sofa die ennomane

März 16, 2009

Die leidige (Ent-)Followerei

ashility fragt bei Twitter

Ich gebe zu, ich bin ein Follow-Chaot. Ich habe einen harten Kern von Twitterern, die ich wirklich unbedingt lesen will. Und das tue ich nicht mit einem Twitter-Client sondern per RSS-Feed! Hallo Twitterer, Ihr seid alle sehr interessante Menschen. Jemand sagt was lustiges: Follow. Ich benutze die Suche anhand bestimmter Begriffe: Follow. Ich mag ein Profilbild (wie das von @ashility): Follow. Ich entdecke viel versprechende “Twitter-Promis” in irgendwelchen Rankings: Follow.

Follow. Follow. Follow. Ja, das wird chaotisch. Ja, ich bin bei Twitterern wie @ashility oder @stijlroyal furchtbar unentschlossen und habe sie mehrmals ge- und ent-followed. Warum sollte das schlimm sein? Irgendwann jedoch quillt die Timeline über. Wenn Twitter halbwegs lesbar und übersichtlich bleiben soll, bleibt nichts anderes, als auch regelmäßig wieder zu ent-followen. Quasi als Qualitätsoffensive. Ich räume alle paar Tage bis Wochen mal wieder auf und kündige das sogar auf Twitter an.

Das Problem ist nur: Ent-Followen tut weh. Es bedeutet quasi zu sagen: Ich halte Dich für irrelevant und höre Dir nicht mehr zu. Niemand wird gerne ent-followed. Niemand ent-followed selbst gerne. Dennoch werde ich es weiterhin so halten, denn ich habe über Twitter schon viele tolle und interessante Menschen kennengelernt. Es schwappt langsam ins Real Life über und ich möchte, dass das so bleibt. Also will ich weiterhin allen möglichen Leuten aufs Geratewohl followen dürfen.

Völlig bekloppt hingegen ist der Vorschlag, jedem, den man entfollowed eine kleine Mitteilung zu schicken, warum man das tut. Demnächst werde ich mir Kärtchen drucken lassen mit der Aufschrift: “Hallo, ich habe Dir jetzt eine halbe Stunde zugehört und entschieden, dass ich nicht mehr mit Dir reden möchte.”, und die in einer Kneipe verteilen. Mal sehen, wie die Leute so drauf reagieren…

Kommentare

  1. Kommentar von paniq | 16. Mrz. 2009 um 10:41:09

    Also ich hab von dir letzte Woche auch einen follow gekriegt, obwohl du mir schon gefolgt bist, und ich dachte mir: “aha, war ich wohl ne Zeitlang nicht auf seiner Liste, jetzt aber schon wieder, fein.”

    Ich kriege es nicht mit, wenn jemand nicht mehr an meinem Miniblog interessiert ist, und das ist auch völlig in Ordnung.

    Ich halte die ganze Sache für ein non-Issue; es beunruhigt mich vielmehr, dass ein großes Traffic-Aufkommen auf Twitter für Twitter-Interna verschenkt wird… es ist schon verdächtig, wenn ein neues Medium in erster Linie Nachrichten über sich selbst generiert. Das hat zum einen etwas inzestuöses, und zum anderen ist das auch enorm langweilig: wie eine Zeitung, in der Leser Artikel darüber veröffentlichen dürfen, wie toll so eine Zeitung ist, in der Leser Artikel veröffentlichen dürfen.

    Also: Fokus bitte.

  2. Kommentar von Ashility | 16. Mrz. 2009 um 11:20:28

    “Follow-Chaot” zu sein ist ja nichts schlimmes, aber du hast mich schon verwirrt. Das “Ent-Followen” bekomme ich auch nicht mit, sondern eben nur das Verfolgen und wenn ich “so oft” vom gleichen Twitterer verfolgt werde, dann muss ich eben nachfragen. Die Frage war übrigens nicht böse gemeint! Bis zum nächsten follow ;-)
    Für den Überblick im Chaos empfehle ich dir TweetDeck.

  3. Max
    Kommentar von Max | 17. Mrz. 2009 um 17:49:09

    hehe, Du machst aber auch Sachen, wenn ich mir vorstelle, alle per Feed zu lesen, dann bekäme ich auch nix mehr mit :P, die Clients bieten doch schon so einige Vorteile.

    Und wegen der Übersichtlichkeit: wem Tweetdeck zu groß is, wie mir, dem kann ich DestroyTwitter empfehlen

  4. Kommentar von admin | 17. Mrz. 2009 um 17:53:20

    Wieso? Es gebt beim Feed-Lesen um eine handvoll Leute, von denen ich mitkriegen will, ob sie was interessantes erzählen. Man kann ja nun nicht permanent am Twitter-Client kleben und so müsste ich bei allen manuell nachsehen. Da ist RSS-Reader überfliegen äußerst zeitsparend und komfortabel. Natürlich landen im Reader wirklich nur ein ganz kleiner Bruchteil der Leute, die ich lese.

