sofa die ennomane

19. Juni 2013

#Neuland: die Arroganz der Digital Natives

tl;dr: #Neuland ist auch 2013 eine gute Metapher und wir sind ziemlich arrogant.

mayflower

Auf meiner Twitter-Timeline orgasmieren gerade sehr viele Menschen darüber, dass Angela Merkel in ihrer Rede den Begriff „Neuland“ benutzt hat als Metapher für das Internet. „Neuland“, nach 40 Jahren Internet und nach mehr als 20 Jahren WWW. Wie gestrig kann man eigentlich sein? Diese künstliche wie genüssliche Aufregung derjenigen, die eine Tastatur und einen Twitter-Account haben, nervt. Ja, die Formulierung „Das Internet ist für uns alle Neuland“ ist dumm und anmaßend. Sie tut so, als gebe es kaum Menschen, für die das Netz kein Neuland mehr ist. Aber wir Netzbewohner, wir sind keinen Deut besser.

Ich weiß nicht, wie gut sich Angela Merkel mit dem Netz auskennt. Wahrscheinlich besser, als wir denken, schließlich dürfte sie als Pyhsikerin schon früh mit Computern in Berührung gekommen sein – als Politikerin nach 1989 aber eher weniger. Was mich extrem stört an die Reaktionen auf das Wort „Neuland“: In Deutschland gibt es ca. 50 Millionen Internet-Nutzer, das heißt etwa 30 Millionen Menschen haben keinen bewussten Kontakt zum Internet (unbewusster wie der Besuch des nächsten Geldautomaten zählt nicht). Von diesen 50 Millionen Menschen sind noch sehr, sehr viele abzuziehen, für die das Internet lediglich aus „Spiegel Online“ und Homebanking besteht – und das ist weder eine Altersfrage, noch liegt es daran, dass die irgendwie doof oder ignorant seien.

Ich behaupte: Gemessen an der Bevölkerung sind die Digtial Natives und die Digital Immigrants – also diejenigen Menschen, die das Internet intensiv nutzen, andere Arbeitsweisen pflegen und einen anderen, vernetzten, offenen Mindset haben – immer noch eine Minderheit. Sicherlich eine große Minderheit, mehrere Millionen Menschen, aber immer noch eine Minderheit. Wer weiß, wie Mitarbeiter einer Firma auf die Einführung einer neuen Software reagieren oder schonmal versucht hat, seinen (Groß-)Eltern Twitter zu erklären, versteht was ich meine.

Wir Digital Natives und frühen Digital Immigrants sind tatsächlich die ersten Siedler eines Neulandes. Wir machen das Neuland urbar, wir schaffen Strukturen und Zivilisation. Wir sind die Pioniere. Ich könnte diesen Text genauso gut 1997 geschrieben haben, aber er ist weiterhin aktuell. Nur weil die meisten von uns seit ca 10-20 Jahren in diesem Netz leben, heißt das noch lange nicht, dass wir diesen Status als Pioniere verloren haben. Gesellschaftliche Veränderungen brauchen viel länger, als wir in der Filterbubble der Berliner digitalen Boheme so glauben. Vielmehr sind wir mit dafür verantwortlich, diejenigen zu begrüßen, die ebenfalls dieses Neuland betreten wollen. Wir müssen erklären, helfen, offen sein. Wir müssen es verteidigen gegen diejenigen, die aus dem Neuland eine Fortsetzung ihrer alten Welt machen wollen. Das geht am besten, wenn diejenigen verstehen, warum das Neuland ein Neuland ist, in dem die alten Regeln nur begrenzt gelten. Und das können sie nur, wenn sie das Neuland betreten und eigene Erfahrungen sammeln. Wenn sie merken, dass das Neuland ein Raum voller großartiger Möglichkeiten ist und nicht etwas, das man nicht versteht und vor dem man Angst haben muss.

Statt offen zu sein, reagieren wir jedoch arrogant. Wir nennen sie „Internetausdrucker“ und „alte Menschen mit Kugelschreiber“. Die heftige Reaktion auf den Begriff Neuland zeigt deutlich, wie tief der digitale Graben ist, wir sehr wir die „Analogen“ ablehnen und in welchem Ausmaß wir Netzmenschen mit daran verantwortlich sind. Wir graben uns ein in die sprachliche Abgrenzung unserer Subkulturen voller Nerdspeak, der genau diesen Zweck hat: von Außenseitern nicht verstanden werden. Was erwartet ihr eigentlich, wie die Außenseiter auf uns da reagieren sollen? Wann ladet ihr einfach jemanden aus der alten Welt ins Neuland ein?

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Kommentare

  1. Comment von Jürgen | 19. Jun. 2013 um 14:46:47

    Danke!!

    Artikel spricht mir aus der Seele!

  2. Comment von martin | 19. Jun. 2013 um 14:52:36

    Was für ein Mist, sorry. Von einem Staatsoberhaupt MUSS man wesentlich mehr verlangen können als Zitat:
    „Das Internet ist für uns Neuland und deshalb verlassen wir uns in Sicherheitsfragen auf die Vereinigten Staaten von Amerika. Wir haben heute auch einen umfangreichen Informationsaustausch vereinbart.“
    Ich schäm mich wie ein Bettseicher!

  3. Comment von Moni | 19. Jun. 2013 um 14:54:08

    Ich kann deine Kritik nicht teilen und sehe eigentlich eher bei Angela Merkel eine Arroganz. Sie ignoriert was im Netz geschieht, sie ignoriert, dass die Rechte der Bürger ihres Landes mit Füßen getreten werden. Sie möchte es sich mit niemanden verderben und jedes Problem aussitzen, eben auch PRISM bei Obama, daher hat sie diesen Spruch quasi als Entschuldigung benutzt.
    Diese Frau weiß besser, was los ist, das Daten über zumindest geduldete Wege vom NSA zum BND laufen, sie kennt das Netz, sie kann es benutzen, aber sie kann diesen Anspruch von Freiheit nicht verstehen, die die haben, die du als Digital Natives bezeichnet.
    Wegen dieser Ignoranz reagiert man so, kaum jemand würde einer/m 58jährigen vorwerfen, dass sie das Internet als Neuland bezeichnet, aber es ist nicht irgendjemand, es ist die Person die eigentlich die Rechte ihrer Bürger schützen sollte, statt sich darüber lustig zu machen, in dem sie das Internet als Neuland bezeichnet.
    Also Frau Merkel hat mit diesem Begriff nicht nur sich über die Digital Natives lustig gemacht, sie hat darüber hinaus gegenüber jemanden, der die Rechte der Bürger ihres Landes massiv beeinträchtigt bzw. dafür verantwortlich gemacht werden kann, relativiert.

    Es ist ja Neuland, dass ist ja nur das Internet, da ist es nicht so schlimm, dass man verdachtlos Verbindungen verfolgt und ggf. auch abspeichert.

    Das ist es, was aufregt, nicht dass eine 58jährige Frau von Neuland im Zusammenhang mit dem Internet spricht.

