sofa die ennomane

13. April 2014

Links der Woche

  • Taub sein – Ein Selbstexperiment von Jenke von Willmsdorff:

    “Was uns von Geburt an taube Menschen ein lebenslanger Kampf ist, wird für einen Mann nur für 5 Tage seines Lebens treffen – Jenke von Willmsdorff. Er begibt sich für 5 Tage als tauber Mensch in der Gesellschaft und lernt seine eigene Grenzen kennen.”

  • Der geplante Mindestlohn:

    “Zum 1. Januar 2015 soll zwar ein gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro eingeführt werden. Langzeitarbeitslosen, also Menschen, die mehr als ein Jahr ohne Job sind, sollen Arbeitgeber jedoch im ersten Halbjahr nach Beginn einer Beschäftigung weniger zahlen dürfen. Der Mindestlohn soll außerdem nicht gelten für Jugendliche unter 18 Jahren, ehrenamtlich Tätige und Praktika, die unter sechs Wochen dauern oder verpflichtend sind. Ausnahmen soll es darüber hinaus nicht nur für Zeitungszusteller, sondern auch für Saisonarbeitskräfte und Taxifahrer geben. In Branchen, in denen Tarifverträge einen geringeren Mindestlohn vorsehen, dürfen die Arbeitgeber übergangsweise weniger zahlen.”

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10. April 2014

Mein Netz, dein Netz

Die Netzneutralität ist auf EU-Ebene gesichert, enthält aber noch ein Schlupfloch für die Netzanbieter. Unterdessen streiten Staaten und Konzerne weiterhin um die Kontrolle des Internet, das sich immer weiter vom Ideal eines demokratischen Netzes für alle entfernt.

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6. April 2014

Links der Woche

  • vergangenheit als attitüde:

    “das ist die widersprüchlichkeit der schlossbauer, der hoofs und pirinçcis: sie wollen alle nicht auf die vorzüge der modernen welt verzichten — aber sie wünschen sich nichts sehnlicher als dass diese moderne welt so wie früher™ aussieht und sich auch ein bisschen so anfühlt.”

  • Homophobie ist keine Meinung:

    “Im Nachgang zum Rücktritt Eichs stehen aber nur diverse Leute da (allen voran fefe) und erzählen etwas von “Die Bullys haben gewonnen”. Well, nope. Die Bullys sind nicht die Menschen, die den Rücktritt von Eich gefordert haben, die Bullys sind diejenigen, die mit Geld und Reichweite solche Kampagnen wie die Proposition 8 unterstützen.”

  • Bodycount – Wer hat mehr Menschen auf dem Gewissen? Gott oder Satan?!:

    “Das Blog Dwindling In Unbelief hat zusammengerechnet und kommt auf ca. 25 Mio Morde – Sodom und Gommorah mitgerechnet. Satan kommt dagegen lediglich auf 10 bis 60 Morde.”

  • Kleidung mit Kommentarfunktion: Ich und mein Fahrradhelm:

    “Ich trage den Helm, und jetzt kommt für meisten offensichtlich eine riesige Überraschung, um meinen Kopf zu schützen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Knochen wächst der Schädelknochen besonders schlecht zusammen. Und im Gegensatz zu Verletzungen der meisten anderen Organen, führen Verletzungen des unter dem Helm liegenden Organs in der Regel zu starken Einschränkungen der Lebensqualität. Natürlich gibt es zahlreiche Verlaufsmöglichkeiten, in denen der Nicht-Helm-Träger diese Einschränkungen der Lebensqualität selbst gar nicht unmittelbar wahrnimmt, das macht die Sache für seine Angehörigen oder Pflegenden oder Hinterbliebenen, je nachdem, aber kein bisschen besser.”

  • 30.3.2014:

    Der Wecker neben meinem Bett ist die einzig verbliebene Uhr, die ich manuell auf die Sommerzeit umstellen muss. Alle anderen Uhren leben in Computern: Meinem Telefon, meinem Tablet und meinem Laptop. Da ich den Wecker kaum beachte, war die Sommerzeit also einfach da. Eventuell hätte ich sie noch…

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30. März 2014

Links der Woche

  • Ich habe nicht #selbstgeboren:

    Vor einigen Tagen stellte die Hebamme Anna Virnich in ihrem Blog „Selbst Geboren“ ein gleichnamiges Buchprojekt vor, für das sie Erfahrungsberichte von Menschen sucht, die eben „selbst geboren“ haben. Damit meint sie aber nicht etwa alle Menschen, die schon einmal ein Kind zur Welt gebracht…

  • Wer sanktioniert das Jobcenter?:

    “Wer Geld vom Staat will, solle auch etwas dafür tun, lautet die Devise. Diese wohlfeile Argumentation ist angesichts kafkaesker Zustände in den Jobcentern perfide.”

