Links der Woche

  • Warum sind Frauen kleiner als Männer? | ARTE MEDIATHEK | ARTE:

    “Überall auf der Welt sind Frauen im Durchschnitt kleiner als Männer. (…) Dabei gibt es durchaus Tierarten, bei denen die Weibchen größer sind als die Männchen. Auch hat der Geschlechtsdimorphismus – so der wissenschaftliche Fachausdruck – einige Überraschungen zu bieten: Zum Beispiel sind Blauwalweibchen größer als ihre männlichen Artgenossen. (…) Warum also sind seine menschlichen Verwandten so klein? Wissenschaftler aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Deutschland und den USA sind dieser höchst interessanten Frage nachgegangen. Sie erzählen eine faszinierende Evolutionsgeschichte, in der Biologie, Medizin, Paläoanthropologie, Ernährungswissenschaft, Soziologie sowie Geburtsmedizin und Frauenheilkunde zusammenspielen und in der die Frau ganz groß herauskommt.”

  • Welche Gerechtigkeit?:

    “Was hat das eine jetzt mit dem anderen zu tun? Es zeigt, wie Staat und Politik einmal mit Konzernen und einmal mit Menschen umgehen. Es gibt das Wort „Hartz IV Betrüger“, das Wort „Konzernbetrüger“ ist zwar möglich, aber nicht wirklich gebräuchlich. Einem bedürftigen Menschen wird pauschal und von vornherein Betrugsabsicht unterstellt, ein Autokonzern und seine Verantwortlichen haben selbst dann nichts zu fürchten, wenn sie mehr oder weniger öffentlich des Betruges überführt worden sind.“

  • Krank genug für Heroin auf Rezept, nicht aber für Gras – Über meinen Kampf für Cannabis als Medizin:

    “Mit dem Ablehnungsbescheid ging ich wieder zu meinem Arzt, der ebenso fassungslos wie ich von der Entscheidung war. Wir lasen uns gemeinsam das Gutachten durch und verfielen gemeinsam zwischendurch in verzweifeltes Lachen. Dort standen überwiegend Maßnahmen drin, die ich bereits alle wahrgenommen habe, bzw. wahr nehme. Und beim Punkt, er könne mir ja noch immer weiterhin leichte bis starke Opiate verschreiben, schlug dies tatsächlich dem Faß den Boden aus. Dort stand also ernsthaft, dass ich weiterhin Medikamente nehmen solle, die ich nachweislich nicht mehr vertrage, meine Organe ruinieren und mich zwar schmerzfrei machen, aber aufgrund der Nebenwirkung eine Arbeitsunfähigkeit wieder vorprogrammiert wäre. Laut diesem Gutachten bin ich also nicht krank genug für Cannabis, Opiate, wegen derer ich ja schon bereits einen harten Entzug hinter mir hatte, gehen aber voll in Ordnung.” 

Ein Akku auf Kochsalzbasis

Texte, die sich mit wissenschaftlichen und technischen Neuerungen auseinander setzen, beginnen immer häufiger mit „chinesische Forscher“. Dieses mal waren es Chemiker an der Fudan-Universität von Shanghai. Sie haben einen Akku entwickelt, der Natrium statt Lithium verwendet und entweder als Band kommt – ähnlich wie ein Klebestreifen – oder als Nanoröhrchen. Und er kann mit Kochsalzlösung oder sogar menschlichen Körperflüssigkeiten aufgeladen werden. Bis zur Marktreife wird es noch ein wenig dauern, aber es ist jetzt schon faszinierend, sich auszumalen, was dadurch alles möglich wird. Vielleicht Smartwatches, deren Akku sich im Armband befindet. Oder allerlei Implantate, die Körperfunktionen überwachen. Für die war Energieversorgung bisher das größte Problem.

Bei Deutschlandfunk Kultur erkläre ich in aller Kürze die Neuentwicklung.

Technik, die begeistert

Einplatinenrechner wie Raspberry Pi und Arduino begeistern die Hacker-Szene. Die Minicomputer haben kein Gehäuse und können fast nichts – bis ein Tüftler sie mit anderen Geräten verbindet, programmiert und so zum Leben erweckt. Dann lässt sich mit ihnen allerlei Schabernack treiben.

