sofa die ennomane

29. Juli 2015

Deutschland, ein Sommermärchen

tl;dr: “Ich bin ja kein Antisemit, aber…”

stolpersteine

Es waren mal einige Millionen Juden in Deutschland, die wollten gerne Sport treiben. Leider ging das nicht, weil viele deutsche Sportvereine damals Juden ausschlossen. Also gründeten sie ihren eigenen und nannten ihn Makkabi.

Da es Juden nicht nur in Deutschland gab und sie mit Hebräisch eine Kultur und eine Sprache teilten, das Land Israel aber lange noch nicht gegründet war, schlossen sie sich 1921 international zur Makkabi-Weltunion zusammen.

Fast 100 Jahre später und 6 Millionen Juden weniger feiern sie alle vier Jahre in aller Herren Länder ihr Sportfest, die Makkabiade. Und endlich, eines Tages, fanden diese Spiele auch 2011 in Wien und schließlich 2015 sogar in Deutschland statt.

Was für ein wunderschönes Happy End, nein eigentlich sogar ein Triumph: Juden können 2015 die Makkabiade nicht nur im Berliner Olympia-Stadion feiern, sie wollen es sogar! Ein Fest! Lasst uns darauf anstoßen! Shalom!

Deutschland wäre aber nicht Deutschland, wenn nicht ein paar besorgte Bürger ihre Kritik äußern würden, wie dieser freundliche junge Pirat:

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Und diese nette Journalistin hat sogar ein wenig Phantasie über den Ablauf der Makkabiade:

bur1

Einstweilen machen sich schonmal ein paar Neonazis auf den Weg, um den Worten ein paar Taten folgen zu lassen:

bur2

Mittlerweile fühlt sich besagte Journalistin ungerecht behandelt. Messerscharf analysiert sie, dass ja auch Juden zwei Beine, zwei Arme und einen Kopf haben. Wer dieser bestechenden Logik nach sonst noch eine völlig unnötige Extrawurst bekommt: Schwule, Frauen und Behinderte.

Bildschirmfoto 2015-07-29 um 17.42.38

Siehe auch

P.S.: “In den Makkabi-Vereinen ist jeder Sportler willkommen – egal ob jung oder schon etwas älter, erfahren oder noch Anfänger und vor allem ganz egal welcher Religion, Nationalität und Hautfarbe. Bei Makkabi sind alle gleich und vereint in der Freude am Sport.” Quelle

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27. Juli 2015

Piratenpartei: Ein Jahr danach

tl;dr: Unwählbar.

piraten

 

Es ist jetzt etwas mehr als ein Jahr her, dass ich aus der Piratenpartei ausgetreten bin. Grund war – wie bei zahllosen anderen Menschen auch – das Ergebnis des Parteitages in Halle, dessen Vorgeschichte Putsch-artige Züge trägt und bei dem sich der konservative (sich selbst sozial-liberal nennende) Flügel durchgesetzt hatte. Die Partei schrumpfte daraufhin von 34.000 auf 18.000 Mitglieder und verlor dabei nahezu vollständig ihren linksliberal-progessiven Flügel, der so etwas wie eine politische und gesellschaftliche Vision hatte und wesentlich für die Wahlerfolge 2011/2012 verantwortlich war. Beschönigend wird dieser AfD-artige Zerfallsprozess in der Partei auch als “Konsolidierung” bezeichnet. Seitdem habe ich von der Piratenpartei mit Ausnahme der Berliner AGH-Fraktion, die einen tollen Job macht, nicht mehr besonders viel mitbekommen. Ein Freund, der noch Mitglied ist, sagt, dass das daran liegt, dass da nicht viel mitzubekommen gewesen sei.

Weil mich interessiert, wie es in der Partei ein Jahr danach so aussieht, habe ich mir große Teile des Parteitages als Stream angesehen. Die Ergebnisse sind ernüchternd bis gruselig.

