sofa die ennomane

April 22, 2011

Tanzverbot

Christentum: Der Glaube, dass ein jüdischer Zombie, der sein eigener Vater war, Ihnen ewiges Leben verschaffen kann, wenn Sie sein Fleisch symbolisch essen und ihm auf telepathischem Wege mitteilen, dass Sie ihn als Ihren Herrn akzeptieren, auf dass er böse Kräfte aus Ihrer Seele entferne, die im Menschen präsent sind, weil eine Frau, die er aus einer männlichen Rippe erschaffen hatte, von einer Schlange überredet worden war, einen Apfel eine Frucht von einem magischen Baum zu essen, was er untersagt hatte.

Und um Rücksicht auf Leute zu nehmen, die an derlei glauben, ist heute Tanzverbot, welches längst nicht nur das nächtliche Tanzen in Clubs sondern jegliche öffentliche Veranstaltungen untersagt. Wenn Christen einen schlechten Tag haben, müssen alle anderen auch. So etwas nennt man auch passiv-aggressives Verhalten.

Kommentare

  1. Kommentar von Spreeroi!ber | 22. Apr. 2011 um 15:08:34

    Du kannst glauben, was Du möchtest! Du solltest aber davon absehen, andere zu beleidigen, indem Du ihren Glauben lächerlich machst.

    Es gibt bessere Argumente gegen das Tanzverbot – das hier ist weitaus unter Niveau.

  2. Kommentar von Enno | 22. Apr. 2011 um 15:29:25

    Nein, das ist Faktenlage. Wer sich von Fakten beleidigt fühlt, sollte sich Hilfe zur Selbstreflexion suchen.

  3. Kommentar von Sebastian Sellhorst | 22. Apr. 2011 um 15:38:20

    Geil. Musste lachen. ISt eigentlich überall Tanzverbot? Sehe gerade meinen Freitag Abend dahinschwinden.

  4. Kommentar von Enno | 22. Apr. 2011 um 15:46:25

    @Sebastian Siehe Link im Text. In a nutshell: Überall außer in den Stadtstaaten, wo man zumindest ab Mitternacht (bzw. Berlin ab 21 Uhr) in die Clubs gehen kann, wenn man möchte.

  5. Kommentar von Menschwerdung | 22. Apr. 2011 um 15:48:01

    Also wenn man’s wirklich kurz und knapp auf den Punkt bringen will, dann exakt so! :-)

  6. Kommentar von Christian Lucht | 22. Apr. 2011 um 16:02:42

    Genauer müsste man sagen ‘die Christen in der Schweiz und Deutschland’ denn alle anderen Länder mit ‘christlicher Leitkultur’ kennen solcchen Blödsinn wie das Tanzverbot nicht. Nicht einmal in Italien und dem Vatikan …

  7. Kommentar von Dentaku | 22. Apr. 2011 um 16:18:24

    Ich lach mich kaputt. Solche Generalzusammenfassungen sollte man mal für alle Weltreligionen erstellen, dann wäre die Lächerlichkeit religiösen Eifers leichter zu erkennen (vermutlich aber jeweils nicht für die Eiferer, was Teil des Problems ist).

  8. Kommentar von Spreeroi!ber | 22. Apr. 2011 um 16:59:48

    Wenn ihr das mal für Juden machen würdet oder für Muslime, wäret ihr (zu Recht) ganz schnell im Ruf des Antisemitismus bzw. des Antiislamismus! Und wohin das geführt 1933 hat bzw. bei Leuten wie Geert Wilders und Thilo Sarrazin gerade führt sieht man ja…

    Nutze Deine Fähigkeit zur Selbstreflexion lieber mal dazu, Dir zu überlegen, ob Du nicht auch ein Eiferer und Fundamentalist bist – nur ein atheistischer! Jeder Fundamentalismus teilt die Welt in Schwarz und Weiss, Gut und Böse ein und das tut unserer Gesellschaft nicht gut! Und hat mit der Freiheit, für die wir als Piraten kämpfen, nichts zu tun!

    Lass doch den anderen ihren Glauben, ich lass Dir doch auch Deinen Atheismus! Oder hast Du diese Größe nicht?

  9. Kommentar von Enno | 22. Apr. 2011 um 17:06:21

    Goodwin, Goodwin! Spreeroiber hat die Diskussion beendet. :D Ihm jetzt vorzuwerfen, er verharmlose den Holocaust, weil er ein Tanzverbot mit der Judenvernichtung vergleicht, überlasse ich gerne den weiteren Kommentatoren. Nur zu…! Das lustigste an der Sache: Ich bin ja gar kein Atheist. Ich mache nur, was ich selber von euch verlange: Ich belästige Euch nicht mit meinem irrelevanten Glauben. Herr Spreeroiber: Du kannst wirklich glaube was du willst und Christ sein so inbrünstig du willst, solange du dir nicht anmaßt, auf der Basis anderen das Tanzen zu verbieten oder das Recht auf freie Meinungsäußerung anzuzweifeln.

  10. Kommentar von Spreeroi!ber | 22. Apr. 2011 um 17:38:28

    Ich bin übrigens auch gegen das Tanzverbot… Nur mit anderen Argumenten!

    Wenn Du genau liest, vergleiche ich nicht das Tanzverbot mit der Judenvernichtung. Sondern ich möchte grundsätzlich davor warnen, den Glauben und die religiöse Tradition anderer Menschen lächerlich zu machen oder in den Schmutz zu ziehen. Mit dem Hinweis darauf, dass dies üble Konsequenzen haben kann! Principiis obstat!