Als Apple vor 41 Jahren seinen ersten Computer auf den Markt brachte, war es ein Bausatz: Eine nackte Platine mit einer Reihe von aufgelöteten Chips. Um ihn zum Leben zu erwecken, mussten die Nerds von damals erst noch Gehäuse, Netzteil, Monitor und Tastatur kaufen oder selbst bauen. Vielleicht ist auch Nostalgie mit schuld daran, dass der Raspberry Pi so beliebt ist. Der Minicomputer kommt ebenfalls ohne Gehäuse daher und ist billig und klein genug, um fast überall eingebaut zu werden. Mit viel Tüftelei und Zubehör baut man damit kleine Server für den Hausgebrauch, etwa um Musik und Filme abspielen zu können. Raspberry Pis stecken in selbstgebauten Spielekonsolen und Wetterstationen oder dienen der Fernsteuerung selbstentworfener Roboter aus Legosteinen oder Fisher-Prize-Elementen.

Weiterlesen in der Jungle World

Links der Woche

  • Die Magie der Ethikbremse:

    „Die meisten Menschen verstehen Technik nicht, vor allem verstehen sie keine Algorithmen. Aus diesem Unverständnis sprechen sie Maschinen magische Eigenschaften fernab der Realität zu, wie zum Beispiel die Fähigkeit, in Millisekunden den Wert von Menschen und den zukünftigen Verlauf des Unfalls zu errechnen. Das autonome Auto wird dadurch in der Vorstellung regelrecht dämonisch.“

  • A Brief History of Women in Computing – Faruk Ateş – Medium:

    “But what all these factors do tell us is that biology was never a relevant factor for women’s innate interests in the field.“

  • Die Pseudo-Ethik der selbstfahrenden Autos » Fischblog » SciLogs – Wissenschaftsblogs:

    “Solche Trolley-basierten Diskussionen sind, siehe Fußnote zwei, völlig albern. Was stellen sich die Leute vor, wie so ein Fahrzeug programmiert wird? “Wenn es keine Alternative gibt, fahr lieber den Rentner tot”? Natürlich wird die Steuerung des Fahrzeuges darauf ausgerichtet sein, in jeder Situation bis zum bitteren Ende Menschenleben maximal zu schützen. Das wird in der Praxis nicht immer funktionieren, aber diese ethische Entscheidung – sind wir bereit, für eine möglichst umfassende individuelle Mobilität tausende Menschenleben zu opfern? – haben wir ja längst getroffen.“

  • „The robots may come, but the cyborgs are already in the office“:

    “The utopia and dystopia of automation presuppose that there will be a sudden change (for instance the so-called „Singuarity”, when artificial intelligence is supposed to outsmart us) and that then there are “the machines” and “the robots” that are coming for us. (…) But this narrative covers up that there are already many algorithms doing their work “behind the screens”, increasingly automating our work and our lives without us noticing it.“ 

  • That Tesla Battery Emissions Study Making the Rounds? It’s Bunk.:

    “If you’re predisposed
    to hate electric cars, then there’s a wonderful story making the rounds
    that’ll support your worldview. It claims that the production of Tesla
    battery produces carbon emissions equivalent to driving an
    internal-combustion vehicle for eight years—8.2, to be precise. That’s a sensational claim, one that’s been seized upon by EV haters and gleefully posted by climate change-denying blogs and sites that despise electric cars. Just one problem: It’s absolute nonsense.“

Notizen zum sexistischen Manifest eines Google-Mitarbeiters

Post-Gamergate ist der Kulturkampf erneut ausgebrochen. Ein Google-Mitarbeiter veröffentlicht firmenintern ein Memo oder eine Art Manifest, in dem er sich gegen die Förderung von Frauen im Unternehmen wendet. Er begründet das mit der angeblich biologisch bedingten Unterschiedlichkeit von Frauen und Männern. Spätestens seit der Mitarbeiter dafür entlassen wurde, beklagen Männerrechtler und Frauenfeinde Seite an Seite einen Fall von Diskriminierung: Bei Google herrsche eine „ideologische Echokammer“.

In der Diskussion wird allerlei behauptet: Das Manifest könne gar nicht sexistisch sein, schließlich beginne es mit den Worten „I value diversity and inclusion“. Das ist ungefähr so stimmig wie die Meinung, eine Aussage könne nicht rechtsradikal sein, wenn sie mit „Ich bin ja kein Nazi, aber…“ beginnt.

Wie sexistisch der Text ist, wird deutlich, wenn man das Wort „Frau“ darin durch „Schwarze“ ersetzt und „Männer“ durch „Weiße“. Niemand außer vielleicht Bernd Höcke würde dann noch bestreiten, ein rassistisches Pamphlet vor sich zu haben.