Die beste Rede des Parteitages war ausgerechnet das Grußwort des Würzburger Bürgermeisters (CDU). Politische Reden gab es fast keine. Einziger Lichtblick war ein Projekt, das die AG Energiepolitik vorgestellt hatte. Bis auf die Kandidaten zur politischen Geschäftsführung ließ sich kaum ein Kandidat dazu herab, sich politisch zu äußern, insbesondere auch nicht der neue alte Vorsitzende Stefan Körner, der die Partei 2017 mit “besserer Öffentlichkeitsarbeit” in den Bundestag bringen will, freilich ohne zu sagen, mit welchen politischen Inhalten. Der alte Vorstand, dessen Wahl Anlass für die Austrittswelle war, wurde fast vollständig wiedergewählt (lediglich zwei Stellvertreterpositionen wurden neu besetzt). Für mich persönlich wären alle Kandidaten bis auf eine Ausnahme völlig unwählbar gewesen. Dass der Vorstand zum Teil mit sehr hohen Zustimmungwerten bestätigt wurde, lag aber auch daran, dass es für die meisten Positionen von einigen Spaß-Kandidaturen abgesehen keine gewichtigen Gegenkandidaten gab. Nicht nur weil die Personaldecke mittlerweile äußerst dünn ist, sondern auch, weil der progressive Flügel, der Gegenkandidaten hätte stellen können, sich längst mit Grausen von der Partei abgewandt hatte. Mehrfach beschworen Körner und andere Kandidaten, sie seien für “alle” Piraten da, was nach dem Herausekeln des progressiven Flügels zynisch klingt. Am Rande interessant war noch die Wahl des parteiinternen Schiedsgerichtes. Die höchste Zustimmung erhielt ein Kandidat, der kürzlich noch bei der auseinander brechenden AfD um Mitglieder werben wollte, die zweithöchste ein Jurist, der im Vorfeld eine Schmutzkampagne gegen seine Vorgänger gefahren hatte.

Gut, ich mag diese Leute nicht und weiß von etlichen, dass sie mich nicht mögen, fair enough dass ich weg bin. Was ich aber noch wäre: potenzieller Wähler. Da ist es interessant zu schauen, was die Piratenpartei inhaltlich zu bieten hat. Wer von einer politischen Partei so etwas wie Politik erwartet, wird enttäuscht. Kurz: Die Lage ist ernüchternd. Eine Aufarbeitung der verlorenen Bundestagswahl 2013 fand bis heute nicht statt. Die letzten drei (!) Parteitage verbrachte die Partei damit, neue Vorstände zu wählen, statt sich um Inhalte zu kümmern.

Im Sommer 2015 hat sich die Eurokrise zugespitzt, Griechenland ist an einem Grexit vorbeigeschrammt, die dortige Austeritätspolitik ist noch einmal verschärft worden. Die Bundesregierung hegt die Arbeit des NSA-Untersuchungsauschusses ein (Stichwort Selektoren-Listen). Julia Reda hat als Piratenabgeordnete mit ihrem Urheberrechtsbericht eine großartige Leistung vollbracht, allerdings droht, die Netzneutralität in einem Deal gegen freies Roaming draufzugehen. Die Pegida-Welle ist vorläufig verebbt, aber es gab bisher mehr als 200 Angriffe auf Asylbewerber-Unterkünfte, die Lage scheint schlimmer zu werden als Anfang der 90er Jahre. Gleichzeitig sterben zahllose Menschen auf der Flucht nach Europa, und es gab eine breite Debatte über die Aktion #dieTotenKommen. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Alles hochaktuelle Themen, um sie auf einem Parteitag zu thematisieren, die eines gemeinsam haben: Sie fanden einfach nicht statt. Immerhin gab es zwischen den einzelnen Wahlgängen ein paar Abstimmungen, die sich aber zu großen Teilen auf die Satzung bezogen und schon Parteitagsfolklore waren, die alle Jahre wieder in die Tagesordnung gehoben werden: ein Finanzrat, Zulassung von Gästen und Journalisten zum Parteitag usw.

Spannend wurde es, als die Piratenpartei über ein Positionspapier abstimmen sollte, das sich gegen Antisemitismus wandte. Das Ergebnis ist der absolute Tiefpunkt der Parteigeschichte: Das Positionspapier wurde zwar wegen einiger Enthaltungen knapp angenommen, aber nur 49,4 % der Piraten waren der Meinung, sich gegen Antisemitismus positionieren zu müssen. Wir müssen also davon ausgehen, dass ein großer Teil der Piratenpartei antisemitisch ist oder Antisemitismus toleriert. Die Debatte dazu war ein einziges Gruselkabinett: Von der Politik Israels in den besetzten Gebieten bis hin zur Klage, dass es ja wohl nicht sein könne, dass jedes mal so ein “Mist” abgestimmt werden müsse, waren alle antisemitischen Plattidüden dabei und verliefen nach bewährten Pegida-Muster “…ich bin ja kein XXX aber…”. Einige fanden, dass der Antrag handwerklich schlecht war. Wenn es denn stimmen würde, wäre das ein Treppenwitz, nachdem der neue Vorstand als erste Amtshandlung vor einem Jahr das Liquid Feedback abgeschaltet hattet – die einzige Möglichkeit für die Basis, Anträge vorab per Internet zu diskutieren, zu modifizieren und rund zu machen. Vom Ersatz “BEO”, der vor immerhin zwei Jahren beschlossen worden war, gibt es noch immer keine Spur, was daran liegt, dass eine solche Basisbeteiligung von der verbliebenen Rumpfpiratenpartei schlicht nicht gewollt ist. Aber zurück zum Antisemitismus-Antrag: Einige der Redner entblödeten sich nicht, sich über “Denkverbote” zu beschweren und weitere ambitionierte Hobby-Politiker störten sich am Wort “Antizionismus”. Die lesen am besten mal hier weiter. Und schließlich fanden einige noch, das Positionspapier sei überflüssig, weil das sowieso schon Beschlusslage sei. Stimmt, die Partei hat in ihrer Satzung stehen, dass sie jede Form von Diskriminierung ablehne. Und Nerds mögen oft keine Redundanz. Das hielt den Parteitag aber nicht davon ab, wenig später ein Positionspapier gegen die Diskriminierung von dicken Menschen zu verabschieden, ohne dass sich jemand beklagt hätte, warum denn nun schon wieder über so einen Unsinn abgestimmt werden müsse.