  11. Kommentar von Enno | 22. Apr. 2011 um 18:09:35

    Also doch Denk- und Redeverbot, deine “Warnung”. Du warnst davor “Der Kaiser ist nackt” zu rufen, weil in der Vergangenheit bestimmte nackte Kaiser andere nackte Kaiser ermordet haben. “In den Schmutz ziehen” und “lächerlich machen” musst du mir allerdings im Kontext meines Textes näher erklären.

  12. Kommentar von Chriz | 22. Apr. 2011 um 19:19:55

    Deutschland lebt in der Vergangenheit. Aber mal ehrlich, wie lang soll das so weitergehen?

  13. Kommentar von Spreeroi!ber | 22. Apr. 2011 um 19:43:09

    Deutschland lebt nicht in der Vergangenheit, aber sollte sich – wie jedes Land – gewahr werden, dass bestimmte geschichtliche Ereignisse Verantwortung für die Zukunft implizieren! Deutschland lebt auch mit der Vergangenheit!

    Ich warne einfach davor, mit einer gewissen Unbedarftheit von Dingen zu reden, die Menschen wichtig sind, weil sie ihr Innerstes berühren!

    Denkverbote? Fändest Du es gut, wenn jemand sagen würde: “Alle Juden sind halsabscheiderische Monopolkapitalisten und wollen die Weltherrschaft an sich reissen!” oder “Alle Muslime sind potentielle Terroristen!” Ich möchte so etwas nicht in unserer Gesellschaft hören, es trägt nicht zum Frieden bei!

    Thema Tanzverbot: Ich bin schlicht und einfach gegen ein Tanzverbot, weil ich als Christenmensch froh bin, in einem säkularisierten Staat zu leben. Niemand braucht meinetwegen am Karfreitag zu Hause zu bleiben. Niemand muss aber auch Weihnachten feiern und kann gerne nur an den staatlichen Feiertagen zu Hause bleiben! Komischerweise nehmen aber alle gerne diese Feste und Feiertage in Anspruch…

  14. Kommentar von Enno | 22. Apr. 2011 um 20:07:40

    Ach Spreeroiber, wo bitte habe ich denn so einen “Alle Christen sind…”-Spruch abgelassen? Was unterstellst du mir die ganze Zeit?

    Ansonsten kann ich deiner Logik weiterhin nicht folgen. Nazis haben Juden verfolgt, also darf ich ein irrationales Tanzverbot nicht kritisieren? Du willst nicht allen ernstes die Christen in eine potentielle quasi-jüdische Opfer-Ecke stellen, bloß weil Atheisten, Agnostiker, Pantheisten usw. (oder einfach nur: Humanisten) gleiches Recht für alle Glaubensrichtungen fordern?

    Ich bin ein großer Anhänger der Glaubens- und Religionsfreihet. Ernsthaft. Allerdings darf Religion niemals dazu benutzt werden, die Freiheit Andersgläubiger einzuschränken. Auch nicht wenn es um das Christentum in Deutschland geht. Freiheit bedeutet immer auch Freiheit *von* einer Sache. Religionsfreheit ist deine Freiheit, deine Religion uneingeschränkt ausüben zu können, genauso wie meine Freiheit, von deiner Religion verschont zu bleiben.

    Sekulärer Staat? Kannst du dir an die Backe schmieren, wie u.a. die Tanzverbote aber auch die Kirchensteuer und die staatliche Subventionierung christlicher Kirchen aus sonstigen Steuermitteln oder die Pflicht zum konfessionellen Religionsunterricht deutlich zeigen.

  15. Kommentar von Nitek | 23. Apr. 2011 um 00:01:59

    Christliche Feiertag sind also toll/praktisch, dann aber auch mit ihren “Konsequenzen” zu leben ist zuviel verlangt?

    Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich halte auch nicht viel vom Tanzverbot, aber die Argumentation ist dämlich, wenn man nicht selbst heute konsequent und auf Arbeit war.

  16. Kommentar von Manuel | 23. Apr. 2011 um 00:03:49

    Ich hab überhaupt kein Problem, damit zu sagen, dass alle Christen, Juden und Moslems Unsinn glauben. Komischerweise fast denselben Unsinn und komischerweise haben ausgerechnet die 3 die größten Konflikte miteinander.

    Das soll einer verstehen.

    Ich finde es ja vollkommen okay, wenn man irgendeinen Scheiß glaubt, aber wenn man dann anfängt zu sagen, dass der Scheiß den man glaubt, richtiger ist als der Scheiß, denn der andere glaubt, dann hört’s bei mir auf.

    Wenn jetzt jemand sagt, dass Atheisten auch was glauben würden, dann waren die letzten 2000 Jahre umsonst.

  17. Kommentar von Kennstmich | 23. Apr. 2011 um 00:17:18

    Ich finde die Definition dumm.

    Jesus war nicht sein eigener Vater. Jesus steht für den Menschen, der den gleichen göttlichen Funken wie Gott in sich hat. Vater und Sohn sind in dieser Hinsicht gleich: verschieden, aber gleich.

    Ich bringe Dir mal ein bisschen Literatur mit. Sehr empfehlen kann ich Meister Eckhart.

    (Ich bin übrigens kein Christ mehr).

