sofa die ennomane

25. Juni 2011

Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen: Der Stock im Po

Ein altes Bonmot besagt: Fußball ist, wenn 22 Idioten hinter einem Ball herrennen – wo übrigens sehr viel wahres dran ist. Das war so ungefähr auch meine Haltung, bis ich mich bei einem Krankenhausaufenthalt mehr oder weniger zwangsweise mit den Vorrundenspielen der Männer-Fußball-WM 1994 auseinandersetzen musste und zu dem Ergebnis kam, dass es voll okay ist, wenn Unterhaltung die niederen Instinkte stimuliert, solange man keine Religion draus macht – übrigens der Grund, warum ich dann seither mit den Ligen, Fantum und Vereinsmeyerei nicht wirklich warm werden konnte, bis heute aber sehr gerne die Fußball-WM und -EM verfolge.

Es gibt keine objektive Messlatte für Relevanz. Relevant ist alles, was Menschen wichtig ist. Wenn sich viele für „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Germany’s next Topmodel“ interessieren, dann erzeugt das Relevanz, egal wie weh das tut. Relevanz ist urdemokratisch, wird aber häufig fälschlich mit Niveau verwechselt – zum Beispiel immer dann wenn Fußball-Hasser wieder von der Irrelevanz des Fußballs reden. Interessant wird die Lage jedoch, wenn Fußball-Freunde von der Irrelevanz des Frauen-Fußballs reden.

Dass die Frauen-Fußball-WM 2011 auch frauenfeindliche Reaktionen hervorrufen würde, war klar. (Der verlinkte Screenshot stammt übrigens von einer rechtsradikalen Webseite, die ich nicht verlinken mag, und ist vom Autor ernst gemeint.) Haters gonna hate. Dass es im Rahmen der WM sexistische Witze hagelt, ist auch keine so große Überraschung. Wirklich überraschend ist, dass Frauenfußball sichtbar macht, wieviele Menschen dann doch mit einem Stock im Po herumlaufen:

  • Warum sorgt sich die „taz“ um den Feminismus, wenn sich die Spielerinnen so gar nicht feministisch geben mögen und jenseits des Fußballs gerne ihre Weiblichkeit unterstreichen – und ortet dann doch Feminismus, wo keiner sein will?
  • Warum ängstigt sich die „Zeit“, von der Frauen-Fußballnationalmannschaft werde das unmögliche verlangt – und würde sie wirklich dasselbe vor einem Männer-Turnier schreiben?
  • Warum empfindet Fußball-Fan und Bloggerin Mellcolm eine derartige Abneigung vor kickenden Frauen, dass sie wortreich wie inhaltsarm niederschreiben muss, dass es „einfach nicht geht“ – anstatt einfach nicht hinzugehen oder hinzusehen? Und nebenbei – was geht denn für Frauen? Oder altmodischer formuliert: Was schickt sich?
  • Warum lamentiert Malte Welding, dass er sich für Frauenfußball nicht interessiere, „weil ich nie damit behelligt wurde.“ Ist es wirklich so, dass Frauen-Fußball behelligend ist, bloß weil Papi damals mit ihm nur bei Männer-Fußballspielen war?
  • Warum genau soll man Namen der Spielerinnen nennen können, bevor man sich ein Spiel ansieht? Ich hätte bei der überwiegenden Mehrzahl aller Männer-Fußballspiele, die ich bisher gesehen habe, kaum Namen nennen können.
  • Warum wird jedem, der sich in den kommenden Wochen ein paar Spiele ansehen möchte, unterstellt, er fiebere oder sei gar „Nationlalist, um nicht frauenfeindlich zu wirken„?
  • Aus welchem Jahrhundert stammt die Denke hinter der ernsthaft gestellten Frage: „Warum müssen Frauen überhaupt versuchen, es in allen Bereichen den Männern gleichzutun? Fußball, Skispringen, Ringen. . . Die Herren versuchen’s doch auch nicht mit rhythmischer Sportgymnastik.“ – Warum sollten sie nicht?
  • Wieso eigentlich diese an Verschwörungstheorien grenzende These, der Frauenfußball sei ein Hype – während ich in meinem Umfeld einfach nur wohlwollendes Interesse und Neugierde wahrnehme? Selbstverständlich ist das Interesse nach zwei Weltmeistertiteln in Folge groß. Das als „Hype“ abzutun, wertet die fußballernden Frauen schon wieder ab. Dass „Bild“ mal wieder hirnverbrannt titelt wird maßlos überschätzt – genauso wie unterschätzt wird, dass es früher schwer war, sich Frauenfußball überhaupt anzusehen, weil der nämlich kaum im Fernsehen oder in Sportbars lief.
  • Und warum eigentlich sollte Frauen-Fußball nicht als Medien-Ereignis taugen, bloß weil die Spielerinnen Amateure sind im Gegensatz zum männlichen Berufsfußballer? Mit dem Argument dürfte man sich die meisten Sportübertragungen bis hin zu den Olympischen Spielen gar nicht ansehen – die Amateur-Sportarten sind weitaus zahlreicher als diejenigen mit Profi-Ligen.
  • Wie kommt man auf die Frage „Wieviel Rampenlicht verträgt der Frauenfußball“ – sind Frauen bzw. ist Frauenfußball irgendwie besonders zu schützen im Vergleich zum Männerfußball, der schon groß ist und alleine auf sich aufpassen kann?

