sofa die ennomane

18. November 2010

Sind wir reif für Streetview, wenn wir den Wunsch nach Verhüllung nicht akzeptieren?

Also nun ist Streetview endlich online. Mein Haus ist nicht verpixelt, trotz der Kita im Erdgeschoss – das Haus, das ich demnächst besichtigen werde, hingegen schon. Die Verpixelung ist wirklich hässlich. Seit Tagen, nein mittlerweile Wochen quäle ich mich zu einer Meinung. Ich verstehe das Kopfschütteln eines Jeff Jarvis sehr gut, ich verstehe den Zorn von Michael Seemann und die Aktion von Jens Best, die verschollenen Häuser nachträglich zu fotographieren, was im übrigen legal ist. Trotzdem kann ich sie nicht gutheißen und werde mich ihnen nicht anschließen.

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Kommentare

  1. Comment von Sebastian | 18. Nov. 2010 um 09:16:20

    Ich finde es ein schwieriges Konstrukt, über die Hausfassade Persönlichkeitsrechte ableiten zu wollen. Da quietscht es richtig, damit die Argumentation passt.
    Den Punkt, auf den es ankommt, hast Du angesprochen: Es ist legal. Und damit erübrigt sich der ganze Rest. Wenn man das nicht möchte, muss man eben die Panoramafreiheit aufheben. Es ist jeder frei, seinen Abgeordneten dahingehend zu bearbeiten. Ich kann es nicht gutheißen, dass man ein legales Vorgehen moralisch zu desavouieren versucht.

  2. Comment von Gilly | 18. Nov. 2010 um 09:22:41

    Ich respektiere den Wunsch nach Verpixelung, bin aber verärgert über die Beweggründe von einigen. Durch die Medien hat eine unschöne Hetze gegen Google stattgefunden. Meine Mutter wollte ihr Haus auch verpixeln lassen. Als ich Sie nach dem Grund gefragt habe, hatte sie gar keinen. „Naja im Fernsehen haben die gesagt, dass sonst Einbrecher mein Haus“… oder irgendwie so etwas hat sie geantwortet.

  3. Comment von flynn | 18. Nov. 2010 um 09:25:13

    Schade dass ich gezwungen wurde via Google Analytics meine Hosen bei Google runterzulassen um diesen Text zu lesen. Meine IP und mein UA lassen wahre oder falsche Rückschlüsse auf meine Person zu.

  4. Ben
    Comment von Ben | 18. Nov. 2010 um 09:35:06

    Es ist ja in Ordnung das einige Ihr Haus verpixeln lassen, was ich jedoch schade fand ist das teilweise derart Stimmung gegen diesen tollen Dienst gemacht wurde. Es gibt ja sogar Leute die wirklich denken es wäre neu das man Häuser fotografiert und die Daten zur Verfügung stellt und das Google das Böse ist weil sie das erfunden haben.
    Das ist schade, weil dadurch sehr viele Leute Ihr Haus haben verpixeln lassen, die eigentlich gar nichts zu „verbergen“ haben und für die Street View sicher auch kein Nachteil bedeutet hätte.
    Ich stimme Gilly hier zu, viel Leute haben gar keinen Grund.

    Sachliche und objektive Diskussion hätte ich mir gewünscht im Zusammenhang mit Street View in Deutschland. Der Service ist einfach toll, weil ich hiermit einen Ort anschauen kann zu dem ich reise oder zu dem ich leider nie reisen kann.

  5. Comment von 50hz | 18. Nov. 2010 um 09:38:41

    Streetview ist keine Form von Öffentlichkeit. Richtig, aber irrelevant. Google macht sich eine Form von garantierter Öffentlichkeit – die Panoramafreiheit – zu nutze.
    Wie Sebastian richtig sagt: Wer Verpixelung will, möge bitte die Panoramafreiheit einschränken.
    Doch man bedenke die Folgen: Jede noch so kleine Einschränkung der Panoramafreiheit für Sonderfälle (Streetview) öffnet den Weg zu weiteren Einschränkungen. Das Ende ist absehbar. Und hätte durchaus wirklich totalitäre Züge.

    In einem Punkt gebe ich Dir recht: Der Umgang mancher mit den Ängstlichen ist abstoßend.

  6. Comment von stadtkindFFM | 18. Nov. 2010 um 09:51:16

    Wow, sehr gelungener Text!