  18. Kommentar von gabriel | 23. Apr. 2011 um 00:19:16

    Umm mal mit etwas Trivia die ganze Nazi- und wer-unterstellt-wem-was-Diskussion aufzulockern: es gibt keinen Apfel vom Baum der Erkenntnis in der Bibel. Nur eine Frucht. Nirgendwo steht Apfel. Umso überraschender, dass wir doch alle denken es sei ein Apfel. Urban-legends gabs also schon im Mittelalter ;) Schöne Nacht noch!

  19. Kommentar von Marcel | 23. Apr. 2011 um 00:19:46

    Die Religionsfeindlichkeit im Umfeld der PIRATEN wird immer widerlicher….

  20. Kommentar von alt-shift-x | 23. Apr. 2011 um 00:34:43

    seid mal froh, dass ihr nicht in Bayern bei den Katholiban lebt, da wärt ihr für solcherlei neumodisches Aufbegehren gegen die heilige Katholische Inquisition öffentlich geächtet worden ;) Die Frage ist doch vielmehr, würden diejenigen die gegen ein Tanzverbot sind, so antiquiert es auch sein mag, auch auf den dazugehörigen Feiertag verzichten? Versteht mich nicht falsch ich bin für die völlige Trennung von Kirche und Staat und halte auch nicht viel von lächerlichn Tanz, Sing oder sonstwas Verboten aber dann wären auch christliche Feiertage, und sowas ist der Karfreitag nunmal, tabu. Ebenso Weihnachten und alle anderen Hokuspokusfeiertage.

    @Dentaku wenn du mal so eine Zusammenfassung sehen willst empfehle ich Bill Mahers Religolous

    http://www.youtube.com/watch?v=fg8WlXZxAgQ

  21. Kommentar von Stefan | 23. Apr. 2011 um 00:36:01

    Man sollte das nicht alles so übertrieben Eng sehen.
    Was nervt ist die Fremdbestimmtheit. Das ist es doch. Dass man (irgendwer) uns (UNS!!) vorschreibt … (irgendwas)!
    Dqas ist es doch was daran eigentlich nervt. Ob das jetzt die dämliche Sommerzeit ist oder das Tanzverbot oder sonst irgendsoetwas.

    Nebenbei Religiösität egal welcher couleur ist für mich ein Zeichen von Angepasstheit und Unselbständigkeit und aus diesen Gründen zu verwerfen. Man braucht keine zusätzlichen unüberprüfbaren Variablen respektive Axiome um sich die Welt zu erklären.

    Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe:

    “Brauchst Du nen Gott, bist Du zu schwach!”

    Stefan

  22. Kommentar von ancore | 23. Apr. 2011 um 00:37:41

    “Du solltest aber davon absehen, andere zu beleidigen, indem Du ihren Glauben lächerlich machst.”

    Wer so einen Humbug glaubt und das öffentlich zugibt, macht sich schon selbst lächerlich.

  23. Kommentar von Stefan | 23. Apr. 2011 um 00:38:24

    … soviel zur widerlichen “Religionsfeindlichkeit”…

  24. Kommentar von Rainer Klute | 23. Apr. 2011 um 00:47:24

    Wenn ich es sehr, sehr freundlich formulieren wollte, könnte ich sagen, daß hier jemand nicht ganz verstanden hat, worum es im christlichen Glauben geht. Aber damit täte ich dem Autor wohl unrecht, denn er legt es ja eher darauf an, zu pöbeln und zu beleidigen. Religionsfreiheit sieht anders aus!

  25. Kommentar von Stefan | 23. Apr. 2011 um 00:49:13

    Noch ne andere Vesion:

    Der Glaube, dass Dich ein von einer “Jungfrau” und einem überirdischen Wesen in einem Akt der “unbefleckten Empfängnis” gezeugter jüdischer Zimmermann unsterblich machen kann, indem Du symbolischen Kannibalismus begehst, sein Fleisch isst und ihm telepathisch mitteilst, dass Du ihn als Deinen Meister akzeptierst, so dass er Deine Seele von einer bösen Macht befreien kann, welche die gesamte Menschheit in sich trägt, seit eine aus der Rippe eines Mannes gemachte Frau von einer sprechenden Schlange dazu gebracht worden ist einen Apfel von einem magischen Baum zu essen.

  26. Kommentar von Kristy | 23. Apr. 2011 um 00:51:39

    Also alle die jetzt sagen sie seien keine Christen und müssten deshalb doch tanzen können, die sind sicher auch für die Abschaffung von Karfreitag als gesetzlicher Feiertag, und natürlich auch: Ostermontag, Himmelfahrt, Pfingstmontag, 1. Weihnachtsfeiertag, 2. Weihnachtsfeiertag

  27. Kommentar von Andi | 23. Apr. 2011 um 00:51:53

    Wo wird denn die Religionsfreiheit eingeschränkt, wenn jemand von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung gebraucht macht? Ihr missbraucht die Religionsfreiheit als Mittel zur “Zensur”…

  28. Kommentar von Stefan | 23. Apr. 2011 um 00:55:55

    Und wo wir grad dabei sind unnötige Feiertage abzuschaffen, wie sieht es mit dem Arbeiten an Samstag und Sonntagen aus? ich bin dafür dass man frei wählen kann wann man seinen freien Tag haben möchte.
    Vieleicht wäre mir Donnerstag lieber… Und dass man Sonntags nicht einkaufen kann nervt mich schon immer.