Diese seltsamen Reaktionen vieler Leute auf den Frauenfußball erinnern mich an Homophobie und klingen für mich wie die Skala von „Wenn sie es nicht öffentlich tun…“ über „Solange sie mich nicht damit behelligen…“ bis „Das ist wider die Natur!“. Offenbar ist es für viele Menschen noch immer tief verunsichernd, wenn andere Menschen einfach leben, wie sie möchten – und sei es etwas so banales wie als Frau Fußball zu spielen.

Dabei ist es so einfach: Frédéric Valin schreibt ein paar freundlich-sachliche wie amüsante Zeilen zur Lage des Frauenfußballs, mit denen bewaffnet man sich auf die Spiele freuen kann. Und wer die Spiele nicht sehen will: Es vollkommen ok, wenn man keine Lust dazu hat und es geht absolut in Ordnung, wenn man findet, 22 Idiotinnen, die hinter einem Ball herrennen, seien uninteressant. Ist nämlich bei Männern auch nicht anders. So rein von der Relevanz jetzt.

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Kommentare

  1. Comment von vera | 25. Jun. 2011 um 18:31:34

    Aber so was von.

  2. Comment von David | 25. Jun. 2011 um 18:37:54

    Danke!

  3. Pingback von Fussballo, Fussballo « … Kaffee bei mir? | 25. Jun. 2011 um 19:19:55

    […] Die ist in weniger als ‘ner halben Stunde voll, wetten? Und der Ennomane hat eine kleine Übersicht über Meinungen zu Frauenfussball. Auch bei Jens Weinreich gibt es eine Presseschau sowie ein […]

  4. Comment von flatter | 25. Jun. 2011 um 19:34:17

    „Jeder“ ist entweder Frauenfeind oder Nationalist, soweit „jeder“ Chauvinist ist. Ich sage, dass Chauvis sich angesichts der DFB-Frauenmannschaft jetzt für eine dieser Identität entscheiden müssen, obwohl sie sich durch das Vorhandensein beider defnieren. Muss nicht „jeder“ verstehen, ist da oben aber falsch referiert.

  5. Comment von Gerrit Imsieke | 25. Jun. 2011 um 20:09:20

    An dieser Stelle möchte ich an einen Blogger erinnern, der „Royal Wedding“ und das Interesse der Leute daran mit einem dicken Stock im Po kommentiert hat.

