sofa die ennomane

Februar 2, 2012

LinkedIn SpammedIn

Ich habe gerade meinen Account bei LinkedIn gelöscht. Der Grund: Spam. Ich habe Accounts auf ziemlich vielen Webseiten und sozialen Netzwerken. Wenn mich etwas nervt, dann von diesen mit Mails der Sorte Bla macht Pups zugeballert zu werden. Deshalb habe ich Notifictions fast überall ausgeschaltet. Manche Webseiten machen es dem Anwender mit Absicht schwierig (“Wenn Sie keine Mails erhalten wollen, schicken Sie unserem Support dienstags zwischen 8.30 und 8.45 ein Fax mit folgendem dreißigstelligen Key…”) und ein wahrer meister des Lock-In durch Unbedienbarkeit ist LinkedIn.

Niemand durchschaut, wie die Seite funktioniert, wie man dort Lebensläufe korrekt anlegt, und vor allem warum man eigentlich dort ist. Meine Updates-Seite besteht ausschließlich aus nach LinkedIn reingeleiteten Tweets (die ich besser auf Twitter selber nachlese. Es hat einen Grund, wenn man bestimmten Leuten nicht auf Twitter folgt, und es ist Social Pollution, wenn sie ihre Tweets automatisiert nach LinkedIn, Facebook usw. reinleiten. Wobei ich bei Facebook immerhin das Abonnement unabhängig von der Friendship kündigen kann, was ich in erstaunlich vielen Fällen auch tue. Das nur am Rande.)

Man ist nur bei LinkedIn, weil man glaubt, es zu müssen. Und ich wäre noch dort, würde LinkedIn in Bezug auf Notification-Mails nicht so passiv-aggressiv mit seinen Nutzern umgehen. Dass Nutzer sozialer Netzwerke rumspammen, lässt sich nicht verhindern. Aber der Betreiber selbst? Nach mehrfachen Klagen auf Twitter reagiert LinkedIn sogar und schrieb mir dort, ich könne meine Mail-Einstellungen da und da ändern. Das ist die Seite mit den glorreichen sieben Untermenüs. Muss man sich mal vorstellen. Sieben Untermenüs, um einzustellen, was für Benachrichtigungen man erhält!

Leider funktionieren sie nicht. Alle, alle wirklich alle Einstellungen sind auf “Schick! Mir! Keine! Mail!” gesetzt, aber trotzdem bekomme ich weiterhin welche. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Außer den Account löschen. Hiermit erledigt (hoffe ich). War mir ein Vergnügen. Danke.

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Kommentare

  1. Comment von Dagger | 02. Feb. 2012 um 15:21:22

    Immerhin reagiren sie.
    Mir schickt linkedIn nur dann eine Mail wenn mich einmal wieder jemand einlädt. Ich kan nmich an Mails anderen Inhalts nicht erinnern. Komisch?

    Das Xing mit seinen Geburtstagerinnerungsmails seit neuestem so abgeht nervt mich allerdings gewaltig. Die habe ich schon drei mal abbestellt und die kommen immer noch wieder. Hast Du auch das Problem?

  2. Comment von Thorsten | 02. Feb. 2012 um 15:37:57

    Danke, dieser Artikel hat mir endlich den Antrieb gegeben, meinen Account dort auch zu löschen. Das war’s dann, LinkedIn.

  3. Comment von Enno | 02. Feb. 2012 um 15:45:21

    @Dagger: Die LinkedIn-Mails gehen nicht auf Einladungen einzelner Mitglieder zurück, sondern da steht wirklich nur drin Bla ist jetzt Managing Director bei Pups und Blubb ist jetzt staatliche examinierte Makramee-Fachkraft. Von Xing bekomme ich keinerlei Mails, seit ich die entsprechenden Einstellungen vorgenommen habe.

  4. Comment von Alex | 02. Feb. 2012 um 16:01:33

    Hmm… auch ich bekomme nur Mails, wenn mich jemand zu seinem Netzwerk einlädt. Ansonsten läßt mich LinkedIn (im Gegensatz zu Xing) in Ruhe.

  5. Comment von Enno | 02. Feb. 2012 um 16:03:01

    Wahrscheinlich sind wir nur alle zu doof, das richtig einzustellen. Xing ist allerdings auch so ein Irrelevanzkandidat.

