sofa die ennomane

Dezember 29, 2010

Alle haben E-Mail – außer meine Oma und Hörgeräte KIND

Mein Leben ist ein Experiment: Seit mittlerweile nicht Monaten sondern Jahren habe ich nicht mehr telefoniert und ich möchte das in diesem Leben auch nicht mehr müssen. Da bin ich ein wenig stur – es geht nämlich dank SMS, E-Mail, Video-Chat und Twitter usw. auch wunderbar ohne, egal ob man Kunden, Freunde, Behörden oder sonstwen erreichen muss.

Es gibt zwei Ausnahmen: Meine Oma und KIND Hörgeräte. Ja, richtig gelesen. Die größte Hörgeräte-Kette Deutschlands ist nicht per E-Mail erreichbar. Jedenfalls nicht die Filiale vor Ort, und genau die zählt, wenn ich Fragen habe oder einen Termin vereinbaren will. Die zentrale hat übrigens eine Webseite mit E-Mail-Adresse und Kontaktformular. Letzteres mit Telefonnummer als Pflichtfeld. Vermutlich weil sie zurückrufen wollen, wenn man ihnen eine Mail schreibt…

Update: Ich habe eine Mail von denen bekommen: Sie arbeiten gerade mit einem großen IT-Dienstleiter daran, ihre 480 Filialen mit E-Mail auszustatten und zu schulen. Das ganze soll Ende 2011 fertig sein. Äußerst nett finde ich die Aussage: Gern stehen wir bis zu diesem Zeitpunkt in der KIND Unternehmenszentrale für die Kommunikation via E-Mail und ggf. Weiterleitung an das Sie betreuende Fachgeschäft zur Verfügung.

Na dann bin ich mal gespannt. Habe heute einen Termin in der Charité für ein Chochlea-Implantat gemacht…

Kommentare

  1. Max
    Kommentar von Max | 29. Dez. 2010 um 11:16:40

    Gerade von einer Hörgeräte-Kette könnte man doch solch einen Service erwarten.

  2. Kommentar von Nicola | 30. Dez. 2010 um 10:05:33

    Ich fasse es nicht… Gerade die Akustiker sollten doch von Notwendigkeit der E-Mail schon seit Jahren überzeugt sein… Schön, dass Kind 2011 in der Zukunft angekommen sein will.

    Wie war das Beratungsgespräch und ich bin gespannt, was du zu berichten hast – ich hoffe, du wirst berichten?

    viele Grüße
    Nicola

  3. Kommentar von Enno | 30. Dez. 2010 um 14:03:58

    Meine letzten Hörgeräte habe ich von einem kleinen, eigenenständigen Akustiker/Optiker. Der hatte zwar auch keine E-Mail-Adresse, bzw. bat mich, die nicht zu benutzen, weil die Mail zu selten gecheckt würde, aber meinte von Anfang an: SMS. Das war für mich eine sehr okaye Lösung, zumal ich damals noch keine Mails aufs Handy bekam und gut zu wissen ist, wenn man auf dem Rückweg von der Arbeit dort vorbei kann, was abholen.

    Der Charité-Termin ist Ende Januar und natürlich werde ich es Herrn Not Quite Like Beethoven gleichtun und ausführlich darüber schreiben.


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