  • Panik im SEO-Paradies:

    “Wie falsch kann man das World Wibe Web eigentlich verstehen?”

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29. März 2014

Cochlea-Implantat: Zum ersten mal Hören

Im Netz macht gerade ein Video die Runde, das Joanne Milne in dem Moment zeigt, wie zum ersten mal ihre Cochlea-Implantate eingeschaltet werden. Sie versteht sofort Sprache und beantwortet die Fragen der Audiologin. Außerdem klänge alles “zu hoch”. Wie kann das sein, wenn sie doch von Geburt an gehörlos ist?

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27. März 2014

Wer sanktioniert das Jobcenter?

Eine Petition, die die Abschaffung von Sanktionen für ALG-II-Empfänger forderte, erhielt mehr als 90 000 Unterschriften. Vorige Woche beschäftigte sich der Petitionsausschuss des Bundestags damit.

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23. März 2014

Links der Woche

  • Der elitäre Charakter der Literaturdebatte:

    “Die Debatte darum, welche Voraussetzungen gute Literatur braucht, ist ein Scheingefecht. Viel wichtiger wäre eine Diskussion um neue Veröffentlichungswege jenseits der Macht der großen Verlage.”

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20. März 2014

Wir werden alle sterben

tl;dr: Wir sind sowieso am Arsch, da können wir auch den Mars besiedeln.

balkon

Die NASA erregt gerade Aufsehen mit einer Studie, wonach alle Parameter in Simulationen auf den Untergang der Menscheit hindeuten – vielleicht nicht als Spezies, zumidest aber in Form der jetzt bestehenden Hochkulturen. Das ganze ist natürlich auch Marketing für bemannte Raumfahrt, aber genau darum geht es. Natürlich kann mensch den ökologischen Ansatz fahren und versuchen, hier auf der Erde das Ruder herumzureißen. Um die Menschheit auf diesem Planeten zu retten, bedarf es einer Utopie. Moderne Utopien wie Kommunismus usw. haben immer den Nachteil, dass sich dafür der Mensch ändern müsste. Der weigert sich aber hartnäckig und dass sich das mal ändert, ist ähh…. utopisch. Ob die Rente sicher ist, ist da gerade ein vergleichsweise untergeordnetes Problem. Wir werden das also alles erleben: Ressourcenknappheit, Zusammenbrüche, Kriege… Die Frage ist bloß: Schon wir oder erst unsere Kinder, mit Glück Enkel? Wenn der globale Krieg um Ressourcen und Wasser erst einmal richtig in Schwung kommt, werden wir das Gegenteil von Verständigung erleben: Wohlstandsinseln dürften sich nur noch mit militärischer Gewalt gegen den Rest der Welt halten lassen. Es geht dann wieder gegen “die Anderen”™ und eine Renaissance faschistischer Einstellungen steht uns bevor, ganz einfach weil Fressen schon immer vor Moral kam. Eigentlich beobachten wir all das bereits heute. Allein die Existenz gewaltiger Atomwaffenarsenale sollte zum Nachdenken darüber führen, wie wahrscheinlich langfristig ihr Einsatz sein dürfte. Ich denke: ziemlich wahrscheinlich, auch und gerade ohne kalten Krieg.

Vielleicht klappt es ja – vielleicht findet sich ja der große Guru, der es schafft, eine Menschheit in eine milliardenstarke Hippie-Kommune zu verwandeln. Ich habe so meine Zweifel, weil wir den Kapitalismus überwinden müssten, ohne so recht zu wissen, durch was er zu ersetzen wäre. Wenn wir irgendwas von unserer Kultur hinüberretten wollen, brauchen wir also ein Backup. Vielleicht richten es ja die transhumanistischen Visionen und unsere Kultur lebt nach Eintreten der Singularität auf Servern weiter, während wir biologisch in Slums, Zoos oder gar nicht mehr existieren. Vielleicht wäre das sogar nicht die dümmste die Idee, die Macht auf unserem herabgewirtschafteten Planeten einer intelligenteren Spezies zu übergeben. Allein, die muss erstmal kommen. Interstellare Raumfahrt ist zwar außerhalb unserer Reichweite, aber das muss nicht so bleiben, schließlich erleben wir gerade einen technologischen Durchbruch nach dem anderen und ich habe schon länger das Gefühl, in einer Science-Fiction-Welt zu leben. Der Mars hingegen liegt in Reichweite. Ob eine kleine Mars-Kolonie überlebensfähig sein kann, ist natürlich fraglich, da nicht nur allerlei technologische Probleme zu lösen wären sondern wir in einer solchen Kolonie auch wieder nur Menschen wären, der ganze Spaß also von vorne begönne. Es ist aber geradezu absurd, es nicht wenigstens zu versuchen.