  6. Comment von Johannes | 02. Feb. 2012 um 17:14:34

    Ha, danke für den Artikel. War bis jetzt noch “on the fence” was eine neunen Account dort angeht – das hat sich hiermit erledigt ;)

  7. Comment von Johannes | 02. Feb. 2012 um 17:14:53

    Ha, danke für den Artikel. War bis jetzt noch “on the fence” was einen neuen Account dort angeht – das hat sich hiermit erledigt ;)

  8. Comment von Alex | 03. Feb. 2012 um 01:10:39

    Hmm, also ich kriege seit ich bei LinkedIn bin immer Fake-Emails von angeblichen LinkedIn-Mitgliedern, die aber grundsätzlich an eine falsche URL weiterleiten … das ist mir am meisten aufgefallen. Ansonsten krieg ich nur “Kennen Sie vielleicht xxx” – Mails, die aber auch nicht übermäßig, sondern im Wochenbericht. Meine Kontaktliste bei LinkedIn ist aber auch mit 10 Leuten recht spärlich. Bei Xing krieg ich ungefähr genauso viele Mails trotz 51 Kontakten … und nerven tut mich dort nichts … :)

  9. Comment von Kiki | 03. Feb. 2012 um 06:31:47

    Hm, ich bin kein großer Fan von Xing und LinkedIn, aber finde letzteres intuitiv besser bedienbar als Xing und sinnvoller sowieso, weil ich meine beruflich relevanten, meist internationalen Kontakte eben dort habe (ist wahrscheinlichen ziemlich branchenabhängig).

    Ich kriege relativ wenige mails von beiden, etwa eine Zusammenfassung pro Woche und je eine Benachrichtigung, wenn mich jemand hinzufügen möchte. Offenbar habe ich intuitiv alles richtig eingestellt. Ich bin dort auch allerdings nicht sonderlich aktiv und nur alle 2-4 Wochen mal drauf.
    Ich nutze beide nur in der Basisversion, bei Xing hatte ich noch zu OpenBC-Zeiten mal ein Premiumabo, das mir nichts erkennbar wertvolles gebracht hat. Bei der Konkurrenz habe ich kurz geschwankt, denn sie haben dort viele nützliche feaures, die ich gern nutzen würde, z.B. einige Resumefunktionen. Die Premiumvariante von LinkedIn ist imho allerdings so unverschämt teuer, daß sie erst Recht nicht infrage kommt.

    Meine Tweets lasse ich dort nicht hineinlaufen, mein Account ist privat. Angeblich laufen nur die Tweets bei LinkedIn hinein, die ein #in im Hashtag haben, was dann wohl auch bei #wasfüreinScheiß der Fall wäre, k.A..

    Die vielen Untermenüs sind natürlich lächerlich, aber auch nicht mehr als bei facebook, oder? Eigentlich doch ein Klacks für einen Profi wie Dich.

    Vielleicht resultiert Deine Abneigung ja auch daraus, daß es ein Businessnetzwerk ist? Mit eingebautem „Ernst des Lebens“ und so? Man knüpft erfahrungsgemäß eher eine emotionale Bindung an einen Service, den man mit Spaß und Freizeit assoziiert.

    Aber grundsätzlich hast Du natürlich Recht: ein echtes Knallerargument für beide Services gibt es nicht. Die bieten nichts, was man nicht anders lösen könnte und ob man da nun Mitglied ist oder nicht, ist relativ latte.

  10. Comment von Enno | 03. Feb. 2012 um 12:11:55

    Mir ist egal, ob du nur wenige Mails bekommst und damit zufrieden bist – ich will gar keine bekommen und reagiere gereizt, wenn ich trotzdem welche kriege, obwohl ich sie im Dienst komplett abgeschaltet habe. Alle anderen Punkte sind hier egal.

  11. Comment von Werkzeug | 16. Jul. 2012 um 23:26:31

    Danke, ich dachte es geht nur mir so…

  12. Comment von Friederike | 19. Jul. 2012 um 12:07:29

    Diese Dienste halten sich alle für zu wichtig. Ist ähnlich wie wenn man ein neues Programm installiert, das meint in den meisten Fällen auch, es sei wichtig genug, sich im Autostart einzunisten. Ottonormalnutzer weiß meistens garnicht, was das ist, wundert sich dann aber, dass der Rechner irre langsam ist, weil jedes mal zu Systemstart 1 Million unnätze Programme geladen werden.

    Facebook sind Benachrichtigungen teilweise auch recht unintuitiv abzustellen, solche Dinge wie linkedin und xing nutze ich nicht. Wenn ein solches Netzwerk für einen selbst eine nicht allzu hohe persönliche Relevanz hat, fliegt es raus, wenn es spammt, ich finde das konsequent ;-)


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