  29. Kommentar von Andi | 23. Apr. 2011 um 01:00:46

    @Kristy Richtig. Religiöse Feiertage gehören restlos gestrichen. Als Ausgleich sollten die Menschen diese Tage als zusätzliche Feiertage bekommen. Dann können sich die religiösen zu ihren Festen frei nehmen, und 1/3 der Bevölkerung kann sich das einteilen wie sie es wollen…

    Staat und Kirche gehören strikt getrennt. Wenn Religion vom Staat durchgedrückt wird, ist das schlicht behämmert.

  30. Kommentar von ancore | 23. Apr. 2011 um 01:01:15

    “Viele Osterbräuche sind außerchristlicher („heidnischer“) Herkunft.”
    (Wikipedia: Ostern)

  31. Kommentar von vera | 23. Apr. 2011 um 01:10:44

    Jou. Sehr schön zusammengefasst :]

  32. Kommentar von VolkerK | 23. Apr. 2011 um 01:18:11

    Beispiele für Aberglauben Episode 15 (Rheinland):

    “Also, dat mit Maria und der unbefleckten Empfängnis und so, is schon klar, dat dat gar nich sein kann. ABER GLAUBEN tu ich dat trotzdem.”

  33. Kommentar von Manuel | 23. Apr. 2011 um 01:22:48

    Ich kenne viele Christen, die auch gerne am Karfreitag tanzen würden wollen.

  34. Kommentar von FSM Himself | 23. Apr. 2011 um 01:30:43

    Zitat @Spreestoiber: “Fundamentalistischer Atheist” und “(zu Recht) Antisemitismus bzw. Antiislamismus unterstellen”

    Für das, dass Sie Meister Ihres Faches sind, haben Sie recht wenig Ahnung, was Fundamentalismus definiert. Und Enno trotz seiner Widerrede Atheismus bzw. Antichristianismus zu unterstellen ist unsäglich, wenn auch stringent!

    Schämen Sie sich eigentlich gar nicht, an einem heiligen Feiertag derart Gift und Galle zu verspritzen? Wenn das ihr persönlicher Gott mitbekommt, und der bekommt das mit, das wissen Sie ganz genau, dann gnade Ihnen…. äh… Gott! Heute eigentlich schon Buße getan? Oder sind Sie so ein verkappt-trendiger Agnostiker nach dem Motto, was mir gefällt, das glaube ich, der Rest ist ja eh Quatsch? Jetzt aber los! Zehn mal das Vater Unser und danach noch drei mal um den Block, sicherheitshalber!

    Idiot!

  35. Kommentar von Johann | 23. Apr. 2011 um 01:34:31

    @Nitek (XV) und teilweise auch für @alt-shift-x (XX) und @Kristy (XXVI)

    Konsequent bei der Arbeit zu sein entfällt für viele, da der Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag ist, an den die Arbeitgeber in der Regel gebunden sind. Der Karfreitag ist entsprechend ein schlechtes Beispiel für das Argument. Dann sind Feiertage keine christliche Erfindung. Ein Vorschreiben christlich relevanter Termine als gesetzliche Feiertage wird von vielen akzeptiert, wobei das nicht heißt, dass ihnen weltliche Feiertage nicht lieber wären. Und schließlich bedeuten gesetzliche Feiertage (ob nun religiös oder weltlich begründet) nicht automatisch auch ein Tanzverbot. An vielen Tagen darunter sind ja Tanzveranstaltungen erlaubt. „Konsequent“ im Sinn von „ganz oder gar nicht“ ist also nicht einmal der Gesetzgeber. Wenn du hier Konsequenz von den anderen forderst die ein Tanzverbot kritisieren, kann man im Gegenzug ebenso konsequent davon ausgehen, dass du das Tanzverbot an allen Sonn- und Feiertagen durchzusetzen versuchst?

  36. Kommentar von Manfred | 23. Apr. 2011 um 01:42:43

    An über 360 Tagen im Jahr darf man tanzen so viel wie man will. Ist das nicht genug?

  37. Kommentar von muck | 23. Apr. 2011 um 01:53:36

    Die Bezeichnung “magischer Baum” find´ ich klasse. ^^
    Ist zwar wahrscheinlich die noch am ehesten inhaltlich angreifbare Formulierung, drückt aber ziemlich gut das aus, worum es geht: willkürliche Gedankenkontrolle.
    Ganz groß in diesem Kontext find´ ich übrigens auch die Leistung einer bemitleidenswerten, sterbenden Kreatur die Worte “denn sie wissen nicht, was sie tun” in den Mund zu legen…
    Dass daraus die Überzeugung abgeleitet und moralisch gerechtfertigt wird, anderen Mitleid und das Zurückstecken eigener Interessen aufzwingen zu können, stellt für mich eine propagandistische Glanzleistung dar…
    Trolling vom feinsten, oder?
    Jedenfalls find ich´s toll, dass sich hier kreativ mit der Marterie auseinandergestzt wird. ^^

  38. Kommentar von sicDaniel | 23. Apr. 2011 um 01:54:09

    Bezüglich des blöden “Atheisten müssen arbeiten gehen”-Argumentes empfehle ich auch den schönen Artikel von fxneumann:

    http://fxneumann.de/2011/04/20/der-preis-der-christlichen-leitkultur/

    Gesetzliche Feiertage stehen jedem Staatsbürger zu, unabhängig des Glaubens.
    Es ist auch so schön bezeichnend wenn ein “Christ” ohne jeden gedanklichen Umweg Hitler und den Holocaust in den Raum wirft wenn man wenn man gewisse völlig bescheuerte Aspekte seines Glaubens mal kurz in völlig offensichtlicher Ironie für ne Sekunde lang für bare Münze nimmt.

