sofa die ennomane

März 29, 2011

Frage an die Leser: Fühlt sich jemand durch Auto-Tweets aus dem Tumblr-Blog gestört?

Ihr kennt ja meine Links der Woche, die brav jeden Sonntag erscheinen und das Blog auch dann am Leben erhalten, auch wenn ich längere Zeit nicht dazu komme, zu bloggen. Es handelt sich fast immer um längere Texte mit weniger tagesakutellem Bezug. Im Grunde ist das Sammeln und Kommentieren von Links in einem Weblogbuch ja auch beste Bloggertradition. Das ganze Blabla drumrum kam erst später…

Allerdings erwies es sich als unpraktisch, das mit WordPress zu machen. Einen Blogpost anzulegen und da über die Woche immer mehr Texte und Links hinein zu kopieren, fiel mir zusehends lästig. Ich suchte nach einer automatischen Lösung und fand vor einem halben Jahr Tumblr. Wann immer ich einen passenden Text finde, kann ich ihn mit Chrome, Safari oder Firefox und vor allem dank passender Apps auf dem iPhone, auf Android-Geräten und natürlich auch auf dem Palm Pre ins Tumblr-Blog schicken. Diese absolute Plattformunabhängigkeit ist mir sehr wichtig.

Dort sammelt sie jeden Sonntag das WordPress-Plugin “RSS-Digest” ein und generiert völlig automatisch den “Links-der-Woche”-Blogpost, während ich üblicherweise noch verkatert im Bett liege. Das Tumblr-Blog selbst dient nur als Zwischenhalde, ist bisher kaum bekannt und hat sehr wenige Follower. Aber es twittert: Immer wenn ich dort einen Link reingeworfen habe, erzeugt es zeitversetzt ein Tweet. Gedacht ist das von mir als Service für Leser wie Autor, den Link sofort zu verbreiten und nicht bis Sonntag auf Halde vergammeln zu lassen.

Leider hat sich heute @mspro ziemlich harsch über die Zumutung beschwert, bei Lektüre einiger meiner Tweets ein zweites mal klicken zu müssen, um an den Text zu gelangen. Wenn ich Zeit finde, will ich mal schauen, ob ich das irgendwie besser bauen kann. Einstweilen bleibt nur die Alternative: Auto-Twitter an oder aus. Wenn ich am Rechner sitze, kann ich die betreffenden Links natürlich manuell twittern. In zwei Dritteln der Fälle aber, nämlich unterwegs vom iPhone aus werde ich das eher nicht tun.

Frage an die Leser

Da ich auf Kritik eigentlich viel lieber eingehe, wenn sie in freundlichen Worten daher kommt, trotzdem meine Frage an die Leser: Hat jemand von Euch das Problem auch schon einmal gestört? Jemand außer @mspro genervt gewesen, ein zweites mal klicken zu müssen? Soll ich die Auto-Tweets meines Tumblr-Blogs lieber abschalten? Oder kennt jemand einen Workflow, mit dem sich die Links der Woche anders automatisieren ließen und zwar möglichst von jedem Smartphone aus? (Bitte konkret, nicht nur ein schwammiges “mit Yahoo Pipes geht das vielleicht”.)

Ich bitte um Feedback hier in den Kommentaren, auf Twitter oder Facebook.

Kommentare

  1. Kommentar von Bastian | 29. Mrz. 2011 um 21:11:51

    Also mich nervt es von Zeit zu Zeit auch. Aus den gleichen Gründen die du für deine Methode anführst. Ich lese meine Timeline zu grossen Teilen auf kleinen Mobilgeräten, oft mit miesem UMTS. Und schon ein paar mal hab ich lange Ladezeiten für die Links verschwendet, nur um dann festzustellen, dass ich noch mal eine Seite laden muss um zum eigentlichen Ziel zu kommen.

    Wenn du keine Alternative findest, um direkt den Link in Twitter zu Posten, dann könnte ich zumindest auf die Tweets damit verzichten (Da sie eh in deinen Links der Woche landen, verliert man ja auch keinen Content dadurch. :))

  2. Kommentar von toto | 29. Mrz. 2011 um 21:30:42

    Also ich finde es jetzt auch nicht 100% geschickt. So aufregen wie mspro würde ich mich nicht, aber insb. wenn man das über ein Mobilfunk-Netz liest, ist es ein bisschen störend; vor allem ist es aber nicht elegant.

    Wenn du Posts aus einem RSS-Feed erzeugen kannst, würde ich einen (ohnehin nützlichen) http://instapaper.com Account vorschlagen. Da kann man Folder anlegen und jeder hat sein eigenes Feed, nur, dass die URLs der originalen Seiten erhalten bleiben.
    Man kann dort auch Artikel per Mail einsenden oder über JavaScript-Bookmarklets. Das sollte auf jeder Plattform gehen. Für iOS gibt es zusätzlich noch einen super Client. Fun fact: Der Instapaper Macher ist der ehemalige CTO von tumblr.

    P.S.: Wenn Instapaper nicht gut ist, dann evtl. Pinboard, da kann man auch zu einzelnen Tags Feeds erzeugen, geht also ähnlich.

  3. Kommentar von Enno | 29. Mrz. 2011 um 21:59:32

    @toto, danke für die Hinweise. Das klingt sehr gut. Ich stelle gerade fest, dass ich einer Fehlverdrahtung meines Gehirns aufgesessen bin und Instapaper die letzten Monate mit der iPad-App Flipboard verwechselt habe (welche ich absolut nicht leiden kann. Ist aber auch was völlig anderes.)

  4. Kommentar von Enno | 29. Mrz. 2011 um 22:15:49

    Nochmal @toto: Nein, Instapaper sieht zwar im ersten Moment toll aus und scheint sehr schön für Wiedervorlagen zu funktionieren (was ich bisher per Mails an mich selber mache) und ist wohl richtig genial, sobald ein Kindle ins Spiel kommt, auf dem ich ja gerne mal Blogs lesen möchte.

    Instapaper erfüllt aber meinen Zweck fürs Blog nicht. Der RSS-Feed eines Tumblr-Blogs enthält den kompletten Post, also Link, Headline und Abstract oder Bild, wobei ich den Abstract auch noch beim Posten wählen und umschreiben kann. Der Instapaper-Feed enthält ausschließlich Links.

    Statt eines schön gegliederten Links-der-Woche-Posts mit Überschriften und kurzen Anreißertexten bekäme ich eine reine Linkliste. Das will ich nicht, dann hätte ich das auch gleich z.B. über Delicious und etliche andere Tools lösen können.

  5. Kommentar von sven | 31. Mrz. 2011 um 17:14:25

    Nö.

  6. k.
    Kommentar von k. | 03. Apr. 2011 um 22:08:13

    Mich nervt es nicht.


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