  4. Comment von Seewolf | 19. Jun. 2013 um 14:55:32

    Danke sehr für diesen absolut treffenden Beitrag. Mir kommen die vielen Häme-Experten auf Twitter z.B. mit ihren herablassenden Anmerkungen zu diesem Thema bisweilen vor wie eine Schar Knaben, die – sich hinter Hecken wähnend – nackt im Kreis hüpfen und sich ihre ersten Schamhaare gegenseitig vorführen…

  5. Comment von Erbloggtes | 19. Jun. 2013 um 14:59:51

    Neuland ist eine gute Metapher. Deshalb wird sie in diesem Neuland auch so stark aufgenommen. Der Satz “Das Internet ist für uns alle Neuland” zeigt jedoch, dass das „Wir alle“, das für Merkel existiert, gerade die Leute nicht einschließt, die sich das „Neuland“ zu eigen gemacht haben. Piratenpolitikerinnen würden besser den Satz sagen: “Das Internet ist für uns alle Heimat.” Dabei blieben diejenigen außen vor, die sich nicht im Netz beheimatet fühlen.

    Indem Merkel aber die Pioniere aus dem „Wir“ ausschließt, präsentiert sie sich in der Pose, die die europäischen Monarchen den Kolonien gegenüber an den Tag legten: Für „uns“, sagten die Königinnen und Könige im pluralis majestatis nach der Entdeckung Amerikas, ist das Neuland Mittel, um unsere imperialen Gelüste auszuleben, und Quelle für Gold und Silber, das unser Staatssäckel füllen soll. Für die Pioniere ist das Neuland der einzige Raum zum Leben, den sie haben. Der interessiert die Herrscher im fernen Europa aber nur im Hinblick auf ihre Macht und ihr Geld. (Und, nicht zu vergessen, im Hinblick auf die Möglichkeit zur Propagierung des wahren, also eigenen Glaubens.)

    In so ein Neuland läd man besser nur Leute ein, die im Altland überhaupt keine Lebensperspektiven mehr haben.

  6. Comment von korrekturleser | 19. Jun. 2013 um 15:00:02

    Dem kann ich nicht zustimmen. Vielmehr finde ich es arrogant und anmaßend hier alle „Digital Natives“ über einen Kamm zu scheren und uns hier eine Predigt zu halten, über Dinge wie DU sie siehst.

  7. Comment von Dierk | 19. Jun. 2013 um 15:03:11

    76,5% Internetnutzer gibt es in Deutschland [http://de.statista.com/statistik/daten/studie/13070/umfrage/entwicklung-der-internetnutzung-in-deutschland-seit-2001/]. Das dürfte ungefähr mit deinen 50 Mio übereinstimmen, allerdings bezieht sich die Statistik auf >=14 Jahre, deine 80 Mio beziehen die darunter ein. Kann man machen, spielt aber hier keine große Rolle – ich denke, wir können uns auf eine Zahl zwischen 50 und 60 Mio Nutzern einigen.

    Das finde ich eine beachtliche Zahl. Natürlich sind nicht alle von denen so tief verbunden, wie manch sehr aktiver Blogger, Twitterer oder PHP-Selbstschreiber – also die Nerds und Experten. Müssen sie auch nicht. Die meisten von uns nutzen täglich im Leben irgendwelche Geräte, Werkzeuge und komplexe Strukturen, ohne sie auf Expertenebene zu verstehen, geschweige denn auseinandernehmen und wieder zusammenbauen zu können.

    Da liegt für mich die eigentliche Arroganz: Zu meinen, nur der Voll-Nerd dürfe als echter Internetnutzer verstanden werden dürfen. Nein, die Nur-SPON-Aufrufer und Homebanker sind auch Internetnutzer, sie haben nur andere Bedürfnisse als du oder ich. Sie mögen irgendwann mehr für sich entdecken oder auch nicht. Aber nur weil noch irgendwo etwas Neues zu entdecken ist, macht das nicht den ganzen Schamott zum Neuland.

    Wie sieht es mit den Menschen aus, die vor allem Twitter und Facebook nutzen, um gegen ihre Regierungen zu demonstrieren oder sich über diese Plattformen zu verabreden? In Sao Paulo, Istanbul, Ägypten? Sind das „richtige“ Internetnutzer?

    Neuland ist das Internet nicht. Richtig ist, dass die soziologischen Auswirkungen der technischen Digitalrevolution jetzt erst offenbar zu werden beginnen. Und dabei, da stimme ich dir zu, machen ausgerechnet die alteingesessenen Experten nicht immer eine gute Figur.

  8. Comment von Enno | 19. Jun. 2013 um 15:03:25

    P.S.: Ja, der Obama-Besuch und der Prism-Skandal machen aus „Neuland“ eine dummdreiste Aussage von Merkel. Genau das vermitteln wir aber nicht, wenn wir uns an dem Wort „Neuland“ hochziehen, statt das einfach zu sagen, so dass auch die Offliner verstehen, was wir meinen.

  9. Comment von TravellingStar | 19. Jun. 2013 um 15:05:33

    Enno, ich befürchte, dass die meisten Digital Natives gar keinen Zuwachs in ihrem Ländle mehr wollen. Die haben sich da eine kuschlige Peer-Bubble eingerichtet, aus der heraus sie mit Häme auf alles hinabsehen und -kommentieren, was nicht mindestens ein Profi-Hacker ist. (Dass die Aussage von Merkel im Kontext durchaus kritikwürdig ist, geschenkt: welche wäre das nicht. Aber die eigentliche Problematik des Statements verschwindet hinter der Empörungswolke über ein Buzzword.).

  10. Comment von Steve | 19. Jun. 2013 um 15:09:21

    Dem Grundtenor Deines Artikels kann ich zustimmen im Hinblick auf Integration, nein Inklusion derer, die mit dem Internet (bisher) weniger am Hut haben.

    Mich stört an der Aussage weniger das Wort Neuland, sondern vielmehr das Wort alle. Wie Du festgestellt hast, so sind „wir“ eine Minderheit, wenn auch keine so besonders kleine (mehr). Dennoch zählen wir zu Bürgern dieses Landes und somit auch unter „alle“. Eine Aussage wie „für viele von uns“ oder „für den Grossteil von uns“ hätte hier wesentlich besser gepasst.

    Und was Deine Frage betrifft, wann wir jemand mal ins „Neuland“ einladen: habe ich kürzlich erst mit einem Blogpost – ein aus meiner Sicht erster Schritt genau in diese Richtung welche Du beschreibst bzw. forderst.

  11. Comment von timelinelord | 19. Jun. 2013 um 15:12:31

    1952 gab es in Deutschland 100(!) Nutzer von Fernsehapparaten.
    15 Jahre später, im Jahr 1967, durfte Willy Brandt symbolisch das Farbfernsehen in Deutschland starten.
    Nur 2 Jahre später verfolgten 600 Millionen Menschen live die erste Mondlandung der Menschheitsgeschichte.

    Hätte also Willy Brand im Jahr 1972 erklärt, das (Farb)Fernsehen sei noch „Neuland“, er hätte sich Hohn und Spott des gesamten Planeten eingefangen. Und zwar zu Recht.

  12. Comment von mikel | 19. Jun. 2013 um 15:16:03

    Berliner digitale Boheme… welch ein Arroganz liegt in diesem Wort. Könnte man auch mal drüber nachdenken.

