Machen Smartphones unsere Augen kaputt? Das sagt die Wissenschaft

Demnächst werden wir alle blind, weil wir zuviel auf Fernseher, Monitore und Telefone glotzen – das jedenfalls könnte man befürchten, wenn man einigen Schlagzeilen großer Medien glaubt. „Smartphones machen die Augen kaputt“, schreibt „Chip.de“. Die „Welt“ erklärt: „So ruinieren wir unsere Augen“ und nennt das ganze eine „neue Seuche“. Und die Redakteure von Wissenschaft.de haben sich sogar ein neues Wort ausgedacht: „cyberkrank„.

Die Angst, durch exzessiven Medienkonsum die Augen zu schädigen, gibt es schon deutlich länger als Computer. Sätze wie „Lies nicht zuviel, dann wirst du kurzsichtig“ bekamen wohl schon unsere Großeltern zu hören. Bei unseren Eltern hieß es dann: „Guck nicht so viel Fernsehen, sonst bekommst du eckige Augen.“ Die Sorge, dass Arbeit am PC schlecht für die Augen sein könne, ging schon Anfang der 1990er Jahreum, als noch längst nicht in jedem Haushalt ein Windows-3.0-Computer stand.

Trotz allem kann ein Großteil der Menschheit offenbar immer noch erstaunlich gut sehen. Heißt das also, ganze Generationen aus Eltern und Großeltern haben sich grundlos um die Augen ihrer Kinder gesorgt? Ganz so einfach ist es nicht: Ein paar Dinge sollten wir unseren Augen wirklich nicht zumuten. Hier kommen sechs verbreitete Mythen über Bildschirme – und was wirklich dahinter steckt.

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Ein düsterer Vorgeschmack auf die Upload-Filter der EU-Urheberrechtsreform

Konservative Politiker rollen ja gerne mit den Augen, wenn das Wort „Upload-Filter“ fällt, denn davon stünde schließlich nichts im Gesetzesentwurf, der am 12. September im EU-Parlament verabschiedet wurde. Nach Artikel 13 werden alle größeren Internetplattformen in Zukunft dafür haften müssen, wenn ihre Nutzer urheberrechtlich geschütztes Material veröffentlichen. Anbieter, auf deren Websites sich täglich Tausende oder gar Millionen von Nutzern befinden, können dem Gesetz eigentlich nur dadurch genügen, dass sie Upload-Filter einrichten.

Solche Filter gibt es schon seit längerer Zeit, etwa das von Youtube bekannte Content ID. Jedes hochgeladene Video wird per digitalem Fingerabdruck mit einer Datenbank abgeglichen und gesperrt, sobald es geschütztes Material zu enthalten scheint. Dabei geht schon lange allerlei schief. So wurde diesen Sommer erst der Youtuber Paul Davids gesperrt, obwohl es sein eigenes Material war, das er hochgeladen hatte. Content ID betrifft nur Videos und Musik auf Youtube, die Urheberrechtsreform allerdings auch Bilder, Text, Programmcode und alles, was sich urheberrechtlich schützen lässt.

Kürzlich durfte ich einen kleinen Vorgeschmack davon erleben, wie sich ein Internet anfühlen könnte, in dem Upload-Filter allgegenwärtig sind.

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Sechs angebliche Klimasünden, die du trotzdem bedenkenlos begehen kannst

Wer im Netz nach Alltagstipps gegen den Klimawandel sucht, bekommt schnell ein schlechtes Gewissen. Klar, wer will schon gern ein Klimasünder sein, der aktiv dazu beiträgt, dass unser Planet zu einem weniger lebenswerten Ort mit Stürmen, Dürren und Überschwemmungen mutiert? Andererseits: Müssen wir jetzt alle so schnell wie möglich einen energiesparenden Kühlschrank kaufen – und sollten wir ernsthaft bei Geräten auf Standby den Stecker ziehen?

Die schlechte Nachricht: Unterm Strich müssen wir tatsächlich weniger Treibhausgase produzieren. Sie entstehen zum Beispiel bei der Fleischproduktion in der Landwirtschaft, beim Flug in den Urlaub, beim Heizen und Autofahren. Die gute Nachricht: Einige Klimasünden stellen sich bei näherer Betrachtung als gar nicht so schlimm heraus. Motherboard hat sechs verpönte Gewohnheiten recherchiert, die du guten Gewissens beibehalten kannst.

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Büro-Cyborgs: Warum implantierte RFID-Chips langweilig sind

Implantierte RFID-Chips kennt man seit Jahrzehnten aus der Tierarzt-Praxis. Haustiere werden gechipt, um sie später per Lesegerät identifizieren zu können. Seit einiger Zeit implantieren sich auch Menschen solche Chips – zumeist in die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger. Auch hier geht es um Identifikation: Die Chips werden benutzt, um Smartphones zu entsperren, Gebäude mit passender Schließanlage zu betreten und an Snackautomaten zu bezahlen.

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Warum das Urteil des OLG München zur Meinungsfreiheit auf Facebook kein Gamechanger ist

Die Geschichte wirkt recht übersichtlich: Eine AfD-Politikerin postet im Rahmen eines hitzigen Streites um Grenzkontrollen in Österreich eine ätzende Erwiderung. Facebook löscht diesen Post und sperrt die Politikerin für 30 Tage. Die Nutzerin wehrt sich und bekommt überraschenderweise in zweiter Instanz vor dem OLG München recht.

