche &#220;berwachung f&#252;r weniger schlimm, sobald sie nicht mehr durch einen sozialistischen Staat ausge&#252;bt wird.</li>
<li>Nat&#252;rlich <a href="http://jacobjung.wordpress.com/2012/02/17/hier-riechts-nach-gauck/">findet es Gauck als DDR-B&#252;rgerrechtler gut</a>, dass Abgeordnete der Linkspartei vom Verfassungsschutz bespitzelt werden. Zum Versagen in Sachen Rechtsterrorismus und offenbar gar <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,814743,00.html">gezieltem Wegsehen</a> der Ermittlungsbeh&#246;rden und Geheimdienste hingegen ist keine &#196;u&#223;erung von Gauck &#252;berliefert &#8211; stattdessen aber die Ansicht, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/praesidentschaftskandidat-joachim-gauck-gespalten-statt-versoehnt-1.956510">die Anerkennung der Oder-Nei&#223;e-Grenze sei grobes Unrecht gewesen</a>.</li>
</ul>
<p>Man sieht: Gauck ist ein zutiefst konservativer Mensch, f&#252;r den die Zeit 1989 stehen geblieben sein muss. Er ist der Kandidat f&#252;r den Neoliberalismus vergangener Jahre, aber keiner f&#252;r die Probleme der Gegenwart. Nat&#252;rlich kann man Gauck trotz allem noch gut finden, allerdings sollte man sich klar gemacht haben, wof&#252;r er steht.  <a href="http://www.taz.de/!87006/">Gauck w&#228;re nicht der erste Rechtsau&#223;en-Pr&#228;sident in der Geschichte</a> und vermutlich auch nicht der schlechteste. F&#252;r Piraten ist er schlicht und ergreifend nicht w&#228;hlbar.</p>
<p>Nun ist relativ egal, was die Piraten denken, da sie ja sowieso nur 2 von &#252;ber 1200 Sitzen in der Bundesversammlung haben. <a href="http://martindelius.de/2012/02/die-suche-nach-dem-all-piraten-kandidat/">Trotzdem sollte es Aufgabe der Piraten sein, daran zu erinnern, dass hier ein Demokratieversagen gro&#223;en Ausma&#223;es stattfindet.</a> Die Pr&#228;sidentschaftskandidaten sollen eigentlich von den Wahlleuten oder Fraktionen aufgestellt und gew&#228;hlt werden. Hier jedoch wird ein Einheitskandidat von einer gr&#246;&#223;tm&#246;glichen Einheitskoalition pr&#228;sentiert, was den Wahlleuten jede Chance zur Wahl nimmt und sie zu blo&#223;en Abnickern macht. In der DDR nannte man sowas Blockfl&#246;ten.</p>
<p>In dieser Situation w&#228;re es gut, die Wahlleute der Piraten schl&#252;gen &#8211; enventuell auch in Zusammenarbeit mit der Linken &#8211; eine konsensf&#228;hige und  integre Pers&#246;nlichkeit vor, die von (nahezu) allen Parteien w&#228;hlbar ist, eine echte Alternative zu Joachim Gauck darstellt und Wahlleuten s&#228;mtlicher anderer Parteien die Gelegenheit gibt, gegen einen oktroyierten Einheitskandidaten zu stimmen. Meiner Meinung nach w&#228;re <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-J%C3%BCrgen_Papier">Hans-J&#252;rgen Papier</a> ein hervorragender Kandidat (der Ger&#252;chten zufolge nicht abgeneigt sei). Das w&#228;re dann jemand, bei dem sich wenigstens ein Teil der Bundesversammlung fragen muss: &#8220;Warum genau w&#228;hle ich den Gauck jetzt eigentlich?&#8221;.</p>
<p><strong>Update:</strong> Oder &#8211; ebenfalls eine hervorragende Idee &#8211; <a href="http://tarzun.de/archives/430-Piraten-suchen-den-Superpraesidenten.html">Christian F&#252;hrer</a>.</p>
<p><strong>Update:</strong> Es gibt noch ein Problem: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Gauck#Studium_und_Pastorenamt_.281958.E2.80.931989.29">Laut Wikipedia</a> hatte Gauck November 1988 Besuch von der Stasi, worauf hin diese auf weitere Ma&#223;nahmen gegen ihn verzichtete, nachdem sie ihn jahrelang oberserviert hatte. Offenbar wird Gauck verd&#228;chtigt, irgend eine Form von Deal mit der Stasi geschlossen zu haben. <a href="http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/62456/dr-hc-joachim-gauck-ein-saubermann-mit-dreck-am-stecken/">Laut Gie&#223;ener Zeitung</a> genoss Gauck in der DDR eine Reihe von Privilegien. Im Sommer 1991 konnte er sich stundenlang mit seiner Akte im Rostocker Bezirksarchiv einschlie&#223;en, was rechtswidrig war. Auch wenn der Artikel in der Gie&#223;ener Zeitung in eine absurde Verharmlosung der Stasi gipfelt, sind das Verd&#228;chtiungen, die besser vor der Wahl ersch&#246;pfend gekl&#228;rt werden sollten. W&#228;re doof, wenn wir in ein bis zwei Jahren schon wieder einen Nachfolger f&#252;r ihn w&#228;hlen m&#252;ssten&#8230;</p>
<p><strong>Update:</strong> Anatol Stefanowitsch <a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/kultur/2012-02-21/der-boese-gauck-und-das-netz">anaylsiert</a> sehr sch&#246;n, warum die Gauck-Zitate zwar verk&#252;rzt sein m&#246;gen, sie unterm Strich aber sehr wohl aussagen, was ihnen zun&#228;chst untestellt wurde.</p>
<p><strong>Update:</strong> Ich habe das ganze nochmal <a href="http://theeuropean.de/park-enno/10086-die-piratenpartei-und-joachim-gauck">f&#252;r den &#8220;European&#8221; zusammengefasst</a>. Dort gehe ich auch nochmal auf den Vorwurf ein, die Zitate seien aus dem Kontext gerissen.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5044&amp;md5=77dfa38113e07829dbfe4dd5e5ec51d0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5044&amp;md5=77dfa38113e07829dbfe4dd5e5ec51d0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Digitales Herzblut</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/02/07/digitales-herzblut/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 20:44:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[4Nerds]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Danke Internet! Eine Videoantwort auf Mario Sixtus, Pia Ziefle und viele andere&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ennomane.de/2012/02/07/digitales-herzblut/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><strong>Danke Internet!</strong> Eine Videoantwort auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=-XXvSkQ8Ojc&amp;feature=related">Mario Sixtus</a>, <a href="http://www.denkding.de/2012/02/danke-internet/">Pia Ziefle</a> und viele andere&#8230;</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5024&amp;md5=f14ed9b156725921607897bd0ccfd00d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=5024&amp;md5=f14ed9b156725921607897bd0ccfd00d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>M&#228;rtyrer</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/01/31/martyrer/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 22:59:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[4Nerds]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kim Dotcom]]></category>
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		<category><![CDATA[Megaupload]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Tagen nerven Varianten dieses Bildes (Quelle unbekannt) in meinem Facebook-Stream. Die Gegen&#252;berstellung soll suggerieren: Kim Schmitz sei eigentlich ein Guter und wird viel zu hart bestraft, vor allem im Vergleich zu dem Schwein, das Frauen vergewaltigt und ermordet hat und daf&#252;r mit &#8220;nur&#8221; 20 Jahren davon kam. Auch wenn Don Alphonso teilweise zu recht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/kim.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4987" title="kim" src="http://www.ennomane.de/wp-content/kim.jpg" alt="" width="476" height="409" /></a></p>
<p>Seit Tagen nerven Varianten dieses Bildes (Quelle unbekannt) in meinem Facebook-Stream. Die Gegen&#252;berstellung soll suggerieren: Kim Schmitz sei eigentlich ein Guter und wird viel zu hart bestraft, vor allem im Vergleich zu dem Schwein, das Frauen vergewaltigt und ermordet hat und daf&#252;r mit &#8220;nur&#8221; 20 Jahren davon kam. <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2012/01/24/gerechtigkeit-fuer-kim-dotcom.aspx">Auch wenn Don Alphonso teilweise zu recht bemerkt,</a> dass Kim Schmitz immerhin eine Plattform geschaffen habe, bei der die User freiwillig f&#252;r Inhalte zahlten, was die Industrie angeblich nicht hinbekommt (&#228;h&#8230; iTunes anyhow?), darf man nicht vergessen, dass die Urheber von den Megaupload-Millionen keinen Cent abbekamen. (Und ich meine Urheber, nicht Verwerter.) Wenn die Urheber schon nichts abbekommen, dann doch lieber wegen klassischem Peer2Peer à la BitTorrent, als dass sich ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kim_Schmitz">einschl&#228;gig bekannter Betr&#252;ger, Hehler und Wirtschaftskrimineller</a> feist am Datenstrom bereichert.</p>
<p>Also Leute, ich bitte euch &#8211; vergesst es! Kim Schmitz taugt nicht zum M&#228;rtyrer. Weder wurde er wegen Megaupload verurteilt, noch stimmt das angegebene Strafma&#223; von 50 Jahren. Im Moment ist er in Neuseeland in <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Megaupload-Kimble-bleibt-in-U-Haft-1419806.html">Untersuchungshaft</a>, wobei die Frage gekl&#228;rt wird, ob er in die USA ausgeliefert wird, wo ihm im Falle einer Verurteilung bis zu 20 Jahre drohen &#8211; mit etwas Gl&#252;ck also weniger als dem Vergewaltiger, der &#252;brigens in Spanien hinter Gittern sitzt, einem Land mit v&#246;llig anderem Rechtssystem, sofern die Geschichte stimmt. Also bitte denkt nach, bevor ihr &#196;pfel mit Nazis vergleicht und reflexartig auf &#8220;Teilen&#8221; klickt. Ihr verliert sonst einen IQ-Test.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4986&amp;md5=f3bd95adc026bd58ad70c058c3aeaf00" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4986&amp;md5=f3bd95adc026bd58ad70c058c3aeaf00" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kompromat</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/01/28/kompromat/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 18:31:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[4Nerds]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnwindung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Open in Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Postprivacy]]></category>
		<category><![CDATA[Spackeria]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist nicht nur Data Protection Day sondern als Antwort auch gleichzeitig Open in Public Day. Sinn der &#220;bung: Statt datenschutzm&#228;&#223;ig zu versuchen, die Zahnpasta wieder in die Tube zu dr&#252;cken, wird ein peinliches Foto aus der eigenen Vergangenheit ver&#246;ffentlicht, um zu zeigen, dass wir alle Fehler haben, mal besoffen waren und der Welt sagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist nicht nur <a href="http://www.coe.int/t/dghl/standardsetting/DataProtection/Data_protection_day_en.asp">Data Protection Day</a> sondern als Antwort auch gleichzeitig <a href="http://blog.spackeria.org/2012/01/27/open-in-public-day/">Open in Public Day</a>. Sinn der &#220;bung: Statt datenschutzm&#228;&#223;ig zu versuchen, die Zahnpasta wieder in die Tube zu dr&#252;cken, wird ein peinliches Foto aus der eigenen Vergangenheit ver&#246;ffentlicht, um zu zeigen, dass wir alle Fehler haben, mal besoffen waren und der Welt sagen d&#252;rfen: <strong>Get used to it!</strong></p>
<p>Auch wenn ich Datenschutz weiterhin wichtig finde &#8211; jedenfalls solange keine Datengerechtigkeit hergestellt ist &#8211; sympathisiere ich ja sehr mit der Grundidee, uns einfach mal gegenseitig einen guten Mann sein zu lassen. Toleranz und Offenheit sind ja nicht erst in der Postprivacy erstrebenswerte Ideale. Und so ver&#246;ffentlicht <a href="http://blog.koehntopp.de/archives/3182-Kristian-Koehntopp-nackt!-oder-Open-in-Public-Day.html">Kristian K&#246;hntopp ein Nacktbild</a> von sich und <a href="http://mspr0.de/?p=2786">Michael Seemann Bildwerke, die seinen Alkoholkonsum dokumentieren</a>.</p>
<p>Aber jetzt mal ehrlich: Nackt rumsitzen und besoffen sein? Das versteht ihr unter mutigen und (de)kompromittierenden Tabubr&#252;chen? Ihr Memmen, das kann doch jeder! Ich zeige euch jetzt mal ein <em>wirklich</em> peinliches Foto von mir:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4972" title="ennokonservativ" src="http://www.ennomane.de/wp-content/ennokonservativ.jpg" alt="" width="480" height="737" /></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4970&amp;md5=20e06861ec5940c78115fdc2124f4bd0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4970&amp;md5=20e06861ec5940c78115fdc2124f4bd0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>ennomane labert Teil 3: Zeitbombe Internet</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/01/11/ennomane-labert-teil-3-zeitbombe-internet/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 00:35:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Alarmismus]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitbombe]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Zeitbombe Internet&#8221; von den Zeit-Journalisten Thomas Fischermann und G&#246;tz Hamann ist ein Buch, das mir zwecks Rezension im Sommer in die Hand gedr&#252;ckt wurde. Erst mochte ich es nicht lesen, dann kam ich wegen des Wahlkampfes und der unerwarteten Folgen des Wahlerfolges in Berlin nicht dazu, dr&#252;ber zu schreiben. Ein wenig habe ich das auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Zeitbombe Internet&#8221; von den Zeit-Journalisten Thomas Fischermann und G&#246;tz Hamann ist ein Buch, das mir zwecks Rezension im Sommer in die Hand gedr&#252;ckt wurde. Erst mochte ich es nicht lesen, dann kam ich wegen des Wahlkampfes und der unerwarteten Folgen des Wahlerfolges in Berlin nicht dazu, dr&#252;ber zu schreiben. Ein wenig habe ich das auch prokrastiniert. Die Unlust r&#252;hrt daher, dass die Autoren zwar in den meisten Sachfragen rechthaben, das ganze aber zu einem tendenzi&#246;sen Brei verr&#252;hren. Da steht genau das drin, was der Titel erwarten l&#228;sst. Ein Buch f&#252;r die internetkritische Gro&#223;elteria &#8211; scheint es doch die Vorurteile mancher Offliner mit Fakten zu untermauern. Eigentlich wollte ich es nur kurz in der geplanten Esoterik-Folge von &#8220;ennomane labert&#8221; abhandeln, nun ist aber doch eine eigene Laberei draus geworden und die Esoterik auf demn&#228;chst verschoben. Viel Spa&#223;.</p>