Weiterer Tiefpunkt war ein Positionspapier, das Asyl für Edward Snowden forderte. Abgesehen davon dass Snowden ausdrücklich kein Asyl in Deutschland will und er hier auch gar nicht sicher vor einem Zugriff durch die USA wäre: In einer Zeit, in der es in Deutschland in etwas mehr als einem halben Jahr über 200 Angriffe auf Asylbewerber-Unterkünfte gab, die sich teilweise nur noch als terroristisch bezeichnen lassen, schafft es die Piratenpartei, ein solches Papier zu verabschieden, ohne auf diesen größeren Zusammenhang einzugehen. Edward Snowden ist aus ihrer Sicht ein Held und “einer von uns”, während die sonstige Flüchtlingsproblematik der Partei am Arsch vorbei geht und sie erfolgreich all diejenigen herausgeekelt hat, die sich in Dresden und anderswo dem Nazi-Mob entgegen stellen.

Interessant waren eine weitere Gruppe von Anträgen. Angenommen wurde “Keine Kriegshandlungen ausländischer Truppen von deutschem Gebiet aus ohne Bundestagsmandat”. Aktueller Anlass ist der Drohnenkrieg, den die USA unter anderem von Ramstein aus führen. Der springende Punkt ist, dass dieser Antrag Kriegshandlungen von deutschem Boden aus nicht grundsätzlich ablehnt, aber dass das deutsche Parlament da mitreden muss. Es geht hier also nicht um Pazifismus oder wenigstens die Beschränkung auf Verteidigungshandlungen sondern um Nationalismus. Dazu passt, dass die Piratenpartei sich in zwei weiteren Anträgen weder dazu durchringen konnte, sich für eine Welt ohne Atomwaffen stark zu machen, noch dazu, Rüstungsexporte zu verbieten.

Angenommen wurden dann schließlich drei Anträge, die die Veröffentlichung von Sensor-Daten an öffentlichen und Privaten Gebäuden fordern, ein anonymes Zahlungsmittel im Internet (mit dessen Schaffung ausgerechnet die EZB beauftragt werden soll) sowie freies WLAN im öffentlichen Personen-Nahverkehr. Nicht falsch verstehen, das sind teilweise gute Anträge, wichtig ist jedoch das Gesamtbild: Klarer kann eine Partei nicht zeigen, dass sie sich für nichts außerhalb ihres eigenen Bauchnabels interessiert. Noch besteht das Programm zu großen Teilen aus linken Forderungen, die aus Zeiten stammten, als in der Piratenpartei noch Politik gemacht wurde. Daran liegt wohl auch, dass viele der verbliebenen Piraten immer noch glauben, sie seien “irgendwie links”, obwohl die spärlichen Beschlüsse der Partei seit fast zwei Jahren eine andere Sprache sprechen. Die sich selbst “sozial-liberal” nennende Rumpf-Piratenpartei orientiert sich, was die Diskrepanz zwischen Programmatik und tatsächlichem Handeln betrifft, offenbar an ihrem großen Vorbild SPD.

Fazit: Die Piratenpartei, die schon immer ein Problem damit hatte, sich nach rechts abzugrenzen, hat nun zusätzlich ein Antisemitismus-Problem. Sie reduziert sich auf ihre Kernthemen, aber wo sie das ausnahmsweise nicht tut, denkt sie nationalistisch. Das allmählige Abrutschen der Partei nach rechts ist beim Blick von außen nicht zu übersehen. Leider lässt sich dieses Treiben der orangenen Kleinpartei nicht als irrelevant abtun, solange sie in Berlin bei 5% steht und nachdem dieser geschickt im Sommerloch platzierte Parteitag ein breites Medienecho à la “Die Piraten sind wieder da” ohne genaueres Hinsehen erfuhr. Vor der Piratenpartei des Jahres 2015, jedenfalls, muss gewarnt werden.

P.S.: Ein kleines Grüppchen unentwegter Menschen, die ich sehr schätze, ist noch in der Partei. Ich weiß, dass ihr nur das beste wollt. Das hier richtet sich nicht gegen euch und ihr wisst schon, wenn ihr gemeint seid.

