sofa die ennomane

März 21, 2011

Voruntersuchung

Heute habe ich den ganzen Tag im zur Charité gehörigen Virchow-Klinikum verbracht. Es geht um ein elektrisches Ohr und darum, ob ich zum Cyborg werde. Unabhängig davon, ob ich das werden will und sollte, mussten wir klären, ob ich es werden kann. Mittels Hirnstammaudiometrie wurde nachgesehen, ob akustische Reize in meinem Gehirn elektrische Signale auslösen. Wenig überraschend: Das tun sie.

Spannender war der umgekehrte Test: Ob man wohl mit elektrischen Reizen akustische Empfindungen in meinem Gehirn produzieren kann? Dazu wird die eine Elektrode ins Ohr gesteckt und die andere auf meine Stirn geklebt. Zunächst ist weder was zu spüren, noch zu hören. Fröhlich folternd wurde die Spannung (bei einer Stromstärke im Mikroampere-Bereich) immer weiter erhöht, bis wirklich ein Ton kam. Ein seltsames, elektronisches, glockenartiges “Bling”, das sich in Windows gut als Systemsound für Fehlklicks machen würde.

Ab einer bestimmten Lautstärke fühlte sich das ganze an, wie Batterien lecken, nur mit der Stirn. Der Rest war Routine: Magnetresonanztomographie (Bevor man mich in die Röhre schob, gab man mir eine Gummipumpe in der Hand, ohne mir zu erklären, was ich damit soll) und Computertomographie (Wie sollen normale Cojones in diesen seltsamen Strahlenschutzbehälter passen, der dann unbequem schwer in der Hose hängt?).

Am 1. April besprechen wir die Ergebnisse.

Kommentare

  1. Kommentar von Bastian | 22. Mrz. 2011 um 00:14:27

    Ich wünsche dir viel Erfolg für die Resultate. Damit du die Wahlmöglichkeit hast.

  2. Kommentar von Not quite like Beethoven | 22. Mrz. 2011 um 10:09:37

    Na, hoffen wir, dass es kein Fehlklick war. :-) Und wofür war sie denn nun, diese Gummipumpe?

  3. Kommentar von angela | 23. Mrz. 2011 um 21:57:11

    Wie Batterien lecken, nur mit der Stirn. – Ich hoffe, das hast du noch nicht selbst ausprobiert.

    Ich habe den Eindruck, du kannst nach der Voruntersuchung optimistisch sein, oder? Wünsche dir, dass alles gut wird, egal, ob du dich für den Eingriff entscheidest oder nicht.

  4. Kommentar von Enno | 25. Mrz. 2011 um 09:27:30

    Natürlich habe ich das auprobiert. Mit einer 9-Volt-Blockbatterie als Kinder.

  5. Ute
    Kommentar von Ute | 28. Mrz. 2011 um 09:40:20

    Die Pumpe dürfte eher die Klingel für Notfälle gewesen sein. ;-) (So’n MRT ist ja irre laut, da hört Dich sonst kein Mensch, wenn Du während der Untersuchung normal zu reden versuchst.)

  6. Pingback von die ennomane » Blog Archive » Pest oder Cochlea? | 04. Apr. 2011 um 00:28:51

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  7. Pingback von die ennomane » Blog Archive » Kognitive Einschränkungen | 19. Apr. 2011 um 21:03:59

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