<p><a href="http://www.ennomane.de/2012/01/11/ennomane-labert-teil-3-zeitbombe-internet/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4934&amp;md5=d533b4ed65e7a7f09d7d4764a2a4e2d9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4934&amp;md5=d533b4ed65e7a7f09d7d4764a2a4e2d9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Prothetik und Inklusion sind kein Gegensatz</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/01/09/prothetik-und-inklusion-sind-kein-gegensatz/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 20:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krachstille]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Bionik]]></category>
		<category><![CDATA[Cochlea Implantat]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor zwei Tagen ergab sich eine heftige Debatte auf Twitter. Ich schrieb, die Zukunft geh&#246;re der Prothetik, weshalb man mir unterstellte, ich sei gegen Inklusion. Beim Cochlea-Implantat denkt zum Beispiel Julia &#8220;@EinAugenschmaus&#8221; Probst an Reparatur, die sie gef&#228;hrlich findet, weil die Gesellschaft gleichgeschaltet werde. Ich habe als Teenager mein Geh&#246;r fast vollst&#228;ndig verloren. Ja, ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4925" title="prothetik" src="http://www.ennomane.de/wp-content/prothetik.jpg" alt="" width="480" height="480" /></p>
<p>Vor zwei Tagen ergab sich eine heftige Debatte auf Twitter. Ich schrieb, die Zukunft geh&#246;re der Prothetik, weshalb man mir unterstellte, ich sei gegen Inklusion. Beim Cochlea-Implantat denkt zum Beispiel Julia &#8220;<a href="http://meinaugenschmaus.blogspot.com/">@EinAugenschmaus</a>&#8221; Probst an <a href="https://twitter.com/#!/EinAugenschmaus/status/155795619015962624">Reparatur</a>, die sie gef&#228;hrlich findet, weil die Gesellschaft gleichgeschaltet werde.</p>
<p>Ich habe als Teenager mein Geh&#246;r fast vollst&#228;ndig verloren. Ja, ich war &#8220;kaputt&#8221; und bin &#8220;repariert&#8221; worden. Und daf&#252;r bin ich dankbar. 20 Jahre lang war ich stark schwerh&#246;rig bzw. nach heutiger Definition geh&#246;rlos mit Restgeh&#246;r. Die Implantante, <a href="http://www.ennomane.de/das-elektrische-ohr/">die ich heute trage</a>, machen mich ann&#228;hernd normalh&#246;rend.</p>
<p>&#8220;Behindert ist man nicht, behindert wird man.&#8221;, hei&#223;t der Kampfspruch der Behindertenverb&#228;nde, und am Cochlea-Implantat zeigt sich, wie falsch er ist, denn die Gesellschaft hat mich nicht am H&#246;ren gehindert, sondern mir ein Geh&#246;r geschenkt. Die Gesellschaft hat per Krankenkasse mehr als 50.000 € daf&#252;r ausgegeben, dass mein Leben barrierefreier ist, indem eine Barriere an mir selbst &#252;berbr&#252;ckt wurde. Die Operation war ein Akt der Emanzipation.</p>
<p>Das hei&#223;t nicht, dass das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cochleaimplantat">Cochlea-Implantat</a> ein Allheilmittel ist. So erfolgreich ist es nur in ganz bestimmten F&#228;llen. Der H&#246;rnerv muss intakt sein. Das H&#246;rzentrum im Gehirn sollte sich in der Kindheit normal ausgepr&#228;gt haben, sonst wird ein Geh&#246;rloser zwar h&#246;ren, jedoch kaum verstehen. Und auch wenn alle Voraussetzungen erf&#252;llt sind, kann die Reparatur schief gehen.</p>
<p>Das ist aber kein Grund, Angst vor der &#8220;Reparatur&#8221; zu haben, denn der Geh&#246;rlose kann nichts verlieren, sondern nur gewinnen. Ihm wird nichts genommen, sondern etwas geschenkt. Selbstverst&#228;ndlich bleibt die Entscheidung beim einzelnen Betroffenen. Dass die Gesellschaft Druck auf den einzelnen aus&#252;bt, zu funktionieren, ist kein Argument gegen Prothetik, sondern ein Argument gegen den Druck. Prothetik und Inklusion sind keine Gegens&#228;tze, sondern geh&#246;ren zusammen: Prothetik beseitigt Barrieren.</p>
<p>Je nach Behinderung funktioniert das mehr oder weniger gut: Rollstuhlfahrer hatten schon immer andere Bed&#252;rfnisse als Blinde, die schon immer andere Bed&#252;rfnisse als Geh&#246;rlose hatten. Es wird immer Menschen geben, die nicht &#8220;repariert&#8221; werden k&#246;nnen.  Der &#220;bergang zwischen zwischen &#8220;normal&#8221; und &#8220;andersartig&#8221; ist flie&#223;end. Es gibt keine Alternative zur Toleranz gegen&#252;ber Andersartigen &#8211; wir sind schlie&#223;lich alle einzigartig. Es gibt keine Alternative zur Inklusion.</p>
<p>Angst vor der Prothetik hilft uns allerdings nicht weiter. Robotik und Mikroelektronik werden sich dramatisch weiterentwickeln. Wir werden aufh&#246;ren, Menschen nur zu &#8220;reparieren&#8221;, wir werden anfangen, sie zu erweitern. Die Menschen werden das selbst wollen und dabei ganz individuelle Bed&#252;rfnisse haben. Ich habe einige Nerds kennengelernt, die ein wenig neidisch auf mein Cyborg-Dasein sind, und sich am liebsten heute eine Gehirn-Internet-Schnittstelle implantieren w&#252;rden, wenn es so etwas schon gebe. Man kann darin die Gefahr sehen, dass diejenigen abgeh&#228;ngt werden, die das nicht mitmachen wollen oder k&#246;nnen. Das ist aber kein Argument.</p>
<p>Der Mensch formt die Welt und sich selbst seit Tausenden von Jahren. Wer heute kein Internet nutzen kann oder will, ist &#228;hnlich abgeh&#228;ngt wie jemand, der ein paar Jahre zuvor nicht lesen konnte und ich erwarte in einigen Jahrzehnten &#228;hnliches bei der Prothetik. Durch Verbote werden solche Entwicklungen nicht aufgehalten sondern nur in die Illegalit&#228;t verschoben. Die Antwort auf die Prothetik kann nicht die Warnung davor sein, die Antwort muss sein, weiterhin auch f&#252;r Inklusion zu k&#228;mpfen und herauszustellen, dass Barrierefreiheit keine l&#228;stige Pflicht gegen&#252;ber Benachteiligten ist, sondern etwas, das allen n&#252;tzt.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4917&amp;md5=1709a1cb156d1ab7fbe30322b791123d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4917&amp;md5=1709a1cb156d1ab7fbe30322b791123d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Verantwortung und Transparenz am Beispiel des Bundespr&#228;sidenten</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2012/01/02/verantwortung-und-transparenz-am-beispiel-des-bundesprasidenten/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 14:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditaffaire]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>

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		<description><![CDATA[Es geht ja l&#228;ngst nicht mehr um einen Kredit: Bei der Frage nach dem Privatkredit zum Bau seines Hauses log Christian Wulff das Nieders&#228;chsische Parlament an &#8211; ein solcher Kredit verst&#246;&#223;t wohl gegen das Ministergesetz, weil Vorteilsnahme im Spiel sein k&#246;nnte. Juristisch wurde das bisher nicht aufgearbeitet und moralisch kann man dr&#252;ber streiten: Selbstverst&#228;ndlich gew&#228;hren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4903" title="wulff" src="http://www.ennomane.de/wp-content/wulff.jpg" alt="" width="480" height="480" /></p>
<p>Es geht ja l&#228;ngst nicht mehr um einen Kredit: Bei der Frage nach dem Privatkredit zum Bau seines Hauses log Christian Wulff das Nieders&#228;chsische Parlament an &#8211; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Wulff#Kreditaff.C3.A4re">ein solcher Kredit verst&#246;&#223;t wohl gegen das Ministergesetz</a>, weil Vorteilsnahme im Spiel sein k&#246;nnte. Juristisch wurde das bisher nicht aufgearbeitet und moralisch kann man dr&#252;ber streiten: Selbstverst&#228;ndlich gew&#228;hren sich privat Freunde, Gesch&#228;ftsleute oder auch Familienmitglieder untereinander Kredite und das sehr oft zu weniger als 4%. Au&#223;erdem machen Menschen Fehler und mir ist nicht bekannt, dass das Amt des Bundespr&#228;sidenten Heiligkeit voraussetzt.</p>
<p>F&#252;r Wulff h&#228;tte es so einfach sein k&#246;nnen: Er h&#228;tte 2010 das Parlament nicht anl&#252;gen m&#252;ssen. Er h&#228;tte die Verantwortung tragen k&#246;nnen, indem er damals auf eine &#246;ffentliche Bank umgeschuldet, den Vorgang transparent gemacht, sich entschuldigt und ein juristisches Nachspiel in Kauf genommen h&#228;tte. Dasselbe im Herbst 2011: Auch hier hatte Wulff die Chance, den Fehler &#246;ffentlich einzugestehen und alles gerade zu biegen. Hat er aber nicht getan.</p>
<p>Eine Affaire hat <em>immer</em> die Folge, dass hinterher mehr Menschen schlecht &#252;ber einen Politiker denken als vorher. Der Umgang mit einer Affaire bietet aber immer auch die Chance, dass wenigstens ein Teil der Leute hinterher <em>besser</em> &#252;ber diesen Politiker denken. Das geht durch Offenheit, Transparenz, Einsicht, die ehrliche Bitte um Verzeihung und das &#220;bernehmen von Verantwortung &#8211; und zwar aus freien St&#252;cken.</p>
<p>Gerade das Wort &#8220;Verantwortung&#8221; wird oftmals falsch verstanden und als Synomym f&#252;r &#8220;R&#252;cktritt&#8221; benutzt, dabei sollte es beim Tragen von Verantwortung vor allem immer darum gehen, Schaden zu begrenzen und wieder gut zu machen. Der (meist finanziell abgefederte) R&#252;cktritt ist ja vielmehr die Flucht aus der &#214;ffentlichkeit und ein Dr&#252;cken vor der Verantwortung. Fehler sind dazu da, sie zu machen und aus ihnen zu lernen. Um Schaden einzusch&#228;tzen und zu begrenzen, ist Transparenz n&#246;tig. Verwundbar macht diese Transparenz nur scheinbar &#8211; sie verringert zugleich drastisch die Angriffsm&#246;glichkeiten.</p>
<p>Bei der Affaire Wulff geht es also nur am Rande um Kredite. Wulff gesteht Schuld nur ein, wenn er muss. Er &#252;bernimmt keinerlei Verantwortung und ein eventueller R&#252;cktritt wird daran nichts mehr &#228;ndern. Wulff gibt immer exakt genau soviel zu, wie ihm nachgewiesen werden kann. Er er bel&#252;gt nachweislich die &#214;ffentlichkeit und er bedroht und beschimpft Pressevertreter, die &#252;ber die Affaire berichten wollen, was ihre Aufgabe ist. Kurz: Christian Wulff ist weder integer noch seri&#246;s.</p>
<p>Wenn jemand das Amt des Bundespr&#228;sidenten besch&#228;digt, dann der Pr&#228;sident selbst und nicht seine Kritiker. Allerdings muss man sich fragen, welches Amt eigentlich. Schlie&#223;lich sollten wir doch froh sein, dass Wulff auf dem Posten des politische Fr&#252;hst&#252;cksdirektors der Nation keinen gr&#246;&#223;eren Schaden anrichten kann.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4901&amp;md5=7e824b7e4341b7d0862b18f33ca7a8ab" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4901&amp;md5=7e824b7e4341b7d0862b18f33ca7a8ab" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wir haben nicht versagt</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/12/26/wir-haben-nicht-versagt/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 17:17:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wir haben versagt&#8220;, schreibt Stephan Urbach und meint damit, dass die Netzpolitik in der Blase Internet operiert, ohne &#8220;die Menschen da drau&#223;en&#8221; mitzunehmen. Die gro&#223;en Debatten finden schlie&#223;lich immer noch massenmedial in den gro&#223;en Zeitungen und Fernsehen statt und weniger in der Netz&#246;ffentlichkeit. In gewisser Hinsicht hat er recht: Ich schrieb mal (wie ich da noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4866" title="piraten" src="http://www.ennomane.de/wp-content/piraten.jpg" alt="" width="480" height="480" /></p>
<p>&#8220;<a href="http://www.neunetz.com/2011/12/21/wir-haben-versagt/">Wir haben versagt</a>&#8220;, <a href="https://stephanurbach.de/2011/12/mein-gesprach-mit-peter-altmaier/?mid=55">schreibt Stephan Urbach</a> und meint damit, dass die Netzpolitik in der Blase Internet operiert, ohne &#8220;die Menschen da drau&#223;en&#8221; mitzunehmen. Die gro&#223;en Debatten finden schlie&#223;lich immer noch massenmedial in den gro&#223;en Zeitungen und Fernsehen statt und weniger in der Netz&#246;ffentlichkeit. In gewisser Hinsicht hat er recht:</p>