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26. Juli 2015

Links der Woche

  • Ehe nach Bedarf:

    “Die gegenwärtige Ehe entfernt sich somit zunehmend von ihrem ursprünglichen Sinn: Viele Familienkonstellationen, die verbindliche Sorgegemeinschaften mit Kindern bilden, bleiben vom Genuss ehelicher Privilegien ausgeschlossen, während andererseits der Wunsch zu heiraten nicht unbedingt mit dem Bedürfnis einhergeht, Kinder zu haben und langfristig eine echte Wirtschaftsgemeinschaft zu bilden.”

  • Alles verkehrt:

    “Was für eine sagenhafte Frechheit. Per Ferndiagnose anzuerkennen, dass es Lierhaus scheiße geht, um dann direkt hinterherzuschieben: Aber hey, selber schuld irgendwie. Andere habens schwerer. Die Geschäftsführerin des Landesverbands für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen in Baden-Württemberg, die Pagel-Steidl ist, betreibt quasi aktiv Behindertendesolidarisierung. “

  • Sprachliche Verdrehungen rund um das Thema Arbeitsmarkt:

    “Da  ist von  einem “Angebot an Arbeitsplätzen” die Rede, das von “Arbeitssuchenden” “nachgefragt” werde. Das muss man sich mal vorstellen: die Seite, die gegen Geld etwas einkauft, nämlich Arbeitskraft, soll plötzlich etwas herzugeben haben.”

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19. Juli 2015

Links der Woche

  • Impfen ist böse! – Wie sich ausgerechnet Impfgegner viral vermehren:

    “Weil ein Konnektiv wenig bis keine Hierarchie kennt und sich immer wieder spontan neu organisiert – per Hashtag, Facebook-Seite oder in einer Kommentarspalte – ist es von außen nicht kontrollierbar. Und im Zirkelschluss des „wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ werten Fanatiker jede Gegenwehr als Bestätigung ihrer Thesen. Wieso, wenn nicht zur Unterdrückung ihrer unbequemen Wahrheit, sollte man sie bekämpfen? “

  • Merkels Disconnect:

    „Hey, wir sind doch beide Profis. Du hast das Flüchtlingsmädchen repräsentiert, ich das System. Das heißt ja aber nicht, dass wir Feinde sein müssen.„

  • What does it mean for an algorithm to be fair?:

    “On the other hand, even if algorithms are not making illegal decisions, by training algorithms on data produced by humans, we naturally reinforce prejudices of the majority. This can have negative effects, like Google’s autocomplete finishing “Are transgenders” with “going to hell?” Even if this is the most common question being asked on Google, and even if the majority think it’s morally acceptable to display this to users, this shows that algorithms do in fact encode our prejudices.”

  • Tropical Islands = NOT THAT SHIT:

    “She literally made this bit up to be bitchy and make it sound like the people who go there are plebs. They were just being German, they’re not going to start waving their hands about and stuff, are they? If they did that, she’d say they were all drunk and embarrassing. She just wanted to say that everyone who has fun at Tropical Islands is a dick and so she scrambled around trying to find evidence for it and she lied and it’s pathetic to be honest. Just say you think they’re plebs because you have better taste than them, don’t make shit up.”

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14. Juli 2015

Über, LeFloid, Merkel, Youtuber, Journalisten und Dünkel

tl;dr: Das Interview, das Angela Merkel LeFloid gibt ist handwerklich schwach aber unter bestimmten Gesichtspunkten sehr interessant.

lefloid

Ein paar lose, noch nicht abgeschlossene Gedanken zum Angela-Merkel-Interview von LeFloid: Die Medien sind sich einig – handzahm und brav. Glaubt man Twitter oder Facebook, hätten ungefähr alle ein besseres Interview geführt. Es stimmt: Das Interview ist fade und schwer zu ertragen. Das liegt aber weniger an LeFloid als an Angela Merkel (wie Johnny Haeusler schön zusammenfasst), die es – natürlich – vor allem nutzt, um ihre politischen Positionen zu vertreten. Wenn man LeFloid einen Vorwurf machen kann, dann vor allem den dass er ihr diese Plattform überhaupt bereitstellt. Sonst tut er eigentlich was er immer tut.