  6. Comment von Thomas | 25. Jun. 2011 um 20:48:39

    Ich persönlich finde in diesem Zusammenhang auch diese Studie ziemlich interessant:

    http://portal.mytum.de/pressestelle/pressemitteilungen/NewsArticle_20110622_102829

    Money Quote:
    „Generell können die Unterschiede so interpretiert werden, dass bei den Männern der Gedanke der Inszenierung viel stärker ausgeprägt ist als bei den Frauen, bei denen offensichtlich das Spiel an sich im Vordergrund steht.“

  7. Comment von Enno | 25. Jun. 2011 um 20:49:03

    Aber Gerrit, Frauenfußball ist doch gar nicht dekadent.

  8. Comment von skFFM | 25. Jun. 2011 um 21:44:00
  9. Comment von Mario H. | 25. Jun. 2011 um 21:57:26

    Danke für den Artikel.
    Um deine Fragen zu beantworten: ich glaube, es ist, wie so häufig Angst oder Neid. Die deutsche Frauenmannschaft kam, sah, siegte, während die Männer mit dem Einzug ins Halbfinale kämpfen… Die Frauen sind einfach erfolgreicher…

  10. Pingback von fußball wm 2011 | schorleblog | 25. Jun. 2011 um 22:52:33

    […] besonderer beobachtung noch längst nicht alles geschafft ist, ist es eine gute gelegenheit, ein paar dinge gerade1 zu rücken. und auch wenn natürlich der fokus auf die von vielen favorisierte deutsche […]

  11. Comment von Frank | 26. Jun. 2011 um 01:22:10

    Alles Fuckscheiß. Ich mag Fußball. Und die Damen gewinnen wenigstens.

  12. Comment von Malte Welding | 26. Jun. 2011 um 07:04:47

    Ich schreibe vorher, dass belegbar Disneyfilme mit weiblichen Hauptrollen weniger Zuschauer haben als die mit männlichen. Weil Eltern mit ihren Jungs nicht in Arielle gehen.
    Als ich klein war, lief kein Frauenfußball im Fernsehen, weshalb sich also bei mir (wie bei den meisten) keine Tradition gebildet hat. Potsdam gegen Frankfurt ist also kein schon tausend Mal gesehenes Ereignis.
    Der Markt bietet dem Frauenfußball die Möglichkeit, sich auszuziehen, aber nicht, sich zu zeigen: Es gibt vermutlich weiterhin keine Bundesligaübertraguungen im öffentlich-rechtlichen TV.
    Somit wird es noch lange keine Sehtradition geben und weitere Generationen werden sich nicht interessieren.
    Habe ich es jetzt auch für dich verständlich ausgedrückt oder soll ich ein Bild zeichnen?

  13. Comment von René | 26. Jun. 2011 um 09:51:49

    Genau die Frauen sind Amateure die nebenbei noch Arbeiten gehen und Familie haben. Kann man also nicht wirklich mit den millionenschweren Profivollpfosten vergleichen.

  14. Comment von Simone | 26. Jun. 2011 um 10:32:57

    Um es kurz zu machen:WORD!!!

    Auch wenn ich ein Fußball-Doof-Finder bin, egal wer da spielt…

  15. Comment von calceola | 26. Jun. 2011 um 11:41:57

    Ich bin kein Fussballfreund, mein Sohn schon und er freut sich wie verrückt auf die WM. Ob Frauen oder Männern ist ihm dabei egal, er freut sich auf Wettkampf, Spiel, Emotion und Sieg.

    Mir ist es nicht vergönnt alle Mannschaften der Bundesliga aufzählen zu können, noch das ich mehr als drei Spieler der Nationalmannschaft nennen könnte, es ist mir schlicht egal. Die WM werde ich mir aber anschauen und wenn es geht auch im Stadion, weil es ein Ereignis ist, dass sicher nicht so oft passieren wird. Es wird wieder Auotkorsos geben, die Menschen die meinen GNTM sei eine Fernsehsendung werden auch dieses Fussballfest zum Anlass nehmen zu feiern. Sie werden sich die Namen der Spielerinnen so lange merken wie es der betrunkene Kopf schafft. Sie werden schreien und schlechte Kommentare über Gegner ablassen, wie sie es immer machen wenn der Nationalstolz oder die Dummheit bedroht ist.