  39. Kommentar von g_g_r_n_ | 23. Apr. 2011 um 02:15:05

    Ich stimme VII.@Dentaku, XVI.@Manuel und XXIX.@Andy zu.

  40. Kommentar von borgdrone | 23. Apr. 2011 um 08:27:59

    Religion ist Privatsache. Ja leider ist dies bei Staat und Kirche in der Bundesrepublik noch nicht so ganz angekommen. Von Karfreitag bis Ostermontag ist es dann wieder soweit: Auf Grund der Feiertage einer Religion verbietet der Staat öffentliche Tanzveranstaltungen. Obwohl das Grundgesetz in Artikel 4 die ungestörte Ausübung der Religion gewährleistet, bedeutet dies nicht im Umkehrschluss, dass deren Regeln damit von allen in der Gesellschaft zu praktizieren sind. …

    http://waschtrommler.org/2011/04/23/flashmob-petition-und-tanzverbotheidenspass-statt-hllenqual/

  41. Kommentar von Andreas Kyriacou | 23. Apr. 2011 um 09:03:35

    @Spreeroi!ber

    Wenn jemand in den Spiegel schaut und sich beleidigt fühlt, ist derjenige der Übeltäter, der den Spiegel hält?

    Das meinst Du wirklich so?

  42. Kommentar von Manuel | 23. Apr. 2011 um 09:53:19

    @Manrfed:

    “An über 360 Tagen im Jahr darf man tanzen so viel wie man will. Ist das nicht genug?”

    Nein, natürlich nicht, wie kommst Du drauf?

  43. Ben
    Kommentar von Ben | 23. Apr. 2011 um 11:56:49

    Erwachsene Leute mit imaginären Freunden der Lächerlichkeit preisgeben ist eine Pflicht jedes denken Menschen.

    Die Theisten haben schon so viele Leute umgebracht, es ist Zeit dem ein Ende zu bereiten und sie als das bloszustellen, was sie sind: Irre.

  44. Kommentar von Marco | 23. Apr. 2011 um 12:02:19

    Kleine Anmerkung: Brot und Wein verwandeln sich durch den Segen des Priesters tatsächlich in den Leib und das Blut Christi. Nennt sich Transsubstantiation.

  45. Kommentar von David | 23. Apr. 2011 um 13:03:16

    Die Kritik an der Sache, nämlich der mangelnden Säkularisierung, ist ja vollkommen berechtigt. Warum aber ließt man in sovielen Blogs, die sich im Allgemeinen durch eine sehr differenzierte Betrachtungsweise auszeichnen, gerade zu diesem Thema doch recht harsche Kritik am Glauben selbst, die nicht selten, spätestens in den Kommentaren, in Beleidgung mündet?

    Welches Ziel verfolgt den das einleitende Zitat. Menschen, die ihr verfassungsmäßiges Recht der Glaubensfreiheit ausüben, von Deiner Weltanschaunung zu überzeugen? Sie bloß zu stellen?

    Ich lese darin lediglich die wortwörtliche, dysphemistische Interpretation einiger sehr sehr alter, von Menschen geschriebener, Geschichten.

    Frohe Feiertage.

  46. Kommentar von FSM Himself | 23. Apr. 2011 um 13:08:01

    XLIII @Marco: Das schöne Abendmahl ein (pseudo-) kannibalistischer Ritus? Jesus soll ja noch Mensch gewesen sein, als er das Brot gebrochen haben soll. Mir wird gerade schlecht.

    Wenn ich das nun so weiterdenke, dann fällt mir auf, dass jeder, der an einem Abendmahl teilnimmt, quasi-kannibalistische Handlungen an einem (damals angeblich ja noch) lebendigen Menschen vornimmt und damit eines der schlimmsten Verbrechen, zumindest nach christlich/abendländisch moralischen Gesichtspunkten, begeht.

    Im Umkehrschluss hat jeder, der an einem Abendmahl teilgenommen hat, wohl soviel Schuld auf sich geladen, dass er dafür eigentlich umgehend in die Hölle fahren müsste.

    Wie regelt die Kirche das eigentlich mit “Gott”, seit Menschenopfer und Ablassbriefe out sind? Beichten geht in der Kirche, in welcher ich als Kind zu dieser abartigen Handlung verführt wurde, nicht.

    Aber eigentlich ist das ja auch egal, denn ich wurde ja nicht als Kind christlicher Eltern geboren, welches sich seine Religion später mal aussuchen können soll, sondern als Kind mit quasi eingebautem Christentum, bzw. als Christenkind. Trotz diesen Umstandes musste ich zwar noch getauft werden, damit ich nach einem frühen Tode, also als Säugling nicht in die (vor kurzem abgeschaffte Vor-) Hölle kommen würde (lustig, ne?), aber im Grunde habe ich das Christentum, vergleichbar mit der Erbsünde der Juden, in die Wiege gelegt bekommen und damit die Sünde des Abendmahls.

    Kein Wunder, dass die damals solche Leute wie mich verbrannt haben, nach deren Ideologie ist das Ketzertum ja anders gar nicht auszumerzen. Tot wäre ich ja noch immer ein toter Christ.

    Amen.

  47. Kommentar von muck | 23. Apr. 2011 um 14:11:46

    Was is´ das eigentlich seltsames, dieses Tanzen?
    I-wie war ich immer der Meinung, dass es körperlicher Ausdruck stark empfundener Emotionalität sei, ritualisierten Charakter aufweist, dadurch Gruppenzusammenhalt fördert & gleichzeitig der tanzenden Person beim Versuch die Grenzen des eigenen Körpers auszuloten ein Gefühl der Selbstaufgabe vermittelt…
    also auch nichts großartig anderes, als während einer Prozession einen schweren Holzgegenstand durch die Gegend zu schleppen.