So oder so ähnlich ist die Geschichte in zahlreichen Medien zu lesen gewesen und löste Diskussionen darüber aus, ob die Meinungsfreiheit nun schwerer wiege als die Community-Standards von Facebook. Manche freuten sich, dass die Meinungsfreiheit auch auf einer privaten und kommerziellen Plattform wie Facebook gelte. Andere warfen ein, dass sich Hatespeech künftig viel schwerer bekämpfen ließe, wenn Plattformen alles stehen lassen müssen, was von der Meinungsfreiheit gedeckt ist. Und Startups fragen sich, ab wann denn eine Plattform groß genug sei, damit die Meinungsfreiheit schwerer wiege als das virtuelle Hausrecht und in welchem Umfang andere Plattformen unliebsame Nutzer bei sich dulden müssen. Doch darum geht es eigentlich gar nicht, wie ein Blick in die einstweilige Verfügung zeigt.

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Acht alltägliche Dinge, die ihr euch abgewöhnen solltet, um den Planeten zu retten

Einen Sommer lang redeten alle über den Klimawandel. Kaum sind die Temperaturen wieder erträglich, scheint das Thema aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden zu sein. Dabei verbrauchen wir im Winter mehr Energie als im Sommer. Deshalb ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, etwas fürs Klima zu tun.

Natürlich hat jeder einzelne von uns bei weitem nicht so viel Macht wie Politiker und Top-Manager der Wirtschaft. Trotzdem kann jeder von uns einen Beitrag leisten und auf ein paar Dinge verzichten. Denn einige unserer Angewohnheiten lassen sich wirklich nicht mehr mit gutem Gewissen beibehalten, weil sie dem Planeten eindeutig schaden.

Wir haben acht Dinge zusammengestellt, die wir alle in Zukunft besser bleiben lassen sollten, damit weniger Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen – und sich unser Planet nicht in einen Ort mit Stürmen, Überschwemmungen und Hungersnöten verwandelt.

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Das Umfrage-Tool der „Aufstehen“-Bewegung ist eine Einladung für Botnetzwerke

Prinzipiell ist es eine gute Idee: Regierungen, Parteien oder politische Bewegungen schaffen Plattformen, auf denen Jedermann sich in den den politischen Diskurs einbringen soll. Idealerweise im Internet, denn das gibt auch denjenigen die Chance auf Teilnahme, die aus beruflichen oder privaten Gründen keine Zeit haben, Stammtische und Veranstaltungen zu besuchen.

Anläufe dazu gab es viele, vom virtuellen Ortsverein der SPD bis zur Liquid Democracy in der Piratenpartei. Viele Projekte scheiterten, aber gerade erst führte eine von der EU-Kommission durchgeführte Umfrage dazu, dass voraussichtlich die Zeitumstellung abgeschafft wird. Unabhängig vom politischen Inhalt wurde nicht weiter hinterfragt, wie wertvoll ein Abstimmungsergebnis ist, wenn rund 80 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland stammen, obwohl nur etwa 16 Prozent der EU-Mitglieder Deutsche sind.

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Gilt auch für Unternehmen: Haltung zeigen gegen Rechts

Wenn es darum geht, sich dem Rechtsradikalismus entgegenzustellen, reicht es nicht, sich privat zu engagieren. Auch Unternehmen können und müssen Gesicht zeigen.

Am 1. September kippte etwas. An dem Tag fand in Chemnitz ein sogenannter „Trauermarsch“ statt, doch von Trauer und Andenken an den eine Woche zuvor am gleichen Ort erstochenen Daniel H. blieb nicht viel übrig. Zu den Alt-Nazis, Pegida und den anderen rechtsradikalen Gruppen gesellte sich die von Wahlerfolg zu Wahlerfolg eilende AfD, die lange Zeit noch euphemistisch „rechtspopulistisch“ genannt wurde.

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Die im Dunkeln sieht man doch

Langsam ist die Gesichtserkennung im Alltag angekommen. Facebook hat sein seit Jahren existierendes entsprechendes Feature auch für europäische Nutzer freigeschaltet. Das derzeit neueste iPhone wird nicht mehr durch Fingerabdruck entsperrt, sondern per Blick aufs Display. Bei den olympischen Spielen 2020 in Tokio soll ein entsprech­endes System benutzt werden, um Athleten, Presseleute und Mitarbeiter zu identifizieren, die bestimmte Bereiche betreten dürfen. Das Medienunternehmen Live Nation, zu dem auch der Dienstleister Ticketmaster gehört, kaufte das auf Gesichtserkennung spezialisierte Unternehmen Blink Identity, um Konzertbesucher künftig beim Einlass anhand ihres Gesichts zu kontrollieren, statt mit Hilfe eines vorgezeigten Tickets.

Begehrlichkeiten weckt diese Technologie schon lange auch bei Ermittlungsbehörden zahlreicher Länder. So benutzte die US-Polizei nach dem Amoklauf in der Redaktion der Capital Gazette in Annapolis, Maryland, im Juni Gesichtserkennungssoftware, um den Todesschützen zu identifizieren. Das FBI soll Fotos von 117 Millionen US-Ame­rikanern gespeichert haben.

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Die Macht der Algorithmen

»Algorithmus« ist das Gruselwort der vergangenen Jahre. Kaum jemand weiß, was genau das eigentlich ist – jedenfalls wenn es nach einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann-Stiftung im Frühjahr 2018 geht. Dort gaben fast drei Viertel der Befragten an, schon einmal den Begriff Algorithmus gehört zu haben, aber nur etwa zehn Prozent konnten erklären, was das ist. Für die anderen 90 Prozent muss die Welt eine gruselige sein, schließlich entscheiden diese ominösen Algorithmen über Kreditwürdigkeit, Partnerwahl und Polizeieinsätze.

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