Ich glaube, dass dieses Video von einigen Journalisten so negativ kommentiert wurde, liegt vielleicht teilweise an beleidigter Eitelkeit, dass nicht sie eines der raren Merkel-Interview ergattert haben. Das ganze hat auch viel mit Erwartungshaltung zu tun: Von einem im Fernsehen gesendeten politischen Interview haben wir relativ klare Erwartungen, wie so etwas abzulaufen hat. Von Journalismus an sich auch. Bei Youtube-Channels gibt es diese klaren Regeln aber nicht, weil sich da gerade neue Regeln herausbilden, die im Fluss sind und sich ständig weiter entwickeln. Wer vom Interview enttäuscht war, hat schlicht etwas erwartet, was ein Youtuber wie LeFloid gar nicht leisten will. Was hier passiert, ist eine Art Generation Clash oder Culture Clash. Ein Journalist würde versuchen, Angela Merkel in Fallen zu locken oder sogar unabhängig von seiner eigenen Meinung. Youtuber wie LeFloid machen keinen solchen Journalismus. Vielleicht könnte man es “Pop-Journalismus” nennen, und überhaupt ist Pop eine ganz okaye Metapher für das, was gerade auf Youtube passiert.

Menschen, die über Youtube die Nase rümpfen, erinnern mich bisweilen ein wenig an die Hörer von E-Musik, die im Pop vor einigen Jahrzehnten den Untergang des Abendlandes sahen. Pop hat seine eigenen Strukturen, Mechanismen und Handwerklichkeiten. Die waren vor einigen Jahrzehnten für ausschließlich mit E-Musik aufgewachsenen Menschen schlicht unsichtbar und im Wortsinne ungenießbar. Heute hingegen sind die Beatles Bestandteil des Musikunterrichts.

Wie im Pop gibt es Kommerz und Punk und lässt sich beides nicht immer auseinander halten. Wie im PopWie im Pop finden sich unter Bergen von Trash die Perlen. Um bei der Metapher zu bleiben: Lefloid erinnert mich ein wenig an Udo Lindenberg, als er Honecker eine Gitarre schenkte. Diese Mischung aus Respekt und Respektlosigkeit, Kritik und Anbiederei und vor allem: locker bleiben! Natürlich ist das Interview nicht das St. Pepper’s Lonely Hearts Club Band des Pop-Journalismus, ganz im Gegenteil. Allerdings ist mein Eindruck, dass in bestimmten Kreisen ein allgemeines Naserümpfen gegenüber Youtubern besteht. Ein solcher Dünkel ist gerade für Journalisten und Medienmacher gefährlich, weil sie den Anschluss an die Millionen Zuschauer verlieren, die das ganz offenbar sehen wollen.

Der wesentliche Unterschied zwischen Youtubern und LeFloid scheint mir darin zu bestehen, dass sie nicht mit dem Anspruch auftreten, Journalismus zu betreiben. Sie labern einfach in eine Kamera und klingen dabei wie ein Buddy, mit dem wir uns beiläufig über irgendwas unterhalten. LeFloid versucht gar nicht erst, den klassischen Riten des Journalismus zu genügen, sondern lässt Merkels Meinung einfach stehen, erlaubt sich ein “Agree to Disagree”, bleibt respektvoll und ist sich nicht zu schade, ihr in anderen Punkten zuzustimmen. Was im Kontext eines politischen Interviews unglaublich weichgespült klingt, ist das, was wir sonst im Alltagsleben als “Kinderstube” bezeichnen, um einigermaßen erträglich miteinander klarzukommen. Ich glaube, genau darin liegt auch der Grund, warum sich junge Menschen von solchen Youtube-Channels angesprochen fühlen. Während in den großen Medien alles auf ein seriöses Äußeres und Dramatik und Pathos getrimmt ist, geben Youtube-Videos den Zuschauern das Gefühl, mitgemeint und angesprochen zu sein.

Besonders deutlich wurde mir das anhand eines Schminkvideos. “Schminkvideo” ist gerade das Schimpfwort für banalen Inhalt überhaupt und hat das Wort “Katzencontent” abgelöst. Für die breite Masse der Schminkvideos gilt das auch, außer du interessierst dich gerade tatsächlich fürs Schminken. Spannend wird das Genre, wenn die sich Schminkenden anfangen, nebenher über andere Dinge zu reden. In dem Moment wird eine Art Feuilleton draus. Politische oder gesellschaftliche Fragen werden ganz nebenher verhandelt, ähnlich wie bei zwei Frauen, die nebenher aufs Klo gehen. Natürlich ist das vom Niveau her nicht mit klassischem Feuilleton zu vergleichen, allerdings erreicht eben dieses klassische Feuilleton mit seinen “Walls of Text” eben nur ganz bestimmte Zielgruppen, die bereit sind, die ellenlangen Abhandlungen auch lesen zu wollen.

LeFloid & Co. funktionieren für ihre Zielgruppe ganz ähnlich. Er verhandelt oft aber nicht immer politische Themen und er tut es so, dass Menschen, die sonst für klassische Medien nicht erreichbar sind, das angucken. Interessiert. Und darüber diskutieren. Menschen die vom üblichen Tagesthemen-Kommentar schneller wegzappen würden als vom “Wort zum Sonntag” (wenn sie überhaupt noch klassisch fernsehen). Darin steckt ein großer Verdienst.