Weiterhin heißt es, der Text sei nicht diskriminierend, weil der Autor sich auf wissenschaftliche Fakten berufe. Das ist hoch problematisch. Beobachtet man die Publikationen in diesem Bereich, ergibt sich ein gespaltenes Bild. Es gibt durchaus Resultate, die biologische Unterschiede etwa im Gehirn zwischen Männern und Frauen belegen. Allerdings kann niemand sagen, ob diese genetisch bedingt sind, oder im Zusammenspiel mit der Plastizität des Gehirnes daher kommen, dass Frauen in den westlichen Gesellschaften anders sozialisiert werden als Männer. Ein großer Teil der Forscher ist außerdem der Ansicht, dass solche Unterschiede statistisch bestehen, jedoch individuell anhand eines Gehirnes nicht gesagt werden kann, ob es weiblich oder männlich ist. Es gibt also keine seriöse Basis dafür, Männer zu bevorteilen, wie dies zum Beispiel beim Gender Pay Gap der Fall ist. Und wenn es sie gäbe, würde das die humanistische Basis in Frage stellen, nach der alle Menschen gleich behandelt werden müssen.

Zuletzt die Entlassung: Da haben die Frogs wieder einen Märtyrer gefunden, der angeblich wegen seiner freien Meinungsäußerung entlassen worden sein soll. Niemand weiß wirklich, was bei Google abgelaufen ist und ob es ein klärendes Gespräch, eine Abmahnung oder ähnliches gab und ob der Mitarbeiter schon vorher aufgefallen ist. Die Verantwortlichen bei Google werden das auch ganz sicher nicht in der Öffentlichkeit ausbreiten, schon um die betroffene Person zu schützen. Allerdings ist es vollkommen korrekt, Mitarbeiter abzumahnen und auch zu feuern, die in ihrer Arbeitszeit firmenintern politische Pamphlete verbreiten, in denen sie pauschal einen großen Teil der Belegschaft aus angeblich biologischen Gründen für unfähig erklären. In Deutschland liefe das unter „Störung des Betriebsfriedens“.

Links der Woche

  • Heartland’s “Six Reasons To Be A Climate-Change Skeptic” Are Six Demonstrable Falsehoods:

    “At a time where science is critical to the future of humanity,
    it’s important that we all agree on the facts. We may disagree on
    policy, on the best course of action for society or the world, or on
    which concern is most paramount in terms of importance. But we have to
    agree on the same facts as a starting point.“

  • Vom verunglückten Denken:

    “Auf Poppers Zitat über das bessere und
    längere Leben, das jedoch nur mit Gemaule über die angeblich so
    schlechte Welt quittiert wird, folgen noch zwei weitere Sätze, in denen
    er die Folgen des allgegenwärtigen Gejammers benennt: „Ich halte die
    Verbreitung dieser Lügen für das größte Verbrechen unserer Zeit, denn es
    bedroht die Jugend und versucht, sie ihres Rechtes auf Hoffnung und
    Optimismus zu berauben. Es führt in einzelnen Fällen zu Selbstmord oder
    zu Drogen oder zum Terrorismus.“ Hinter den Ursachen für Selbstmord oder
    Drogen dürften vermutlich vor allem private Gründe liegen, aber Popper
    hat einen entscheidenden Punkt: Der Welt wird Hoffnung und Optimismus
    genommen, wenn in unsäglicher Oswald-Spengler-Manier penetrant eine
    Geschichte des Niedergangs erzählt wird.“

  • Renegaten, Verräter, Konvertiten, Überläufer oder Überzeugungstäter:

    “Diese Figur des Konvertiten gibt es ganz
    offensichtlich auch in der Bewegung von demokratisch, modern und links
    eingestellten Intellektuellen zur extremen Rechten, zum
    nationalistischen, völkischen
    und militaristischen Denken hin. In dieser Richtung bewegten sich
    Intellektuelle in der napoleonischen Zeit, vor dem ersten Weltkrieg und
    schließlich seit etwa einem Jahrzehnt auch in unserer Gegenwart. Der
    umgekehrte Weg, vom rechten ins linke Lager, ist eher selten
    anzutreffen, was uns noch zu denken geben wird.“

  • I hacked my body for a future that never came:

    “The better wearable devices get, the less sense it makes to permanently modify your body. Things like exoskeletons, smart glasses, and external brain-computer interfaces are safer and much easier to upgrade than their implanted counterparts. Plus, you can take them off in inappropriate situations: you won’t get stuck trying to swim with a metal limb, for example, or wearing a permanent version of Google Glass to a laid-back dive bar.”

