sofa die ennomane

18. Juni 2009

Websperren: Warum es sehr wohl um Zensur geht

Am 18. Juni verabschiedete der Bundestag ein Gesetz zur Sperrung kinderpornographischer Inhalte im Web. Dazu ein Text vor allem für Menschen, die sich mit dem Internet nicht so auskennen. Ausdrucken und weitergeben in jeder Hinsicht erwünscht.

Worum geht es bei den Internetsperren?

Das Abrufen von Webseiten, die Kinderpornographie enthalten, wird auf ein Stoppschild umgeleitet. Hierfür soll eine geheime Liste vom BKA geführt und regelmäßig an die Internet-Provider weitergegeben werden.

Das klingt doch gut, warum seid Ihr dagegen?

Weil das Gesetz wirkungslos ist, aber viel Schaden anrichten wird. Wir haben Angst, dass es zu allgemeiner Zensur im Internet führt. Deshalb wurde eine Petition beim Bundestag gestartet. Sie fand 134.014 Unterzeichner, mehr als jede andere Petition zuvor. Leider wird sie von CDU und SPD ignoriert. Die wollen das Gesetz noch schnell vor der Sommerpause und der Bundestagswahl durchbringen.

Viele Politiker sagen, das Internet dürfe kein rechtsfreier Raum sein.

Ist es auch nicht. Anhand der IP-Adresse kann festgestellt werden, wer dort was getan hat. In den letzten Jahren gab es z.B. zehntausende von Abmahnungen wegen unerlaubter Kopien von Musik usw. Das zeigt deutlich, wie gut die Strafverfolgung auch im Internet funktioniert. Wer selber Texte und Bilder im Netz veröffentlicht, kann ziemlich schnell dingfest gemacht werden.

Aber Ursula von der Leyen schildert eindringlich das Leid der Kinder.

Ursula von der Leyen malt dazu ein Bild übelster Gräueltaten an die Wand, das so nicht der Realität entspricht. Kinderpornographie ist zumindest im WWW (um das es hier geht) eine äußerst seltene Randerscheinung. Das Familienministerium redet von einer Zunahme der Fälle und versucht, reine Verdachtsfälle, in denen niemand verurteilt wurde, mit in die Statistik zu mogeln. In Wirklichkeit werden die Fälle weniger.

Aber die Bilder sind doch im Netz? Man könnte sogar zufällig welche finden?

Dass jemand zufällig im Netz über solche Bilder stolpert, ist äußerst unwahrscheinlich. Eher haben Sie 6 Richtige im Lotto. Solche Webseiten sind sehr, sehr selten. Weil Kindesmissbrauch fast überall auf der Welt illegal ist, werden die Bilder unter Hand getauscht, z.B. auf CDs per Post aber fast gar nicht im WWW. Wir öffnen doch auch nicht sämtliche Briefe bei der Post, weil da Kinderpornographie drin sein könnte.

Selbst wenn es nur sehr wenige Bilder sind: Missbrauchsopfer wollen doch sicher, dass die Bilder aus dem Netz verschwinden. Sind die Euch etwa egal?

Nein, die sind uns gar nicht egal, im Gegenteil. Wir wollen, dass solche Inhalte gelöscht werden und die Urheber verfolgt werden. Das ist sogar relativ einfach. Beim Sperren werden die Bilder aber nicht gelöscht, sondern es wird nur ein Stoppschild davorgestellt. Nach Frau von der Leyens Gesetz bleiben die Bilder also im Netz.

Wenn die Server im Ausland stehen, dauert das Löschen vielleicht eine Weile. Sollte man nicht wenigstens dann so lange sperren?

Das ist keine gute Idee. Wer einen solchen Server betreibt, bekommt recht schnell mit, dass er gesperrt wird, und kann sich aus dem Staub machen. Netzsperren schützen also Kinderschänder vor Strafverfolgung.

Und warum sind die Sperren wirkungslos?

Weil jeder sie äußerst einfach umgehen kann.

Im Gesetz steht nichts zur Technik. Vielleicht erfindet jemand Sperren, die nicht umgangen werden können?

Sowas gibt es schon. Dafür müssten die Internet-Provider aber permanent alles überwachen, was wir im Internet tun. Jeden einzelnen Text den wir lesen, jedes einzelne Bild, das wir uns ansehen. Möchten Sie, dass ständig überwacht wird, welche Filme Sie ansehen und welche Bücher Sie lesen?