Mit diesem Text möchte ich übrigens nicht das fade Interview verteidigen. LeFoid finde ich persönlich durchaus fragwürdig, wenn er zum Beispiel seine Fans als “Bros” bezeichnet. Mir geht es vor allem darum, angesichts des Phänomens “Youtube-Star” die Augen offen zu halten und sich ganz genau anzusehen, was diese Leute eigentlich machen und warum andere das sehen wollen. Wer das nicht tut, erklärt sich selbst für alt und borniert, ganz im Sinne des berühmten Douglas Adams-Zitat, dass alle alten Erfindungen selbstverständlich sind, alle neuen Erfindungen die Welt retten werden, außer du bist über 30, was bedeutet, dass alle neuen Erfindungen unseren Untergang bedeuten. Mir passiert das selbst oft genug, weshalb ich mir angewöhne, noch ein zweites mal hinzusehen, wenn “das Neue”(TM) bei mir eine Abwehrhaltung auslöst. Natürlich gibt es unter Youtubern ausgesprochen unschöne Entwicklungen wie Hauls pseudo-authentische Videos voller Schleichwerbung, mit denen die zuschauenden Teenies geradezu verarscht werden. Natürlich werden Unmengen von Pop-Trash produziert, den die Leute manchmal trotzdem toll finden. Ich bin aber ganz sicher, dass zwischen dem Trash ein paar ganz neue Stile/Formate entstehen, die hoch spannend sind.

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12. Juli 2015

Links der Woche

  • Weder links noch rechts! Wenn links wie rechts… | Kotzendes Einhorn:

    “Ich muss zugeben, ich kam mir früher auch besonders demokratisch, pfiffig und schlau vor, wenn ich sagte, dass man nicht in Kategorien wie links oder rechts denken solle.”

  • Eine bessere digitale Zukunft mit dem Grundeinkommen:

    “Um in Deutschland eine positivere Zukunft zu realisieren sollten sich Datenschützer, Sozialkritiker und die Befürworter digitaler Lösungen zur Verbesserung der individuellen menschlichen  Lebensqualität nicht gegenseitig behindern, sondern gemeinsam eine Reform für eine bessere Zukunft herbeiführen. In einer Gesellschaft mit einem Grundeinkommen bedeutet Selbstoptimierung die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit welche frei von Druck und im eigenen Tempo erfolgen kann. Dementsprechend liegt die Lösung zur Vermeidung eines zunehmenden Leistungsdrucks nicht in der Verhinderung von technischen Fortschritts und der Einschränkung der Möglichkeiten zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen, sondern in einem Paradigmenwechsel des Wirtschaftssystems, welcher positive Anreize und Rahmenbedingungen schafft.”

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10. Juli 2015

Zwei Parteien

tl;dr: Jede Tragödie wiederholt sich als Farce.

zweiparteien

Die eine kam scheinbar aus dem Nichts, wollte die gesellschaftlichen Umwälzungen des Internet in Politik umsetzen und bündelte die Unzufriedenheit in linksliberale Forderungen. Die andere wurde von Professoren und Wirtschaftsvertretern gegründet, um eine Politik rechts von der CxU und gegen den Euro zu betreiben.

Die eine schaffte es in vier Landesparlamente, bis der Hype vorüber war und sie in internen Streitigkeiten versank, von denen sich die Wähler mit grausen abwendeten. Die Mitglieder der anderen haben offenbar auch keine Kinderstube – macht aber nichts, ihre Wähler nämlich auch nicht.

In der einen Partei zahlen viele Mitglieder keine Beiträge. In der anderen auch nicht, aber sie bekommt umfassende Kredite von bekannten Wirtschaftsvertretern und verkauft zwischendurch auch mal Gold.

Die eine führte einen außerordentlichen Parteitag in Halle an der Saale durch, weil viele Mitglieder es offenbar nicht ertragen konnten, dass andere Mitglieder sich gegen Rechtsradikale engagieren. Die andere hatte letztes Wochenende ihren Parteitag in Essen.

Auf dem einen Parteitag steht es Zweidrittel gegen Eindrittel. Die Lager stehen sich weitgehend unversöhnlich gegenüber und wählen einen viel geschmähten Bundesvorstand ab, für den sie so ungefähr alle denkbaren Schimpfwörter und Verschwörungstheorien parat haben. Auf dem anderen Parteitag auch.

Auf dem einen Parteitag wird ein Vorsitzender gewählt, der für die Minderheit nicht erträglich ist. Auf dem anderen Parteitag eine Vorsitzende.