<p>Ich <a href="http://www.ennomane.de/2009/05/03/hier-laeuft-was-falsch-fuer-einen-neuen-ansatz-in-der-politik/">schrieb</a> mal (wie ich da noch nicht wusste drei Tage vor meinem Eintritt in die Piratenpartei), dass alle Versuche, die Politik zu &#228;ndern, vergeblich sind, wenn wir nur Politik f&#252;r und im Internet machen. Dass es nicht den geringsten Grund gibt, warum sich ein Offliner &#252;berhaupt nur ansatzweise f&#252;r &#8220;unsere&#8221; Themen interessieren sollte. Dass wir Begegnung herstellen m&#252;ssen und den Offlinern etwas anbieten, statt sie als Ausdrucker zu beschimpfen: Das Internet als Instrument f&#252;r Empowerment. Mein Gedanke war damals, Begegnung herzustellen z.B. indem wir ehrenamtlich Internet-Kurse f&#252;r Senioren organisieren, bei der Gr&#252;ndung von netzbasierten Tauschringen f&#252;r Alg2-Empf&#228;nger helfen oder Hacker-Camps f&#252;r Jugendliche anbieten. Geschehen ist davon&#8230; nichts. Ich selber habe die Idee kaum vorangetrieben. Wenn jemand etwas vergleichbares getan hat, dann Stephan Urbach und <a href="http://telecomix.org/">Telecomix</a>.</p>
<p>Aber haben wir versagt? Nein. Als Piratenpartei haben wir den wichtigsten Schritt schon getan &#8211; aufgeh&#246;rt, nur Netzpolitik zu machen, und angefangen, die Metapher Internet auf das Leben zu &#252;bertragen und daraus Antworten zu ziehen. <a href="http://www.ctrl-verlust.net/das-politische-denken-der-piraten/">Unbewusst beantworten wir alle politischen Fragen anhand des Prinzips der Plattformneutralit&#228;t</a> &#8211; ein Prinzip, das zur heimlichen Ideologie einer Partei geworden ist, die nicht ideologisch sein will.</p>
<p>Wenn wir das BGE, Mindestlohn und Reformen beim Alg2 fordern, Teilhabe an kulturellen G&#252;tern und an Bildung, das Ende der Drogenprohibition, die Gleichbehandlung aller Religionsgemeinschaften und vollst&#228;ndige Integration von Migranten und dabei aus der einen Ecke als kommunistisch und aus der anderen Ecke als neoliberal beschimpft werden, w&#228;hrend wir ja durchaus konservativ sind, was B&#252;rgerrechte und das Grundgesetz angeht, wird klar, dass die Piraten keine Junior-Gr&#252;nen und kein linker FDP-Fl&#252;gel sind, sondern ein Denken vertreten, das sich selbst noch gar nicht richtig philosophisch durchdrungen und ausformuliert hat.</p>
<p>Dieses Denken manifestiert sich auch nicht nur im Mem &#8220;Piratenpartei&#8221;. Seit wir es im Stra&#223;enwahlkampf so richtig sch&#246;n offline vertreten und dank des Wahlerfolgs in Berlin auch in den klassischen Medien transportieren k&#246;nnen, beschleunigt sich dessen Verbreitung. In dem Ma&#223;e, wie piratisches Denken in Kontexten virulent wird, die mit dem Internet nichts zu tun haben, wird umgekehrt auch in der Bev&#246;lkerung das Verst&#228;ndnis daf&#252;r steigen, warum Netzneutralit&#228;t im Internet so wichtig ist und es keine Netzzensur geben darf. Netzpolitik ist zum Teilaspekt einer gr&#246;&#223;eren Sache geworden.</p>
<p>Wahlkampf wird man mit Netzpolitik noch sehr lange nicht &#8211; vielleicht nie &#8211; machen k&#246;nnen, auch wenn die Altparteien das jetzt hektisch versuchen und an ihren Varianten von Netzpolitik herumbasteln. Datenschutz und Internetzensur sind jedoch Themen, mit denen diese Parteien keinen Blumentopf gewinnen, sondern nur sich selbst beruhigen k&#246;nnen: &#8220;Wir k&#252;mmern uns ja drum.&#8221; Es kann auch nicht die Aufgabe der Piraten sein, jeden Hardcore-CDU-W&#228;hler im letzten Winkel seines Weltbildes abzuholen; es muss Ziel der Piraten sein, ihr Denken in die Gesellschaft zu tragen und daf&#252;r alle Medien zu zu nutzen. Auch Parlamente und Parteien sind &#252;brigens Medien, in die wir wir unsere Themen wie Transparenz und eine offene politische Kultur injizieren k&#246;nnen, wie einst die Gr&#252;nen das mit der Umweltpolitik taten.</p>
<p>Angesichts der allgemeinen Krisenstimmung (die gef&#252;hlt nur in den Medien und kaum im Privatleben stattzufinden scheint) hat niemand eine Antwort, aber die Leute scheinen mir genervt von denen zu sein, die Antworten simulieren, und offen f&#252;r Visionen und Utopien. Ich w&#252;nsche mir noch immer auch so etwas wie eine breite soziale Bewegung wie eingangs skizziert. Mit mittlerweile 20.000 Mitgliedern r&#252;ckt das in die N&#228;he des m&#246;glichen, aber ich bekomme zunehmend das Gef&#252;hl, dass sich unser Sozialleben unmerklich &#252;ber das Internet neu organisiert und was wir derzeit erleben nur die &#252;blichen Konflikte und Verwerfungen einer Wendezeit sind, in der es trotzdem gilt, so viele Menschen wie m&#246;glich abzuholen und mitzunehmen. Wenn ich beobachte, wie gerade in der Piratenpartei &#252;ber die &#8220;Unnormalit&#228;t&#8221; all derer hinweggesehen wird, die freiwillig oder unfreiwillig irgendwelche gesellschaftlichen Normen nicht erf&#252;llen, habe ich das Gef&#252;hl, auf dem richtigen Weg zu sein.</p>
<p>Wir haben nicht versagt, sondern stehen noch immer Anfang, denn das, was wir vorhaben, dauert Jahre und Jahrzehnte. Gemessen daran sind wir sogar ziemlich erfolgreich. Nur wenn wir jetzt nichts daraus machen, werden wir versagen.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4863&amp;md5=c2b5b9814702afbebe4305bc94f688a7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4863&amp;md5=c2b5b9814702afbebe4305bc94f688a7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>No sleep till #Offenbings</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 21:39:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krachstille]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Offenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Offenbings]]></category>
		<category><![CDATA[PBT112]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Was macht man, wenn man zum Parteitag will und keine Kohle hat? Man besorgt sich eine Schlafgelegenheit bei @InsideX und @nad_no_ennas und f&#228;hrt da mit der Regionalbahn auf Behi-Ausweis hin. Seit dem 1. Oktober 2011 geht das auch offiziell &#8211; die 50-km-Beschr&#228;nkung ist abgeschafft. F&#252;r die die 550 km braucht man mit der Regionalbahn 10 Stunden und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/offenbings.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4795" title="offenbings" src="http://www.ennomane.de/wp-content/offenbings.jpg" alt="" width="480" height="482" /></a></p>
<p>Was macht man, wenn man zum Parteitag will und keine Kohle hat? Man besorgt sich eine Schlafgelegenheit bei <a href="http://twitter.com/insideX">@InsideX</a> und <a title="Kiane l'Azin" href="https://twitter.com/#!/nad_no_ennas" data-user-id="102096393">@nad_no_ennas</a> und f&#228;hrt da mit der Regionalbahn auf Behi-Ausweis hin. Seit dem 1. Oktober 2011 geht das auch offiziell &#8211; die 50-km-Beschr&#228;nkung ist abgeschafft. F&#252;r die die 550 km braucht man mit der Regionalbahn 10 Stunden und steigt f&#252;nf mal um. Was wie eine Qual klingt, ist eigentlich ganz gem&#252;tlich, jedenfalls wesentlich angenehmer als eine Bus- oder Autofahrt.</p>
<p>Die 10 Stunden waren auch nicht verplempert: Ich habe halt das Antragsbuch (<a href="http://www.gacel.de/Piratenpartei_Antragsbuch_BPT_2011_2_v9.pdf">PDF</a>) durchgearbeitet. Wichtigste Frage: Gibt es ein Leben ohne ICE und Steckdose am Platz? Am Ende hatte mein Minilaptop/Riesennetbook (Acer Aspire 1810TZ) noch 34% Akku nach ca 7 Stunden Nutzung netto. Es muss also nicht immer Apple sein. Das iPhone hatte zwar auch noch 30%, war aber au&#223;erhalb von Bahnh&#246;fen im Flugzeugmodus.</p>
<p><a href="http://www.ennomane.de/das-elektrische-ohr/">Akustisch</a> war der Parteitag die Feuerprobe: Jawoll, ich bin wieder in der Welt der H&#246;renden angekommen. Ich konnte m&#252;helos der Versammlungsleitung und den Redebeitr&#228;gen folgen, auch ohne hinzusehen, und wenn ich etwas nicht mitbekommen habe, dann weil ich schlicht und ergreifend abgelenkt war oder meine Aufmerksamkeit nachlie&#223;. Das einzige Problem: halblaute Gespr&#228;che, w&#228;hrend Reden gehalten werden. Daf&#252;r bitte ich dann doch noch vor die T&#252;r. War aber die zwei Tage eigentlich nur einmal n&#246;tig.</p>
<p>Mehrmals bin ich gefragt worden, was ich da am Kopf habe. Manche tippten auf Handy, andere auf H&#246;rger&#228;t. Einer wollte mir nicht glauben, dass es sich um ein Implantat handelt, das Signale auf meinen H&#246;rnerv gibt. Dem sagte ich dann, in Wahrheit sei das auch das iPhone 5, was aber noch streng geheim sei, was die Person aber auch nicht zufrieden stellte.</p>
<p>Ansonsten war es einfach nur gro&#223;artig. Viele Leute wieder gesehen oder endlich &#252;berhaupt mal getroffen, unz&#228;hlige H&#228;nde gesch&#252;ttelt, irgendwann die F&#228;higkeit verloren, Gesichter zuordnen zu k&#246;nnen. Lang wurde es mir eigentlich nie: Antr&#228;ge und Debatten waren spannend, manchmal kam Stadion-Laune auf und selbst dem GO-Antr&#228;ge-Foo konnten wir oft noch viel Spa&#223; abgewinnen.</p>
<p><p><a href="http://www.ennomane.de/2011/12/04/no-sleep-till-offenbings/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><a href="http://piratenpartei-pankow.de/parteitag-2011-2-eine-kurze-zusammenfassung/">Dazu kommt, dass der Parteitag fast alle Einzelpunkte so abgestimmt hat, wie ich selber.</a> Das war dann schon mein Weihnachten &#8211; was sonst soll ich mir w&#252;nschen?</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4791&amp;md5=28c2f0f7bff13fa8ccb8fdf2c5f0c127" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4791&amp;md5=28c2f0f7bff13fa8ccb8fdf2c5f0c127" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bezirksbeauftragter, Partei-Foo und Dementi</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/12/01/bezirksbeauftragter-partei-foo-und-dementi/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 13:49:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bezirksbeauftragter]]></category>
		<category><![CDATA[Gebietsversammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Pankow]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[schrieb ich gestern auf Twitter und Facebook, was neben Gratulationen (Vielen Dank!) offenbar von vielen missverstanden wurde. Daher ein kurzes Dementi: Das ganze war &#8220;no big deal&#8221;. Es gab f&#252;nf Kandidaten und die Versammlung beschloss, die Zahl der Beauftragten ebenfalls auf f&#252;nf zu erh&#246;hen, was ich gut finde, weil letztes mal einer der drei Beauftragten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://twitter.com/#!/ennomane/status/142002863864950784"><img class="alignnone size-full wp-image-4779" title="tweet_ennomane" src="http://www.ennomane.de/wp-content/tweet_ennomane.png" alt="" width="480" height="276" /></a></p>
<p>schrieb ich gestern auf Twitter und Facebook, was neben Gratulationen (Vielen Dank!) offenbar von vielen missverstanden wurde. Daher ein kurzes Dementi: Das ganze war &#8220;no big deal&#8221;. Es gab f&#252;nf Kandidaten und die <a href="http://piratenpartei-pankow.de/gebietsversammlung-am-30-november/">Versammlung</a> beschloss, die Zahl der Beauftragten ebenfalls auf f&#252;nf zu erh&#246;hen, was ich gut finde, weil letztes mal einer der drei Beauftragten zur&#252;ckgetreten ist und die Arbeit an nur zwei Leuten h&#228;ngen blieb. Es gab also <a href="http://wiki.piratenpartei.de/BE:Gebietsversammlungen/Pankow/2011-12-07/Protokoll#8.29_Wahl_der_Gebietsbeauftragten">keinerlei dramatische Kampfabstimmung</a>, es musste lediglich jeder der f&#252;nf Kandidaten mehr als die H&#228;lfte der Anwesenden von sich &#252;berzeugen. Es gibt keine feste Aufgabenverteilung unter den f&#252;nf Bezirksbeauftragten, aber de facto werde ich mich um die &#214;ffentlichkeitsarbeit k&#252;mmern und unter anderem <a href="http://piratenpartei-pankow.de/">das Blog</a> und den <a href="https://twitter.com/#!/pankowpiraten">Twitter-Account</a> pflegen. Was genau alles ansteht, kann dort mitgelesen werden.</p>
<p>F&#252;r Nicht-Berliner und Nicht-Piraten: Vergleichbar ist das ganze mit einem Kreisvorstand. Es handelt sich um ein Ehrenamt, das ich in meiner Freizeit aus&#252;be, und nicht um eine bezahlte Stelle und hat schonmal gar nichts mit den Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus oder den Bezirksverordnetenversammlungen zu tun. Im Gegenteil: Parteiarbeit darf nicht aus Fraktionsgeldern bezahlt werden und in der Piratenpartei gibt es (fast) keine verg&#252;teten Stellen. Meine <a href="https://plus.google.com/117999236478471991243/posts/ckMn2wT9wTN">Jobsuche</a> ist also noch nicht vor&#252;ber und ich freue mich weiterhin &#252;ber <a href="http://ennopark.de/">Angebote</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4778&amp;md5=4d09d4d943a5291f2899badd693882bf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4778&amp;md5=4d09d4d943a5291f2899badd693882bf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>S21: Was wir aus der Volksabstimmung lernen k&#246;nnen</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/11/27/s21-was-wir-aus-der-volksabstimmung-lernen-konnen/</link>