  13. Comment von Jens | 19. Jun. 2013 um 15:18:31

    Eine Regierungschefin, die im Namen von „allen“ behauptet, das Internet sei Neuland. Wie soll man darauf deiner Meinung nach reagieren? Erschrocken? Ja, solche Reaktionen hab ich gesehen. Betroffen? Ja, solche Reaktionen hab ich gesehen. Belustigt? Ja, solche Reaktionen hab ich gesehen. Wütend? Ja, solche Reaktionen hab ich gesehen. Arrogant (für mich ein Zeichen für Ohnmacht)? Ja, solche Reaktionen hab ich gesehen.

    Alle reagieren Arrogant? Schon wieder diese Alle? Nein , hab ich nicht gesehen.

  14. Jan
    Comment von Jan | 19. Jun. 2013 um 15:35:31

    Endlich spricht es mal jemand aus, was ich mir (Jhg. 1980, erster Rechner 1986, Digital Native) seit Jahren denke. Ich würde mir von den Generationen nach 1980 ein wenig mehr Mitdenken und Verständnis wünschen, zumal wir ja auch immer lauthals proklamieren, viele Dinge so viel besser beurteilen zu können als vorherige Generationen. Nur mal zur Information zur gegenwärtigen Altersstruktur der BRD:

    http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61541/altersstruktur

    Weit über 60% der Bundesbürger sind eben NICHT mit dem Internet groß geworden und vielen wird es auch auf ewig ein Neuland bleiben. Die Zeit arbeitet natürlich für uns und ein Verständnis für den Fortschritt und vor allem die Geschwindigkeit, mit welcher dieser gerade stattfindet. Aber so lange sollte endlich mal in „meinen Kreisen“ die Arroganz und der Anspruch einer Allgemeingültigkeit unserer Meinung abgelegt werden. Dies entspricht nämlich A) nicht den Tatsachen, ist B) in keinster Weise hilfreich oder fördernd, sondern wirkt C) im Gegenteil, sogar extrem dämlich.

  15. Comment von Christian | 19. Jun. 2013 um 15:40:35

    Naja ich finde, dass es bei vielen die ich kenne überhaupt! nichts! mit Arroganz zu tun hat. Das nennt sich Meme.

    Und ich traue zumindest den meisten meiner Kontakte zu, dass sie soweit abstrahieren können, das für Otto-Normal-Bürger der Begriff Neuland durchaus berechtigt ist. Aber hier zu pauschalisieren und den Begriff Arroganz & Digital Native in einen Topf zu werfen… ich weiß nicht.

    Ich (und viele meine Kontakte) habe in der täglichen Arbeit mit dem Web zu tun – ein elementarer Teil dieser Arbeit: Mitarbeiter eines Unternehmens mit Internet & Social Media behutsam in Kontakt bringen, von den Vorteilen überzeugen! Ich benutze den Begriff #Neuland bestimmt nicht in arroganter Art und Weise – für mich ist und bleibt das einfach ein Meme!

  16. Comment von Max Winde | 19. Jun. 2013 um 15:43:38

    Merkel hat die Gruppe derjeningen, die das Internet nicht nutzen als „alle“ bezeichnet, wohingegen es für sie die anderen gar nicht gibt, zumindest sind sie nicht der Rede wert. Darüber darf man sich durchaus lustig machen.

    Zum anderen: es ist nicht so, als ob der Teil der Menschen, die kein Internet nutzen von irgendjemanden davon abgehalten werden. Sie wollen es einfach nicht, warum auch immer. Es ist nicht meine Aufgabe, diesen Menschen das Internet ein wenig kuscheliger zu machen. Und es ist auch nicht meine Aufgabe so zu tun, als sei die Ausnahme der Normalfall. Warum sollte ich das?

  17. Comment von Alex | 19. Jun. 2013 um 15:45:07

    Pah, Noooooooooobz.

  18. Comment von Arno Nym | 19. Jun. 2013 um 15:51:08

    Weil die Aufklärungsversuche ja auch so gut gefruchtet haben die letzten Jahre. Viele sind taub und eben nicht weltoffen. Die Menschen im Netz sind doch diejenigen die möchten, dass Menschen wie Merkel sie verstehen! Nur hört dort keiner zu. Zu gerne würde ich die Kanzlerin mit Headset auf ner LAN-Party sehen, aber die Offenheit Neuem gegenüber fehlt auf der anderen Seite.

  19. Comment von Atreo | 19. Jun. 2013 um 15:53:10

    Und wie viele der 30 Millionen sind über 60?
    Das Internet als Neuland zu bezeichnen geht nicht mehr. Das Land ist lange urbar, selbst die Wege sind gepflastert. Ich denke dir meisten von uns werden die, die den Anschluss verpasst haben, gerne ins Internet führen.
    Sie sind jedoch die Zurückgebliebenen und das Internet ist kein Neuland.

    Grüße Atreo

  20. Comment von Thomas | 19. Jun. 2013 um 15:57:10

    Die Zahl der Autofahrer in diesem Land liegt bei ca. 30 Millionen, die der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten etwa auf dem gleichen Niveau. Lese ich, dass wir in diesem Land keine Ahnung von Automobilen haben? Oder dass es 50 Mio. Faulpelze gibt?
    Also lassen wir diese absurden Zahlenspielereien.

    Ich nehme gerne jeden an die Hand, der sich mit irgendeinem Dienst oder einer Technik nicht auskennt, aber:

    In Zeiten von digitalen Steuererklärungen, elektronischen Übermittlungen an Sozialversicherungsträgern, Personalausweis mit Online-Funktion, De-Mail und tausend weiteren Dingen – in Zeiten, in denen ohne den Einsatz von Informationstechnik kein Betrieb mehr funktioniert, da will ich von einem Staatsoberhaupt nicht hören, wir haben ja alle noch keine Ahnung…

    Sry, Merkels -„Das Internet ist für uns alle Neuland, und es ermöglicht auch Feinden und Gegnern unserer demokratischen Grundordnung, mit völlig neuen Möglichkeiten und völlig neuen Herangehensweisen unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen“- klingt in meinen Ohren wie von der Leyen zu Kinderpornos..

  21. Comment von Peter | 19. Jun. 2013 um 16:10:47

    Auweia, haste dich ja schön von der Merkel verarschen lassen. Es geht bei Prism ja gar nicht um technische Frage, insofern ist es auch egal, ob da nun irgendwas technisch Neuland ist oder nicht. Es geht um grundsätzliche Fragen, welche Freiheitsrechte der Staat beschneiden darf und welche nicht. Die Diskussion lässt sich auch völlig unabhängig vom Internet z.B. in Bezug auf den technischen Stand der 50iger Jahre führen, schließlich gab es ja schon damals aus gutem Grund ein Post- und Fernmeldegeheimnis in der BRD.

    Aber das möchte Merkel offenbar nicht und schwafelt von „Neuland“, in der Hoffnung, dass ihre Rentnerwähler denken, dass es hier plötzlich um ein ganz anderes Fernmeldegeheimnis geht, und sie sich daher kein Gedanken darum machen müssen.

    Also lösch diese Blogeintrag lieber schnell, bevor hier noch unwissende Menschen von deiner unfreiwilligen Merkelpropaganda verwirrt werden.

