sofa die ennomane

Juni 14, 2011

Was mich heute sehr berührt hat: “Pro Infirmis”

Pro Infirmis ist ein schweizerischer Verein, der behinderte Menschen betreut. 1920 unter dem Namen „Schweizerische Vereinigung für Anormale“ gegründet, setzt sich Pro Infirmis für eine möglichst uneingeschränkte Teilnahme behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben und gegen Versuche von Ausgrenzung und Herabsetzung ein. Die Werbeagenturen Jung van Matt und Limmat haben für Pro Infirmis einen Werbeclip entwickelt, der mich wirklich tief berührt und das Problem von Behinderung, Anormalität und Menschsein auf wundervolle Weise in seinem Kern trifft.

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Kommentare

  1. Kommentar von westernworld | 14. Jun. 2011 um 21:20:50

    jung von matt gibt sich zu allem her zum beispiel für “du bist deutschland” alles andre ist imagekampagne. im zweifel sind die für jeder für sich und gott gegen allen. die behindis müssen sich mal entscheiden ob sie vom schicksal benachteiligte normalos oder eine ethnische minderheit sein wollen. weil entweder machen sie einen anspruch auf gleichstellung geltend oder sie sind eine ethnische minderheit und das ist dann alles verhandlungssache. das gilt besonders für die gehörlosen.

  2. Kommentar von Enno | 14. Jun. 2011 um 21:27:51

    “die behindis müssen sich mal entscheiden ob sie vom schicksal benachteiligte normalos oder eine ethnische minderheit sein wollen.” Sorry, das ist gequirlte Scheiße. Hass-Reflex, nur weil Jung van Matt mitgemacht hat?

  3. Kommentar von Charlott | 14. Jun. 2011 um 21:28:21

    Seit ich bei twitter bin, finde ich genau dort immer wieder Hinweise auf dieses und jenes im Netz, die mir bis dato keiner gegeben hatte. Oder – die mich aus anderen Richtungen dann deutlich später erreichen. Dieser wunderbare Film (und auch der vom making of) gehörten am Wochenende in diese ‘besondere Kategorie’. Mehrschichtig mitreißend. In der Freude über eine bestechende Idee. In dem Stutzen und der Frage, wie man selbst eigentlich im Alltag reagiert. Auf Behinderte – ohne das puschlige Kostüm. In dem freudigen Weiterreichen des Links an verschiedenste Menschen. In dem einen oder anderen guten Vorsatz. Zum Thema ‘Mitmenschen’ im allgemeinen und speziellen. Inklusive der Hoffnung, davon zumindest einen Teil umzusetzen. Und der Bestätigung, dass dieses oft gescholtene Netz eben doch auch sehr positiv verbindende, menschlende Seiten hat.
    Nicht zuletzt twitter und dort anbandelnde Blogger. Danke, Enno(mane) ! Du bist ein besonders gutes Beispiel dafür!

  4. Kommentar von Enno | 14. Jun. 2011 um 21:29:52

    *errötend*

  5. Kommentar von artoo-detoo | 14. Jun. 2011 um 21:46:59

    dem nächsten der versucht mich zu drücken, tret ich vors schienbein Oo

  6. Kommentar von LassevonDingens | 14. Jun. 2011 um 23:12:02

    So lange es Menschen wie westernworld gibt, wird man als Behindi eben leider vor die Wahl gestellt. Mit etwas mehr Akzeptanz wäre das gar nicht notwendig.

    Danke an Enno, das Video hier vorzustellen.

  7. Kommentar von Enno | 14. Jun. 2011 um 23:30:14

    @artoo-detoo Zum Thema “Drücken” schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Metapher

    Dein Kommentar kommt mir allerdings auch vor wie der eines Homophoben, der sofort Angst bekommt, dass er geknutscht werden könnte, sobald er zwei Homosexuelle sieht, die das tun.

  8. Kommentar von artoo-detoo | 15. Jun. 2011 um 01:02:08

    umarmungen sind so ziemlich die unerfreulichste selbstverständlichkeit bei jeglichen integrationsbemühungen behinderter in den medien, gleich neben penetrantem glücklich sein

    http://blog.geekgirls.de/mela/uploads/toon0721.jpg

  9. Kommentar von Enno | 15. Jun. 2011 um 01:10:32

    @artoo-detoo Es ist klar, dass die Metapher “Umarmen” für Asperger-Autisten nicht besonders funktioniert. Nichtsdestotrotz geht es bei diesem Video um die Metapher. Den Bär wollen alle knuddeln, den anormalen Menschen nicht. Da muss niemand Angst haben, zwangsgeknuddelt zu werden. Und “die Behinderten” als homogene Gruppe gibt es schonmal gar nicht. Nimm Leute mit Trisomie-21, die sind sehr empathisch und körperlich und knuddeln total gerne. Wir mit ihnen eher nicht…

  10. Pingback von Der Knuddelreflex und seine Kehrseite | Not quite like Beethoven | 15. Jun. 2011 um 13:29:06

    [...] Sehe gerade, Enno hat auch dazu [...]

  11. Kommentar von piri | 15. Jun. 2011 um 15:10:02

    @westernworld: Du bist nicht behindert oder? Aber eigentlich schon, wer so einen Blödsinn schreibt, der kann gar nicht anders…

    Behindert zu sein, bzw. behindert werden ist ganz was anderes, als nur dumm rumquatschen.

  12. Kommentar von LassevonDingens | 16. Jun. 2011 um 13:15:04

    Oh. Ich sehe gerade, man hat sich doch seeehr von einem anderen Video “inspirieren” lassen: http://www.youtube.com/watch?v=Y3bCEhHgTLc Hoffentlich hat der Verein denen nicht zu viel bezahlt…


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