Es sei denn, wir betrachten unser Überleben als nicht wünschenswert und die Infektion des Planeten mit Homo Sapiens als Krankheit. Ich gehe dann mal neue Blumen auf dem Balkon anpflanzen. Das Wetter ist heute so schön.

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16. März 2014

Links der Woche

  • Why Big Data Isn’t Necessarily Better Data:

    “The mistake of many big data projects, the researchers note, is that they are not based on technology designed to produce valid and reliable data amenable for scientific analysis. The data comes from sources such as smartphones, search results and social networks rather than carefully vetted participants and scientific instruments.”

  • Pareidolie:

    “Menschen wollen Muster. Muster versprechen Regeln, geben Halt und vermitteln das beruhigende Gefühl, etwas zu sehen, das man nicht erst verstehen muss, weil es schon im Kopf abgelegt ist. Besonders musterfixierte Menschen nennt man deshalb auch gerne kleinkariert.”

  • Unbehagen und Menschenfeindlichkeit:

    “Die Feststellung, dass das Gesellschaftsbild des deutschen Feuilleton in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts hängen geblieben ist, ist eigentlich weder neu noch originell genug, um sie an dieser Stelle zu wiederholen. (…) es hängt nicht länger in den 1950ern fest, sondern bewegt sich zielstrebig auf die 1930er zu.”

  • Die sozialen Auswirkungen von Mikrokrediten:

    “Wenn zum Beispiel eine Familie in Bangladesh einen kleinen Acker und eine Kuh, aber kein Geld besitzt, gilt sie in ökonomischen Untersuchungen als absolut arm. Sie hat kein Geld und die Gebrauchsgüter, die sie mit dem Acker und der Kuh produziert, gelten als nichts. Bekommt die Familie aber 50 US-Dollar Kredit, wird sie als der schlimmsten Armut entkommen verbucht. (…) Wenn die Kleinkreditnehmer ihre Schulden nicht mehr bedienen können und in der Folge von den Schuldeneintreibern gezwungen werden, ihren kleinen Acker und die Kuh zu verkaufen, hat sie das in der Rechnung der Ökonomen nicht ärmer gemacht, weil sie nach deren Rechnung gar nicht mehr ärmer werden konnten.”

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9. März 2014

Links der Woche

  • Das Problem Don Alphonso:

    “Aber nichts davon ist wahr. Keine einzige “Recherche” von Don Alphonso hält einem zweiten Blick stand. Und die Beweise dafür liegen klar für jeden offen zu Tage. Ich habe mir hier die Mühe gemacht, alles zusammenzutragen und nachzurecherchieren, nachzuhaken und alles aufzuschreiben.”

  • Jobcenter macht keinen guten Job:

    “Ohne Job scheint man im Jobcenter Pankow so gut aufgehoben zu sein wie mit Herzinfarkt in der Tierklinik. Falsche Bescheide, viele Klagen und interessant qualifizierte Mitarbeiter – ein Versuch, den Laden zu verstehen.”

  • Bundesgerichtshof: Frauen können neben einer Vollzeittätigkeit noch Kinder betreuen, Männer nicht | die-alleinerziehenden.de:

    “Aber das Urteil enthält noch eine überraschende Wertung des BGH: Unterhaltspflichtigen Vätern kann neben einer Vollzeittätigkeit zumindest an Werktagen keine Betreuung des gemeinsamen Kindes zugemutet werden, betreuenden Müttern zusätzlich zu einer Vollzeittätigkeit jedoch schon.”

  • Warum ich als Journalist nur noch die Monster füttere:

    “Mit 5.500 Followern auf Twitter gehöre ich in Deutschland unter den Journalisten schon zu den “Top-Marken” im Netz. Mit Blick auf die niedrige Anzahl ist das natürlich ein Witz (Twitter-Deutschland ist ein Dorf). Aber bezugnehmend auf all die anderen Journalisten mit durchschnittlich 300 Followern und wenig Luft nach oben, sind 5.500 Follower ein echtes Pfund. Völlig absurde Aufmerksamkeitsökonomie.”

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