    Noch kurz hierzu „… und werden zur Stunde auf Twitter bereits als Spinner, Spießer und Gestrige diffamiert.“ Ehrlich, wer außer Twitterer selbst, interessiert sich schon dafür, was Leute auf Twitter, dieses Netzwerk voller Fähnchen im Wind, von sich geben? Eben. Keine Sau. Apropos Sau, morgen wird dann die nächste Sau durch´s Dorf getrieben…

  7. Comment von Heiko Bernhörster | 18. Nov. 2010 um 10:44:22

    Was mich daran stört, die Medien haben sich gegen Google aufgestellt und die nicht informierte Bevölkerung verunsichert und so beeinflusst.
    Das grenzt ja schon an StreetView Histerie.
    Jetzt sind Mietshäusern verpixelt, weil es eine von den Parteien wollte. Und die Verpixelung ist unwiderruflich.

    Zusammenfassend: StreetView ist nicht böse, höchstens das was einige Menschen daraus machen, vorher aber auch gemacht hätten. Und Menschen dürfen nachwievor durch die Straßen flanieren…

    Heiko

  8. Comment von Incredibul | 18. Nov. 2010 um 11:45:32

    Das Problem ist, dass normalerweise mehrere Personen in einem Wohnhaus wohnen, die gar nicht gefragt wurden. Hier wird Privateigentum mit Privatsphäre durcheinandergewürfelt. Street View ist keine Form von Öffentlichkeit, sondern eine Nutzung des öffentlichen Raums, die jedem zusteht. Auch Megakonzernen.

  9. Comment von mspro | 18. Nov. 2010 um 12:18:51

    Ich würde dir nie vorschreiben wollen, den anderen ihre selbstgesetzte Grenze zu ihrer Privatsphäre zu missachten. Ich respektiere diese Grenze nicht – ich finde es gefährlich sie zu respektieren. Ich akzeptiere es nicht, dass die Leute diese Grenze beliebig ziehen wollen.

  10. Comment von textkoch | 18. Nov. 2010 um 13:01:01

    Neun Thesen zum Thema Datenschutz, Streetview und der Versuch einer Lösung: Der halböffentliche Raum als gesellschaftlich akzeptiertes Konstrukt: http://www.geografitti.de/2010/08/03/der-halboffentliche-raum-neun-thesen-zum-datenschutz/

  11. Comment von Enno | 18. Nov. 2010 um 16:19:45

    @mspro Nun hat aber jeder eine eigene Meinung darüber, wo diese Grenze zu ziehen ist und ich schreibe im Grunde nichts anderes, als das nicht nur du und Jens Best dabei mitreden dürfen sollen, wo sie zu ziehen ist, sondern eben auch diese Leute. Die Frage ist neu, darüber muss ein gesellschaftlicher Konsens hergestellt werden und sei es in Form von Gesetzen. Bis dahin wirst du mit der Aktion nicht gerade Verständnis bei der Zielgruppe ernten oder anders gesagt: Du bist nicht bereit, Leute die Bedenken, Fragen oder Ängste haben, da abzuholen wo sie sind, sondern willst Zwang anwenden, um Dein Weltbild durchzudrücken. Das ist irgendwie schonmal keine gute Grundlage für eine ethische CTRLverlust-Netzkultur. Genau die Reife des Internet-Übermenschen, der nötig wäre um ethisch mit Offenheit umzugehen, zeigen die Hausnachfotographierer nicht.

  12. Comment von mspro | 18. Nov. 2010 um 16:55:21

    Enno – Diese Grenze ziehe ich nicht und würde mir auch niemals anmaßen sie zu ziehen. Sie ist nämlich längst gezogen. Egal in welcher moralischen, normativen oder transzendentalen Herleitung du die Privatsphäre definierst. Die Hausfassade gehört nicht dazu, sie ist im Gegenteil schon immer die Genau definierte Grenze dazu. Mit einem klaren innen und einen wohldefinierten Außen.

    Wenn jetzt Menschen meinen, das wäre nicht ihre Definition, dann sollen sie eine liefern. Aber eine bauchgesteuerte, von jedem beliebig festsetzbare Grenze werde ich nicht akzeptieren.

    Und das hat im übrigens nichts mit dem Kontrollverlust zu tun. Das ist schlicht vielhundertjährige Realität.