		<comments>http://www.ennomane.de/2011/11/27/s21-was-wir-aus-der-volksabstimmung-lernen-konnen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 21:02:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[S21]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Menschen in Baden-W&#252;rttemberg haben beim Volksentscheid f&#252;r den Weiterbau des neuen Bahnhofs in Stuttgart gestimmt. Die Entt&#228;uschung der Aktivisten und Demonstranten, die bis aufs Augenlicht gegen den Umbau gek&#228;mpft haben, ist riesig. Das gibt den Zynikern, die sich &#252;ber die Proteste echauffieren, noch lange nicht recht. Selbstverst&#228;ndlich darf man gegen einen Bahnhof demonstrieren, obwohl es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/s212.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4769" title="s21" src="http://www.ennomane.de/wp-content/s212.jpg" alt="" width="480" height="480" /></a></p>
<p>Die Menschen in Baden-W&#252;rttemberg haben beim Volksentscheid f&#252;r den Weiterbau des neuen Bahnhofs in Stuttgart gestimmt. Die Entt&#228;uschung der Aktivisten und Demonstranten, die bis aufs Augenlicht gegen den Umbau gek&#228;mpft haben, ist riesig. Das gibt den <a href="http://www.ennomane.de/2010/10/03/s21-und-der-zynismus-der-genervten/">Zynikern</a>, die sich &#252;ber die Proteste <a href="http://twitter.com/thomasmaier_/status/140773576344207360">echauffieren</a>, noch lange nicht recht. Selbstverst&#228;ndlich darf man gegen einen Bahnhof demonstrieren, obwohl es scheinbar <a href="http://www.ennomane.de/2011/08/18/parks-law/">wichtigere Dinge</a> gibt. Der Widerstand gegen Stuttgart 21 war ein Erfolg &#8211; n&#228;mlich weil er dieses Plebiszit &#252;berhaupt herbeif&#252;hrte.</p>
<p>Und das ist zugleich der Haken an der Sache: Nur weil eine Gruppe laut trommelt und in der &#214;ffentlichkeit der Eindruck entsteht, sie habe die Meinungsf&#252;hrerschaft oder vertrete gar die schweigende Mehrheit, hei&#223;t das noch lange nicht, dass das auch stimmt. Die geringe Wahlbeteiligung und die Mehrheit f&#252;r den Weiterbau haben gezeigt, dass die S21-Gegner sich verkalkuliert haben. Das Ergebnis sagt nichts dar&#252;ber aus, ob der Umbau des Bahnhofs nun richtig oder falsch ist, es sagt aber aus, dass die Mehrheit der Abstimmenden keine Bahnhofsnostalgiker und keine Parksch&#252;tzer sind und der Mehrheit der Wahlberechtigten insgesamt die ganze Sache sogar egal ist. Wer B&#228;ume oder Bahnh&#246;fe retten will, muss das bitter finden.</p>
<p>Anh&#228;nger von Volksabstimmungen und direkter Demokratie sind jetzt hoffentlich ein wenig ern&#252;chtert: <a href="http://www.ennomane.de/2009/12/02/aaron-koenig-und-das-ding-mit-den-plesbiziten/">Der gr&#246;&#223;te Feind des Plebiszits ist noch immer die Ignoranz.</a> Direkte Demokratie bedeutet, dass zwei W&#246;lfe und ein Schaf dar&#252;ber abstimmen, was es zum Essen gibt. Bestimmte Fragen (wie zum Beispiel die &#252;ber die Einf&#252;hrung/Abschaffung der Todesstrafe) m&#246;chte ich lieber nicht ungefiltert dem Volk &#252;berlassen. Demokratie sollte eben nicht die Herrschaft der Mehrheit sondern die Herrschaft des Volkes an sich bedeuten, wozu das Abw&#228;gen von Kompromissen geh&#246;rt. Egal wie gro&#223; der Ekel vor dem Politikbetrieb ist, etwas besseres als die derzeitige parlamentarische Demokratie haben wir eben weiterhin nicht &#8211; au&#223;er vielleicht <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Delegated_Voting">Liquid Democracy</a>.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4764&amp;md5=5d2f2912ce0967c12fd589edeeb17184" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4764&amp;md5=5d2f2912ce0967c12fd589edeeb17184" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Spa&#223; mit Pages: Google+ pseudonym und anonym verwenden</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/11/08/spas-mit-pages-google-pseudonym-und-anonym-verwenden/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 09:05:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[4Nerds]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudonyme]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Abend verbreitete sich die Nachricht, dass Google+ nun endlich analog zu Facebook auch &#8220;Pages&#8221; unterst&#252;tzt, die keinem Klarnamenszwang mehr unterliegen. Damit kann man dann auch GooglePlus-Accounts f&#252;r Blogs, Firmen und Organisationen unter passendem Namen anlegen &#8211; oder Google+ anonym verwenden. So einer Page sieht man (bisher) nicht an, wer sie angelegt hat. Falls sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://plus.google.com/b/117988452465381278167/117988452465381278167/posts"><img class="alignnone size-full wp-image-4697" title="googleplusennomane" src="http://www.ennomane.de/wp-content/googleplusennomane.png" alt="" width="480" height="380" /></a></p>
<p>Gestern Abend verbreitete sich die <a href="http://www.neunetz.com/2011/11/07/google-startet-google-pages-fuer-firmenaccounts/">Nachricht</a>, dass Google+ nun endlich analog zu Facebook auch &#8220;Pages&#8221; unterst&#252;tzt, die keinem Klarnamenszwang mehr unterliegen. Damit kann man dann auch GooglePlus-Accounts f&#252;r Blogs, Firmen und Organisationen unter passendem Namen anlegen &#8211; oder Google+ anonym verwenden. So einer Page sieht man (bisher) nicht an, wer sie angelegt hat. Falls sich das mal &#228;ndert und auch damit Google die Verbindung zwischen Pseudonym und b&#252;rgerlicher Identit&#228;t nicht ziehen kann, richtet man sich halt einen Fake-Account unter unter echt klingendem Namen der Sorte &#8220;Michael Meier&#8221; an und von dort aus dann die Page mit dem Lieblingspseudonym.</p>
<p>Ich habe keine Ahnung, ob das schon das neulich <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-10/google-nymwar-klarnamen">angek&#252;ndigte</a> Pseudonym-Feature ist oder ob es noch kommt. Als Hack erf&#252;llt das ganze seinen Zweck und k&#246;nnte &#228;hnlich wie bei Facebook einen Trend einleiten: Social Bigotry. Schlie&#223;lich muss Google seine Policy nicht &#228;ndern und kann die <a href="http://www.ennomane.de/2011/07/28/pseudonymintoleranz/">Klarnamennazis</a> weiterhin zufrieden stellen, andererseits existiert ein gangbarer Hack, Google+ pseudonym und sogar hinreichend anonym zu nutzen. Ein Bisschen wie bei Facebook, wo Pseudonyme offiziell nicht erlaubt sind, aber massenhaft toleriert und dann doch immer mal wieder <a href="http://www.eyesaiditbefore.de/2011/10/26/klarnamenzwang-bei-facebook-konto-blockiert/">gesperrt</a> werden.</p>
<p>Witz am Rande: Meine neue GooglePlus-Page &#8220;<a href="https://plus.google.com/b/117988452465381278167/117988452465381278167/posts">Die Ennomane</a>&#8221; habe ich von meinem wegen Pseudonymnutzung <a href="http://www.ennomane.de/2011/09/28/ein-geburtstagsgeschenk-von-google/">gesperrten</a> Account aus angelegt. Einfach so. Daf&#252;r sperrt Google mich monatelang aus und nimmt das ganze miese Pseudonymdebattenkarma auf sich? Bleibt nur noch das Problem: Wie kriege ich die rund 4600 Follower des alten Accounts dazu, dem neuen Account zu folgen?</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4693&amp;md5=9bbaf3315ada9f32b965a2eae26f600b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4693&amp;md5=9bbaf3315ada9f32b965a2eae26f600b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die k&#246;nnen ja nicht mit Geld umgehen!</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/10/31/die-konnen-ja-nicht-mit-geld-umgehen/</link>
		<comments>http://www.ennomane.de/2011/10/31/die-konnen-ja-nicht-mit-geld-umgehen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 18:32:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bankenkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Privatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Verstaatlichung]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r meine Oma waren es die Sozialdemokraten, die nicht mit Geld umgehen konnten. Fr&#252;her war das lange Zeit &#8220;der Staat&#8221; und heute neigen viele eher dazu zu sagen, &#8220;die M&#228;rkte&#8221; k&#246;nnen nicht mit Geld umgehen. Vielleicht sollten wir langsam mal verstehen, dass das Argument, irgendwer oder irgendwas k&#246;nne nicht mit Geld umgehen, grunds&#228;tzlich Unfug ist? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4671" title="geld" src="http://www.ennomane.de/wp-content/geld.jpg" alt="" width="480" height="480" /></p>
<p>F&#252;r meine Oma waren es die Sozialdemokraten, die nicht mit Geld umgehen konnten. Fr&#252;her war das lange Zeit &#8220;der Staat&#8221; und heute neigen viele eher dazu zu sagen, &#8220;die M&#228;rkte&#8221; k&#246;nnen nicht mit Geld umgehen. Vielleicht sollten wir langsam mal verstehen, dass das Argument, irgendwer oder irgendwas k&#246;nne nicht mit Geld umgehen, grunds&#228;tzlich Unfug ist?</p>
<p>Es sind immer irgendwelche ganz konkreten Leute, die nicht mit Geld umgehen k&#246;nnen. Die Versuchung ist immer da gro&#223;, wo viel Geld vorhanden ist und Schwund scheinbar niemandem weh tut. Es ist dabei vollkommen egal, ob es sich um den Staat oder einen Konzern handelt. Dass man nicht privatisieren/verstaatlichen d&#252;rfe, weil irgendwer nicht mit Geld umgehen k&#246;nne, ist d&#228;mliche Stammtisch-Rhetorik, egal ob man nun f&#252;r Privatisierungen oder Verstaatlichungen ist.</p>
<p>Vielmehr ist das Ganze ein Argument daf&#252;r, dass wir ganz dringend mehr Transparenz brauchen. Und zwar auf staatlicher Seite <em>und</em> in den Konzernen gleicherma&#223;en. Damit beide k&#252;nftig besser mit dem Geld umgehen, das wir ihnen &#8211; so oder so &#8211; geben.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4669&amp;md5=47ec064115f0230f5e2d05f916b31a65" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4669&amp;md5=47ec064115f0230f5e2d05f916b31a65" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schnauze, Schmidt!</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/10/26/schnauze-schmidt/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 03:02:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Schmidt]]></category>

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		<description><![CDATA[Helmut Schmidt toll finden ist einer der gro&#223;en gemeinsamen Nenner unserer Zeit. Schmidt ist bis heute der Kanzler der Herzen, politisch dahin gemeuchelt auf auf dem H&#246;hepunkt seiner Regierungszeit, ausgerechnet von Birne, der Witzfigur der 80er Jahre. F&#252;r meine Generation ist er eine Kindheitserinnerung wie Captain Future und &#8220;Moskau&#8221; von Dschinghis Kahn &#8211; irgendwie auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4638" title="schmidt" src="http://www.ennomane.de/wp-content/schmidt.jpg" alt="" width="480" height="481" /></p>
<p>Helmut Schmidt toll finden ist einer der gro&#223;en gemeinsamen Nenner unserer Zeit. Schmidt ist bis heute der Kanzler der Herzen, politisch dahin gemeuchelt auf auf dem H&#246;hepunkt seiner Regierungszeit, ausgerechnet von Birne, der Witzfigur der 80er Jahre. F&#252;r meine Generation ist er eine Kindheitserinnerung wie Captain Future und &#8220;Moskau&#8221; von Dschinghis Kahn &#8211; irgendwie auch heute noch cool, etwas peinlich aber aus einer Zeit, wo wir noch Gut (Schmidt) und B&#246;se (Kohl) auseinander halten konnten und alles seine Richtigkeit hatte.</p>
<p>Am 6. M&#228;rz 1983 gab es Neuwahlen. Das Datum wei&#223; ich bis heute auswendig. Ich war 9 Jahre alt, durfte bis in die Puppen aufbleiben, lernte viel &#252;ber Prozente und Sitzverteilung und wartete ungeduldig auf OTTO!!!, der f&#252;r den Abend angek&#252;ndigt war. Das konstruktive Misstrauensvotum gegen Schmidt und die Neuwahlen ein paar Monate sp&#228;ter waren das erste, was ich politisch bewusst wahrgenommen habe, auch wenn ich in meiner kindlichen Weltsicht im Verrat der FDP an der guten Sache einen Akt reiner Bosheit sah.</p>
<p>Vielen geht es &#228;hnlich und viele verkl&#228;ren die Jahre zu einer goldenen Zeit, in der die Promis in Talkshows nur scheinbar kl&#252;ger redeten als heute, daf&#252;r aber viel und &#246;ffentlich rauchten. Der Krisenmanager der Sturmflut von 1962 geh&#246;rt nicht nur in dieselbe &#196;ra wie Loriot, sondern ist auch &#228;hnlich sakrosankt, was sein &#246;ffentliches Ansehen betrifft. Warum eigentlich? Dass Schmidt zur Katastrophenbek&#228;mpfung die Bundeswehr f&#252;r Hilfsdienste im Innern einsetzte, w&#228;re heute legal, war aber damals ein Verfassungsbruch, f&#252;r den man Helmut Schmidt angesichts der Notlage freilich nicht verurteilen mag.</p>