Aber die SPD hat doch in einem Kompromiss das schlimmste verhindert?

Nein, das war eigentlich nur Kosmetik. Einige Mitglieder wollten, dass der Parteitag über die Sperren abstimmt, wurden dort aber mundtot gemacht. Stattdessen hat SPD mit der CDU im Hinterzimmer nur leichte Änderungen ausgeklüngelt: Es wird ein Spezialgesetz wirklich ausschließlich gegen Kinderpornographie sein. Außerdem soll ein Kontrollgremium geschaffen werden, das die Listen überwacht.

Ist doch prima, warum jammert Ihr dann noch?

Weil das Gesetz mit oder ohne Kontrollgremium immer noch die Gewaltenteilung aushebelt. Eigentlich müsste in jedem Fall ein Richter über die Sperre entscheiden. Außerdem gehen viele Juristen davon aus, dass ein solches Gesetz gar nicht vom Bund, sondern nur von den Ländern erlassen werden darf. Das Gesetz ist ziemlich sicher grundgesetzwidrig.

Na gut, aber Kinder sind wichtiger als juristische Spitzfindigkeiten. Immerhin gibt es ein Kontrollgremium.

So ein Kontrollgremium kann vielleicht verhindern, dass Webseiten „aus Versehen“ auf die Sperrliste geraten. Es verhindert nicht, dass an sich zensiert wird.

Aber man kann doch nicht von Zensur reden, wenn es um Kinderpornographie geht?

Stimmt. Vorläufig geht es um Kinderpornographie. Haben wir aber erstmal diese Sperren, dann ist die Hemmschwelle für weitere zukünftig niedriger. Etliche Politiker von CDU und SPD fordern bereits jetzt, weitere Inhalte zu sperren, und zwar längst nicht nur illegale.

Außerdem werden laut Gesetz auch Seiten gesperrt, die keine Kinderpornographie enthalten, aber Links zu solchen Seiten. Wenn jemand auf eine Seite verlinkt, auf der dann später ohne sein Wissen Kinderpornographie veröffentlicht wird, wird er auch gesperrt, ohne etwas damit zu tun zu haben.

Im Gesetz steht aber klar drin, dass nur Kinderpornographie gesperrt wird. Die Demokratie wird schon verhindern, dass weitere Inhalte ins Gesetz geschrieben werden.

Glauben wir nicht. Aber selbst wenn das Gesetz in alle Ewigkeit auf Kinderpornographie beschränkt bleibt und verlinkende Seiten außen vor bleiben, werden garantiert auch Seiten gesperrt werden, die damit gar nichts zu tun haben.

Wie soll das passieren?

Dazu muss ich etwas weiter ausholen, weil das juristisch ein wenig komplizierter ist. Nach deutschen Recht gibt es eine so genannte „Störerhaftung“. Danach kann ein Internet-Provider als „Mitstörer“ angesehen werden, auch wenn er für Inhalte einer Webseite gar nicht verantwortlich ist. In der Vergangenheit haben Leute immer wieder Internet-Provider darauf verklagt, als „Mit-Störer“ Webseiten zu sperren. Bisher haben Gerichte immer gegen das Sperren entschieden, allerdings nur, weil der technische Aufwand für den Provider unzumutbar sei. Mit dem neuen Gesetz müssen die Internet-Provider die Technik sowieso bereitstellen. Sie können also künftig vor Gericht gezwungen werden, auch Webseiten zu sperren, die absolut ganz und gar nichts mit Kinderpornographie zu tun haben, obwohl das nicht in dem Gesetz steht. Das ist so, als würden Sie Ihren Briefträger wegen des Inhalts Ihrer Post verklagen.

Aber das ist doch vor Gericht und nach Recht und Gesetz?

Nur formell. Nehmen wir an, ich verkaufe Waren über meine Webseite. Ein Konkurrent verklagt mich wegen irgend etwas und erwirkt eine einstweilige Verfügung. Meine Webseite wird also gesperrt, ich kann erstmal nichts verkaufen und der Prozess zieht sich über Monate hin. Selbst wenn ich unschuldig bin und den Prozess gewinne, bin ich zwischenzeitlich pleite gegangen und der Konkurrent hat gewonnen, selbst wenn er den Prozess selbst verliert.