Cyborg Politics

1. August, Hundstage, es ist in der c-base noch heißer als draußen und ich habe Probleme mit meiner Atmung, weil dank herumfliegender Gräser- und Lindenpollen meine Nase dicht ist. Rhetorisch ist das deshalb nicht gerade einer meiner besseren Vorträge, aber sei’s drum: Auf dem 63. netzpolitischen Abend der Digitalen Gesellschaft in der c-base erkläre ich knapp und kurz den Stand der Cyborg-Technik und umreiße die politischen Fragen, die sich daraus ergeben.

Links der Woche

  • Roter Tittenalarm!!!!!1111:

    “Daher mache ich aus meiner eigenen Lust, heiße Jungs anzuglotzen, ein kulturelles und gesellschaftliches Statement. Es ist wirksamer, etwas aus innerer Motivation heraus zu leben und damit ein Gegengewicht zu erzeugen. Je sichtbarer das Begehren für sexualisierte, ja auch verletzlich-erotisierte Männer ist, desto eher wird es mehr Angebot zur Nachfrage geben. Ich stelle zudem die mutige Behauptung auf, dass es Männern Freude bereitet, sich jenseits von Helden- und Muckibudenposen selbst sexualisiert zu zeigen. Ein Blick in die schwule Community reicht.“

  • Keine gute Idee oder: Warum das Wahrplakat ein Falschplakat ist:

    “Zumindest in meiner Filterbubble taucht immer mal wieder das Angebot von abgeordnetenwatch.de, Plakate für Abgeordnete zu erstellen, auf. Das ganze nennt sich „Wahrplakat“ und soll vermutlich die Wahrheit über die jeweiligen Abgeordneten verkünden. Am Ende tut es genau das Gegenteil. Es vermittelt ein falsches Bild von Abgeordneten, es ist -zugespitzt formuliert- vereinfachend und populistisch.“

  • Des Faschodrives neuste bürgerliche Fassade:

    “Es wurde ja des öfteren bemerkt, dass wir es derzeit mit einem weltweiten Rechtsruck zu tun haben. (…) Interessanter Weise galt Deutschland immer – und seit die AfD so absäuft – immer mehr als Ausnahme zu diesem Trend. Und ich fürchte, das beruht auf einem Mißverständnis.“ 

  • Betreuer über Ekel in der Pflege: Schleim, Haftcreme, Magensonde:

    “„Ich könnte das nicht.“ Diesen Satz hören Pfleger oft. „Das“, das ist das Ekelhafte, die Körperflüssigkeiten, Schleim und Rotz und Blut und Kot. „Das“, das ist Pflege, die Nähe zu kranken, kaputten, hilfebedürftigen Körpern, das Waschen, das Arsch­abwischen. Das ist, so sagen es die Hygieneforscher, evolutio­när vernünftig, denn so vermied die Menschheit den Kontakt mit Krankheitserregern und Parasiten. Ohne Ekel, heißt es, wäre die Menschheit längst ausgestorben.“

  • blogfoster, werbung und ghostwriting – wirres.net:

    Ganz großes Bloggerkino: Felix Schwenzel bekommt den Auftrag, einen Werbetext für eine Ghostwriting-Agentur zu schreiben und gibt anschließend den Werbetext bei selbiger Agentur in Auftrag.

  • Wider den Kult um die Armut:

    “Die Linke, also die »echte«, wollte nie Armut für alle. Sie wollte auch nicht, was Martin Schulz will, nämlich »harte Arbeit« für alle. Sie will ein möglichst gutes Leben für möglichst viele Menschen, weswegen die klügeren Linken Globalisierung und Automatisierung nicht bejammern, sondern sich für jeden Menschen in Asien, Afrika oder Lateinamerika, der es dank Weltmarkt vom potentiellen Opfer des Hungertodes zum Arbeiter mit festem Einkommen und gefülltem Kühlschrank bringt, ebenso freut wie über die Perspektive, dass immer mehr eintönige und gefährliche Arbeiten von Maschinen übernommen werden.“

Der Chip in der Hand – bald vom Chef verordnet?

Ich trage meinen Chip jetzt seit fast zwei Jahren. Implantiert hat ihn mir der schwedische Bodyhacker Jowan Österlund in die „Schwimmhaut“ zwischen Daumen und Zeigefinger. Das Ganze dauerte nur wenige Sekunden: Mit einer Injektionsnadel wird der Chip unter die Haut gespritzt. Während ich noch leicht empört war, dass Jowan mir dazu in die Hand kneifen musste, habe ich den eigentlich Piks gar nicht bemerkt. Sich ein Ohrloch stechen zu lassen ist wesentlich schmerzhafter. Mein Chip ist ein NFC-Tag in einer Glashülle, etwa so groß wie ein Reiskorn.