<p>Schmidt tr&#246;stet. Wenn Ronald &#8220;Ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen&#8221; Pofalla zu Wolfgang Bosbach &#252;ber das Grundgesetz sagt „Lass mich mit so einer Schei&#223;e in Ruhe.“, ist das zwar &#8211; gerade auch wegen des Anlasses (Fraktionszwang) &#8211; vulg&#228;r, aber dank Schmidt Schnauze eben nicht wirklich neu und kein Grund zur Beunruhigung. 1958 warf die SPD Schmidt aus dem Fraktionsvorstand, weil der pflichtbewusste Militarist, der bis 1945 seinem damaligen F&#252;hrer noch als Oberleutnant diente, lieber als Hauptmann der Reserve an einer Wehr&#252;bung teilnahm statt an den Fraktionssitzungen. 16 Jahre sp&#228;ter erlaubte man ihm das Regieren und er sorgte via Nato-Doppelbeschluss daf&#252;r, dass atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen in Deutschland stationiert wurden, deren Einsatz nicht nur Polen und die DDR sondern auch gleich noch die westliche H&#228;lfte Deutschlands unbewohnbar gemacht h&#228;tte, ohne dass es daf&#252;r noch eines sowjetischen Gegenschlages bedurfte. Die einst friedensbewegten Gr&#252;nen schuldeten ihrem Geburtshelfer viel Dankbarkeit.</p>
<p>Aber das war damals &#8211; wo steht er eigentlich heute? Und so als &#214;konom? Der alte Keynesianer, der in den 70ern gesagt haben soll, ihm seien 7% Inflation lieber als 7% Arbeitslosigkeit, hat sich um 180 Grad gedreht. Er steht voll hinter der neoliberalen Agendapolitik Schr&#246;ders. Ginge es nach Helmut Schmidt, w&#228;re der Hartz-4-Satz zu senken, zumindest aber auf Jahre hinaus einzufrieren und der K&#252;ndigungsschutz weiter zu lockern, nat&#252;rlich nicht ohne die Wochen- und Lebensarbeitszeit ohne Ausgleich zu erh&#246;hen. Dass im so geschaffenen Niedriglohnsektor keiner mehr vom Einkommen seines Jobs leben kann, st&#246;rt das Urgestein der Sozialdemokratie nicht. Immerhin w&#228;re er f&#252;r einen (niedrigen) Mindestlohn &#8211; aber erst wenn den Fl&#228;chentarifvertr&#228;gen auch in ihren letzten Nischen der Garaus gemacht wird und Gewerkschaften keinerlei Einfluss mehr haben.</p>
<p>Da ist es nur folgerichtig, dass der autorit&#228;re Parteipatriarch ein ebenso neoliberales &#220;berbleibsel der Agendapoltik in einer unw&#252;rdigen Buchvermarktungsveranstaltung zum Kanzlerkandidaten kr&#246;nt, kurz nachdem die SPD alle Ambitionen hat fahren lassen, so etwas wie Vorwahlen nach amerikanischem Vorbild durchzuf&#252;hren. Blo&#223; nicht mehr Demokratie wagen! Die SPD hat jetzt die Wahl zwischen Steinbr&#252;ck und Steinmeier &#8211; und das soll die lang erwartete Antwort der Sozialdemokratie auf immer drastischere Umverteilung von unten nach oben sein? Auf Finanzkrise, Kapitalismusversagen und OccupyWallstreet?</p>
<p>Wenn ich verschiedene Texte von und &#252;ber Helmut Schmidt so lese, bin ich geradezu best&#252;rzt, in wie wenig Punkten ich mit dem einst verehrten Helden meiner politischen Kindheit eigentlich &#252;bereinstimme. Die multikulturelle Gesellschaft empfindet er als Illusion und bereitet so den Sarrazins in der SPD ihren N&#228;hrboden. Den Klimawandel habe es schon immer gegeben, die Debatte sei hysterisch und all die Wissenschaftler und Klimaforscher haben vermutlich einfach keine Ahnung. Das Verfassungsgericht m&#246;ge sich k&#252;nftig doch bitte ein wenig mehr zur&#252;ckhalten und mit seinen Urteilen dem Kanzler weniger dreinregieren. Ach ja: w&#228;hlen sollte man auch besser erst mit 21 statt schon mit 18 d&#252;rfen. Und wer Visionen habe, m&#252;sse zum Arzt gehen. Gerade der letzte Satz steht f&#252;r das Ende von Poltik und den Anfang der Postdemokratie und ist ein Symbol f&#252;r die Ursachen heutiger Parteienverdrossenheit.</p>
<p>Bleibt noch die schnarrende Schneidigkeit des alten Haudegens, seine Aufrichtigkeit und Prinzipientreue. Den Menschenrechten stellt er eine allgemeine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenpflichten">Erkl&#228;rung der Menschenpflichten</a> gegen&#252;ber, die sich allesamt ehrbar lesen. Sie leiten sich aus dem kategorischen Imperativ ab, der Ehrfurcht vor dem Leben und der Ehrfurcht vor den Rechten unserer Mitmenschen. &#220;ber diese Deklaration musste ich sehr lachen, habe ich doch beim Lesen das Bild des halstarrigen Greises vor Augen, der seine Umgebung zum Passivrauchen zwingt.</p>
<p>Da wird klar, dass die SPD sich nicht erst unter Schr&#246;der von der Sozialdemokratie verabschiedet hat und <a href="http://www.ennomane.de/2011/08/15/aus-einer-anderen-zeit/">Willy Brandt</a> der letzte sozialdemokratische Kanzler war. Und es sieht derzeit nicht danach aus, als ob sich das &#228;ndert. Auch dank Schmidt Schnauze.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4633&amp;md5=f173bc9689bac5530716fdb0281f58dd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4633&amp;md5=f173bc9689bac5530716fdb0281f58dd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Open Mind 2011</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/10/23/open-mind-2011/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 16:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[om11]]></category>
		<category><![CDATA[Open Mind 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wei&#223; jetzt schon: Wenn ich am Silvesterabend zur&#252;ckblicken werde, welche drei Dinge mich 2011 nachtr&#228;glich am meisten &#228;rgern, dann dass ich nicht zur Open Mind nach Kassel gefahren bin. Einige der Vortragenden haben ihre Vortr&#228;ge noch einmal aufgeschrieben und auf Telepolis ver&#246;ffentlicht. Das ist alles nicht nur extrem lesenswert, sondern ich bin ernsthaft baff, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wei&#223; jetzt schon: Wenn ich am Silvesterabend zur&#252;ckblicken werde, welche drei Dinge mich 2011 nachtr&#228;glich am meisten &#228;rgern, dann dass ich nicht zur <a href="http://11.openmind-konferenz.de/">Open Mind</a> nach Kassel gefahren bin. Einige der Vortragenden haben ihre Vortr&#228;ge noch einmal aufgeschrieben und <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35722/1.html">auf Telepolis ver&#246;ffentlicht</a>. Das ist alles nicht nur extrem lesenswert, sondern ich bin ernsthaft baff, in f&#252;nf dieser sieben Artikel die Quintessenz dessen wiederzufinden, womit ich mich gedanklich, bloggend und politisch die letzten zw&#246;lf bis 24 Monate besch&#228;ftigt habe:</p>
<blockquote><p>Werke wie Musikst&#252;cke und Filme sind – wie wir dank der Digitalisierung wissen – nicht viel mehr als Daten, Nullen und Einsen und damit nichts anders als gro&#223;e Zahlen. Daten sind nicht &#246;konomisch knapp, man kann sie durch Kopieren nicht mal stehlen, immerhin hat sie der vermeintlich Bestohlene ja immer noch. Sie sind in beliebiger Menge vervielf&#228;ltigbar und jeder kann sie nutzen ohne andere dabei einzuschr&#228;nken.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Andreas Popp:</em><br />
<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35727/1.html">Warum Eigentum nicht geistig sein kann</a></p>
</blockquote>
<blockquote><p>Ich bin (&#8230;) &#252;berzeugt davon, dass die meisten Menschen, die vor&#252;bergehend oder dauerhaft in der institutionalisieren Wissenschaft t&#228;tig sind, aufrichtig handeln und sich ihr Ansehen und ihre akademischen Weihen ehrlich verdienen. Aber dass eine besondere kriminelle Energie n&#246;tig ist, um das System auszuhebeln, glaube ich nicht. Denn die institutionalisierte Wissenschaft selbst &#8211; konkret, das System der wissenschaftlichen Qualit&#228;tskontrolle &#8211; versagt hier auf eine vorhersehbare, in diesem System selbst angelegte Art und Weise.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Anatol Stefanowitsch:</em><br />
<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35734/1.html">Institutionalisierte Wissenschaft reloaded</a></p>
</blockquote>
<blockquote><p>Wie krass der Unterschied von einst zu heute ist, merkt man am besten an den Anachronismen, die in der alten Medienwelt bis heute &#252;berwinterten. Es gibt immer noch den Reflex der Massenmedien, sobald irgendwo ein Ungl&#252;ck geschieht, dass die Opferzahl unter den Deutschen extra ausgewiesen wird. So nach dem Motto: &#8220;Erbeben in China. 12 Deutsche verletzt. Insgesamt 8000 Todesopfer.&#8221; Auf den ersten Blick wirkt das f&#252;r unsereins zynisch und auf den zweiten nationalistisch, fast rassistisch. Aber ich glaube, diese Deutung ist falsch. Es ist schlicht: aus der Zeit gefallen.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Michael Seemann:</em><br />
<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35735/1.html">Die gesellschaftliche Singularit&#228;t ist nah</a></p>
</blockquote>
<blockquote><p>Zur Folge hat dies oft, dass sich die Medien ihre Fl&#252;gel selbst definieren. Als es 2010 um die Programmerweiterung ging, wurden zwei Lager definiert: das progressive Pro-BGE-Lager rund um Deutschlands Nord-Osten und das konservative Contra-BGE-Lager, vor allem aus den s&#252;dlichen Bundesl&#228;ndern. &#196;hnliches geschah bei der Wahl zum Bundesvorsitzenden im Mai 2011, als trotz zahlreicher Kandidaten die Wahl k&#252;nstlich zu einem Showdown zwischen einem eher gem&#228;&#223;igteren LiquidFeedback-kritischen, s&#252;dlichen Nerz und dem progressiven LiquidFeedback-Fan Lauer aus Berlin hochstilisiert wurde.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Fabio Reinhardt:</em><br />
<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35740/1.html">Two wings to fly</a></p>
</blockquote>
<blockquote><p>Und in der Tat ist eine sachliche Diskussion &#252;ber Feminismus und die Themen des Feminismus kaum m&#246;glich &#8211; ja, wird sie schon im ersten Schritt an dem semantischen Bias des Begriffes abgelehnt. Au&#223;erdem wird ein feministischer Diskurs grunds&#228;tzlich als ideologisch und nicht faktenorientiert empfunden. Und so bleibt letztlich nur die Frage: Warum? Woher kommen diese Emotionen? Was l&#228;sst emanzipatorisch gesinnte Menschen eine Emanzipationsbewegung so ablehnen?</p>
<p style="text-align: right;"><em>Julia Schramm:</em><br />
<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35749/1.html">Einfach mal zuh&#246;ren</a></p>
</blockquote>
<blockquote><p>Ich kam auf den mir damals noch v&#246;llig abwegig erscheinenden Gedanken, diese Gelegenheit zu nutzen, etwas &#246;ffentlich anzusprechen, was ich viele Jahre lieber verschwiegen hatte: meine eigene psychische Krankheit. (&#8230;) Der Moment, bevor ich mich vor die gut 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellte, war auch der letzte, bei dem ich wirklich unangenehm aufgeregt war. Einmal das Mikrophon in der Hand und die ersten, halb gestotterten Ans&#228;tze &#252;berstanden, verschwand die Anspannung schlagartig.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Andreas Prei&#223;:</em><br />
<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35724/1.html">Post-Privacy: Schw&#228;che zeigen, St&#228;rke beweisen</a></p>
</blockquote>
<blockquote><p>Ein Wahl-O-Mat der nicht allzu fernen Zukunft wird nat&#252;rlich weit mehr k&#246;nnen. Er recherchiert &#8211; f&#252;r mich personalisiert &#8211; die Entscheidungen der Politiker, ihre Versprechen, ihre L&#252;gen, ihre Lobby, ihre Ziele. Er beobachtet mich in Twitter und Facebook und bestimmt so meine Pr&#228;ferenzen, schaut, mit wem ich befreundet bin und was mir und meinen Freunden wichtig ist. Wie lange mein Facebook-Avatar den &#8220;Atomkraft &#8211; Nein Danke&#8221;-Badget tr&#228;gt. Auf welchen Webseiten ich wie lange verweile. Und aus all dem kann der Wahl-O-Mat der Zukunft mir eine unumst&#246;&#223;liche Pr&#228;ferenz f&#252;r eine Partei berechnen.</p>
<p style="text-align: right;"><em>J&#246;rg Friedrich:</em><br />
<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35745/1.html">Der Wahl-O-Mat</a></p>
</blockquote>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4614&amp;md5=e8037e4d384e611a269f71e49daed707" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4614&amp;md5=e8037e4d384e611a269f71e49daed707" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn Politiker ihre Meinung nicht sagen sollen&#8230; oder wollen</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/10/22/wenn-politiker-ihre-meinung-nicht-sagen-sollen-oder-wollen/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 16:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Piratenpartei hat zu etlichen Themen keine Positionen und bis die wirklich in alle Ver&#228;stelungen und Politikbereiche ausgedacht, ausformuliert und auf Parteitagen verabschiedet sind, wird noch sehr viel Zeit vergehen. Blo&#223; was tun wir bis dahin? Die Frage zum Beispiel, wie im Falle einer Regierungsbeteiligung eigentlich die Au&#223;enpolitik der Piraten auss&#228;he, ist ja nun mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4586" title="ranseier" src="http://www.ennomane.de/wp-content/ranseier.jpg" alt="" width="480" height="480" /></p>