Auf dem einen Parteitag hält ein bis heute in der der Öffentlichkeit sehr bekannter damaliger Landesvorsitzender eine Rede, in der er kein Blatt vor den Mund nimmt, was den Zustand der Partei betrifft. Er wird ausgebuht und zeitweilig wird ihm das Mikrofon abgestellt. Auf dem anderen Parteitag passiert dasselbe mit den scheidenden Bundesvorsitzenden.

Die eine Partei erlebte auf ihrem Parteitag einen Rechtsruck. Die andere auch.

In einer Partei wurde vor dem Parteitag ein Verein namens “Weckruf” gegründet, um das moderate Drittel zu sammeln. Parteiabspaltung nicht ausgeschlossen. Auf dem anderen Parteitag gründete sich eine Gruppe namens “Progressive Plattform”, um einen Flügel zu bilden. Parteiabspaltung nicht ausgeschlossen, aber aus Desinteresse bisher nicht umgesetzt.

Aus der einen Partei tritt der ehemalige Vorsitzende aus. Aus der anderen Partei tritt der oben erwähnte Landeschef zurück und aus.

Die eine Partei verliert draufhin in weniger als einer Woche 10% ihrer Mitglieder und nennt das “Befreiungsschlag”. Die andere Partei verliert in einem Jahr rund die Hälfte ihrer Mitglieder und nennt das “Konsolidierung”.

Einige Leute in der eigenen Partei finden, sie seien der politische Arm von Pegida. In der anderen Partei gibt ein Landesvorsitzender sehr gerne Interviews bei “RT Deutsch”.

Die eine Partei will sich jetzt auf ihre Kernthemen konzentrieren, das heißt in erster Linie Ausländer scheiße finden. Die andere Partei konzentriert sich auf ihr Kernthema Snowden-Verehrung und es ist ihr egal, wenn ihre Mitglieder nebenbei ein wenig Ausländer scheiße finden, solange sie nicht auf die Idee kommen, sich gegen Rechts zu engagieren.

Die eine Partei hat keinerlei politische Forderung, die für Masse der Bevölkerung von Relevanz ist. Die andere Partei auch nicht, aber hey: Ausländer scheiße finden zieht immer!

Eigentlich ist es egal, welche Partei welche ist. Man sollte sich nur bewusst sein, dass die Piratenpartei auch keine Alternative für Deutschland ist.

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5. Juli 2015

Links der Woche

  • »Der Status quo ist unglaublich sexistisch«:

    “Ich glaube, dass Männer eine ganze Menge vom Feminismus profitieren können. Im Feminismus werden auch die Männer vom Druck der Geschlechterrollen befreit.”

  • Das Medium [er]trägt die Botschaft:

    “Es ist keine Neuigkeit, dass nicht wenige dieses neue ‘Buch’ ablehnten. So wie Plato jede Art schriftlicher Aufzeichnung ablehnte. So wie alte Hethiter Papyrus ablehnten und Tontafeln bevorzugten. So wie sich deutsche und britische Kolumnisten fragten, was denn diese viel zu schnelle, neue Errungenschaft ‘Bahn’ bringen solle – zu Fuss ist den Menschen nicht schnell genug, wo wollen die hin, was soll das, das ist doch auch gefährlich, man holt sich beim Hinterherschauen Nackensteife!”

  • Politischer Tourismus – connected:

    “Mein sich zunehmend verfestigender Eindruck ist, dass die Zuwendung zu Politik anderer Regionen eine Ersatzhandlung ist. Eine Abwendung von einer politischen Debatte und ihren Strukturen, die mehr als nur eine leichte Unzufriedenheit ist. Menschen wollen sich politisch beteiligen und sich fühlen, als wären sie Teil der Veränderung (und hoffentlich Verbesserung) der Welt. Da das hier nicht möglich scheint, lebt man seine politische Aktivität aus in Debatten anderer Länder und Regionen.“

  • Fünfmal staunen in der fünften Klasse:

    “Ich dachte immer, das klassische Muster ist: Kinder geben leicht zu viel preis und Eltern müssen sie davor schützen. Stimmt aber gar nicht immer, mehrere Schüler haben vom umgekehrten Problem erzählt: “Meine Mutter postet Bilder von mir bei Facebook und ich will das nicht.” – “Meine Mutter hat ein Bild von mir gepostet und ich find doof, was sie da druntergeschrieben hat.””

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29. Juni 2015

Griechenland: Ich hab da mal Fragen

tl;dr: Kaputter als Griechenland ist die EU.

tentakel

Die Bankenkrise ab 2007 hatte laut Wikipedia weltweit Verluste von etwa 3 Billionen Euro zur Folge. Davon betrafen 900 Milliarden Euro die EU. Am Ende haben wir die Banken gerettet, weil “systemrelevant”, obwohl es für Unternehmen in solchen Situationen ein geordnetes Verfahren gibt: die Insolvenz. Die Staatschulden Griechenlands beziffern sich derzeit auf rund 425 Milliarden Euro. Für Staaten gibt es keine geordnete Insolvenz, am Ende sind es Menschen, die in Arbeitslosigkeit, Armut und wegen mangelnder Infrastruktur und medizinischer Versorgung in Krankheit und Tod getrieben werden. Trotzdem soll das Hilfsprogramm morgen auslaufen. Frage: Sind 11 Millionen Griechen weniger “systemrelevant”? (Zusatzfrage: Auch unter dem Aspekt, dass gerade alle davon reden, wie gefährlich diese Krise sei, auch für den Euro und die EU als ganzes?).

