sofa die ennomane

8. April 2012

Links der Woche

  • Die Türsteher vom Club „Kultur“:“Bei der Debatte um Urheber- und Verwertungsrechte geht nicht darum, Künstler in die Gosse zu werfen, genauso wenig wie es beim Atomausstieg darum geht, Kernkraftwerksmitarbeitern Haus und Hof zu rauben. Der Kampf ums Urheberrecht ist ein Kampf der Privilegierten. Ein Kampf der Verwerter. Ein Kampf um tradierte Geschäftsmodelle. Ein Kampf um Einnahmequellen.”
  • Unterlagen geleakt – Wenn PR-Strategen Gesetze ändern wollen:Teile der Baubranche befürchten, durch eine Gesetzesreform Einbußen zu erleiden. Sie schalten daher eine Agentur ein, die auf 19 Seiten erklärt, wie die Politik beeinflusst werden soll. Aus Versehen wurde das Papier an den falschen Empfänger verschickt – und zeigt, wie die PR-Industrie arbeitet.
  • Monogamie: Die große Lüge:“Untreue ist denn auch einer der Hauptgründe, warum Ehen in den westlichen Industrienationen reihenweise kollabieren. 50 Prozent beträgt die Scheidungsrate in der Schweiz, dazu werden immer weniger Ehen geschlossen, und die Beziehungen sind heute kürzer und serieller. Untreue zerstört Vertrauen, zerbricht Hoffnungen, Herzen und Familien. Die entscheidende Frage ist aber nicht, warum wir eigentlich nicht treu sein können. Sondern warum unser Beziehungsideal auf einer Lüge gründet. Die Lüge, dass wir uns immer treu sein werden.”
  • In der Brezelstube (Schöner werden!):Anders die von mir bei ZDFinfo enchantiert verfolgte Frauenaufbrezelungsschau „schick & schön“, ein Unternehmen mit dem unumwunden angestrebten, löblichen Ziel: „Unsere Frau soll schöner werden!“ Um möglichst dramatische Kontrasteffekte zu erzielen, castet man jeweils Stücker drei Damen, die von der Natur in ästhetischer Hinsicht etwas stiefmütterlich bedacht wurden, je graumäusiger, verhuschter und plumper, desto besser; dünne Haare, dicke Hüften und grässliche Textilien sind erwünscht, desgleichen, dass die Kandidatinnen daheim keinen Spiegel besitzen und sich, wiewohl erwachsen, die trutschige Oberbekleidung noch von Mutti kaufen lassen.
  • We come in Peace but we fight for our rights :claudiusholler:

    In Anbetracht der – bisher zu seltenen – Steilvorlage seitens Nina Galla (GAL), nutze ich ein paar Minuten für einen diskret fraternisierenden Blick über den Tellerrand.

    Ich bin überzeugter Pirat. Und ehemaliger rot-grün Wähler (hab sogar einmal bei der Linken gekreuzt). Und ich finde nicht,…

  • “Kurze Frage eines Urhebers: Wo ist mein Schotter?”:Wir Urheber bekommen momentan Geld für unsere Schöpfungen, weil es diese sehr reichen Familien gibt. Und die katholische Kirche. So wie Michelangelo Geld für seine Schöpfungen bekam, weil es die Renaissancefürsten gab. Und die katholische Kirche.

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