<p>Die Piratenpartei hat zu etlichen Themen keine Positionen und bis die wirklich in alle Ver&#228;stelungen und Politikbereiche ausgedacht, ausformuliert und auf Parteitagen verabschiedet sind, wird noch sehr viel Zeit vergehen. Blo&#223; was tun wir bis dahin? Die Frage zum Beispiel, wie im Falle einer Regierungsbeteiligung eigentlich die Au&#223;enpolitik der Piraten auss&#228;he, ist ja nun mehr als berechtigt, vor allem wenn gewisse Parteimitglieder laut &#252;ber solche Optionen nachdenken.</p>
<p>Nehmen wir ein akutes Problem, die Schuldenkrise. Im Handelsblatt erschien ein <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kein-bankvorstand-kann-seine-bilanz-erklaeren/5399734.html">Interview mit Piraten-Vorstand Matthias Schrade</a>. Darin sagt er vieles, was ich so unterschreiben w&#252;rde, und vieles, was ich f&#252;r falsch halte &#8211; unter anderem dass Griechenland und andere L&#228;nder unter Umst&#228;nden die W&#228;hrungsunion verlassen m&#252;ssen.</p>
<p>Fabio Reinhardt hat <a href="http://pirat.fabioreinhardt.de/positionen/ohne-gemeinsamen-wirtschaftsraum-keine-demokratie/">in seinem Blog geantwortet</a>. Inhaltlich nimmt er in der Griechenland-Frage die Gegenposition ein &#8211; da bin ich &#252;brigens ganz bei Fabio &#8211; kritisiert aber vor allem, dass da ein Piratenvorstand seine &#8220;Privatmeinung&#8221; kund tut, was derzeit kontraproduktiv sei, weil diese &#8220;Privatmeinung&#8221; nicht nur falsch sei, sondern auch die FDP in Berlin und Gauweiler in der CSU damit auf die Schnauze geflogen seien. Stattdessen lobt er Sebastian Nerz:</p>
<blockquote><p>Gerade beim Thema Eurokrise hat er sich sehr vorbildlich verhalten. Sebastian gab an, eine eigene, wohldurchdachte Meinung zu dem Thema zu haben und lehnte es aber – trotz mehrmaliger Nachfrage – ab, diese zu &#228;u&#223;ern, da sie nat&#252;rlich in einer &#246;ffentlichen Gespr&#228;chssituation als Parteimeinung verstanden werden k&#246;nnte.</p></blockquote>
<p>Wie bitte? Sebastian ist Bundesvorsitzender der Piratenpartei. Er wird sich sehr wahrscheinlich irgendwann zur Wiederwahl stellen. Und ich w&#252;rde mich wundern, wenn er nicht auch f&#252;r ein Mandat kandidiert. Aber <em>selbstverst&#228;ndlich</em> m&#246;chte ich wissen, wie er &#252;ber dieses Thema denkt &#8211; gerade auch <em>weil</em> es hierzu noch keine Parteibeschl&#252;sse gibt, die er nachbeten kann.</p>
<p>Wie leicht bei einem solchen Stil die Kommunikation krepiert, sieht man sch&#246;n an diesem <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/tacheles/1585664/">Interview im  Deutschlandradio</a>, wo Sebastian sich zun&#228;chst wacker schl&#228;gt, sich dann aber im Konflikt zwischen Transparenz und Privatmeinung verheddert und am Ende recht unsympathisch r&#252;berkommt.</p>
<p>&#220;berhaupt, &#8220;Privatmeinung&#8221;, was f&#252;r ein Unwort! Korrigiert mich, aber die Piratenpartei ist unter anderem angetreten, um Politik wieder menschlicher zu gestalten. Dazu geh&#246;rt auch, die &#246;ffentliche Inszenierung &#8220;Politiker&#8221; und den Alltagsmenschen wieder mehr zur Deckung zu bringen. F&#252;r offizielle Sprecher gilt nat&#252;rlich etwas anderes, aber von Amts- und Mandatstr&#228;gern <em>erwarte</em> ich einfach, dass sie sagen, was sie denken. &#8220;Privatmeinung&#8221; ist das Gegenteil von Transparenz. Wer seine Meinung nicht sagen will, sollte gar nicht erst f&#252;r den Vorsitz einer Partei kandidieren. Immerhin werden unsere Spitzenleute in den Interviews zu aktuellen politischen Themen befragt und nicht zu ihren sexuellen Vorlieben.</p>
<p>Aber es gibt zwischen &#8220;Dazu hat die Piratenpartei noch nichts entschieden und ich will meine Privatmeinung nicht sagen.&#8221; einerseits und &#8220;Dazu hat die Piratenpartei noch nichts entschieden, aber ich pers&#246;nlich habe keine Meinung dazu oder finde, dass Carthago zerst&#246;rt werden muss&#8221; andererseits noch einen dritten Weg: &#8220;Dazu hat die Piratenpartei noch nichts entschieden, aber wenn Sie sich unsere anderen politischen Forderungen wie Netzneutralit&#228;t, Abschaffung von Studiengeb&#252;hren oder bedingungsloses Grundeinkommen ansehen, k&#246;nnen Sie davon ausgehen, dass die Piraten f&#252;r Solidarit&#228;t mit Carthago pl&#228;dieren werden.&#8221;</p>
<p>Wir m&#252;ssen noch viel lernen. Besonders wenn wir den anderen nicht alles nachmachen wollen.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4582&amp;md5=b9cec8a5cd382eaf9d8704214f995da9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4582&amp;md5=b9cec8a5cd382eaf9d8704214f995da9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Name des Bundestrojaners</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/10/16/der-name-des-bundestrojaners/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 14:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[0zapftis]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestrojaner]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Trojaner ist ein Trojaner ist ein Trojaner. Erinnert ihr euch daran, dass wir kurz nach Bekanntwerden des &#8220;Bundestrojaners&#8221; diesen erstmal &#8220;Landes-&#8221; oder &#8220;Staatstrojaner&#8221; nennen mussten, weil das Innenministerium behauptet, das Ding sei nie vom BKA eingesetzt worden? Heute k&#246;nnen wir zu alter Gewohnheit zur&#252;ckkehren und das Baby wieder beim Namen nennen. Innenminister Friedrich im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4556" title="0zapftis" src="http://www.ennomane.de/wp-content/0zapftis.jpg" alt="" width="480" height="480" /></p>
<p>Ein Trojaner ist ein Trojaner ist ein Trojaner. Erinnert ihr euch daran, dass wir kurz nach Bekanntwerden des &#8220;Bundestrojaners&#8221; diesen erstmal &#8220;Landes-&#8221; oder &#8220;Staatstrojaner&#8221; nennen mussten, weil das Innenministerium <a href="http://www.tagesschau.de/inland/trojaner102.html">behauptet</a>, das Ding sei nie vom BKA eingesetzt worden? Heute k&#246;nnen wir zu alter Gewohnheit zur&#252;ckkehren und das Baby wieder beim Namen nennen. Innenminister Friedrich im <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/im-interview-bundesinnenminister-friedrich-csu-es-gibt-keine-rechtliche-grauzone-11494291.html">FAZ-Interview</a>:</p>
<blockquote><p>Auf Bundesebene, also beim Bundeskriminalamt, dem Bundesamt f&#252;r Verfassungsschutz und der Bundespolizei, ist das seit 2008 gerade mal in rund 25 F&#228;llen geschehen.</p></blockquote>
<p>Da hat er mal eben so den Einsatz auf Bundesebene und durch das BKA doch zugegebenen. Ich finde ja faszinierend, wie die die bekannten Kommunikationsschemata der Altparteien &#8211; l&#252;gen, vertuschen, abwiegeln &#8211; auch heute noch angesichts unbestreitbarer Tatsachen greifen. Ansonsten: <a href="http://www.christopherlauer.de/2011/10/16/ueberwachung-unverzueglich-stoppen-quellcode-offenlegen/">was Christoph Lauer sagt!</a> Eine grundgesetzkonforme &#220;berwachung von Computern ist schon technisch nicht m&#246;glich. Der Einsatz des Bundestrojaners muss auf allen Ebenen gestoppt und der Quellcode der Software zur Analyse und Schadensbegrenzung ver&#246;ffentlicht werden.</p>
<p>P.S.: Langsam k&#246;nnen wir aber auch anfangen, das Ding &#8220;<a href="http://futurezone.at/netzpolitik/5404-bundestrojaner-auch-nach-oesterreich-verkauft.php">Eurotrojaner</a>&#8221; zu nennen.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4555&amp;md5=dd539f43598a479a03f595132a070960" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4555&amp;md5=dd539f43598a479a03f595132a070960" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Peter Altmaier, Malte Spitz und die Piraten</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/10/15/peter-altmaier-malte-spitz-und-die-piraten/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 18:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalte]]></category>
		<category><![CDATA[Malte Spitz]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Altmaier]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tag brachte zwei bemerkenswerte Artikel von Spitzenpolitikern konservativer Parteien: Der eine liest sich ganz fluffig und gerade auch f&#252;r Offliner sehr verst&#228;ndlich, zeugt aber beim erneuten Lesen von tief gehenden Gedanken zum Ph&#228;nomen Piratenpartei und zur Netzkultur, die sich der Autor gemacht hat. Der andere simuliert Fachwissen, h&#228;uft aber nur Gemeinpl&#228;tze an. Beginnen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/piratenartikel.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4536" title="piratenartikel" src="http://www.ennomane.de/wp-content/piratenartikel.jpg" alt="" width="480" height="480" /></a></p>
<p>Der Tag brachte zwei bemerkenswerte Artikel von Spitzenpolitikern konservativer Parteien: Der eine liest sich ganz fluffig und gerade auch f&#252;r Offliner sehr verst&#228;ndlich, zeugt aber beim erneuten Lesen von tief gehenden Gedanken zum Ph&#228;nomen Piratenpartei und zur Netzkultur, die sich der Autor gemacht hat. Der andere simuliert Fachwissen, h&#228;uft aber nur Gemeinpl&#228;tze an. Beginnen wir mit dem zweiten: Malte Spitz, Mitglied im Bundesvorstand der Gr&#252;nen, beginnt <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,791683,00.html">seinen SPON-Artikel</a> mit einer Respektbekundung, behauptet dann aber, die Piratenpartei habe nicht nur keine Inhalte, sie stammten auch noch nicht mal von den Piraten. Abgesehen davon, dass es paradox ist, klingt das wie ein Vorwurf an Kommunisten, sie h&#228;tten sich das ja alles gar nicht selber ausgedacht sondern von Marx geklaut.</p>
<p>Es stimmt: die gro&#223;en netzpolitischen Schlachten der letzten Jahre wurden nicht von der Piratenpartei geschlagen, sondern vom <a href="http://www.ccc.de/">CCC</a>, vom <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/static/portal_de.html">AK Vorrat</a>, vom <a href="http://ak-zensur.de/">AK Zensur</a>, <a href="http://www.foebud.org/">FoeBud e.V.</a> und anderen Gruppen. Das kann auch gar nicht sein, die Piratenpartei ist n&#228;mlich nicht Vater dieser Auseinandersetzungen sondern ihr Kind. Sicher: gegr&#252;ndet wurde sie schon 2006 &#8211; in ihrer heutigen Form nahm sie jedoch erst 2009 Gestalt an. Der Vorwurf ist also ungef&#228;hr so albern wie den Gr&#252;nen vorzuwerfen, ihre Politik sei von Greenpeace oder der Antiatombewegung geklaut, wo im &#252;brigen auch Mitglieder anderer Parteien mitmachen w&#252;rden.</p>
<p>Die Piratenpartei, so behauptet Malte Spitz, inszeniere ihr Anderssein nur. F&#252;r eine Inszenierung braucht man freilich jemanden, der inszeniert &#8211; und so jemand ist bei den Piraten nun wirklich weit und breit nicht zu sehen. Die Wurzeln der Piratenpartei gehen diffus auf den kalifornischen 60er-Jahre-Zeitgeist der ersten Programmierer, die Erfinder des Internet und auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hackerethik">Hacker-Ethik</a> zur&#252;ck, aber auch auf das ganz aktuelle Lebensgef&#252;hl der hier und jetzt mit dem Internet sozialisierten Menschen, die heute &#252;berwiegend unter 30 Jahre alt sind.</p>
<p>Sie ziehen ihre Agenda nicht aus einer zentralen Ideologie, sondern aus dem Lebensgef&#252;hl einer Generation, welches sich gerade erst allm&#228;hlich zu so etwas wie Ideologie formt. Der Kulturwissenschaftler Michael Seeman <a href="http://www.ctrl-verlust.net/das-politische-denken-der-piraten/">legt das knapp, verst&#228;ndlich und lesenswert dar</a>: Ein, wenn nicht <em>der</em> zentrale Wert der Piratenpartei ist die &#8220;Netz- oder Plattformneutralit&#228;t&#8221;. F&#252;r diesen sperrigen Begriff w&#252;nsche ich mir noch einen Ersatz, der das Prinzip st&#228;rker auf die gesamte Gesellschaft erweitert, aber man kann damit arbeiten. Von der Kernforderung, Information m&#252;sse frei zug&#228;nglich sein und niemand d&#252;rfe von ihr abgeschnitten werden, wird dieses Prinzip auf immer neue Lebensbereiche &#252;bertragen:</p>
<p>Ein Beispiel ist die Vision vom bedingungslosen Grundeinkommen, das helfen soll, allen ohne Diskriminierung eine &#246;konomische Teilhabe zu erm&#246;glichen. Die <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Sozialpiraten">Sozialpiraten</a> arbeiten gerade u.a. an der konkreten Umsetzung: Eine schlagartige Einf&#252;hrung ist ja nicht zu erwarten &#8211; wie k&#246;nnten die vorhandenen sozialen Systeme nach und nach in dieser Richtung transformiert werden? Ein weiteres Beispiel auf lokaler Ebene: kostenloser &#246;ffentlicher Nahverkehr f&#252;r alle &#252;ber eine kommunale Abgabe. Das &#228;rgert zwar die Autofahrer, die keine Lust haben, die Bahn mit zu bezahlen, aber was mit GEZ und &#246;ffentlich-rechtlichen Sendern m&#246;glich ist, sollte auch bei der meiner Meinung nach viel wichtigeren Mobilit&#228;t denkbar sein.</p>