Sobald Netzsperren also etabliert sind, kann jeder jedem zumindest zeitweise einen Maulkorb verpassen. Vor allem Leute mit viel Geld und teuren Anwälten anderen Leuten mit wenig Geld und schlechten Anwälten. Die Folge wäre so etwas wie ein allgemeines Zensur-Chaos. Deshalb haben wir Angst vor dem Zensurmechanismus, auch wenn die Politiker hoch und heilig versprechen, dass nur Kinderpornographie gesperrt wird.

Ach wissen Sie: Ich bin sowieso nicht im Internet. Eigentlich ist mir das alles egal.

Das Internet darf Ihnen persönlich gerne egal sein, aber denken Sie an Ihre Kinder. Die wachsen mit dem Internet auf. Für Ihre Kinder ist ein freies, unzensiertes Internet genauso wichtig, wie für Sie, dass keine Bücher, Zeitschriften, Filme oder Briefe zensiert werden dürfen. Und auch wenn Sie das im Alltag nicht so richtig merken: Das Internet ist längst zum Rückgrat unserer Wirtschaft (und bei den Jüngeren der Gesellschaft an sich) geworden.

Fazit: Das Gesetz richtet gar nichts gegen Kindesmissbrauch aus, gefährdet aber den Rechtsstaat, den Rechtsfrieden, die Internetwirtschaft und die Freiheit in Deutschland.

Diesen Text als PDF oder für OpenOffice herunterladen.

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Kommentare

  1. Comment von sa_tyr | 18. Jun. 2009 um 09:51:50

    ++

    Aber nicht nur auslegen, besser vorlesen (wegen Lesevorteil) ;)

    Hier wo ich zur Zeit wohne (leider) muss man ganz langsam sprechen (Landbevölkerung).

    Ich will in Berlin wohnen! #zensursula #sperrwache

  2. Comment von Tobi | 18. Jun. 2009 um 10:51:05

    Sehr gut auf den Punkt gebracht und zusammengefasst. Vielleicht lässt es einige, denen das doofe Internet egal ist, noch mal kurz das Hirn arbeiten.
    Dass jedoch eine Flutwelle an Protest leider gar nichts bewirkt, weil die von uns gewählten ja schließlich im Sinne des Volkes entscheiden, sehen wir am aktuellen Beispiel.

  3. Comment von Ian Shokati | 18. Jun. 2009 um 10:55:37

    Vielen Dank für diese Ausführung!
    Aber ob das jetzt alle begreifen?

    Ich werde es verbreiten!
    Mit kämpferischen Grüßen aus der Schanze/Hamburg

  4. Comment von Nils | 18. Jun. 2009 um 11:21:05

    Hallo Enno,

    Du hast es wirklich gut auf den Punkt gebracht.
    Auch wenn das ganze so gut wie verabschiedet
    ist heißt es weiter informieren und protestieren.

  5. Comment von Van Iyp | 18. Jun. 2009 um 11:27:10

    Tchja und trotzdem wird dieses suggestive Gesetzt durch gewunken, egal was wir tun. Von wegen „Am Ende wird die Vernunft siegen“. Ich empfinde nur noch Wut und Ohnmacht.

  6. Pingback von Kinderporno-Sperren: Und es wird doch Zensur! « CSX Blog | 18. Jun. 2009 um 11:35:32
  7. Comment von Erwin Jurschitza | 18. Jun. 2009 um 11:37:36

    Sehr guter Text, vielen Dank für das Zusammenfassen. Nur eine Kleinigkeit: „Dass jemand zufällig im Netz über solche Bilder stolpert, ist äußerst unwahrscheinlich. Eher haben Sie 6 Richtige im Lotto.“ finde ich etwas unglücklich formuliert.

  8. Comment von admin | 18. Jun. 2009 um 11:46:09

    Ich stelle diesen Text hiermit unter CC-Lizenz. Ihr könnt ihn modifizieren, wie Ihr es für sinnvoll haltet. Hauptsache, ihr verbreitet ihn. Und zwar vor allem auch OFFLINE.