  13. Comment von Enno | 18. Nov. 2010 um 17:15:13

    @mspro Und jetzt kommt das Internet und entgrenzt die Nutzbarkeit von Daten – hier die Ansicht von Hausfassaden, welche im Einzelfall sehr wohl etwas über eine Person mitteilen kann. Es ist nicht dein Job zu entscheiden, ob diese Person das möchte oder nicht. Das Internet bewertet unter anderem die Daten dadurch neu, dass sie sich viel umfassender als zuvor nutzen lassen. Das erzwingt gerade zu, dass jahrhundertealge Gepflogenheiten neu zu diskutieren sind. Dein ästhetisches Empfinden und dein Ärger, dass man dir ein schönes Spielzeug weggenommen hat, spielen da eine eher untergeordnete Rolle. Das weiß aus Google und hat deshalb die Verpixelung angeboten. Es wäre an dir, zunächst einmal gedanklich ein wenig Arroganz abzulegen und zu sagen: „OK, ich respektiere deinen Wunsch, mit deinem Haus nicht im Netz abgebildet zu sein, auch wenn ich da was anders sehe.“ Diesen Respekt lässt du aber vermissen.

  14. Comment von mspro | 18. Nov. 2010 um 17:27:22

    Enno – du scheinst sehr verwirrt. Ordne doch erstmal die Gedanken.

    Also: Nein, ich entscheide nicht, was jemand möchte.

    Und ja: das habe ich gesagt: wenn du meinst, dass diese Grenze neu gezogen werden soll, dann her damit. Wo ist die Grenze? Definiere sie.

    Aber so lange wir noch nicht in einem Gefühlsrechtsstaat, sondern einem Rechtsstaat leben sollten wir eine gemeinsame Vorstellung von dieser Grenze haben. Also her mit den Vorschlägen und nicht blödes Rumgelaber von wegen jemand müsste mal…

    Und bis dahin halte ich mich an die tradierte Grenze.

  15. Comment von Enno | 18. Nov. 2010 um 18:29:30

    @mspro Meine Gedanken sind völlig klar und geordnet – dass das legal ist, was du da machst, habe ich nie bestritten. Dass aber nicht alles in Ordnung geht, was legal ist, sollte sich auch bis zu dir herumgesprochen haben. Wie war das noch mit dem „Gefühlsrechtsstaat“ und tradierten Grenzen, als du im FAZ-Blog wiederholt Bilder verwendet hattest, die du nicht verwenden durftest? Da habe ich dich mit „kann man so sehen“ und kulturellen Unterschieden verteidigt. Jetzt verteidige noch nicht mal Verpixeler sondern fordere nur Respekt dafür, dass sie ein paar Dinge anders sehen und ihr Haus nicht im Netz stehen sehen möchte. Dass du mir Verwirrtheit unterstellen musst zeigt die Wut, die du offenbar auf diejenigen hast, die dir dein Spielzeug madig machen.

  16. Comment von mspro | 18. Nov. 2010 um 18:39:00

    Enno – die Verwirrtheit habe ich dir nicht unterstellt. Die ist in deinem Kommentar drin. Aber lassen wir das.

    In Sachen Urheberrecht hast du recht. Da habe ich (und vielleicht auch du) ein differierendes Rechtsgefühl. Ich habe auch nie gesagt, dass dieses Rechtsgefühl nicht wichtig ist, aber es ist nun mal nicht anwendbar. Deswegen habe ich es damals auch völlig unterlassen mich darauf zu berufen.

    Denn wer meint, dass eine Norm nicht angemessen ist, der hat die Aufgabe eine neue vorzuschlagen. Das tue ich seit dem schrittweise. (Ethik des anderen, etc) Und das ist auch das, was ich von dir erwarte, wenn du meinst, dass die derzeitige Norm nicht angemessen ist.

    Leider weichst du dieser Sache ständig aus und meinst ich habe auf irgendwelche diffuse gefühlte und je subjektive Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen.

    Nein. Die Bringschuld ist auf der anderen Seite. Wenn man eine bestehende Norm anzweifelt ist man in der Verantwortung diese zu verargumentieren.