    Es wird wieder Blogs geben die sich darüber aufregen und welche die Abwiegeln und es wird wieder Kommentare geben, die alles ins rechte Licht zu rücken versuchen.

    Alles beim Alten möchte man sagen.

    Ich würde mich freuen wenn die Deutsche Fussballnationalmannschaft erfolgreich ist (was immer das bedeutet). Die Zuschauer spaß daran haben und die WM dazu beiträgt, dass der Frauenfussball relevanter in den Medien wird.

  16. Comment von Enno | 26. Jun. 2011 um 12:13:29

    Malte, du beschreibst in deinem Disney-Beispiel, wie bereits im kleinen Geschlechter unterschiedlich behandelt und erzogen werden. Das nennt man Sexismus und ist nichts neues. Dummerweise enthält der Begriff „Sexismus“ eine Anklage, die du vermeidest, indem du anhand des Disney-Beispiel schreibst, dass ja keiner was dafür könne, weil wir schließlich alle so erzogen worden sind. Das ist dann das Gegenteil einer Anklage und vermittelt rhetorisch allen, die ein Problem mit Frauenfußball haben, das warme Gefühl einer Rechtfertigung.

    Eigentlich ist eine solche Rechtfertigung nicht nötig, weil niemand gezwungen wird, sich für Frauenfußball zu interessieren – wer aber eine solche niederschreibt, zeigt damit, dass er sich unter Rechtfertigungsdruck fühlt (oder provozieren will). Wie ich schon bei Twitter schrieb: Weshalb kein Blogpost „Warum ich mich nicht für Billard“ interessiere? Sich nicht für Frauenfußball zu interessieren, scheint bei manchen Leuten ein schlechtes Gewissen zu erzeugen, das irgendwie beruhigt werden will.

    Es geht noch weiter: Im Artikel vermeidest du das negative „Sexismus“ und am Ende des Artikels benutzt du das Wort „behelligen“, das eine starke Konnotation in Richtung „belästigen“ hat. Derjenige, der behelligt wird, stellt sich über das ihn behelligende, störende Objekt, das seiner Aufmerksamkeit nicht Wert ist. Sich von etwas behelligt fühlen impliziert die Abwertung des behelligenden. Zwar kann man deinen Artikel so lesen, als wärest du gerne behelligt worden, aber da das eben in deiner Kindheit nicht passiert ist, ändert sich dein Desinteresse nicht. Seltsam ist dabei, dass du kein Wort darüber verlierst, dass du *heute* mit Frauenfußball konfrontierst wirst – oder sollte ich schreiben, von ihm behelligt?

    Du scheinst gleich für eine ganze Gruppe von Männern oder Menschen zu schreiben, machst dich aber durch die Subjektivierung in der Überschrift und am Ende des Artikels zum Teil dieser Gruppe. Durch das offene Ende und das trotzige „Und kommt mir nicht mit Biologie.“ deckelst du den Artikel rhetorisch. Ein Basta-Wort verhindert das sonst an dieser Stelle fällige Aufkommen der Frage, ob man kulturelle Gepflogenheiten nicht überdenken und sein Verhalten nicht ändern kann. Sehr geschickt wählst du die Biologie, damit man schön progressiv mitschwingt, dass Frauenrollen eben nicht biologisch determiniert seien.

    Rhetorisch ist dein Artikel also von A-Z eine sexistische Rechtfertigungsschrift im Gewand einer lauwarmen Anklage auf gesellschaftliche Verhältnisse, die diese Verhältnisse nicht ändern will sondern als Rechtfertigung benutzt.

  17. Comment von heinz | 26. Jun. 2011 um 12:16:21

    @malte Du könntest ein Bild von Deinem Fernseher zeichnen, durch den Du die Welt offenbar wahrnimmst.

