sofa die ennomane

30. November 2014

Links der Woche

  • Max Mustermann wundert sich:

    „Max arbeitet in einer großen Firma. Die Firma hat zehn Abteilungen und sechs Dependancen in ganz Deutschland. Jede dieser zehn Abteilungen hat eine Abteilungsleiterin. Die Dependancen haben ebenfalls je eine Leiterin. Max’ Firma verändert sich ständig. Abteilungen fusionieren oder werden neu geschaffen. Personal kommt und geht. Alle zwei Monate steht eine neue Personalie im Intranet, darunter die Bitte der Geschäftsführerin, “die neue Kollegin bei ihren Aufgaben zu unterstützen”.“

  • Geoengineering: „Klima-Klempner“ will Erde abkühlen:

    Das ist wirklich eine bemerkenswerte Logik, die die Gegner von David Keith da auffahren. Klar, niemand weiß, ob seine Idee wirklich die Erderwärmung stoppen könnte und niemand weiß, welche schädlichen Nebenwirkungen sie haben könnte. Genau dazu dienen ja Experimente in kleinem Maßstab. Sie aber zu verweigern, weil dann ja kein Staat sich mehr gezwungen sähe, weniger fossile Brennstoffe zu verbrennen… ich fasse es einfach nicht. “Hallo, ich habe ein Mittel gegen Zivilisationskrankheiten gefunden.” – “Wolln wa nicht, dann können wir ja die Leute nicht mehr dazu anhalten, weniger Fleisch zu essen.”

  • Der Fall “Generalii” und der Datenschutz in Europa:

    „Wenn Krankenversicherungen Fitness-Apps anbieten und ihre Kunden mit Prämienrabatten zu gesundem Wohlverhalten animieren, wie dies dieser Tage von der „Generali“-Versicherung berichtet wird, ist dies nach geltendem Datenschutzrecht unproblematisch. Die Einwilligung heiligt die Mittel. Nichtsdestotrotz stellt sich eine schwierige Frage: Will man es einem privaten Versicherungsunternehmen erlauben, zu definieren, was unter „gesundem Verhalten“ zu verstehen ist, um seine Kunden zu einem solchen Verhalten zu animieren? Dies ist eine Frage der Verbraucherschutz- und Gesundheitspolitik, für die das Datenschutzrecht und das Persönlichkeitsrecht keine Lösungen bereithalten.“

  • Ich habe Blutdruck:

    „Von Herrn Spitzer hatte ich schon viel im Internet gelesen und war wirklich sehr gespannt. Der Vortrag war 1,5 Std lang und die erste halbe Stunde war wirklich informativ. Es ging im Wesentlichen um Neuroplastizität und auch wenn ich einiges an Vorwissen aus meinem Psychologie Studium mitgebracht habe, fühlte ich mich informiert und unterhalten. Gegen 17.30 (der Vortrag begann um 17.00) bin ich vermutlich kurz eingenickt, denn ich habe den Punkt, an dem der Vortrag für mich so extrem kippte, irgendwie verpasst. Meine Augen drehten sich langsam nach oben bzw. ich musste sie peinlich berührt unter meinen Handflächen verdecken und ich glaube gegen 18.15 bluteten meine Ohren.“

  • Am Jungwortbrunnen:

    „Das Jugendwort des Jahres 2014 wurde gestern bekannt gegeben. Auch in diesem Jahr sind dem Sprachlog die Aufzeichnungen der Beratungen aus den Redaktionsräumen des Wörterbuchverlags Schlangeneidt zugespielt worden, die wir im Folgenden ungekürzt veröffentlichen.“

  • Deutsche Digitalpolitik ist nicht das Ergebnis von Dummheit, Ignoranz oder Verbohrtheit. Sondern Vorsatz.:

    „Tragischer als diese Form der passiven Zukunftsverleugnung ist allerding das aktive Zurückdrängen der Digitalisierung. Nonsens-Gesetze wie das Leistungsschutzrecht oder auch das von der EU hastig verabschiedete “Recht auf Vergessen” sind Bekenntnisse an die Vergangenheit; den Entwicklungen des Neuen – der Nutzer und Anbieter bereits folgen – wird in letzter Sekunde aktiv der Riegel vorgeschoben. Diese Art von Subventionen der Wirtschaft 1.0 ist nicht nur juristischer Natur, sondern kann auch Formen finanzieller Vergünstigungen annehmen: Anstatt Verleger den Innovationsdruck aushalten zu lassen, werden dann mal eben Zeitungszusteller vom Mindestlohn ausgeklammert. Die Tradition, der Brauch, das Papier haben wieder einmal ein, zwei Jahre dazu gewonnen.“

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