  9. Trackback von goerlipark.de/sk | 18. Jun. 2009 um 13:12:13

    Empfehlenswerte Zusammenfassung zu den kommenden Internetsperren…

    Auf der ennomane gibt es einen sehr gut zusammengestellten Beitrag zu den kommenden Netzsperren, die die Koalition heute im Bundestag beschließen will. Der Frage-Antwort-Artikel beschreibt in einfachen Zusammenhängen, welche Maßnahmen geplant sind und …

  10. Comment von Björn Kraus | 18. Jun. 2009 um 13:19:40

    Danke.
    Sehr, sehr guter Text, der die zentralen Argumente in schöner Art und Weise zusammen fasst.

    Werd da wohl mal ein paar Exemplare von ausdrucken und verteilen.

  11. Pingback von Ist der Iran wichtiger? | -| SHIT HAPPENS |- | 18. Jun. 2009 um 13:32:02
  12. Pingback von Baby « Angelegenheiten | 18. Jun. 2009 um 13:41:07

    […] geplant ist. Warum das alles überhaupt der Aufregung wert ist, kann sehr gut hier und da nachgelesen werden. Und auch sueddeutsche.de/ ist der Widerstand im Netz einen kurzen Artikel […]

  13. Pingback von • Zensur wird in Deutschland eingeführt | Der SEO Punk | 18. Jun. 2009 um 15:40:04
  14. Pingback von oshelpdesk.org » Querverweise #22 | 18. Jun. 2009 um 16:17:32

    […] das BKA könnte mehr zum Löschen von Kinderpornos beitragen heißt es in einem Gutachten, hier erfährt man, warum es eben doch um Zensur geht, SPD demonstriert teilweise mit gegen […]

  15. Pingback von Zensur schon wieder.. | robertkrueger.de | 18. Jun. 2009 um 17:31:32

    […] nochmal komplett nachlesen will, warum wir dagegen sind, kann das bspw. beim ennomanen tun. Oder man liest sich den Artikel Von Zensur und der Gesellschaft bei Wikileaks durch2. […]

  16. […] die ennomane: Kinderporno-Sperren: Warum es sehr wohl um Zensur geht […]

  17. Pingback von Mockingbird » Archiv » Requiem for a Dream | 18. Jun. 2009 um 20:27:19

    […] es geht, steht hier.] Abgelegt unter Politix […]

  18. Trackback von Ne(s)t(z)verschmutzung für Anfänger | 18. Jun. 2009 um 22:42:09

    Es ist geschehen: die Zensur kommt…

    Vor gut 2 Stunden hat der Deutsche Bundestag mit 389 gegen 128 Stimmen bei 18 Enthaltungen für das “Zensursula-Gesetz” gestimmt. Damit wird laut den Kritikern -zu denen ich mich auch zähle- Artikel 5 des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt un…

  19. Pingback von Ich empfehle… « Muschelschubserin | 18. Jun. 2009 um 23:11:15

    […] Warum es sehr wohl um Zensur geht – Ein Text mit Fragen und Antworten für alle, die sich im Internet nicht so gut auskennen […]

  20. […] das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen heute verabschiedet (eine leicht verständliche Erklärung der Kritikpunkte findet man hier). Auf Abgeordnetenwatch kann man nachschauen, welcher Abgeordnete wie abgestimmt hat […]

  21. Comment von M. Ensch | 19. Jun. 2009 um 00:16:07

    Bulls Eye! :-)

  22. […] Zensursula war nicht mal bei der Abstimmung anwesend, das sagt schon einiges. Während in der Debatte von der Regierungskoalition noch argumentiert wurde, dass das Gesetz nur auf diesen einen Punkt beschränkt sei, hat der erste (natürlich CDU /CSU) am selben Abend schon einen neuen Vorschlag gemacht. Und das ist nur der Anfang, die Büchse der Pandora ist geöffnet. Die angeblichen Verbesserungen durch die SPD Fraktion sind nur Augenwischerei. […]

  23. Pingback von Eine nette Zusammenfassung zur Internetzensur « Dijkstrabühl | 19. Jun. 2009 um 01:33:10

    […] Neben den bereits verlinkten FAQ’s der Piratenpartei gibt es jetzt auch hier eine schöne Zusammenfassung, was gegen Netzsperren spricht. Das ist so einfach erklärt, das […]

  24. […] Wer verständlichen Erklär-Text will, liest hier. […]

  25. […] Internetsperren leicht erklärt […]