  22. Comment von domlen | 19. Jun. 2013 um 16:20:54

    Was die Arroganz angeht stimme ich dir hier und da wohl zu. Das ändert nichts daran, das der Ausdruck „Neuland“ völlig daneben ist. Es geht ja nicht nur um Gründungsdatum oder Nutzerzahlen. Das Internet ist ein Wirtschaftlicher Faktor und damit meine ich jetzt nicht reines eCommerce. Unternehmen nutzen das Internet auch nicht erst seit Twitter und Facebook der Fall… Das sollte ein Staatsoberhaupt schon auf dem Schirm haben.

    Es geht nicht um Arroganz oder Alter oder Internet-Affinität – Neuland ist einfach sowas von der falsche Ausdruck, dass es kaum schlimmer geht und die Pauschalisierung stößt auf – mehr nicht. Das was sie sagen wollte hätte man schlichtweg auch differenzierter sagen können, anders – besser – diplomatischer – wissender.

  23. Comment von Susanne | 19. Jun. 2013 um 16:23:51

    Zunächst mal habe ich das Merkel-Zitat so verstanden, wie es daher kommt. „Das Internet ist für uns alle Neuland“ verstehe ich so, dass es eine Technologie ist, die erst ein paar Monate oder höchstens ein bis zwei Jahre vorhanden ist und von einer verschwindend geringen MInderheit genutzt wird. Wie kann man nur so realitätsfern daher reden. Wie immer die Menschen das Netz auch nutzen, es ist Alltag, wie viele Vorredner hier schon ausgeführt haben, und das nicht erst seit kurzem.
    Umso so entlarvender mutet dann der zweite Teil des Zitates an. „. . . und deshalb verlassen wir uns in Sicherheitsfragen auf die Vereinigten Staaten von Amerika. Wir haben heute auch einen umfangreichen Informationsaustausch vereinbart.” Was haben denn diese und die Vorgänger-Bundesregierungen in Sachen Internet getan? Nichts oder nichts, was das Netz sicherer und rechtssicherer macht. Für mich steckt damit in beiden Teilen des Zitates eine Weltfremdheit, die kaum zu überbieten ist. Abgesehen davon, dass es ein Unding ist, wenn sich ein Staat in Sicherheitsfragen auf einen anderen verlässt.
    Das alles hat überhaupt nichts mit Arroganz von Digtial Natives und Digital Immigrants zu tun, sondern damit, wie ich mich in einem Staat fühlen soll, für den ein bedeutender Teil der Gesamtkommunikation und vieles andere bis hin zu Bank- und Steuergeschäften eine Marginalie ist, um die man sich nicht kümmern muss. Das wäre genauso, als wenn eine deutsche Bundesregierung sagen würde, bei der die Ausgestaltung des Verkehrsbußgeldkataloges verlasse sie sich auf die USA.

  24. Comment von Michael Ammel | 19. Jun. 2013 um 16:26:33

    ..ein ziemliches Durcheinander fuer mich. Es gibt weder digital natives noch immigrants, sondern Menschen welche Technologie benutzen die sich weiterentwickelt und andere die das nicht tun. Da in Haushalten, aber auch in Organisationen Internetzugangs devices und Netze haeufig von mehreren Personen benutzt werden, sagt die o.g. Zahl recht wenig. Das Merkel das Internet als Neuland bezeichnet, ist vor dem Hintergrund der systematischen Ausspaehungen von Buergern, ein eher provokatives Dummstellen. Wobei ich diese Person ohnehin nicht fuer sehr klug halte, sieht man mal von ihrem Machtinstinkt und dem Auspspielen potentieller Gegner ab. Aber das ist wie ich bemerkte, meine persoenliche Meinung. Kommunikationstechnologien werden sich weiter entwickeln und wie in jeder Phase gibt es dann die early adopters und die followers, normal business..Wie Sie sehr richtig sagen kommt es auf den mindset an. Ich gehoere zu der Generation der Dinosaurier, die mal Fortran und Cobol gelernt haben und die Klimaanlage des Rechners den man benutzte, so gross war wie eine Eigentumswohnung. Die Zeiten aendern sich, der mindset nur wenig, wichtig ist das er in Takt bleibt..

  25. Tim
    Comment von Tim | 19. Jun. 2013 um 16:28:39

    Was mir sorgen bereitet ist, dass Menschen, die das Internet „Neuland“ nennen bestimmen was wir in diesem zu tun und zu lassen haben.
    DAS ist für mich das Problematische. Sie kann gerne weiterhin ihr Internet ausdrucken wie sie mag, aber wenn dann irrwitzige Forderungen nach Vorratsdatenspeicherung laut werden und der Herr Rösler, der Erste ist, der sich für eine gesetzlich verankerte Netzneutralität einsetzt, dann finde ich, muss sich Frau Merkel ernsthaft Gedanken zu ihrer Beziehung zu diesem „Neuland“ Gedanken machen.

  26. Comment von Moon | 19. Jun. 2013 um 16:29:19

    „Aber wir Netzbewohner, wir sind keinen Deut besser.“

    Diese Aussage von dir ist ziemlich arrogant.

  27. Comment von Peter Addor | 19. Jun. 2013 um 16:38:01

    Hmmm, ich habe Merkels Bemerkung jetzt eigentlich nicht so aufgefasst, wie Du. Für mich bedeutete sie eher, dass das die Rolle des Internets (eigentlich vor allem des Webs) im globalen staatspolitischen Gebilde noch nicht so ganz verstanden sei. Es gibt die Erfahrungen mit der politischen Kraft der Sozialen Medien, z.B. in den ägyptischen Unruhen im Jahr 2011. Es gibt aber noch wenig Erfahrungen, wie der Terrorismus das Web einsetzt. Ich vermute, dass das Web bei Terroristen kaum eine Rolle spielt. Aber wie viel „kaum“ ist, dürfte ziemlich unbekannt sein. „Neuland“ könnte auch heissen, dass es noch nicht ganz verstanden ist, inwiefern „analoge“ Geschichten ins Web propagieren. Wenn sich terroristische Organisationen vom Web fernhalten, könnte dann ihre Aktivitäten dennoch einen Fussabdruck im Web verursachen? Wie? In welchem Aussmass?

    So habe ich das verstanden. Ich dachte nicht daran, dass sie den Umgang mit dem Web und mit Sozialen Medien meinte, als sie von Neuland sprach. Was mich in diesem Zusammenhang vielmehr ärgert ist, dass man ständig so tut, als korreliert Jugendlichkeit mit Computerverständis und in diesem Zusammenhang von „Digital Natives“ spricht. Die gibt es nicht! Wenn ich meinen gut 20 jährigen Studenten einen Termin bekanntgebe, dann nehmen 90 % ihre Papieragenda hervor! Wenn ich verwundert frage, warum sie den Termin nicht in die elektronische Agenda schreiben, dann meinen sie, dass sie noch zu wenig Termine hätte, als dass sich eine elektronische Agenda lehnen würde.

    Hat man bei der Einführung des Autos von „motorized natives“ gesprochen? Warum nicht? Die ganze Auto- und Verkehrsszene ist ebenso eine Welt für sich. Es gibt dort ebenfalls Freaks und Abstinentler. Noch heute.

    Solange die Leute in Kästchen eingeteilt werden – Digital Natives, Analoge, Twitterer, Facebookler – und alle sich gegenseitig verspotten, solange scheint mir das Web tatsächlich noch ein wenig Neuland zu sein. Irgendeinmal werden die Menschen das Medium einfach selbstverständlich anwenden, ob jung oder alt, ob auf dem einen oder anderern SoMe-Kanal und ob für private oder für Marketingzwecken.