    Aber naja: Genau jetzt gibt es ja exakt dieses Seherlebnis. Aus dem irgendwann eine Tradition werden könnte oder auch nicht. Dieses Diskursgeschreibe, das gibts gerade auch nur deswegen so massenhaft, weil keiner Ahnung hat von der Materie. Eigentlich muss man Dich beinah loben für Deinen „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht“-Artikel, weil der das so schön unbeabsichtigt auf den Punkt bringt. Man muss sich schon überhaupt nicht auskennen, um mit Disneyfilmen zu kommen, wenns um Fußball geht.

  18. Comment von Enno | 26. Jun. 2011 um 12:23:14

    Das mit der fehlenden Tradition, das kann man auch ganz anders sehen:

    endlich kein warten mehr.
    endlich kein wembley-tor-lala.
    endlich kein holland-komplex.
    endlich kein cordoba.
    endlich einfach nur fußball!

    http://www.schorleblog.de/index.php/2011/06/25/fusball-wm-2011/

  19. Comment von Malte Welding | 26. Jun. 2011 um 12:29:27

    „eine sexistische Rechtfertigungsschrift im Gewand einer lauwarmen Anklage auf gesellschaftliche Verhältnisse“

    Ich verneige mich vor diesem Großwerk höheren Blödsinns.
    Wird man so geboren oder muss man sich diese Denkweise mühsam antrainieren?
    Jetzt schreibst du vermutlich einen noch längeren Kommentar und twitterst drei Mal, ich sei ein Sexist, aber mach ruhig: Ich geh jetzt schwimmen.

  20. Comment von Enno | 26. Jun. 2011 um 12:35:40

    @Malte nee, keine Sorge, außer du hast was neues zum Thema beizutragen.

  21. Pingback von Ja gut, aber … » Anpfiff | 26. Jun. 2011 um 13:29:19

    […] Enno Park trägt Meinungen aus dem Internet zusammen und nimmt Stellung dazu: Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen: Der Stock im Po @ die ennomane […]

  22. Comment von kkanzler | 26. Jun. 2011 um 16:28:21

    Sehr schöner Post. Danke.
    Btw.: Ich werd auf jedenfall versuchen einige Spiele mitzunehmen.

  23. Comment von 3ich3 | 26. Jun. 2011 um 17:19:40

    Alice Schwarzer ist schuld

  24. Comment von Moritz | 26. Jun. 2011 um 17:29:59

    Signed. Danke dafür :)

  25. Comment von David | 26. Jun. 2011 um 17:33:14

    Ich finde allein schon den Begriff »FrauenWM«, wie er zur Zeit auch durch Twitter schwirrt, entlarvend und selten dämlich.

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  28. Comment von Diandra | 27. Jun. 2011 um 09:15:17

    Geez… und ich dachte, das ist einfach ein Sport, an dem manche Leute Spaß haben und bei dem andere Leute Spaß daran haben, zuzuschauen… was bin ich doch für ein naives Dummerchen. ^^

  29. Comment von christoph | 27. Jun. 2011 um 11:52:14

    Wollen wir uns alle wieder lieb haben?
    Malte interessiert sich nicht für Frauenfußball, weil er nicht damit großgeworden ist. Und beschreibt das durchaus humorvoll und selbstkritisch. Er lehnt im letzten Satz biologische Argumente sogar nochmal deutlich ab, suggeriert also, dass es keine wesentlichen angeborenen, nur angezoge Unterschiede zwischen männlein und weiblich gibt. Das als Sexismus zu bezeichnen find ich dann ja doch n büschen doll.
    Geht dir bei dem Thema womöglich ein wenig der Humor flöten? Auch der Titanic-link macht sich offensichtlich nicht über Frauenfußball, sondern über Sexismus in Zeitungen lustig – und kritisiert damit doch genau das, was dich auch stört.
    Mich interessiert Frauenfußball übrigens wenig, weil er wirklich, wirklich schlecht ist. Deswegen hab ich aufgehört Hansa-Spiele nach dem Abstieg in die 3. Liga zu gucken. Deswegen gucke ich Barca gegen ManU, hingegen nicht Holzbein Kiel gegen die Orlando Pirates. Der Freistoß von der Sinclair war aber geil.