  26. Pingback von Zensur im Netz für Dummies « Bay-Blog.com | 19. Jun. 2009 um 09:45:27

    […] 19. Juni 2009 von bayernonline sehr schön durch Fragen und Antworten erklärt http://tr.im/p1Al […]

  27. Pingback von etches stuff » war ja von auszugehen. | 19. Jun. 2009 um 09:54:29
  28. Comment von stromi | 19. Jun. 2009 um 09:57:34

    Da der Text unter CC-Lizenz steht, hab ich mir mal erlaubt, denselbigen als Google-Doc hochzustellen und zu veröffnetlichen.
    Den wichtigsten Absatz – gerade für die Offline-Leser – habe ich allerdings mal an den Anfang verschoben.
    http://bit.ly/caSsA

  29. Pingback von sixumbrellas » Blog Archiv » Internetzensur | 19. Jun. 2009 um 10:07:33

    […] Hier gehts weiter. […]

  30. Pingback von Aus gegebenem Anlass: Anonymität online « KOPIS.DE | 19. Jun. 2009 um 10:15:27

    […] Lest euch auch gleich nochmal diesen Blogeintrag durch. Schöne […]

  31. […] fand gerade bei “ennomane” einen sehr interessanten Artikel, der sich diesmal an eben Jene richtet, die sich mit dem Thema der Sperrung von Internetseiten mit […]

  32. Pingback von rizi-online.de » Archive » Der Anfang vom Ende | 19. Jun. 2009 um 16:41:41

    […] […]

  33. Pingback von Wie man eine Generation politisiert… : Curi0usities | 19. Jun. 2009 um 16:59:07

    […] Die Ennomane erklärt worum es geht. […]

  34. […] gibt natürlich eine deutsche Fassung dieses […]

  35. Pingback von Anonymous | 19. Jun. 2009 um 20:12:50

    […] […]

  36. […] von enno park In im fluss on 19. Juni 2009 at 20:42 der folgende beitrag stammt von enno, der ihn am 18.juni auf seinem blog veröffentlicht hat und ausdrücklich darum bat, ihn in jeder form zu verbreiten. ich wähle die kopie, weil man ein […]

  37. Comment von josef thomas petsovits | 20. Jun. 2009 um 01:23:31

    In der Geschichte der Pornografie zeigt sich immer wieder, dass Verbote wie Dünger wirken – wir dürfen gespannt sein. Was mir dabei noch auffällt: in unserer „totalrasierten“ Gesellschaft (weil Haare sind ja sooo unhygienisch(!)…) werden pädophile Neigungen dsmit durchaus gefördert (oder wie Duchovny in Californication sagte: „Eine Bitte an die Frauen: lasst euch doch wenigsten ein paar Haare stehen, damit einem beim Cunnilingus klar ist, dass der Partner eine FRAU und KEIN KIND ist“)

  38. Pingback von zweipunktnull » Blog Archive » Die Popkomm (pop-)kommt nicht | 20. Jun. 2009 um 09:02:19

    […] sollte, dass hier noch gar nichts vorbei ist. Einen ebenfalls großartigen Artikel hat Enno Park verfasst. In seinem Beitrag wird auch dem nicht so internet-geschulten Menschen sehr anschaulich […]

  39. Pingback von Volkszertreter? » Links 2009-06-20 | 20. Jun. 2009 um 09:25:21

    […] die ennomane – Kinderporno-Sperren: Warum es sehr wohl um Zensur geht: Ein Text vor allem für Menschen, die sich mit dem Internet nicht so auskennen. Ausdrucken und weitergeben in jeder Hinsicht erwünscht. […]

  40. Pingback von Einladung « Kixkalogic | 20. Jun. 2009 um 10:45:49

    […] es geht, erklärt Enno allen, an denen das Thema Internetzensur bisher vorbeigegangen sein sollte hier sehr […]

  41. Pingback von Herr Gabriel – Linux, Web, Typographie, Musik, Spiele | 20. Jun. 2009 um 23:44:36

    […] zieht es vor, einen Umhang vor die Geschehnisse zu ziehen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Und wie der Enno so schön schrieb: Fazit: Das Gesetz richtet gar nichts gegen Kindesmissbrauch aus, gefährdet aber den Rechtsstaat, […]