  28. AR
    Comment von AR | 19. Jun. 2013 um 16:57:05

    Sorry Enno, aber Deiner Argumentation kann und will ich nicht folgen.

    In Deutschland leben rund 80 Millionen Menschen. Von diesen 80 Millionen Menschen nutzen 81 % der Bevölkerung das Internet zumindest sporadisch und 83 % aller Haushalte in Deutschland hatten 2011 einen Internetanschluss. Die Aussage, dass Internetnutzer nur eine gesellschaftliche Minderheit sind, halte ich für mehr als nur gewagt.

    Aber ja, Du hast Recht! Wir sind arrogant, denn wir ignorieren die Tatsache, dass wir keine Pioniere mehr sind und ein Großteil der Gesellschaft schon längst dieses ominöse Neuland entdeckt hat.

    Das Internet ist mehr als die Filterbubble der Berliner digitalen Boheme. Das Internet ist u.a. Homebanking, ebay, Amazon, Zalando, bild.de und chefkoch.de. Man braucht auch keinen Blog oder Twitter-Account um ein Internetnutzer zu sein.

    Wann erkennen die „Digital Natives“, dass sie nicht allein im Internet sind?

  29. Comment von Anita | 19. Jun. 2013 um 17:12:00

    Frau Merkel sagt etwas und wir sollten aufmerksam zuhören, denn dahinter steckt etwas, was offensichtlich keiner der Rezensenten sehen will: So traurig es ist, doch Merkel meint damit, dass das Internet in Bezug auf die Beherrschbarkeit durch die Machtelite und die Möglichkeit der gezielten Meinungssteuerung noch Neuland ist.

  30. Pingback von #Neuland – die ennomane | Rund um den Kabinettstisch | 19. Jun. 2013 um 17:21:39

    […] die ennomane » Blog Archive » #Neuland: die Arroganz der Digital Natives […]

  31. Comment von Markus | 19. Jun. 2013 um 17:22:28

    Sorry aber der Artikel ist total am Thema vorbei. Der Otto Versand (Amazon für alte Menschen) wird demnächst den Katalog (Geleimtes Papier) Einstellen da Sie derzeit 80% des Umsatzes im Netz machen. Skype&co sind für jede Oma ein Begriff wenn diese mit ihren Enkeln sprechen möchte. In einer zeit in der selbst meine N3 Talkshow schauen, Helmut Lotti hörende Mutter die nicht einmal Tiefkühlpizza nutzt ihre Kleidung Online bestellt und ihre Rote Rosen in der Mediathek schaut muss ich sagen… das Merkel, die jünger als meine Mama ist, das Netz als Neuland betrachtet zeigt einfach in welcher Welt diese Dame (Merkel jetzt) lebt… und von solchen leuten will ich mich nicht regieren lassen da diese Menschen mit mir und meiner Lebenswirklichkeit NICHTS zu tun haben

  32. Comment von Informelles | 19. Jun. 2013 um 17:33:26

    Das Problem der Aussage ist in der Tat das „für uns alle“. Damit kann sie nur große Teile der CDU/CSU gemeint haben, und nicht das Volk.

    Leider haben diesen großen Teile der CDU/CSU im Moment das Sagen, wenn es darum geht, wie Datenschutz und Bürgerrechte -auch im Internet- gesichert werden, oder eben nicht. Und da ist es eher unpassend, wenn für diese Leute, das Internet #Neuland ist.

    Die Aussage zeigt aber auch sehr eindrucksvoll, wie weit sich die Welt der Angela Merkel im „Regierungsraumschiff Berlin“ von der realen Wirklichkeit entfernt hat.

  33. […] Berlin ist im Ausnahmezustand, Barack Obama besucht die Hauptstadt. Doch bei Twitter ist der größte Aufreger bislang eine Äußerung der Gastgeberin Angela Merkel: „Das Internet ist für uns alle Neuland, und es ermöglicht auch Feinden und Gegnern unserer demokratischen Grundordnung, mit völlig neuen Möglichkeiten und völlig neuen Herangehensweisen unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen.“ Spott und Kritik stoßen seitdem auf zartes Verständnis und ehrliche Selbstreflektion. […]

  34. Comment von Alex | 19. Jun. 2013 um 17:56:25

    Ca. 46000000 Autobesitzer in DE
    Ca. 50000000 Internetnutzer in DE

    Und das Internet ist NEULAND? :)

  35. Comment von Jens Best | 19. Jun. 2013 um 18:22:56

    #Neuland ist pure Distraction.

    Statt Merkel auf ihr schwaches „Anmahnen“ festzunageln und ihr klarzumachen, dass es auf #PRISM andere Antworten geben muss, beömmeln sich viele über das Wort.

    Lämmer, die glauben, sie wären schlau, weil man sie 140 Zeichen schreiben lässt.

  36. Comment von Incredibul | 19. Jun. 2013 um 18:32:48

    Hallo,

    hm, ich seh das Arroganz Problem normalerweise auch, aber an der Stelle war ja die komplette Aussage von Merkel im Kontext ja ein „Das Internet ist Neuland, also probieren wir halt rum“ und quasi ein Freispruch für die PRISM Geschichte.

    Für mich ist da kein Analoger/Digitaler Graben, sondern ein unglaublich dreistes „hoho kann ja jedem mal passieren das man eine Überwachungsinfrastruktur aufbaut, weil wir sind ja so schusselig“.

    Ich sehe wirklich keinen Anlass, die Merkel mit Samthandschuhen anzufassen. Die Erwartung, dass sie PRISM auch öffentlich zur Sprache bringt, war da. Der Neuland-Satz war ihr Statement dazu.

  37. […] heiss und der Backlash ließ nicht lange auf sich warten. Am treffendsten hat den wohl Enno auf seinem Blog und Johannes Kuhn in der Süddeutschen formuliert. Die Leute wären arrogant oder spießig oder […]

  38. Comment von mjb4 | 19. Jun. 2013 um 18:47:02

    Hier gehts nicht darum das irgendein Deutscher festgestellt hat das es das Internet gibt.
    Hier geht es darum das eine Bundeskanzlerin und ihre Regierung seit Jahren nicht auf das Internet reagieren.
    Vorratsdatenspeicherung, Netzneutralität, BKA-Trojaner, De-Mail, Digitaler Personalausweiß, Drosselpläne, Netzausbau, Datenschutz, Copyright, …

    Neuland ist da eine sehr schlechte Rechtfertigung.

  39. Comment von wupp | 19. Jun. 2013 um 18:48:04

    man sollte das alles nicht so aufblasen. ob Neuland oder nicht, wenn kümmerst? die Leute neigen von jeher dazu, die Dinge die sie tun, größer zu machen als sie sind, so ist das eben… und wenn intensive Internetnutzer ein Ding daraus machen wollen, sollen sie es tun. jeder möchte doch irgendwie besonders sein. zeitlich gesehen ist die Geschichte allerdings noch nicht so alt.
    aber darum gehst wahrscheinlich nicht. es ist möglicherweise auch eine Nebelkerze um einer unangenehmen Diskussion bzgl. Überwachung aus dem weg zu gehen und zeit zu gewinnen.
    also nicht immer nur an die eigene Bedeutung und Wichtigkeit als Internetpionier denken, sondern politisch denken… ja ich weiß, Piraten.. Kindsköpfe und Egomanen..