  17. Comment von Enno | 18. Nov. 2010 um 18:58:23

    @mspro In der Tat machst du konstruktive Vorschläge. Google hat auch einen Vorschlag gemacht: Verpixeln. Manche Leute finden das gut. Du trittst die Meinung dieser Leute mit Füßen, wenn du reflexartig rumrennst und Fotos machst und das auch noch ästhetisch begründest. Jens Best will wenigstens über die ganze Geschichte mit den Leuten ins Gespräch kommen. Du beschimpfst die Verhüller und äußerst dich abwertend über sie. Darin liegt die Arroganz, die ich dir unterstelle.

  18. Comment von mspro | 18. Nov. 2010 um 19:09:17

    Meine ganz und gar unbestreitbare Arroganz, sogar. Ich hab auch nie gesagt, dass ich besonders nett bin, sondern nur betont, dass ich besonders recht habe. ;)

  19. Comment von Hyperkeks | 18. Nov. 2010 um 19:15:17

    mspro, du hast schon eine eher egozentrische Sicht auf die Welt, oder? Ich finde deine Herangehensweise an diese Konflikte ziemlich kontraproduktiv. So wirst du niemanden Überzeugen der sein Haus blurren lässt. Man muss die Leute da abholen wo sie sind und ihnen zeigen das es ihnen mehr nutzt als schadet.

    Den Leuten zu sagen das sie Dinosaurier sind, die keine Chance haben und aussterben werden, macht den Widerstand und die Angst nur größer.

  20. Comment von mainwasser | 18. Nov. 2010 um 19:17:43

    Eigentlich halb-offtopic, aber:

    „Bei Streetview meldet man sich nicht freiwillig an wie bei Facebook.“

    Hahaha! :-D

    Nein, Streetview hat (noch) keinen „Freundefinder“, und Deppen, mit denen ich leider befreundet bin, können ihr gesamtes Adressbuch inkl. meiner Daten z.Zt. nur nebenan bei Google Mail hochladen.

    Aber die Geokodierung von anderer Leute Daten wäre natürlich der nächste logische Schritt, das stimmt.

  21. Comment von mspro | 18. Nov. 2010 um 19:20:54

    Hyperkeks – Ich würde dich nie davon abhalten mit den Leuten zu reden.

  22. Comment von fernetpunker | 18. Nov. 2010 um 19:33:06

    Ich sehe es ähnlich wie der Blog-Autor. Es muss jedem selbst überlassen bleiben, ob sein Haus im Internet veröffentlicht wird oder nicht. Ende der Durchsage.

  23. Pingback von Streetview ist totalitär » textfresser | 19. Nov. 2010 um 00:16:45

    […] ist totalitär Enno Park haut bei Carta ein paar Gedanken zu Google Streetview raus, die ich ich ähnlich auch schon mal […]

  24. Max
    Comment von Max | 19. Nov. 2010 um 17:54:00

    du argumentierst, dass die Hauswand Teil der Privatsphäre sei, weil sie theoretisch Rückschlüsse auf eine Person erlauben.

    Das halte ich für falsch und bedenklich, weil so ziemlich jeder Informationshappen Rückschlüsse auf eine Person erlaubt. Extrembeispiel: mein Biologiebuch erlaubt den Rückschluss über dich, dass du ein Säugetier bist.

    Darüber hinaus: was macht es eigentlich für einen Unterschied, ob ich direkt vor einem Haus stehe und es betrachte, oder ob ich es via Google street View betrachte? Vor jedem Haus werden auch in Zukunft jeden Tag wesentlich mehr Menschen vorbeigehen und -fahren als es über StreetView zu betrachten.

    Google ist ein Unternehemen und hat dadurch genau das gleiche Recht im öffentlichen Raum zu fotografieren wie ich und du. Wer Google dieses Recht nehmen, wird es als nächstes auch mir und dir nehmen. Dagegen muss man ankämpfen.

  25. Comment von reinerwein | 20. Nov. 2010 um 16:20:12

    @max
    Bitte unterscheide doch zwischen großflächigem Datensammeln zwecks kommerzieller Nutzung durch Unternehmen (ist per se nix schlimmes!) und dem Recht des Einzelnen, einige, vergleichsweise wenige Fotos für den Privatgebrauch zu machen.
    Es ist gut, dass Unternehmen und Privatpersonen auch datenschutzrechtlich andere Pflichten und Rechte haben.

  26. Comment von German Psycho | 22. Nov. 2010 um 11:55:19

    Ich habe ein großes Problem, wenn Menschen ihre eigene Meinung als so richtig ansehen, daß abweichende Meinungen als „dumm oder schlecht” (wie Ernst Busch es formulierte) angesehen werden.