  5. Max
    Kommentar von Max | 19. Mrz. 2009 um 16:46:58

    also am Twitterclient kleben muss man auch nicht, es laufen dort alle Meldung wie beim RSS-Reader ein, man kann darüberhinaus auch viel einfacher nach erhaltenen Replies filtern und, je nach Einstellung bei Twitter.com, sieht man auch nur Replies, die entweder einen selbst und alle denen man folgt betreffen und nicht auch Replies an Leute die man nicht kennt, da kommt beim Feed deutlich mehr zusammen.

    Bei mir läuft der Twitterclient genau wie der RSS-Reader im Hintergrund, letzterer eben für Blogs und News und beide zeigen eine kurze Meldung wenn es etwas Neues gibt, da kann ich ja selbst entscheiden ob ich sofort oder später nachschaue ;)

  6. Kommentar von admin | 20. Mrz. 2009 um 10:48:03

    Naja, im Twitter-Client laufen aber massenweise Meldungen ein. Ich will da ja nicht stundenlang zurücklesen, wenn ich keine Zeit zum Twittern hatte. Das kann ich hervorragend per RSS-Reader tun. Oder wie ich schon sagte: http://twitter.com/ennomane/status/1349287796

  7. Kommentar von Felis_World | 24. Mrz. 2009 um 14:52:56

    Hallo,
    ich finde enfollowen gar nicht schlimm. Mir enfollowen ständig Leute. Gut, es interessiert sie nicht, aber bemerkenswert wie groß der Teil derer ist, die es interessiert, was man vom Stapel lässt. Darum, ist doch gar nicht schlimm, wenn jemand mein “Guten Morgen”, “Guten Nacht” nicht will.
    ViEL schlimmer sind die, die dann twittern:”Hä? Schon wieder 2 Follower weniger.. Versteh ich nicht.”
    Oder die, die jeden neuen Follower einzeln begrüßen…
    Ach, ich werde zu diesem Thema eh bald selbst noch was posten.
    viele Grüße und “Thanks for following!” ;) ;) ;) und wenn ich dich langweile, einfach gehen! :)

    -Feli-

  8. Kommentar von Jekylla | 02. Mai. 2009 um 21:18:00

    So als Neu-Follower muss ich ja mal lesen, was Sie sonst so schreiben.
    Sehe ich genauso, regelmässige Aufräumaktionen reinigen die Twittersphäre. Also meine. Machen Sie nur, ich bin nicht beleidigt und will auch keine separate Erklärung, wenn Sie mich wieder verstossen ;-)

  9. juf
    Kommentar von juf | 20. Jun. 2009 um 18:24:39

    Wenn mich jemand entfolgt, jage ich den bis ans Ende der Welt und trete ihm in den Arsch. Das habe ich auch auf Twitter angekündigt. Viele Grüße (zur Zeit im Flieger in ein fremdes Land).

  10. Kommentar von thomas | 28. Jun. 2009 um 22:53:50

    es gibt menschen die nachkontrollieren ob die leute die einem followen auch zurückfollowen? o.O

  11. Kommentar von Mona | 15. Jul. 2009 um 10:44:35

    Pffft! Eigentlich könntest du mich auch mal entfollowen. Du bist dermaßen antwortfaul, dass ich mir schon überlegt habe, dich aus meiner Liste zu streichen. Ich ziehe es aber vor, dass die Leute von sich aus gehen. Bin nämlich auch ein wenig faul. ;-)

  12. Kommentar von Bernd | 15. Jul. 2009 um 11:29:15

    Diese ganze Followerschwuchtelei auf Twitter geht mur zu langsam auf den Keks. (als wenn das wirklich jemanden ernsthaft interessieren würde, vorallem weil auch momentan viele Spamfollower unterwegs sind)

    Geht bitte hier hin: http://www.epenis.nl/
    und gebt Ruhe

  13. Kommentar von German Psycho | 15. Jul. 2009 um 11:41:01

    Wissen Sie, es ist aber auch eine Krux mit dieser Followerei (!): Da gibt es nämlich einerseits Leute wie Sie, die einfach nur twittern wollen. Dann gibt es wiederum welche, die eine gewisse Etikette einhalten wollen. Dazu zähle ich mich. Und dann gibt es auch solche, die nur darauf aus sind, möglichst schnell möglichtst viele Follower zu haben.

    Die wiederum verfolgen einen, warten bis man zurückfolgt, und ziehen sich dann diskret zurück. Wenn man das bemerkt, versuchen sie es teilweise erneut.

    Ich erhalte täglich um die 5 Anfragen (den offensichtlichen Spam mal weglassend). Und die meisten davon sprechen mich nicht ein einziges Mal an, bevor sie auf „entfollow” klicken.

    Sie könnten mit einer solchen Person verwechselt werden. Und das wollen Sie ja auch nicht, oder?

  14. Kommentar von textelle | 18. Sep. 2009 um 22:20:41

    Goddele! :-) Twitter ist doch nur Spaß! Wenn mir jemand folgen will – prima! Wenn nicht – so what! Ich beobachte das nicht und ich trage das auch (selten ;-)) nach. Ich entfolge Leute nach gusto und gestehe das auch anderen zu. Nun, Ihnen Herr JUF allerdings nicht. ;-)

    Ich will auf twitter Spaß haben und lustige Tweets lesen – und vor allen Dingen will ich keinen Follow-Stress! :-)


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