Er besitzt keinerlei eigene Energieversorgung und wird erst per Induktion aktiv, wenn ich ihn sehr nah an ein passendes Lesegerät halte. Theoretisch könnte ich jetzt damit Türen öffnen, wenn ich eine entsprechende Schließanlage hätte, woran praktisch in meinem Berliner Altbau nicht zu denken ist. Haben wollte ich ihn, weil ich mich sehr für Bodyhacking und Human Enhancement interessiere. Immerhin kann ich ganze 868 Bytes darauf speichern. Mehr wäre schon cool.

In den letzten zwei Jahren haben sich solche Chips sehr verbreitet. Angeblich sitzt mittlerweile bei 50.000 Menschen weltweit ein NFC- oder RFID-Tag unter der Haut – eine Zahl, die häufig genannt wird, für die sich aber keine sichere Quelle finden ließ. Doch bereits 2015, als nur wenige Hundert Menschen solche Chips hatten, warnten die ersten Gewerkschafter, dass Arbeitgeber auf die Idee kommen könnten, ihre Mitarbeiter zu chippen. Ein solcher Arbeitgeber ist der Automatenaufsteller „32M“.

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Links der Woche

  • Im Gegensatz zu meinem Körper dürfen meine Worte Gewicht haben | Das Nuf Advanced:

    Patricia Cammarata über die Zumutung, als Frau irgendwelchen irgendwelchen Idealen des Aussehens entsprechen zu müssen, vor allem solchen, die Männern gefallen.

  • Schwarz, innen.:

    “Aber vor allem redet niemand gern darüber, weil die Reaktionen auf diese Krankheit fürchterlich sind. Dass Menschen, die nicht selbst betroffen sind, Schwierigkeiten haben, diesen Zustand nachzuvollziehen – geschenkt. Ich weiß nicht, wie sich ein gebrochener Arm anfühlt, ich hab mir noch nie was gebrochen. Wovor ich Angst habe, wenn ich darüber spreche: dass man mich für „schwach“ hält. Dass man mich abschreibt. Dass ich keine Jobs mehr bekomme. Dass man mich behandelt, als wäre ich nicht zurechnungsfähig. Solche Sachen.” 

  • Gefahr, drohende:

    “Doch damit entfernt sich die staatliche Gewalt immer weiter von Tätern und Taten und bewegt sich immer tiefer hinein in den Raum der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten. Wer einmal Lotto oder Roulette gespielt hat weiß, wie tückisch dieser Raum ist und wie schnell man mit einer Beurteilung aufgrund von Annahmen daneben liegen kann. Jemanden ins Gefängnis zu bringen, nur weil man glaubt, dass er irgendwann etwas vorhaben könnte, ist staatliche Willkür. Noch dazu weil diese im Gesetz verniedlichend als Unterbindungsgewahrsam bezeichnete Haft praktisch unbegrenzt verlängert werden darf – ohne dass es zu einem ordentlichen Gerichtsverfahren kommt. Allein schon die verharmlosenden Wortwahl zeigt, dass hier willkürliche Staatsgewalt verschleiert werden soll.“

  • Vom Tellerwäscher zum Pensionär:

    “Der Politikwissenschaftler und Armutsforscher Christoph Butterwegge ­erkennt darin ein Konzept: »Die Schaffung eines breiteren Niedriglohn­sektors, um den Wirtschaftsstandort Deutschland noch konkurrenzfähiger auf den Weltmärkten zu machen, hat wesentlich dazu beigetragen, dass es heute mehr Armut trotz Arbeit gibt. Das war auch bewusst so gemacht und gewollt«, sagte Butterwegge im Deutschlandfunk.

    Tatsächlich war die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes das Kernstück der sozialdemokratischen Agenda 2010. »Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in ­Europa gibt. (…)«, prahlte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder 2005 während des Weltwirtschaftsforums in Davos.”

  • The Philosophy of the Weird and the Eerie:

    “Right now I’m reading more books at once than should be healthy for me. Two of them are Mark Fishers posthumously published The Weird and the Eerie and the first Volume of Eugene Thackers In the Dust of This Planet (Horror of Philosophy) – not only because I’m interested in the Horror-Genre for as long as I can think – literally: One of my first remembrances as a child is a Nightmare about a Witch. You’re welcome to play Therapist. –, but also because I sense that while we are exploring the vast Digital Spaces which provide any thinkable human expression of any kind, we are also more and more exploring vast Digital Spaces which provide unthinkable human expression of any kind („Can’t be unseen“) or in other words: The unknown Unknowns.“