    Achso, Diandra: Fußball ist Krieg.

  30. Comment von Beobachter | 27. Jun. 2011 um 12:52:42

    Hauptsache Merkel kann sich mal wieder hemmungslos (mit)freuen. Und sogar Wulff ist mal aus der totalen Versenkung aufgetaucht.

    Obwohl, so toll sind diese beiden unumgänglichen Randerscheinungen der Fußball-WM gar nicht. Wulff bitte wieder versenken! Und Merkel in die Kabine schicken.

  31. Pingback von WM 2011: Fußball ohne Idioten | Spreeblick | 27. Jun. 2011 um 13:14:31

    […] wird uns mit einigen Artikeln auf dem Laufenden halten.Denen macht’s auch Spaß: Schorleblog EnnomaneNotiz am Rande: Auf Twitter stellte jemand die Frage, wieso es zwar „Damentennis“, aber […]

  32. Comment von Enno | 27. Jun. 2011 um 13:52:09

    @beobachter Ich will Netzer zurück! http://twitpic.com/5h9ks1

  33. Comment von M. R. Genz | 27. Jun. 2011 um 17:51:46

    Hat dieser Artikel eine These? Oder sagst du nur, dass jede These dazu falsch sei, weil alles so ist wie es ist bzw. so sein soll wie es sein soll? Mehr kann ich aus diesem tautologischen Geschreibsel nicht herausextrahieren, sorry.

  34. Comment von Inishmore | 27. Jun. 2011 um 21:19:08

    Ich schaue hier kurz rein, um mich herzlich für deine großartige Unterstützung des unfassbar kompetenzfreien WM-Tagebuchs zu bedanken. Mein Blog spielt zugriffsmäßig seit der Eröffnung 2006 eher in der Regionalliga, weshalb ich mich heute sehr darüber gefreut habe, dass es Aufstiegsluft schnuppern durfte.

    Beste Grüße,
    Inishmore

  35. Comment von Hansi Ranzi | 28. Jun. 2011 um 13:28:20

    Und jetzt kommt die wichtigste Frage:
    Seit wann erwartet man von Medien etwas anderes, als dass sie das populistisch gerade passendste schreiben?

  36. Comment von Martin | 29. Jun. 2011 um 18:27:26

    Ich differenziere nicht zwischen Frauen – und Männerfussball, sondern zwischen Profi – und Amteursport. Da hängt der Frauenfussball noch sehr hintendran, was völlig normal ist, die Männer haben ein knappes Jahrhundert gebraucht um diesen Sport zu proffesionalisieren.
    Aber bis dahin ist Frauenfussball leider zu sehr auf Hobby-niveau, nicht weil es Frauen sind, sondern weil sie keine Profisportler sind. Und es ärgert mich, wie Bild&Co uns einreden wollen, dass es doch was ganz tolles sei. Da fühle ich mich verarscht. Da sollen neue Märkte erschlossen werden, ohne Qualität bieten zu können. Ich finde das man das behutsam wachsen lassen sollte, und nicht so künstlich aufbauschen sollte.

  37. Comment von Enno | 29. Jun. 2011 um 18:32:44

    @Martin danke für den Kommentar. Das ist genau die differenzierte und unsexistische Sichtweise, die ich mir wünschen würde, die aber andere Kritiker von Chauvi bis Feminismus vermissen lassen.

  38. Comment von rachel lindenbaum | 01. Jul. 2011 um 22:53:08

    ich hab bisher 2 spiele gesehen und die fand ich auch nicht schlechter als das, was werder bremen in der letzten saison abgeliefert hat (sagt der geknickte fan). im gegenteil, ich habe technik gesehen, wie ich sie mir bei den männern oft wünschen würde und insgesamt wesentlich aufgeräumtere und unaufgeregtere spiele.

    mal was anderes. wo ist der +1-button? :o)

  39. Comment von Martin Lapietra | 18. Sep. 2011 um 02:22:09

    Ich finde, ich habe in diesem Text meinen Standpunkt relativ erschöpfend zusammengefasst


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