    & dieses seltsame Tanzverbot is´ doch eigentlich ganz OK…
    ich mein´: ohne Ver- oder Gebot keine Sünde, ohne Sünde keine Vergebung… – ´mal so im religiösen Sinne gedacht…
    Ich tanze, also sündige ich, also kann ich Reue empfinden, auf dass mir Vergebung wiederfare… & wieder bin ich dem Herrn ein Stückchen näher.
    (Gibt´s eigentlich ´ne Garantie auf Vergebung? Was ist die Währung, in der Reue entrichtet wird?)

    So richtig blöd wird´s doch eigentlich erst, wenn weltliche Lakaien mit dem Job beauftragt werden, ordentlich für Sühne zu sorgen…
    Könnten wir uns also vieleicht einfach auf den Kompromiss einigen, dass das Tanzverbot bestehen bleiben darf, allerdings die Kontrolle über seine Einhaltung, gesetzlich verankert, nicht in den Aufgabenbereich staatlicher Exekutivkräfte zu fallen hat?
    … … …
    Sollten die nich´ eh ´was anderes zu tun haben, als für unser Seelenheil zuständig zu sein?

  48. Kommentar von fragestellung | 23. Apr. 2011 um 15:22:44

    Die Christen bringen euch freie Tage. Dann lasst ihnen doch ihr dummes Tanzverbot. Als gäbe es nichts Schlimmeres …

  49. Kommentar von fragestellung | 23. Apr. 2011 um 15:32:02

    Ich bin Atheist und ich finde das Leitkulturgefasel auch nicht gerade prickelnd. Aber ihr dürft nicht vergessen, dass unsere Gesellschaft ihre christliche Vergangenheit nicht einfach so abschütteln kann. Die Religion hat uns über Jahrhunderte geprägt und auf so manch Irrwegen durch die Geschichte und nun sind wir hier, wo wir sind. Es ist nicht alles toll heute, aber im Grundsatz ist unsere Gesellschaft doch annehmbarer als Lebensumfeld als andere. Säkularisierung ist teilweise erstrebenswert. Aber nun kommt ein ganz großes ABER: Es wird schwer die Dinge, die wir heute genießen, wie sonntags frei und dergleichen, gegen die voranschreitende Rationalisierung zu verteidigen, wenn der Glaube als Argumentationsgrundlage wegfällt. Wir müssen wirklich aufpassen, welche Geister wir rufen. Denn es droht meiner Meinung die Gefahr, dass wir uns weiter in die Ausbeutung zurücktreiben.

  50. Kommentar von Enno | 23. Apr. 2011 um 15:54:09

    @fragestellung Früher gabs – dank Kirche – Sonntage und ein paar Feiertage. Heute gibt es – ganz ohne Kirche, aber mit Gewerkschaften und auf rationaler Basis erkämpft – flexibel zu nehmen Jahresurlaub und einen freien “Samstag gehört Papi mir”. Wie haben wir das bloß hingekriegt, so ganz ohne Kirche…?

    @muck Du bist da einem Missverständnis aufgesessen. Es geht nicht um das Seelenheil des einzelnen. Der einzelne Christ darf sowieso nicht tanzen am Karfreitag. Privat versündigen darf er sich soviel er will. Es geht um die Öffentlichkeit, um die Gesellschaft als ganzes. Um die kulturelle Hegemonie des Christentums, *allen* Menschen, egal ob sie nun am Kafreitag trauern oder nicht, diesen stillen Tag zu oktroyieren.

  51. Kommentar von McPringle | 23. Apr. 2011 um 16:00:43

    Mir sind kirchliche Feiertage egal. Was mich stört ist die Macht der evangelischen und katholischen Kirche über den Staat und dass die Kirchen diese nutzen, um uns deren Ansichten aufzuzwingen (“der Sonntag ist heilig, also darfst du nicht arbeiten” etc). Ich möchte auch Sonntags einkaufen. Ich möchte auch Sonntags arbeiten. Ich habe eine 5-Tage-Woche und mir ist es egal, ob einer meiner beiden freien Tage “Sonntag” genannt wird oder “Mittwoch” (ich habe z.B. viel lieber Mittwochs frei, da habe ich mehr Möglichkeiten meine Freiheit zu nutzen). Wenn jemand so gläubig ist, dass für ihn der Sonntag heilig ist, so soll er sich den Sonntag frei nehmen bzw. seine Arbeitszeit entsprechend auf die anderen Tage verteilen. Das müssen alle anderen Gläubigen anderer Religionsgemeinschaften auch. Weder die Islamiten noch russisch-orthodoxe Gläubige o.a. haben mir bisher Verbote auf Grund ihrer Religion erteilt – das haben nur die Christen. Ganz ehrlich: Ich fühle mich durch die Christen bzw. genau genommen nicht die Christen an sich (die sind grossteils viel vernünftiger als ihre Kirche) sondern durch die christlichen Kirchen massiv in meiner Freiheit eingeschränkt.