    ABER! Wenn mspro etwas tut, das mit den aktuellen Gesetzen gedeckt ist, dann ist das eben – sein gutes Recht. Wir haben diese Gesetze genau aus dem Grund, Enno, den Sie ja auch ansprechen: Die Gesetze regeln eben, bis wohin jeder Mensch seine eigene Meinung vertreten kann, ohne dabei die Freiheit des anderen einzuschränken.

    Ich stimme vom Gefühl her Ihnen zu Enno. Wenn wir nicht akzeptieren, daß andere Menschen andere Vorstellungen von Privatsphäre haben, dann haben wir ein Problem.

    Und nochmal aber: Wenn in meinem Haus die Eigentümerversammlung beschließt, das Haus NICHT verpixeln zu lassen, es einer der Überstimmten dann aber doch tut, dann habe ich damit ein Problem. Weil dieser Überstimmte eben wieder genau das tut, was ich oben bereits erwähnte: Er stellt seine eigene Meinung über die demokratisch abgestimmte Mehrheitsmeinung der Hausgemeinschaft.

    Leider erlaubt Google das – und es ginge auch gar nicht anders. So gesehen: übt er eben leider nur rücksichtslos sein Recht aus. Wie mspro eben auch. Und ich werde eben damit leben müssen. Und mit ebensolchen Mitteln wie mspro dagegenhalten.

    Wenn normale Rücksichtnahme nicht greift, dann regeln eben, siehe oben, unsere Gesetze den Umgang miteinander.

  27. Comment von Struppi | 24. Nov. 2010 um 13:31:40

    Streetview ist keine Form von Öffentlichkeit. Richtig, aber irrelevant. Google macht sich eine Form von garantierter Öffentlichkeit – die Panoramafreiheit – zu nutze.
    Wie Sebastian richtig sagt: Wer Verpixelung will, möge bitte die Panoramafreiheit einschränken.

    Es geht auch in der Kontroverse nicht um die Freiheit bestimmte Bilder zu veröffentlichen, sondern dass die Bilder ungefragt mit anderen Daten verknüpft werden sollen und in dem Moment ist es kein „Panorama“, sondern es werden Daten vermischt. Wenn derjenige der davon betroffen ist, dem Datengebrauch zustimmt, ist das ganze kein Thema. Da jeder Hausbewohner sein Haus verpixeln lassen kann – ist die Diskussion ja auch schon beendet. Genau so sollte es sein.

    Das manche daran stören, dass es Menschen gibt, die nicht alle Daten im Internet miteinander verknüpfen lassen wollen – zumal schon nicht, von einem Anbieter der soviel über mich weiß, wie google, ist schwer verständlich. Aber in Zeiten wo „Big Brother“ ein wort für „unterhaltung“ ist, kein Wunder.

  28. […] – eine Verweigerung wird als Verfehlung angesehen. Der Verfechter einer Utopie darf sich ohne schlechtes Gewissen als etwas besseres fühlen als der Gegner, schließlich steht er wahlweise auf der Seite des Fortschrittes oder der reinen […]

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  33. Comment von Blog Berlin | 23. Mrz. 2011 um 17:53:08

    Es ist schon seltsam still geworden um Wikileaks und Julian Assange. Könnte natürlich auch sein, dass da im Background einge Deals abgelaufen sind. Geld, Straffreiheit bei der Vergewaltigungsgeschichte, einen gewissen Status, wie ihn nur Länder verleihen können, wer weiss? Jedenfalls fällt auf, dass nach dem anfänglichen weltweiten Hype, der seinesgleichen suchte, nunmehr gegen Null tendiert. Grüße aus Berlin

  34. Pingback von Blogs im November 2010 | stadtkindFFM | 01. Jun. 2011 um 22:50:09

    […] Launch von Street View in Deutschland gefielen mir die unverpixelten Artikel von Ennomane und Maingold besonders gut. Auch wenn man diesem Thema nur punktuell Aufmerksamkeit geschenkt hat […]

  35. […] Nichtsdestotrotz gibt es neben den vielen Gegnern einer Verpixelung aber auch noch kritische Stimmen, wie man z.B. beim Ennomanen lesen kann: http://www.ennomane.de/2010/11/18/wir-sind-nicht-reif-fuer-streetview-wenn-wir-den-wunsch-nach-verpi… […]


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