sofa die ennomane

21. August 2011

Links der Woche

  • Shoplifters of the World Unite:We are told again and again that we are living through a debt crisis, and that we all have to share the burden and tighten our belts. All, that is, except the (very) rich. The idea of taxing them more is taboo: if we did, the argument runs, the rich would have no incentive to invest, fewer jobs would be created and we would all suffer. The only way to save ourselves from hard times is for the poor to get poorer and the rich to get richer. What should the poor do? What can they do?

  • Krawalle und Moral – Wer überflüssig ist, braucht keine Moral:Er nannte die an den Riots beteiligten Jugendlichen die „Überflüssigen in der Gesellschaft“. Überflüssig als Arbeitskräfte, weil sie nichts gelernt haben. Überflüssig als Konsumenten, weil sie sich nichts leisten können. Und überflüssig als Wähler, weil sie kein Stimmrecht haben. Ausschreitung statt Revolution Wer überflüssig ist, der taugt nicht einmal mehr als Klassenkämpfer. Statt Revolution gibt’s eine Ausschreitung.

  • Freifahrt:Manchmal, in stillen Sekunden, wenn die Katzen auf Twitter schlafen, bei Facebook alle außer den Codern Mittagspause machen und sogar Robert Scoble Google abgeschaltet hat … dann frage ich mich, ob Teile der netzpolitischen Gemeinde mittlerweile ähnlich funktionieren wie die oben beschriebenen Autofahrer. Freies Netz für freie Bürger.

  • german angst?:ich habe beim thema internet auch lange geglaubt, dass sich das internet vorzüglich selbst reguliert. abgesehen davon, dass selbstregulierung natürlich auch eine form der regulierung ist, geraten selbstregulierungsmechanismen bei macht- oder markkonzentrationen auch schnell aus dem gleichgewicht. es geht nicht darum ob reguliert werden soll oder nicht, sondern um das wie. um die frage wie weit reguliert werden soll und wo überregulierung anfängt oder wo die regeln freiräume lassen müssen. regeln wollen wir alle, die frage ist, wo wir jeweils die grenzen ziehen und wie wir diese grenzen verhandeln.

  • Homöopathie ist ein Gradmesser der Gesellschaftsverblödung:Schaut man den Schwachsinn näher an, der Grundlage der Homöopathie ist und betrachtet anschließend die öffentliche und insbesondere (gesundheits)politische Wahrnehmung, verwundert es einen, dass nicht mindestens wöchentlich geleitartikelt wird. Verpfuschtes Gesundheitssystem, Sabotage des Wissensstandort, übelste Klientelpolitik und Volksverblödung, ich meine, wieviel Reizthemen auf einmal sollens denn bitte sein, damit da was beim Namen genannt wird?

  • Was heißt hier “politisch”?:Ich stelle mir einen Jugendlichen vor, der in Berlin wahllos Autos abfackelt – weil er’s kann. Weil er sich damit als wirkungsmächtig erlebt, weil das gerade in ist und scheinbar niemand erwischt wird. Der ist also politisch? Warum? Wenn einer, der die Nase voll hat von der Gängelung durch die Polizei und seiner Chancenlosigkeit, aufbegehrt und sich dabei nimmt, was ihm sonst vorenthalten bleibt, dann ist er unpolitisch? Warum?

  • Taubblinde in Deutschland: Es liegt keine Problemanzeige vor:Herr R. kann sich nicht hören, weshalb er sehr laut spricht. Tut er das im Aufenthaltsraum, verpasst ihm einer der Mitbewohner eine Kopfnuss, damit er ruhig ist. Der Schlag kommt jedes Mal aus heiterem Himmel. Er sieht den Angreifer nicht, aber der Angreifer sieht ihn, jeder sieht und hört Herrn R., aber keiner weiß, was mit ihm los ist. Die Menschen, die im Ebenezerhaus leben, sind geistig behindert. Alle, nur Herr R. nicht.

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