  40. Comment von Stefan Engeln | 19. Jun. 2013 um 19:11:26

    Mit der Aussage „Das Internet ist für uns alle Neuland“ will Angela Merkel nicht primär sagen, dass es viele Menschen gibt, die mit dem Internet nicht vertraut sind.

    Es geht im Zusammenhang mit Prism vielmehr um rechtspolitisches Neuland. Und in diesem Zusammenhang bedeutet der Satz dann frei übersetzt: Das Internet ist so neu, da können schon mal Fehler passieren. Damit das nicht ganz so platt klingt, wird ein äquivoker Satz mit einem doppeldeutigen „für uns“ benutzt.

    Häme und Spott verdient der Satz ganz zurecht. Als Bundeskanzlerin dürfte sich Angela Merkel nicht auf „Neuland“ herausreden und die konkret in Rede stehenden Themen sind so neu nicht. Es geht bei Prism um die Verteidigung einer Freiheitssphäre des Einzelnen gegen Überwachung durch den Staat (in diesem Falle sogar nicht mal der eigene).

  41. Comment von Enno | 19. Jun. 2013 um 19:29:26

    Ein paar Anmerkungen zu den Kommentaren: Ich verteidige Merkel nicht, ich sehe ihre Äußerung als hoch problematisch, was ich auch im Text selber und in einem Kommentar weiter oben schrieb. Mir ging es um die Art der Reaktion.

    Gibt es einen Fachbegriff für „Selbstarroganz“? Ich gehöre ja selber dieser „Berliner digitalen Boheme“ an.

    Zum Thema Fernsehen und Willy Brandt 1969 zitiere ich die Wikipedia: „1928 gelang John Logie Baird die transatlantische Übertragung eines Fernsehbildes von London nach New York.“. Mit dem Auto sieht’s ähnlich aus. Und: Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich und Zeitläufe sind in ihrer Dauer nicht vergleichbar.

    Das Problem, dass Merkel, Obama & Co. eine Sicht aufs Internet haben, die Kolonialherren gleicht, teile ich ebenso. Auch darauf bin ich im Blogpost eingegangen, Stichwort verteidigen.

    Mit dem Wort „das ist halt ein Mem“ kann man nicht alles entschuldigen. Gerade um subkulturelle Meme, die so konstruiert sind, dass sie nur von den „Eingeweihten“ verstanden werden, geht es. Das #Neuland-Mem überschreitet nämlich gerade seine subkulturellen Grenzen und wird außerhalb der Filterbubble völlig anders erlebt und bewertet.

  42. Comment von Erbloggtes | 19. Jun. 2013 um 20:14:06

    Deine letzte These, Enno, würde ich mal in Frage stellen. Von wem was wie erlebt wird, ist schwierig zu sagen. Massenmedien greifen #Neuland auf, wie sie #Aufschrei aufgegriffen haben: Sie polarisieren; die einen auf der einen, die anderen auf der anderen Seite. Dafür sind die Inhalte des Mems egal. Entscheidend ist das Polarisierungspotential. #Neuland ist verbindungsreich, jeder kann etwas anderes assoziiieren, zu dem Thema eine Position einnehmen und sich ein bisschen aufregen. Das ist das, was Twitter tut. Das ist das, was die Massenmedien nun nachmachen.

    Es wird ein Konflikt inszeniert: Ist das Internet Neuland? Deine abschließende These läuft darauf hinaus, dass die Leute „außerhalb der Filterbubble“ diese Frage unisono mit „ja“ beantworten würden und deshalb jene Netzbewohner, die sie mit nein beantworten, arrogant finden könnten. Ich denke nicht, dass das richtig ist. Denn auch viele Über80jährige wissen, dass es Leute gibt, für die das Internet kein Neuland ist. Diese Netzbewohner fragen sie nämlich regelmäßig, warum das mit dem E-Mail-Empfang gerade nicht klappt u.ä.

  43. Comment von anonymous | 19. Jun. 2013 um 20:29:25

    merkel redet nur davon, dass die technologie des internets neu sei und man über verhältnismäßigkeiten gesprochen hat.

    man muss sich aber nicht mit technologie x auskennen, um sich von deren überwachungsmöglickeiten distanzierenund diese als unverhältnismäßig einstufen zu können.

    ein klares ja oder nein zu überwachung(smöglichkeiten) wäre angebracht gewesen.

  44. Pingback von Froschs Blog : » Neuland | 19. Jun. 2013 um 20:39:22

    […] Ennomane: #Neuland: die Arroganz der Digital Natives (via […]

  45. Comment von Andi | 19. Jun. 2013 um 20:49:07

    @Enno:

    Mir ging es um die Art der Reaktion. Gibt es einen Fachbegriff für “Selbstarroganz”?

    Mir kommt bei diesem Phänomen der Zeitvertreib des Kekswichsens in den Sinn (aber vielleicht hätte ich auch einfach damals nicht auf diese Jugendfreizeit fahren sollen).

  46. Comment von herr meier | 19. Jun. 2013 um 21:09:59

    Ich teile ihre Ansicht und freue mich, dass wir wohl unabhängig voneinander eine ähnliche Tonalität getroffen haben: http://www.meiersworld.de/2013/06/19/neuland-die-kanzlerin-und-die-digitale-avantgarde/

  47. […] eben um 21.10 Uhr im Netz entdeckt: http://www.ennomane.de/2013/06/19/neuland-die-arroganz-der-digital-natives/ […]

  48. […] Berlin ist im Ausnahmezustand, Barack Obama besucht die Hauptstadt. Doch bei Twitter ist der größte Aufreger bislang eine Äußerung der Gastgeberin Angela Merkel: „Das Internet ist für uns alle Neuland, und es ermöglicht auch Feinden und Gegnern unserer demokratischen Grundordnung, mit völlig neuen Möglichkeiten und völlig neuen Herangehensweisen unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen.“ Spott und Kritik stoßen seitdem auf zartes Verständnis und ehrliche Selbstreflektion. […]

  49. Pingback von Das Internet ist #Neuland und ihr seid die Noobs. :: 1337core | 19. Jun. 2013 um 21:52:24

    […] packt die Arroganz-Keule aus. Endlich! Mein Lieblingsthema. Als elitärer Ironiker bin ich da immer dabei. Arroganz ist […]

  50. Comment von DFranzenburg | 19. Jun. 2013 um 22:21:49
  51. Comment von Chris | 19. Jun. 2013 um 22:29:17

    Wir sind nicht die ersten Siedler.