<p>Ein letztes Beispiel, das besonders deutlich illustriert, wie wenig die Piratenpartei von ihren Konkurrenten verstanden wird, ist die Frauenquote. Sie wird von den Piraten abgelehnt, weil sie Diskriminierung zwischen den Geschlechtern zementiert anstatt sie abzubauen. Unausgegorene Ideen wie der &#8220;<a href="http://fiw.f4.htw-berlin.de/">Frauenstudiengang Informatik</a>&#8221; an der HTW Berlin, der allein erziehenden M&#252;ttern das Studieren in Teilzeit erm&#246;glicht, zeigt die Beschr&#228;nktheit des Quotendenkens: Warum ist so etwas an einige wenige Studieng&#228;nge gekoppelt und nicht einfach Standard? Und was ist, wenn allein erziehende V&#228;ter in Teilzeit studieren wollen?</p>
<p><em>&#8220;Piraten machen es sich leichter&#8221;</em>, ist der Artikel von Malte Spitz &#252;berschrieben. Ansichten und Forderungen wie letztgenannte m&#252;ssen gerade im linken Spektrum, zu dem die Piratenpartei ja irgendwie auch geh&#246;rt, nicht nur m&#252;hsamst erkl&#228;rt werden &#8211; man kann ganz sch&#246;n politische Haue daf&#252;r bekommen, und zwar von allen Seiten. Da tun die Piraten vieles, aber leicht machen sie sich nichts.</p>
<p>Das waren nur wenige Beispiele und in der Piratenpartei wird flei&#223;ig weiter an Inhalten gearbeitet. Man sieht das blo&#223; nicht so, weil dar&#252;ber nicht auf Parteitagen und im Feuilleton gestritten wird, sondern im Netz. Also zur&#252;ck zur Netzpolitik, zur Frage, wie tief greifend das Internet die Gesellschaft ver&#228;ndert. Einer, der das verstanden hat, ist Peter Altmaier, parlamentarischer Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der CDU-Bundestagsfraktion. <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitales-denken/politik-und-internet-mein-neues-leben-unter-piraten-11493287.html">In seinem FAZ-Artikel</a> beschreibt er, wie ihm allm&#228;hlich bewusst wird, wie dramatisch die Umw&#228;lzungen sind, die das Internet mit sich bringt, und dass das l&#228;ngst noch nicht im &#246;ffentlichen Bewusstsein angelangt ist.</p>
<p>Zwar redet Altmaier noch vom &#8220;Virtuellen&#8221;, das &#8220;in die Realit&#228;t schwappe&#8221;, als sei fr&#252;her nicht real gewesen, was im Netz geschehe, das &#228;ndert aber nichts an der Richtigkeit seiner Diagnose: <em>&#8220;Die politische Freiheit und Gleichheit der B&#252;rger realisiert sich im Netz zum ersten Mal in Permanenz.</em>&#8221; Es geht aber nicht nur darum, das Politik schneller wird, die Reaktionszeiten k&#252;rzer und heute Facebook und Twitter im Auge zu behalten sind &#8211; sondern auch darum, dass die aller meisten Politiker und Mitglieder der Elite des Landes das noch nicht verstanden haben und mit Verachtung und Spott auf die Netzkultur reagieren. Reagiert mein Volksvertreter so auf meine Alltagsgewohnheiten, reagiere ich als W&#228;hler wiederum gerne, indem ich mir einen anderen Volksvertreter suche, der mich und meinen Alltag versteht. Wenn man nicht aufpasst, entsteht so rubbeldiekatz eine neue Partei.</p>
<p>So lange Unionspolitiker wie Peter Uhl <a href="http://www.tagesschau.de/inland/staatstrojaner108.html">ihre Ignoranz demonstrativ vor sich hertragen</a>, droht die CDU nicht gerade, zur zweiten Piratenpartei zu werden. Leider spielt Peter Altmaier hier wissentlich oder unbewusst in einem &#8220;Good-Cop-Bad-Cop&#8221;-Spiel mit. Sein restlicher (&#252;brigens sehr lesenswerter) Artikel ist &#8220;Netzpolitik in a Nutshell&#8221;. Guttenplag, Wikileaks, Twitter, Schwarmintelligenz, Netzkultur und Occupy Wallstreet: All das wird dem meist konservativen FAZ-Leser nahe gebracht. Das macht sichtbar: Viele dieser Themen haben nichts mit der Piratenpartei zu tun. Das ist aber kein Makel, schlie&#223;lich muss lange nicht alles von der Piratenpartei thematisch angenommen werden, blo&#223; weil es das Internet als gesellschaftliches Betriebssystem benutzt &#8211; vielmehr geht es den Piraten um dieses Betriebssystem selbst. In der Gentechnik werden manipulierte Viren verwendet, um Gene in einen Organismus einzuschleusen. Analog dazu hat f&#252;r mich die Piratenpartei die Funktion, Meme in den Politikbetrieb einzuschleusen.</p>
<p>Ich finde, das macht sie sehr gut.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4523&amp;md5=ac497a5a175d1b55d4bd7726e8a4c7f0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4523&amp;md5=ac497a5a175d1b55d4bd7726e8a4c7f0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erfolgreich arbeiten</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 12:45:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgreich arbeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Arbeiten &#8211; das ist etwas, mit dem dank der erfolgreichen Politik unserer Regierung in letzter Zeit immer mehr Menschen in Kontakt kommen. F&#252;r alle, die sich tiefergehend mit dem Thema auseinander setzen wollen, empfehle ich die hervorragende Brosch&#252;re &#8220;Erfolgreich arbeiten&#8221; (PDF) der Bundesregierung, die &#252;bersichtlich und leicht verst&#228;ndlich einen Einstieg in die Materie vermittelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Arbeiten &#8211; das ist etwas, mit dem dank der erfolgreichen Politik unserer Regierung in letzter Zeit immer mehr Menschen in Kontakt kommen. F&#252;r alle, die sich tiefergehend mit dem Thema auseinander setzen wollen, empfehle ich die hervorragende <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1342/Content/DE/Publikation/Bestellservice/2011-09-22-ratgeber-erfolgreich-arbeiten.html">Brosch&#252;re &#8220;Erfolgreich arbeiten&#8221; (PDF)</a> der Bundesregierung, die &#252;bersichtlich und leicht verst&#228;ndlich einen Einstieg in die Materie vermittelt.</p>
<p><a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Publikation/Bestellservice/__Anlagen/2011-09-22-ratgeber-erfolgreich-arbeiten,property=publicationFile.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-4478" title="erfolgreicharbeiten" src="http://www.ennomane.de/wp-content/erfolgreicharbeiten.jpg" alt="" width="468" height="662" /></a></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4476&amp;md5=71f1b3f909985d3aab0cd154a1b35c66" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4476&amp;md5=71f1b3f909985d3aab0cd154a1b35c66" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Google+ verweigert mir, meinen echten Namen anzugeben</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/10/09/google-verweigert-mir-meinen-echten-namen-anzugeben/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 18:46:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Nymwars]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ihr sicher mitbekommen habt, habe ich letzterdings einigen &#8220;Spa&#223;&#8221; mit Google+. Nachdem sie &#8220;Die Ennomane&#8221; zum zweiten mal gesperrt haben, verfahre ich nach dem Motto: Wenn ich schon nichts echtes unter Pseudonym schreiben darf, dann schreibe ich eben Bl&#246;dsinn unter Klarnamen. Wie absurd Googles Policy ist, sieht man aber daran, dass ich jetzt meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ihr sicher mitbekommen habt, habe ich letzterdings einigen &#8220;<a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-10/ennomane-google-klarnamen">Spa&#223;</a>&#8221; mit Google+. Nachdem sie &#8220;Die Ennomane&#8221; zum zweiten mal <a href="http://www.ennomane.de/2011/09/28/ein-geburtstagsgeschenk-von-google/">gesperrt</a> haben, verfahre ich nach dem Motto: Wenn ich schon nichts echtes unter Pseudonym schreiben darf, dann schreibe ich eben <a href="https://plus.google.com/108298624610041871889/">Bl&#246;dsinn</a> unter Klarnamen.</p>
<p>Wie absurd Googles Policy ist, sieht man aber daran, dass ich jetzt meinen echten, wirklich wahren, b&#252;rgerlichen Personalausweis-Namen nicht angeben darf. Bei dem Versuch, das zu tun, erhalte ich folgende Fehlermeldung:</p>
<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/googleplusname.png"><img class="alignnone size-full wp-image-4469" title="googleplusname" src="http://www.ennomane.de/wp-content/googleplusname.png" alt="" width="485" height="147" /></a></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4468&amp;md5=11c9366e2216fdd0132c7e33090703ce" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4468&amp;md5=11c9366e2216fdd0132c7e33090703ce" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Piratengeist</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/10/05/piratengeist/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 14:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[[Achtung, Pathoscontent!] Es stimmt ja: Programmatisch klaffen riesige L&#252;cken und vieles ist schwammig. Die Piratenpartei hat noch viel vor sich. Dass es aber nicht schlimm ist und etwas ganz gro&#223;artiges beginnt, erleben wir gerade: In der heillos abgesoffenen FDP entz&#252;ndet sich eine Diskussion, sie m&#252;sse sich mehr an der Piratenpartei orientieren. Tats&#228;chlich stillt die Piratenpartei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com/#!/ennomane/status/121573987410120704"><img class="alignnone size-full wp-image-4454" title="twitter_ennomane" src="http://www.ennomane.de/wp-content/twitter_ennomane.png" alt="" width="480" height="276" /></a></p>
<p>[Achtung, Pathoscontent!] Es stimmt ja: Programmatisch klaffen riesige L&#252;cken und vieles ist schwammig. Die Piratenpartei hat noch viel vor sich. Dass es aber nicht schlimm ist und etwas ganz gro&#223;artiges beginnt, erleben wir gerade:</p>
<ul>
<li>In der heillos abgesoffenen FDP entz&#252;ndet sich eine Diskussion, <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fdp-muss-sich-an-den-piraten-orientieren/4655998.html">sie m&#252;sse sich mehr an der Piratenpartei orientieren</a>. Tats&#228;chlich stillt die Piratenpartei die Sehnsucht nach einer linksliberalen, b&#252;rgerrechtsorientieren Partei, die die FDP seit 1982 nicht einmal mehr als Fl&#252;gel ist.</li>
<li>Angela Merkel sieht zwar nur die Proteststimmen, f&#252;hlt sich aber bem&#252;&#223;igt, &#8220;<a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/piratenpartei-merkel-haelt-berlin-erfolg-fuer-klassischen-protest-_aid_666911.html">auf dem Sachgebiet Internet sehr entschieden weiter zu arbeiten</a>&#8220;.</li>
<li>Jetzt gerade l&#228;uft der <a href="http://www.piratenfraktion-berlin.de/livestream.m3u">Stream der dritten Fraktionssitzung live</a>. Man vernimmt Stimmen aus den anderen Fraktionen, die laut dar&#252;ber nachdenken, das nachzumachen.</li>
<li>Und heute hielten die Gr&#252;nen stur an ihrem Wahlversprechen zur A100 fest, dass die <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-10/berlin-spd-gruene">Koalitionsverhandlungen</a> scheiterten. Nat&#252;rlich mach das eine Lehre aus dem schwarzgr&#252;nen Fiasko in Hamburg und das Scheitern des konservativen K&#252;nast-Wahlkampfes sein, aber als ich auf Twitter fragte, &#8220;<em>Bin ich der einzige, der gerade das Gef&#252;hl hat, die Gr&#252;nen weht Piratengeist an, bei #A100 nicht umzufallen?</em>&#8220;, bekam ich nur entsprechende Antworten: Bin ich nicht.</li>
</ul>
<p>Das sind erste Anzeichen, dass es tats&#228;chlich funktionieren k&#246;nnte. Dass die Parteien den B&#252;rger wiederentdecken und sich um mehr Glaubw&#252;rdigkeit bem&#252;hen. Dass Politik wieder ein St&#252;ck au&#223;erhalb heiliger (medialer) Hallen stattfindet und dass die beste unter allen schlechten Regierungsformen ein St&#252;ckchen weiterentwickelt wird. Dass Politiker wieder mehr Angst vor dem W&#228;hler haben &#8211; und diese Angst nicht darin besteht, vor der Kamera eine schlechte Figur zu machen, sondern den Zorn der W&#228;hler auf sich zu ziehen.</p>
<p>Die Piratenpartei hat in Berlin s&#228;mtlichen Parteien W&#228;hler genommen, am wenigsten bei der CDU, am meisten bei den Gr&#252;nen. Am allermeisten jedoch hat sie Nichtw&#228;hler wieder an die Wahlurne gebracht. Langsam merken wir: Die W&#228;hlerstimmen in Berlin waren nicht umsonst.</p>
<p>Ach ja, und es gibt jetzt Club Mate im Abgeordneten Haus, wobei mir ja <a href="http://leetmate.de/">1337mate</a> lieber w&#228;re&#8230;</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4450&amp;md5=e3c21e077715ce0af0f9f4d83414fdf8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4450&amp;md5=e3c21e077715ce0af0f9f4d83414fdf8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>ennomane labert Teil 2: Pseudonymintoleranz</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 15:45:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudonyme]]></category>

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		<description><![CDATA[Die zweite Folge von &#8220;ennomane labert&#8221; ist fertig. Wenig &#252;berraschend besch&#228;ftige ich mich mit den Pseudonymphobikern bei Google+. Dazu und zu meinem Googleplus-Projekt habe ich gestern Zeit Online ein Interview gegeben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die zweite Folge von &#8220;ennomane labert&#8221; ist fertig. Wenig &#252;berraschend besch&#228;ftige ich mich mit den Pseudonymphobikern bei Google+. <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-10/ennomane-google-klarnamen">Dazu und zu meinem Googleplus-Projekt habe ich gestern Zeit Online ein Interview gegeben.</a></p>