Eine mögliche Antwort auf diese Frage: Sind halt nur Griechen, werfen wir sie halt aus der EU, solln sie sehen, wie sie klarkommen. Was mich direkt zur zweiten Frage führt. 2010 war Kalifornien infolge der Subprime-Krise zahlungsunfähig. Wurde angezweifelt, dass der Dollar in Gefahr sei? Wurde darüber nachgedacht, Kalifornien aus dem Dollar zu werfen? Nein? Warum tun wir das bei Griechenland?

Gut, diese Frage ist eine rhetorische. Sie hängt vom Weltbild ab. Wir tun das, weil wir immer noch in Nationalstaaten denken. Wäre ein deutsches Bundesland pleite, käme (außer einigen Bayern) niemand auf die Idee, dieses aus Deutschland rauszuwerfen. Es würde ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass Deutschland als ganzes eine solche Situation irgendwie auf die Kette kriegen müsste. In der EU haben wir diese Kultur nicht. Mit Griechen gehen wir anders um, und zwar weil wir nationalistisch und rassistisch denken, und das seit Jahrzehnten.

Nächste Frage: Warum genau hält uns eigentlich seit Monaten und Jahren die Griechenland-Krise in Atem, während es kaum jemanden zu stören scheint, dass im EU-Mitglied Ungarn Pressefreiheit und Menschenrechte immer weiter eingeschränkt werden? Warum kommt hier niemand auf die Idee, dies als “gefährlich für die EU” einzustufen? Warum wird Griechenland wegen einer Staatspleite der Grexit nahegelegt, aber nicht einem Land, das gerade dabei ist, sich von europäischen Werten zu verabschieden? Vielleicht weil diese Werte nur in Sonntagsreden eine Rolle spielen?

Wir haben es nicht geschafft, die EU zu mehr als einer Wirtschaftsgemeinschaft zu machen. Die EU hat immer noch keine wirklich demokratischen Strukturen, keine eigene Regierung, keine Sozial- und Fiskal-Union. Genau das brauchen wir aber, denn selbst wenn wir Griechenland nicht als Teil von Europa betrachten (was ich nicht nur kulturell für äußerst gewagt halte) wird sich eine solche Krise mit der gegenwärtigen Wirtschaftsgemeinschaft ohne echte politische Union immer und immer wieder neu wiederholen. Die Krisenländer werden nur jedes mal andere Namen tragen. Das wird die EU langfristig nicht überleben und ein Europa ohne EU und den Frieden, den die EU durch ihr bloßes Vorhandensein gestiftet hat, macht mir Angst.

Weitere Frage: Einige Ökonomen behaupten, ein Grexit tue den Griechen nur gut und sei eine Chance. Im Lehrbuch fürs erste Semester VWL klingt das dann so: Griechenland bekommt eine eigene Währung und die würde sofort mal dramatisch an Wert verlieren. Das führt dazu, dass griechische Exporte fürs Ausland konkurrenzlos billig sind, was der griechischen Wirtschaft sehr nutzen würde. Aber welche Wirtschaft? Die wichtigsten Branchen in Griechenland sind Fischerei und Tourismus. Wie damit ein Land aufpäppeln? Für eine nachhaltig starke Wirtschaft muss ein Land hochwertige Dienstleistungen und Wahren mit Mehrwert produzieren, und zwar aus Rohstoffen, die es nicht hat, deren Import aber wegen der dramatisch abgewerteten Währung unbezahlbar teuer wird. Ein Grexit würde die griechische Wirtschaft endgültig in den Abgrund reißen und gleichzeitig die EU sehr teuer kommen, wenn sie humanitäre Hilfen bereitstellen muss, Griechenland keine Flüchtlingsströme mehr auffangen kann und nebenbei die neuerdings konkurrenzlos billigen Fischer dafür sorgen, dass die Fischerei anderer EU-Länder noch stärker subventioniert werden müsste, um mithalten zu können. Und von den Menschen und ihren Schicksalen haben wir da noch gar nicht geredet. Überhaupt:

Letzte Frage: Warum reden wir so viel über Zahlen (mich eingeschlossen) und so wenig über Menschen? Die hat aber Johnny Häusler schon gestellt.

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28. Juni 2015

Links der Woche

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