    Wir sind die Ureinwohner.

    und was mit denen in der Neuen „Alten“ Welt passiert ist, wissen wir alle…

  52. Comment von mikel | 19. Jun. 2013 um 23:22:13

    Lustig. Irgendwann fiel das Internet vom Himmel, wie das Manna des Moses und die Digital Natives wurden darin geboren, es ist ihr Heim und dann kamen die digitalen Imigranten dazu, die man vielleicht dulden wird. Schon mal überlegt wieso das 404 heißt? :)) Also es fiel vom Himmel und wurde nicht irgendwie von alten Säcken aufgebaut. Dieses Netz war und ist ein Kriegsschauplatz, im Ursprung schon, aus dem Militärhaushalt der USA finaziert, zunächst…
    Bei der Pressekonferenz, in der das Wort „Neuland“ fiel ging es darum, dass ein ausländischer Geheimndienst seit Jahren Daten an den Netz-Knoten absaugt, eine gigantische Wirtschaftsspionage damit betreibt und die Kanzlerin hat nix weiter zu sagen als „Neuland“?
    Und ihr hier wollt alte Leute ins Netz führen? Ah na…
    Lustig

  53. Comment von Michael Blume | 20. Jun. 2013 um 00:01:29

    Der Blogpost spricht mir aus der Seele! Ich gehe sogar noch weiter: Das Internet ist für uns alle #Neuland, da es sich täglich verändert – unvorhersehbar und in alle Richtungen. Arroganz ist da nicht nur eine Schwäche, sondern ein Zeichen von Inkompetenz…

  54. Comment von Nonliner | 20. Jun. 2013 um 00:32:24

    Sehr gut. Dies hier ist das einzig „normale“ und vernünftige, was im Netz zu dieser unsäglichen NEULAND-Diskussion zu lesen ist.

    Das macht Hoffnung für eine digitale Welt, die glaubt, sie wäre besser als alle anderen Welten vor ihr …

  55. bee
    Comment von bee | 20. Jun. 2013 um 01:20:12

    Nein. Und das liegt nicht daran, dass dieser Text keine Meinung hätte, über die man diskutieren könnte, sondern daran, dass er das Thema nicht herausarbeitet. Diese Äußerung ist ein Bekenntnis zum Totalitarismus, nicht das erste, aber eines, bei dem sich die Bundeskanzlerin erkennbar keine Mühe mehr gibt, es hinter der Demokratiefassade zu verbergen. Es sind die Ansatzpunkte von Peter (XXI.) und Stefan Engeln (XL.), die am ehesten auf den verfassungsrechtlichen Kernpunkt eingehen.

    Wir haben uns an die Strategie „Fear, Uncertainty and Doubt“ bei allem gewöhnt, was auch nur ansatzweise mit Digitalisierung zu tun hat, aber eben nicht nur da. Diese Regierung hat nicht nur bei Netzneutralität und Quellen-TKÜ, Vorratsdatenspeicherung oder Websperren eine solche Agenda gefahren, sie hat im Immaterialgüterrechten so reagiert, im Presserecht, im gewerblichen Rechtsschutz, und sie lässt sich im Patentrecht ebenso instrumentalisieren. Dabei ist es ganz gleich, ob es sich um wirtschaftliche Perspektiven, um zivile Rechtssicherheit oder um Grundrechte handelt. Die Kommunikation ist immer dieselbe: wenn wir es schon nicht kapieren, lasst es uns wenigstens kaputt machen.

    (Dabei will ich nicht auf der aktuellen Regierung herumhacken, seit 1998 hat sich hier kein intelligentes Leben mehr blicken lassen, und die einzigen, die nicht nur Heißluft verbreiten, sind die Piraten.)

    Bei der merkelschen „marktkonformen Demokratie“ geht es auch nicht um den Markt, denn würde der nicht von ihr höchstselbst ausgehebelt, gäbe es auch keine Bankenrettung. Diese Agenda rechtfertigt über die postulierte allgemeine Gefahr, die sich immer nur im Nachgang als notwendig beweisen lässt, über einen Staatsnotstand als immerwährende Gefahr im Verzuge jede Maßnahme und jeden Generalverdacht. Merkel schafft mit der hinter Scheinkritik verborgenen Übernahme von Obamas utilitaristischer Rechtsauffassung genau das, was ihr politisches Lager so falsch wie gebetsmühlenartig ablehnt: den rechtsfreien Raum Internet, genauer: den staatsrechtsfreien Raum Internet. Merkels Botschaft ist glasklar. Jetzt, da wir durch PRISM bereits gelernt haben, dass Komplettüberwachung sich ganz dufte anfühlt, wenn man noch gar nichts davon ahnt, jetzt können wir die ganze Schweinerei doch auch gleich offiziell machen. Weil es ja sicher irgendwas gebracht haben wird – was, das definieren wir notfalls auch noch später. Wir schießen in die Menge, und wer umfällt, war bestimmt Feind.

    Wenn man das Arroganz nennen will, okay, dann sehe ich hier Arroganz.

  56. Comment von Moritz | 20. Jun. 2013 um 08:00:14

    Mir gefällt die Unterscheidung in „wir“ und „die“ nicht – das sind Grenzen, die es so nicht gibt. Ansonsten jedoch Zustimmung von meiner Seite: In diesem Online-Offline-Diskurs verhalten sich wahnsinnig viele nach wie vor vollkommen unproduktiv und unkooperativ. Lieber lässt man den anderen auflaufen, als vernünftig mit ihm zu reden – das führt aber nicht zu Problemlösungen.

  57. […] die ennomane: #Neuland: die Arroganz der Digital Natives // “Ja, die Formulierung ‘Das Internet ist für uns alle Neuland’ ist dumm und anmaßend. Sie tut so, als gebe es kaum Menschen, für die das Netz kein Neuland mehr ist. Aber wir Netzbewohner, wir sind keinen Deut besser.” […]

  58. […] die ennomane: #Neuland: die Arroganz der Digital Natives // “Ja, die Formulierung ‘Das Internet ist für uns alle Neuland’ ist dumm und anmaßend. Sie tut so, als gebe es kaum Menschen, für die das Netz kein Neuland mehr ist. Aber wir Netzbewohner, wir sind keinen Deut besser.” […]

  59. Comment von Th. Koch | 20. Jun. 2013 um 09:52:44

    Die Reaktionen auf #Neuland zeigen, dass im Netz die Fähigkeit zur politischen Analyse und Bewertung einer Äußerung offensichtlich unterentwickelt ist, jedenfalls aber vordergründiger „Witzischkeit“ geopfert wird: Der Neuland-Spruch ist ein rechtspolitisches Statement zur Rechtfertigung der (Total-) Überwachung wegen angeblicher neuer und deshalb nicht kontrollierbarer Risiken. Es geht um Angsterzeugung zur Rechtfertigung von Grundrechtseinschränkungen.

    Wenn sich apolitische Nerds über #Neuland nur lustig machen, hat der totalitäre Anspruch schon gewonnen.

  60. Comment von Jürgen | 20. Jun. 2013 um 10:08:59

    Sehr treffend, danke für diesen Artikel!

  61. Pingback von Willkommen im Neuland! | 20. Jun. 2013 um 10:42:28

    […] seit Neuland, auch ist (es gibt da inzwischen diverse Blogposts zu, zum Beispiel hier, dort oder da drüben) ist dieses Bild ihrer allerälteten Homepage doch ganz nett nostalgisch. […]

  62. Comment von _Flin_ | 20. Jun. 2013 um 10:50:24

    Wenn Oma Kalupke sagt, das Internet ist Neuland, ist das eine Sache.

    Wenn das die Regierungschefin sagt, obendrein, um die Vollbespitzelung ihres Volkes zu rechtfertigen, eine ganz andere.