  42. Pingback von Warum es um Zensur geht | TimmBlog | 21. Jun. 2009 um 19:15:48

    […] Eintrag “Kinderporno-Sperren: Warum es sehr wohl um Zensur geht” fasst Enno die Problematik der Netzsperren noch mal zusammen. Lesebefehl! [via […]

  43. […] die ennomane » Blog Archive » Kinderporno-Sperren: Warum es sehr … […]

  44. […] das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen heute verabschiedet (eine leicht verständliche Erklärung der Kritikpunkte findet man hier). Auf Abgeordnetenwatch kann man nachschauen, welcher Abgeordnete wie abgestimmt hat […]

  45. Comment von Sarah | 24. Jun. 2009 um 14:17:35

    Vielen Dank- ein sehr gut geschriebener Text, gerade als Diskussionsgrundlage für Gespräche mit Menschen, die nicht sehr Internet-versiert sind. Ein Vorschlag bzw. eine Bitte allerdings noch: Ich fande es von Vorteil, wenn die in der Webversion gesetzten Links auch in der PDF-/Druckfassung erscheinen würden, z.B. als Anmerkungen oder Linkliste am Ende des Texts. Dann wäre auch für „Internetausdrucker“ bereits auf den allerersten Blick ersichtlich, dass der Text auf fundierten Nachweisen beruht.

  46. Pingback von 28 warum es sehr wohl um zensur geht | DENKDING | 24. Jun. 2009 um 17:14:23

    […] folgende beitrag stammt von enno (vielen dank), der ihn am 18.juni auf seinem blog veröffentlicht hat und ausdrücklich darum bat, ihn in jeder form zu verbreiten. ich wähle die kopie, weil man ein […]

  47. Comment von admin | 24. Jun. 2009 um 20:35:19

    @Sarah dafür soll irgendwann mal http://ausdrucker.org zuständig sein. Kann aber noch nicht sagen, wann es soweit ist.

  48. Comment von Schlosszwerg | 04. Jul. 2009 um 02:36:24

    Schlosszwerg wurde nach einer Minute auf dem deutschen Wikipedia gelöscht.
    Auf dem englischen ist er als Castle Gnome und auf dem spanischen als Enano del Castillo zu sehen. Schlosszwerg existiert im virtuellen Raum. Warum wurde er in Deutschland als “Fake” zensiert?

  49. Pingback von sven scholz – sagichdoch? » links for 2009-06-18 | 08. Jul. 2009 um 23:00:29

    […] Kinderporno-Sperren: Warum es sehr wohl um Zensur geht (tags: zensursula zensur netzsperren) […]

  50. Pingback von | 10. Jul. 2009 um 16:16:14

    […] […]

  51. Pingback von die ennomane » Blog Archive » Vom Missbrauch der Missbrauchten | 27. Apr. 2010 um 22:54:56

    […] war es von Anfang an ein Argument der Gegner von Netzsperren, dass mit den Stop-Schildern eine Zensur-Infrastruktur eingerichtet […]

  52. […] eine Zensur-Infrastruktur aufgebaut, die tausend mal gefährlicher ist als Ursula von der Leyens primitives Websperren-Stoppschild, das nur auf DNS-Anfragen beruhte. Hier entstünde eine Zensur-Infrastruktur, […]

  53. Comment von StrangeAI | 18. Jan. 2011 um 00:49:26

    Schöner Dialog und sehr verständlich. Beim Lesen habe ich noch eine Frage vermisst wie etwa: „Wie ist das in anderen Ländern? Gibt es da nicht schon Erfahrungen mit solchen Maßnahmen?“
    Ich erinnere mich das Australien mit ihrem Modell schon in den Schlagzeilen war, weil politische Seiten gesperrt wurden.

    Erfahrung ist oft soviel überzeugender als bloße Theorie. Auch wenn die Theorie hier begreifbar wird. Also großes Lob an Autoren.

  54. Pingback von Keine Ahnung – macht nix! Die Union und ihr Wahlprogramm. | 29. Jan. 2011 um 01:38:54

    […] Ennomane Blog: Kinderporno Sperren – Warum es sehr wohl um Zensur geht […]

  55. Pingback von Eilmeldung von Zensursula | 19. Dez. 2011 um 21:28:44

    […] Eine schöne Zusammenstellung von Argumenten die gegen solche widersinnigen Internet-Sperren findet man bei “die ennomane“. […]


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