    jm2c
    McPringle

    PS: Ich hole mir jetzt erst mal ‘ne Packung Chips…

  52. Kommentar von FSM Himself | 23. Apr. 2011 um 16:19:45

    @fragestellung: Es ist kaum zu fassen, wie tief der Glaube sitzt, dass das Christentum die Feiertage erfunden hat. Auch eine von Ruhetagen unterbrochene Arbeitswoche ist keine Erfindung der Kirche! Und “in die Ausbeutung zurücktreiben”… Hallo, aufwachen! Wenn hier jemand ausbeutet, und zwar heute und jetzt, dann sind es die Kirchen! Der dt. Michel zahlt im Jahr rund 12 Mrd. Euro Kirchensteuer! Das sind rund (ca. und unbereinigt) 600 Euro/Anno pro Arbeitnehmer! Und, um in Deinem Kontext zu bleiben, wer sagt, dass man sich ausbeuten lassen muss? Mach Dich einfach nicht zum Sklaven Deiner Bank, die Dir das Geld gibt, das Du nicht hast, damit Du Dir Sachen kaufst, die Du nicht brauchst, um damit Leuten zu imponieren, die Du nicht magst! Jetzt tritt noch aus der Kirche aus und schon hast Du, bei faktisch gleichem Wohlstand, Freizeit en masse!

    Btw: Ich persönlich habe nicht mal ein Bankkonto. Ich nutze das Konto, zusammen einer GbR, die für diesen Zweck gegründet wurde. Geht alles, man muss nur wollen!

  53. Kommentar von FSM Himself | 23. Apr. 2011 um 16:22:28

    Nachtrag: Sorry für die vielen Ausrufezeichen. Ist nicht persönlich gemeint.

  54. Kommentar von muck | 23. Apr. 2011 um 17:40:00

    @Enno Versteh´ ich wirklich nicht. Wieso soll der einzelne Christ am Karfreitag nicht tanzen dürfen? Ich mein´: genau dafür feiern die doch diesen Tag… Vergebung der Sünden & so, oder?
    & von mir aus darf sich auch jeder Christ jederzeit wünschen andersdenkenden Menschen die eigene moralische Maxime aufzudrücken… solang er dabei nicht bei Kräften unterstützung sucht, die über die Interessen / den Glauben des Christentums hinaus ihre Legitimation beziehen…
    Anders´rum ist es natürlich als Unterdrückung & Tyrannei oder als Parasitismus anzusehen, wenn nicht glaubesgestützte Organisationen dieses Kulturgut derart ausnutzen, dass sie die eigenen Interessen unter dem Deckmantel der Interessenwahrung des Christentums vertreten.
    Steht nicht irgendwo im Grundgesetz ´was von Religionsfreiheit?

    Mal´ noch was anderes:
    Woher kommt eigentlich dieses Gesetz des Tanzverbotes an christlichen Feiertagen? Bin da wirklich ahnungslos… kann mir aber kaum vorstellen, dass sich hier jemand in die Zeit zurückwünscht, in der es erlassen worden ist…
    Naja, dass wir´s heute noch haben, zeigt mir, dass sich bisher noch niemand so richtig daran gestört hat…
    Dass sich heute einige Leute so richtig d´ran stören, ist nicht schlecht, find´ ich…
    Hey! Die Welt ist im Wandel… wir sehen es im Internet! ^^

  55. Kommentar von margin-auto | 23. Apr. 2011 um 17:48:41

    @McPringle: Prinzipiell gebe ich dir recht. Möchte jedoch zu bedenken geben, dass es zahlreiche rein praktische Vorteile hat, wenn (fast) alle ihre freien Tage gleichzeitig haben.

  56. Kommentar von Enno | 23. Apr. 2011 um 17:52:10

    @muck Die Lage ist sehr unübersichtlich – die Gesetze sind offenbar sehr alt, regional sehr unterschiedlich ausgeprägt und waren mal ursprünglich wohl nur kirchlich verankert. Das Gesetz in Hessen (Tanzverbot Gründonnerstag bis Ostermontag) ist in der heutigen Form aber zum Beispiel von 1971. Dass sich sich keiner so recht drüber aufgeregt hat, liegt daran, dass sich jahrzehntelang niemand drum gekümmert hat, wenn mal doch irgendwo ne Party lief. In Frankfurt wurden Verstöße z.B. jahrelang regelmäßig toleriert, seit kurzem werden aber die Kontrollen verschärft. Warum? Weiß keiner so genau. Wir leben wohl in Zeiten, die als so unübersichtlich empfunden werden, dass Selbstunsichere und ängstliche Konservative wieder das Bedürfnis kriegen, auf den Tisch zu hauen.

  57. Kommentar von Einer-der-es-gut-mit-Dir-meint | 23. Apr. 2011 um 18:00:47

    Ich kennen niemanden, der Gott öffentlich gelästert hat und dem es anschließend noch gut gegangen ist. “Denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht!” Mein Tipp: Lösche diesen Unfug komplett und bitte einen Christen, dass er für Dich betet.

    Nein, ich bin weder Zeuge Jehovas noch irgendein Apostel oder sonst wie Vergeistigter. Aber ich bin ein älterer Mann, der schon viele Erfahrungen gesammelt hat, und weiß, wovon ich Dir berichte.

  58. Kommentar von Enno | 23. Apr. 2011 um 18:06:41

    Hier noch ein schöner Link über ein lokales Tanzverbot am Ende des 30jährigen Krieges http://www.griesshaber-family.de/oberab/oberab.htm

  59. Kommentar von Enno | 23. Apr. 2011 um 18:08:06

    (Leute, die es gut mit mir zu meinen vorgeben, drohen mir. Mafiös. Zahl Schutzgeld, oder wir zünden dir die Hütte an, sagt ihr Gott. Hach, wie ich diese christliche Logik liebe.)