<p><a href="http://www.ennomane.de/2011/10/02/ennomane-labert-teil-2-pseudonymintoleranz/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4420&amp;md5=de952148133f8a919f529d21fba9224b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4420&amp;md5=de952148133f8a919f529d21fba9224b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Geburtstagsgeschenk von Google (Update)</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/09/28/ein-geburtstagsgeschenk-von-google/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 06:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Klarnamen]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudonyme]]></category>
		<category><![CDATA[Sperre]]></category>

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		<description><![CDATA[Google hat mich mit einem Geburtstagsgeschenk &#252;berrascht. Gleich zum zweiten mal wird mein Account gesperrt. Dieses mal l&#228;uft alles allerdings geringf&#252;gig &#8220;humaner&#8221; ab: Google sagt mir klar, woran es liegt (mein Pseudonym) und setzt mir eine Frist bis zum 30. September, meinen Namen zu korrigieren. Erneut konnte ich Widerspruch einlegen, indem ich auf einen Link [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/googlepluswarnung.png"><img class="alignnone size-full wp-image-4390" title="googlepluswarnung" src="http://www.ennomane.de/wp-content/googlepluswarnung.png" alt="" width="480" height="483" /></a></p>
<p>Google hat mich mit einem Geburtstagsgeschenk &#252;berrascht. Gleich zum zweiten mal wird mein Account <a href="http://www.ennomane.de/2011/07/15/jetzt-wurde-auch-mein-googleplus-profil-gesperrt/">gesperrt</a>. Dieses mal l&#228;uft alles allerdings geringf&#252;gig &#8220;humaner&#8221; ab: Google sagt mir klar, woran es liegt (mein Pseudonym) und setzt mir eine Frist bis zum 30. September, meinen Namen zu korrigieren. Erneut konnte ich Widerspruch einlegen, indem ich auf einen Link namens &#8220;Widerspruch einlegen&#8221; klickte, der dann ohne weiteres Feedback verschwand.</p>
<p>Eine M&#246;glichkeit, mit Google zu kommunizieren, wird mir erneut nicht angeboten. Passiv-aggressiv blendet Google den Warnhinweis jedes mal ein, wenn ich Google+ aufrufe. Die Sperre bei Google+ bedeutet, dass ich diesen Dienst ab Freitag nicht mehr nutzen kann. Das werden meine derzeit <a href="https://plus.google.com/117999236478471991243/">rund 4600 Leser</a> dort wohl genauso schade finden wie ich. Au&#223;erdem bedeuetet es, dass ich Buzz und Picasa nicht mehr nutzen kann (meh!) und keine Artikel mehr im Google-Reader empfehlen kann, was mich wirklich &#228;rgert, weil ich den schon sehr lange in Verbindung mit einer E-Mail-Adresse nutze, die absichtlich pseudonym gehalten ist.</p>
<p>Selbstverst&#228;ndlich habe ich nicht im geringsten vor, meinen Namen auf Google+ zu &#228;ndern.</p>
<p>Ich bin &#246;fters gefragt worden, warum ich denn <em>unbedingt</em> &#8220;Die Ennomane&#8221; statt Enno Park hei&#223;en will. Will ich eigentlich gar nicht. Es geht nicht um mich. Was ich m&#246;chte, ist ein Exempel statuieren. Ich halte die Nutzung von Pseudonymen f&#252;r ein Online-Menschenrecht, das als solches noch zu deklarieren ist. Klingt pathetisch, aber darunter mache ich es nicht. Nicht nur, weil schwule Iraner gut daran tun, ihre Identit&#228;t zu verschleiern, und es ein sehr berechtigtes anliegen von Lehrern auch hierzulande ist, dass ihre Sch&#252;ler nicht jeden Pups im Netz nachlesen &#8211; sondern auch, weil die Hoheit &#252;ber die eigenen Identit&#228;ten (ich verwende bewusst den Plural) Sache des Einzelnen sein muss. Diese ganze Diskussion m&#252;ssen wir jetzt nicht wiederholen &#8211; ich habe das alles schon <a href="http://www.ennomane.de/2011/07/28/pseudonymintoleranz/">woanders aufgeschrieben</a>.</p>
<p>Und ich bin mit meiner Meinung <a href="http://www.ennomane.de/2011/09/05/offener-brief-an-google-lasst-pseudonyme-zu/">nicht allein</a>.</p>
<p><strong>Update:</strong> Obwohl es &#8211; wie der Screenshot belegt &#8211; zun&#228;chst hie&#223;, ich habe Zeit bis zum 30.09. hat Google mein Profil heute, am 28.09., schon komplett gesperrt.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4386&amp;md5=b444f2e63d28674387f6d866723453de" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4386&amp;md5=b444f2e63d28674387f6d866723453de" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Papst in Berlin: Warum ich heute gegen Joseph Ratzinger demonstriert habe</title>
		<link>http://www.ennomane.de/2011/09/23/der-papst-in-berlin-warum-ich-heute-gegen-joseph-ratzinger-demonstriert-habe/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 01:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Benedikt]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Papstbesuch]]></category>
		<category><![CDATA[Ratzinger]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss etwas bekennen: Ich bin kein Atheist, kein Agnostiker und kein Anh&#228;nger einer Religionsgmeinschaft &#8211; meine Ansichten sind einfach nur Privatsache. Mein Bekenntnis: Ich bin ein ganz gro&#223;er Anh&#228;nger der Religionsfreiheit. Ich habe genauso wenig etwas gegen Christen wie gegen Anh&#228;nger anderer Religionen oder Atheisten. Wirklich Leute, glaubt was ihr wollt. Es ist mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ennomane.de/wp-content/ghostbusters.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4323" title="ghostbusters" src="http://www.ennomane.de/wp-content/ghostbusters.jpg" alt="" width="480" height="480" /></a></p>
<p>Ich muss etwas bekennen: Ich bin kein Atheist, kein Agnostiker und kein Anh&#228;nger einer Religionsgmeinschaft &#8211; meine Ansichten sind einfach nur Privatsache. Mein Bekenntnis: Ich bin ein ganz gro&#223;er Anh&#228;nger der <a href="http://www.ennomane.de/2010/07/14/glauben-und-glauben-lassen/">Religionsfreiheit</a>. Ich habe genauso wenig etwas gegen Christen wie gegen Anh&#228;nger anderer Religionen oder Atheisten. Wirklich Leute, glaubt was ihr wollt. Es ist mir egal. Ich habe aber ein Problem damit, wie der Katholizismus in Deutschland gegen die Religionsfreiheit verst&#246;&#223;t &#8211; unter anderem.</p>
<p>Es geht nicht um Hexenverbrennungen, Kreuzz&#252;ge oder Galileo Galilei, sondern hier und heute um eine <a href="http://www.zeit.de/2011/39/01-Papst-Besuch-Contra">Sexualmoral</a>, die die Menschen psychisch deformiert, krank macht und <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=10795">sie ihrer eigentlich doch nach dem Grundgesetz gesch&#252;tzten W&#252;rde beraubt</a>. Der Z&#246;libat ist Ausdruck einer krankhaften Einstellung zur eigenen K&#246;rperlichkeit. Ausgerechnet jemand, der noch nie Sex hatte (oder ohne schlechtes Gewissen haben durfte), soll als Seelsorger anderen Menschen bei ihren Gewissensn&#246;ten helfen. Homophobie ist &#228;hnlich absurd wie die Angst davor, Freitags Fleisch zu essen. Und Frauen nicht f&#252;r das Priesteramt geeignet zu halten, ist sexistische Diskriminierung in Reinform.</p>
<p>Das w&#228;re alles noch einigerma&#223;en egal, wenn die Katholiken ein Verein w&#228;ren, der unter sich bleibt und das Ganze als Privatsache ansieht. Tun sie aber nicht. Kirche und Staat sind in Deutschland verquickt. Ich <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/a-727683.html">finanziere</a> als Steuerzahler die Einkommen von Bisch&#246;fen, obwohl ich kein Kirchenmitglied bin und keine Kirchensteuer zahle. Ich finanziere Grundschulen, an denen 6j&#228;hrige Knirpse abgewiesen werden, weil sie die <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-02/staatliche-bekenntnisschulen-nrw">falsche Konfession</a> haben. Ich finanziere Religionslehrer, die Kindern Angst vor ihrer aufkeimenden Sexualit&#228;t einreden. Ich finanziere Krankenh&#228;user, die &#196;rzte feuern, die sich scheiden lassen. Ich will das nicht.</p>
<p>Gegen den Papst zu demonstrieren ist ganz gewiss keine schlechte Gastfreundschaft. Gerade weil die Kirche in Deutschland gesellschaftlich und politisch Macht aus&#252;bt, ist es weder borniert noch kleinlich, dem &#8220;Staatsgast&#8221; Josef Ratzinger laut die Meinung zu sagen. Er ist als Kirchenoberhaupt und gerade als Staatsgast eben auch Politiker &#8211; und zwar einer, der &#246;ffentlich Homophobie und Sexismus vertritt. Es muss m&#246;glich sein, sich kritisch gegen diese servile Papstbesoffenheit in Medien und Bundestag zu &#228;u&#223;ern. Jakob Augstein bringt die steile These, Papstkritik sei pubert&#228;r und <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,787711,00.html">Ethik sei in der Politik nicht gut aufgehoben</a>. Also &#252;berlassen wir sie ausgerechnet der katholischen Kirche, die Missbrauchsopfern lieber Schweigegeld zahlt, statt einen P&#228;derasten vor Gericht zu bringen?</p>
<p>Mit dem Alltagskatholizismus habe das alles gar nichts zu tun, sagte mir heute ein Katholik, der sich von mir <a href="https://plus.google.com/117999236478471991243/posts/Rzpuhe1M2f8">beschimpft</a> f&#252;hlte. Diesen Alltagskatholizismus habe ich aber selber erlebt, wenn z.B. Geschiedene w&#228;hrend der Eucharistie sitzen bleiben und sich vor der Gemeinde in Grund und Boden sch&#228;men, falls sie sich &#252;berhaupt noch in die Kirche trauen. Diesen Alltagskatholizismus habe ich erlebt, als mein Religionslehrer im Unterricht zynische Hasstiraden gegen andere Religionen ablie&#223; und meine damals einsetzende Geh&#246;rlosigkeit eine Strafe Gottes nannte f&#252;r meine zweifelsohne mit 14 schon ausgepr&#228;gt vorhandenen S&#252;nden. Diesen Alltagskatholizismus habe ich in 1000 weiteren Kleinigkeiten erlebt, die alle zu nennen, an dieser Stelle zu weit f&#252;hrt. Ich hatte schon als Kind genug von diesem Alltagskatholizismus, als ich mir &#252;ber Z&#246;libat oder Homophobie noch nichtmal im entferntesten Gedanken gemacht hatte. Danke.</p>
<p>Aber gut, das ist 20 Jahre her und woanders m&#246;gen sich Katholiken im Alltag liberal geben: Bitte, wenn ihr den Z&#246;libat albern findet und f&#252;r die Gleichberechtigung der Frau seid, warum seid ihr dann noch nicht in die evangelische Kirche gewechselt? Selbst wenn ihr pers&#246;nlich Kondome benutzt und nichts gegen Schwule habt, so liefert eure Kirche einen N&#228;hrboden f&#252;r Homophobe, Sexisten und andere Hater. Wenn ihr im Alltag viel liberaler seid und eigentlich doof findet, was Papst und Amtskirche in einigen Fragen so vertreten, warum toleriert ihr das, warum schreit ihr als Katholiken dann nicht am lautesten? Es m&#252;sste euch doch viel mehr st&#246;ren als mich Au&#223;enstehenden! Liebe Katholiken, nehmt ihr euren eigenen Papst und seine Lehre nicht ernst oder seid ihr eben doch sexistisch und schwulenfeindlich?</p>
<p>Das Problem, das ich pers&#246;nlich mit dem Christentum habe, geht etwas tiefer. Ich will das hier nicht weiter ausf&#252;hren. In a Nutshell: Es ist eine Erl&#246;sungsreligion. Der Mensch ist per se schlecht und kann nur durch Jesu Erl&#246;sung gut werden. Das ist eine Geisteshaltung, die ich absolut nicht nachvollziehen kann und die in ihrer Implikation zutiefst menschenfeindlich ist, weil sie dem Einzelnen nicht erlaubt, sich frei gem&#228;&#223; seiner Natur zu entfalten. Aber was z&#228;hlt schon der Einzelne &#8211; der Papst hat ja heute wieder den <a href="http://www.zeit.de/news/2011-09/22/kirchen-papst-benedikt-beklagt-den-individualismus-22143605">Individualismus beklagt</a>.</p>
<p>Aber das ist nicht mein Problem sondern das der Christen. Also liebe Katholiken: Glaubt! Niemand m&#246;chte euch was verbieten, ich am wenigsten! Glaubt an die Trinit&#228;t und die unbefleckte Empf&#228;ngnis Mari&#228;! Glaubt, Kants kategorischer Imperativ und der Humanismus seien genuin christliche Werte und ignoriert weiter die antike Geistesgeschichte! Glaubt, euer unsichtbarer bester Freund habe Superkr&#228;fte und die anderen unsichtbaren besten Freunde seien Unsinn. Glaubt an intelligentes Design und daran dass ungetaufte Kinder im Todesfall im Fegefeuer gegrillt werden! Glaubt was ihr wollt! Sobald euer Glaube gebietet, sexistisch und menschenfeindlich oder sonst wie unethisch zu sein, werde ich ihn trotzdem schei&#223;e finden und das auch laut sagen.</p>
 <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4320&amp;md5=4e4b5d055dbe333a947a0b79aedf64af" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://www.ennomane.de/?flattrss_redirect&amp;id=4320&amp;md5=4e4b5d055dbe333a947a0b79aedf64af" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ennomane.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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