    Ist die DVD auch Neuland? Spezifiert 1995? Was ist mit dem Fax, das 7 Jahre älter ist als die E-Mail? Ist der ICE-1 Neuland, der seit 1991 in Betrieb ist?

    Die Verweigerungshaltung des Establishments, ob es sich um Legislative oder Exekutive, etablierte Branchen wie Verlage oder Musikwirtschaft handelt, ist unerträglich. Und die Weigerung der Bundesregierung und der Legislative wiegt hier besonders schwer.

    Und nein, Internetuser sind keine Pioniere mehr, genauso wenig wie die Nutzer eines Computer mit grafischer Benutzeroberfläche Pioniere sind.

    Diese Ewiggestrigkeit ist wirklich beängstigend. Und sie durchzieht diese Land von ganz oben bis nach ganz unten. Und wird in Wahlkampfzeiten auch noch schöngeredet.

    Und währenddessen müssen wir immer noch zum Amt laufen, um uns umzumelden, aus der Kirche auszutreten, uns umzumelden, einen Personalausweis als verloren zu melden, oder ein PostIdent Verfahren mit persönlicher Inaugenscheinname durchlaufen, bevor wir irgendwo ein Konto eröffnen können.

    Diese Rückständigkeit zieht sich durch alle Bereiche der Gesetzgebung, vom öffentlichen Rundfunk und seiner Depublizierungspflicht, über das Leistungsschutzrecht, den Hackerparagrafen, DE-Mail, das Abmahnunwesen, die WLAN Störerhaftung, die Forumsbetreiberhaftung, die Impressumspflicht, die Urheberrechtsgesetzgebung, die GEMA-Politik, usw. usw.

    Und ja, es ist wirklich scheissegal, ob Oma Kalupke twittert und auf Foursquare ist und sich Musik aus der Soundcloud streamt. Oma Kalupke ist auch noch nie ICE gefahren. Hört Musik mit ihrem Plattenspieler oder im Radio.

    Aber niemand würde jemals auf die Idee kommen, den Tierschutz in der Pferdezucht nicht zu regeln, weil Oma Kalupke kein Pferd hat. Nur beim Internet, da ist das so. Egal, wieviel Millionen Menschen Milliarden Euro im Internet ausgeben, verdienen, oder ihre Zeit damit verbringen, ob sinnvoll oder nicht… Die Oma Kalupkes dieses Landes machen die Gesetze, und es findet sich immer wieder ein Journalist, der diese Rückständigkeit auch noch verteidigt.

  63. Comment von Peter | 20. Jun. 2013 um 11:15:56

    Enno hat das Problem ja immer noch nicht begriffen… Das tut weh.

    Wie denkt sich dieser Enno denn bitte, dass er Leute, die geil auf Überwachung sind, durch „Erklären des Internets“ überzeugen kann? Das Problem ist nicht, dass diese Leute keine Ahnung vom Internet haben, dass Problem ist, dass diese Leute unabhängig von irgendwelchen Technologien ein Problem mit der Freiheit haben.

  64. Comment von Wolfgang | 20. Jun. 2013 um 11:17:15

    Hier mischt der Autor seine eigenen psychischen Probleme mit ernstem Thema.

    Ich frage mich, ob Frau Merkel schon mit den Auto fährt oder noch auf dem Esel durch die Lande reitet, weil selbstfahrende Vehikel Neuland sind. Es wäre doch interessant zu wissen, ab wann Neuland bereits nicht mehr neu ist.
    Ich bin versucht zu sagen, daß wenn bereits eine komplette Generation darin aufgewachsen ist, dann ist das schon lange kein Neuland mehr.

    Dennoch hat Frau Merkel mit diesem dummen Sinnspruch genau das erreicht, was sie wollte. Sie hat erreicht, daß wir über ihre Dummheit diskutieren und nicht um das was hinter dieser Fassade geschah/geschieht. Amerika übernimmt Regierungsaufgaben Merkels… dafür bekommt sie Geld… und wir sind die Vollidioten, die das dann ausbaden müssen. Und alles was wir tun ist, daß wir uns über einen ihrer dummen Sinnsprüche auslassen als die Wurzel des Übels zu greifen und begreifen.

  65. Comment von Dirk | 20. Jun. 2013 um 13:29:44

    Studie zur digitalen Gesellschaft im Neuland. Über 65% sind häusliche Gelegenheitsnutzer, vorsichtiger Pragmatiker, außenstehende Skeptiker, und diese Leute werden auch, und vor allem von der Bundesregierung repräsentiert.

    Quelle: http://www.initiatived21.de/portfolio/digitale-gesellschaft

  66. Comment von tamo | 20. Jun. 2013 um 15:56:22

    Liebe Leute
    Ich finde «das Kommentar von Moni» siehe oben an der dritten Stelle, trifft den Kern dieser Staatsfraulichen Entgleisung.
    So liegt der Hase im Pfeffer!
    Und wir müssen es fressen?
    Comment von Moni | 19. Jun. 2013 um 14:54:08

    Vielen Dank Moni.
    Deine Anmerkungen sind Programm!

  67. […] und findet es alles andere als lustig. Vereinzelt wird Merkel sogar verteidigt, etwa unter “#Neuland: die Arroganz der Digital Natives“. Die Debatte tobte (und tobt) so sehr, dass sogar der Regierungssprecher sich genötigt sah, […]

  68. […] Fragen des grenzenlosen Internets bis heute nicht näher gekommen ist. Enno Park formuliert von der Ennomane aus […]

  69. Pingback von Oh nein! Nicht noch ein #Neuland-Blogpost! | juna im netz | 20. Jun. 2013 um 20:06:34

    […] der Netzgemeinde“ ein paar hübsche Tweets und Tumblr gesammelt wurden, schrieb @ennomane im Blogpost sichtlich angekotzt: „Auf meiner Twitter-Timeline orgasmieren gerade sehr viele Menschen […]. […]

  70. Pingback von #Neuland | Christopher Könitz | 20. Jun. 2013 um 21:58:37

    […] oder aber die Aussage wird zum Anlass genommen, damit sich „Kenner“ des Internets einer gewisse Selbstreflexion unterziehen (siehe hier) […]

  71. […] Nutzen. Eine spannende Auseinandersetzung mit dem Thema #Neuland und Digital Natives habe ich hier […]

  72. Pingback von Lesenswertes 21/06/2013 | Sebastian Booch | 21. Jun. 2013 um 08:11:34

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  75. Pingback von Neuland, Arge, Stalking, Prism – 1ppm von Johannes Mirus | 25. Jun. 2013 um 16:19:21

    […] #Neu­land: die Arro­ganz der Digi­tal Nati­ves Stimmt schon. […]

  76. Pingback von Im Netz verfangen: Merkels Neuland : pressekompass | 27. Jun. 2013 um 11:27:59

    […] Enno Park fügt auf seinem Blog ennomane.de hinzu: „Wir [Digital Natives] müssen erklären, helfen, offen sein.“ Die Unerfahrenen lasse […]

  77. Comment von Florian | 10. Jul. 2013 um 08:15:11

    Abschalten! Bis diese Digital Natives aufgetaucht sind, war das Internet ganz nett.
    Und gerade für Euch gilt: Das Internet ist Neuland. Ansonsten würdet Ihr es gar nicht mehr betreten und Eure nächste Geschäftsidee, Petition oder Karriere darauf begründen.


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