  60. Kommentar von Einer-der-es-gut-mit-Dir-meint | 23. Apr. 2011 um 18:15:09

    Dann tanze nur weiter um das Goldene Kalb. Aber erinnere Dich bei gekommener Gelegenheit an den Rat, den ich Dir gab und der keine Drohung ist, sondern ein guter Tipp. Und dann jammere nicht!

  61. Kommentar von muck | 23. Apr. 2011 um 18:34:44

    @Einer-der-es-gut-mit-Dir-meint
    Yeah, verdammt cool, älterer Mann! ^^
    Hast Du noch´nen guten Musiktipp, für den Kälbertanz?

  62. Kommentar von Enno | 23. Apr. 2011 um 18:41:54

    @margin-auto: Da gebe ich dir völlig recht. Wie Felix Neumann schon weiter oben in den Kommentaren verlinkt schreibt: Die umgebende Kultur/Gesellschaft assimiliert die christlichen Feiertage. Das Christentum verliert die Deutungshoheit. Es spricht nichts gegen Ostern als Frühlingsfest oder Weihnachten als Fest zur Wintersonnenwende. Gerade Ostern kann man mit Hasen und Eiern wundervoll frei von Christlichem feiern. Natürlich ist es gut fürs Sozialwesen, wenn es eine Handvoll einheitlicher Feiertage gibt, schon damit nicht alle ständig ihre Urlaube irgendwie synchroniseren müssen. Aber das geht ganz ohne jeden christlichen Kontext, wie 1. Mai, 3. Oktober und ganz besonders der 1. Januar beweisen. Oder noch interessanter: Wie die das im Rheinland und Ruhrpott schaffen, einen Quasi-Feiertag am Rosenmontag zu haben, ganz ohne Gesetz und Urlaub. (OK, es machen nicht alle Firmen da mit, aber trotzdem.)

    BTW: Ein Debatte, welche Feiertage nun genau abzuschaffen wären und welche nicht, ist völlig müßig.

  63. Kommentar von niedermeyer | 23. Apr. 2011 um 18:53:43

    @Einer-der-es-gut-mit-Dir-meint

    da haben wir aber alle richtig Angst! Gut dass du an Esoterik glaubst, da man da einfach jeden Blödsinn für möglich hält.

    Das Tanzverbot ist einfach nur ein typisch deutscher Unfug. In anderen Ländern ist Karfreitag sogar Putztag!!!

    Wer Besinnlichkeit braucht, der kann sich die ja nehmen. Lasst aber einfach alle anderen mit der Karfreitags- und Sonntagsruhe in Frieden.

  64. Kommentar von Tanja Jensen | 23. Apr. 2011 um 18:54:40

    Da Du Dich offenbar so genau mit der Bibel beschäftig hat: Wo stand das doch gleich mit der Schlange und dem Apfel? In meiner Bibelübersetzung kann ich die Stelle gerade nicht finden.

  65. Kommentar von Peter | 26. Apr. 2011 um 06:46:50

    Es mag ja sein, dass manchem das Tanzverbot am Karfreitag missfällt oder es für überholt ansieht. Ich stimme dem zu, ABER: Letztendlich ist es eine Tradition in unseren Breitengraden und es ist nicht nur in Deutschland oder Europa so. Selbst in Südafrika stehen am Karfreitag die Plattenteller still bzw. die Clubs sind zu! Viele regen sich auf, dass der Islam immer mehr Einzug hält in Europa. Aber warum denn!? Mit der einfachste Grund ist der, dass Islamisten, alte wie junge (!) an Werten und Traditionen festhalten. Deshalb kann diese Religion sich mit solcher Macht ausbreiten.
    Aber bitte, verzichten wir aufs Tanzverbot und unsere Kinder wissen später halt nicht mehr was ne Kirche ist oder das Christentum.

  66. Kommentar von Biese | 27. Apr. 2011 um 11:08:07

    Also ich finde auch, dass Angriffe auf die Autorin hier fehl am Platz sind, schließlich ist es ihr Recht sich zu einem Thema zu äußern. Diejenigen, die diesem Verbot Recht geben, aufgrund ihres Glaubens, können doch frohen Mutes diesen Tag bestreiten (bzw. haben es hoffentlich getan) und sollten sich nicht in ihrem Glauben angegriffen fühlen. Sie sollten nur immer bedenken, dass es andere gibt, die eben nicht daran glauben und dass es deshalb diesen erlaubt sein sollte etwas zu kritisieren das sie bestimmt obwohl sie daran zweifeln oder gar nicht daran glauben.
    Nun ja, wir Berliner sind da sowieso immer eine Ausnahme, wir können feiern wann immer wir es wollen und das ist auch gut so. Jeder so wie er mag!

  67. Kommentar von Enno | 27. Apr. 2011 um 11:46:09

    Autorin?

  68. Kommentar von Caro | 03. Mai. 2011 um 17:54:58

    Hm, die Diskussion hier ist schon ein wenig abenteuerlich. Ich bin auch gegen das Tanzverbot, aber aus anderen Gründen. Zum Beispiel dem, dass ich nicht einsehe, warum sich ganz Bayern nach den religiösen Gefühlen einer zunehmenden Minderheit richten soll, die andererseits selbst immenses Geschrei veranstaltet, wenn Muslime (nur) eine Moschee bauen wollen und niemanden zwingen, bei ihren komischen Bräuchen mitzumachen.


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